Sonntag, 24. Februar 2019

aufgehübscht

Drei meiner Blumenkinder vom Maibasar 2018 mussten im Schrank des Kindergartens überwintern - ausschließlich Johannisbeerkinder.

so sah die "Erstausgabe" vom letzten Mai aus

Mit ihren Zwergenmützen und dem krausen Haar sahen sie weitaus weniger lieblich aus als all die anderen entzückenden kleinen Blumenmädchen, die ich ihnen zugesellt hatte und die auch ausnahmslos verkauft worden waren. Etwas herb, leicht säuerlich gar - eben so wie Johannisbeeren schmecken - kein Vergleich also mit Kirschen oder Erdbeeren.


Nun hab ich mich ihrer nochmals angenommen und ihr Image aufpoliert: neue Frisur mit gebändigten Zöpfen und auf dem Kopf ein Sonnenhut gegen die Glut der Sommersonne.


Der Grundstock für die nächste Blumenkindernähsaison ist gelegt, der nächste Basar naht ...

Sonntag, 17. Februar 2019

grün gestricktgetrickst



Weil ich meine neuen Pulswärmer so leidenschaftlich gerne trage und nachdem sie mir ja auch sehr schnell von den Fingern geglitten waren, musste ich jetzt unbedingt Tochter und Schwester damit beglücken und kaufte grüne Wolle, wintergrüne Wolle.


Beide lieben sie grüne selbstgestrickte Socken, also dachte ich mir, mit dieser Farbwahl alles richtig gemacht zu haben.


Jetzt schon eingeübt strickte es sich noch schneller. Also mehr vorwärts und weniger zurück. Und durch Maßhalten und genaues Austarieren der Modelle reichten mir jeweils 50 g für ein Paar Handstulpen. Und es bleibt nur ein winziger Rest Wolle übrig, nichts mit langes-Fädchen-faules-Mädchen - schnelles Vernähen war vonnöten um die Maschen zu sichern.


Strickvergnügen: zwei Abende für ein Paar.

Sonntag, 10. Februar 2019

das rosa-p.-Tuch


In den heftigsten Häkelzeiten, als große und kleinere Projekte einander folgten, als ich gleich mehrere Decken nacheinander häkelte oder fertig stellte, in dieser Häkelepoche meines Lebens konnte ich mir nicht vorstellen, jemals wieder zu Stricknadeln zu greifen.
Nun ja,vielleicht zu einem Nadelspiel, um zu Geburtstagen, Ostern, Nikolaus oder Weihnachten das ein oder andere Paar Socken zu stricken - aber eigentlich nicht einmal das erschien mir so wirklich wahrscheinlich.

Und dann überfiel mich plötzlich das Strickfieber. Es kam ganz unvermittelt - zusammen mit der Erkenntnis, dass ich nicht Decke um Decke häkeln müssste, um mich warm und kuschelig auf dem Sofa einzugraben. Die bereits gehäkelten waren ausreichend, stapelten sich mittlerweile sogar, denn wer braucht noch mehr Decken als eine unter sich, eine neben sich, eine über sich?


Das beruhigende Gefühl an Deckenprojekten ist für mich das langsame, lange Arbeiten an nur einem Objekt. Aber das konnte ich auch an Westen, Pullovern oder Schals haben. Mit dieser Erkenntnis und nunmehr wachen Augen für Muster und Anleitungen dauert es nicht mehr lange bis zur Entfachung einer neuen Leidenschaft.


Mittlerweile habe ich mich durch Anleitungen zu Raglan von oben gegraben, habe versucht zu verstehen und zu berechnen und tatsächlich eine Weste für mich, drei Pullis für den kleinen Mann und - naja, nicht ganz so aufwendig - Schals und Schals gestrickt - ein Ende scheint nicht abzusehen.

Letzte Großbaustelle über die Weihnachtswinterferien war das rosa-p.-Tuch, das mich während des Strickens beglückte und natürlich jetzt, in den kalten Tagen des Winters noch mehr, da es fertig ist und ich mich nicht nur drinnen auf dem Sofa in Decken kuscheln kann, sondern mich auch draußen, beim Spazierengehen mit den Hunden, ein megamäßig riesiger Schal weich und warm umhüllt.


Strickvergnügen: zwei Wochen und vier Tage

Sonntag, 3. Februar 2019

Pulswärmer


Ich glaubte, meine Lieblingshandwärmer, meine Stulpen, verloren zu haben. Nachdem alle Taschen, Beutel und Jacken durchsucht waren, ich im Auto auch unter den Sitzen nachgeschaut hatte, verfolgte ich meine Einkaufsspuren und fragte in sämtlichen Geschäften, der Apotheke und Bank nach, ob sie nicht vielleicht ... nein, hatten sie nicht.

Nun gut. Musste ich also neue stricken.


Bei der Musterwahl entschied ich mich für eine Kombination aus kleinem Zweimaschenzopf und dem flachen falschen Zopf, wie ich ihn auch schon in Socken verstrickt hatte in meinen Übergangszeiten von Loch- zu Zopfmustern (z. B. hier: Klick!).

Gestrickt habe ich mit Wolle für Nadelstärke 3,75, so dass die Arbeit zügig von den Nadeln glitt.
Ich hoffte mit einem Knäuel pro Teil auszukommen, doch entgegen dieser Annahme brauchte ich dann doch einige Meter eines zweiten Knäuels. Aus diesen Resten - satte 48 Gramm - strickte ich ein weiteres Paar für meine allerliebste Freundin, die hoch oben auf den Bergen des Schwarzwalds lebt, zur Zeit umgeben von sehr viel Schnee. Da ich die Länge des Schafts etwas einkürzte, reichten mir die verbliebenen 48 Gramm Wolle ganz gut.

Strickvergnügen 1: ein langer Samstagabend und ein Sonntagvormittag
Strickvergnügen 2: zwei früh einsetzende Abende




Meine Pulswärmer sind übrigens immer noch nicht wieder aufgetaucht, trotzdem glaube ich nicht, dass ich sie wirklich verloren habe und warte geduldig, dass sie mir eines Tages wieder begegnen.

Ja, und das sind sie dann auch: mehrere Tage nach meiner Strickaktion fand ich sie während eines entspannten Spaziergangs in den Tiefen meiner Jackentasche, die ich zuvor viele male ohne Erfolg umgegraben hatte.
Vielleicht braucht man ja zum Finden ein Grundmaß an Entspanntheit und möglicherweise fehlte es mir genau daran, als ich Tasche um Tasche und Beutel um Beutel durchsuchte.

Sonntag, 27. Januar 2019

Geburtstagsnähen mit den Mädels

 


"Ich hab da mal 'ne Frage."
So beginnen in der Regel einleitende Sätze meiner Nichte, in deren Fortsetzung sie mir dann ein Projekt erklärt, das sie plant und für dessen Umsetzung sie eventuell meine Unterstützung brauchen könnte. Das kann vom Rezept raussuchen für Pralinen bis zu Näh- und Wandertagen so ziemlich alles umfassen.


Dieses mal ging es um die Wiederholung des Geburtstagsnähens mit den Freundinnen.

Nach dem Erfolg der Beutelnäherei im letzten Jahr, wollten wir auch dieses mal ein kleines, für ungeübte Schneiderinnen gut zu bewerkstelligendes Projekt umsetzen.
Da gibt es so viele Möglichkeiten an Taschen und Täschchen, an Sinnvollem und wenig nützlichem.


Wir entschieden uns für die relativ einfache Herstellung von Wachstüchern (anstelle von Papier oder Folie zu verwenden) und einer Bestecktasche für die kleine Mahlzeit unterwegs - im Rucksack, im Turnbeutel, im Schulranzen.


Mit Fächern für Messer, Gabel, Löffel, Kaffeelöffel und Serviette bzw. dem Wachstuch.


Sonntag, 20. Januar 2019

Rundpassenpulli


 Früher - ja, früher - früher also, als die Schnitzel größer waren und die Mädels jünger, in diesen Früherzeiten strickte ich gewagte Pullis. Mit Streifen oder Zöpfen aber besonders gerne mit vielen Fäden, die es immer wieder zu entwirren galt.
Dann kamen andere Zeiten und ich strickte nichts mehr. Danach nur Socken, denn die - dachte ich - könne ich am besten und als kleine Werke sind sie auch bald fertig.


Nun näherte ich mich ja schon seit einiger Zeit über das Deckenhäkeln allmählich wieder größeren Teilen - Westen für mich und Pullis für den kleinen Mann.

Zu Weihnachten wollte ich nun einen schönen, ausgefallenen, mich herausfordernden Weihnachtspulli für den kleinen Mann stricken.
Und suchte nach sogenannten Norwergermuster. Natürlich für meine neue Liebe topdown.


Nach dem Entwicklungsprozess, in dem Farben, Wollqualität und Muster bedacht werden  wollten, strickte ich mit viel Vergnügen meinen seit langer Zeit ersten "Norweger".


 Strickvergnügen: 15 Tage
 gesehen auf Ravelry: KLICK!

Sonntag, 13. Januar 2019

Raglanpulli


Auf dem letzten Stoffmarkt hatten wir einen sehr warmkuscheligen dunkelblauen Sweat gefunden - genau das richtige für einen neuen Schwiegersohnpulli.



Da er ein geheimes Unternehmen war, wollte ich ihn auch in geheimer Mission nähen, also ohne Anfrage nach einem gut sitzenden bereits im Schrank liegenden Kaufpulli.
Die Größe ermittelte ich anhand anderen Schnittmusters - klar, hätte ich einfach nochmal nähen können, das vormalige Schnittmuster, aber ich wollte nun mal Rollkragenpulli und Kordeldurchzug.
zu guter Letzt:

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