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Mittwoch, 28. August 2013

das Zu-wenig-Stoff-Projekt



Mit zu fast zu wenig Stoff habe ich mir in den letzten Wochen so nebenher für die Spätsommertage noch ein Kleid genäht. Knapp ging es zu bei diesem Unternehmen und ohne den dazu passenden Unterrock wäre das Kleid tatsächlich viel zu kurz geraten. Andererseits braucht es diesen tatsächlich, denn der Stoff ist leicht durchscheinend.



Hundert Prozent glücklich bin ich noch nicht damit - also mit dem Kleid als solchem schon - aber nicht mit der Tragen. Weil das Kleid nämlich die Angewohnheit hat beim Gehen oder Radfahren nach oben zu wandern und der Unterrock dann immer länger unten raus guckt. Und weil das Längenverhältnis der Stoffe für meinen Geschmack dann nicht mehr stimmt. Irgendwie wirkt so ein langes Unterrockteil seltsam. Die Proportionen verschieben sich. Aber nur stehen oder sitzen geht grad mal eben für's Foto aber nicht für's wirkliche Leben.

Ich werde versuchen, den Unterrock im Kleid innen mit kleinen Stichen zu fixieren und auch seitlich am Saum. Vielleicht hilft das schon.

Davon mal abgesehen gefällt es mir gut.
Ich hatte ja auch lange genug überlegt, was aus dem Stoff mal werden könnte. Was mir vorschwebte passte mengenmäßig nicht und was gepasst haben würde, wollte ich nicht. Bis ich mir überlegte, den Schnitt an den Stoff anzupassen, also entsprechend zu verändern. Da hatte ich plötzlich eine kleine Auswahl, die mir gefiel und schließlich steuerte ich mit den richtigen Überlegungen auf Simplicity 4456 zu.



Der Schnitt ist eigentlich ein 40er-Jahre-Nachthemd, dem ich vor zwei, drei Jahren begegnete und den ich mit leichten Abwandlungen nun zum dritten mal genäht habe. Die Länge musste gekürzt, der Ausschnitt vereinfacht bzw. verändert und die Ärmel aus Stoffmangel "verkleinert" werden, das Kleid besitzt jetzt Onion-Knoten-Kleid-Ärmelchen. Und einen Unterrock.



Nach langer Sommerpause ist heute wieder MeMadeMittwoch, heute mit Frau Wiebke von "Kreuzberger Nähte". Ich freue mich, dass es nach erholsamer Sommerpaues wieder losgeht.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Nervtöter-Kleid

Heute ärgert mich mein Lieblingskleid. Ich bin noch voller Vorwurf und Frust im Bauch. Darf so was gepostet werden? Am MeMadeMittwoch? Ein ärgerliches Lieblingsteil, ein Nervtöter-Kleid?




Wie meist am Mittwochmorgen wollte ich auf den Markt. Anschließend noch Bank und Lebensmittel. Alles in einem Aufwasch. So weit so gut.
Frisch war's am Morgen - fast hätt' ich mir die Ohren abgefroren - und deshalb ein Jäckchen übers Kleid gezogen, wegen des überraschenden Wintereinbruchs - Regen und gefühlte 5 Grad. Dann die Handtasche quergehängt, für die Einkäufe den Shopper über die Schulter und bin losmarschiert. Irgendwann machte sich das Kleid selbständig und wanderte - beinaufwärts. Minirockmäßig. Das hat es noch nie gemacht.


 
Ich war die ganze Zeit nur noch am Knuddeln und Zuppeln und Korrigieren und ziehen, zerren, nach unten schieben, mich nerven und rätseln, was dem Kleid wohl heute nicht passt: das Jäckchen, die gefüllte Tasche, die schnelle Gangart - keine Ahnung. Der Saum klebte wie eine Klette am Oberschenkel und wollte nicht an seinen Platz. Selbst auf dem Bild wird ersichtlich, wie sich das Kleid heute dreht und klebt.
Aus Frust gab's noch einen Einkauf für mich: Strumpfhosen - gestreift und reduziert, Danke Winter! Denn wenn schon mini, dann doch bitte mit besonders attraktiven Strümpfen.




Ich hoffe jetzt, dass es sich bald berappelt, das Kleid, und zur Vernunft kommt, sonst wird es für heute in den Schrank zurück gehängt und ich suche mir ein friedlicheres aus. Den Status Lieblingskleid muss es sich jedenfalls neu verdienen.

Den Frühlingsausbruch mit zarten Rosen auf dem Kleid zeigt heute Catherine auf dem MeMadeMittwochBlog. Vielen Dank für die Verlinkungsplattform und die liebevolle Moderation.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Komm, lieber Mai, versteck' dich nicht

Mai-ig sieht für mich anders aus: vollsonnige Tage würde ich mir wünschen.

Aber nein! Heut mal wieder anders.


Dem Wetter angepasst erscheine auch ich heute mit meinem Fast-Ostern-Kleid etwas gedeckter.
Da es nicht regnet, duftet wenigstens der Flieder ein wenig.
Und bügeln hättte ich vor dem Foto sollen - aber was soll's.



Dieses mal habe ich einen Kragen konstruiert, so wird das Kleid noch kleidsamer.



Das Kleid Simplicity 4758 habe ich schon zweimal genäht, und da es sich um Lieblingskleider und Lieblingsschnitt handelt: schon x-mal gezeigt inclusive Nähabenteuer und Verkleinerungsprozess. Nur der eigentlichen Bestimmung - dem Nachthemd - der hab ich mich bisher erfolgreich verweigert.

Wer zeigt dem Mai die schöne Seite? Mehr oder weniger frühlingshafte Kleidung gibt es heute wieder auf dem MeMadeMittwochblog. Heute moderiert von Wiebke (Kreuzberger Nähte). Herzlichen Dank.



Montag, 22. April 2013

"Wellness-Wochenende" - ich brauch' Verlängerung

So ein Wochenende ist doch schneller rum als gedacht. Mit Einkauf, Hausputz und unerwartetem Besuch war's am Samstag mirnichtsdirnichts abend und des nachts kam ich grad noch so ein bisschen zum Schnittrauskopieren. Von Nähen (noch) keine Spur.

Nachdem ich mit dem Anpassen derSchnittteilen wie dem Kürzen der Oberteile fertig war - ein dreifaches HURRA auf den Faltenwurf im Vorderteil -, machte ich mir allmählich Gedanken, ob der Ausschnitt nicht doch zu offenherzig ist; so verfroren wie ich im Hals-Nackenbereich bin, vielleicht Ende April nicht die allerklügste Entscheidung. Schließlich fröstle ich bis in den Hochsommer.

Dabei schweifte ich mit meinen Blicken hilfesuchend über meine fertigen Kleider und es begann sich was zu regen und zu winden im Gehirn - eine Idee, die Vorstellung eines (anderen) Kleides, Änderungen, die nötig sein würden. Hätte ruhig vorher passieren dürfen!! Denn was von den Schnittteilen bei den neuen Plänen bleiben würde, wären tatsächlich nur der Rock. Macht aber nichts, das Kleid wird ein andere mal genäht und dann bin ich mir für die geleistete Vorarbeit dankbar.

Die Änderungen könnte ich mir jetzt aktuell so vorstellen:
Rockteil wie bei Simplicity 2025



Oberteil nur fast wie hier, aber der Schnitt als passable Grundlage für die Änderungen. Das Ganze dann  auch noch in der Langarm-Version


also die Ärmel von Modell 35 und verlängert



und statt der Raffung in der oberen Taillennaht (ist schon eher Brustbereich aber auf dem Foto ist zu erkennen, was ich meine) die Raffung vorne in der Mitte, darauf dann Knöpfe zur Zierde ohne Knopflöcher. Ich hab' das mal bei einem Shirt genäht, also kein Problem.





Dafür müsste ich natürlich das obere Vorderteil ändern!
NEIN!
Dafür müsste ich dasVorderteil überhaupt nicht ändern, denn das Kleid gibt es schon, hängt seit Sommer fix und fertig - wenn auch aus Jersey - in meinem Schrank:


und ist ein Schnitt von Schnittquelle:


Was sind denn das für Exkursionen? Hin und her und rüber und nüber - aber ich kenn' das von mir, dieses Kleid ist nicht das erste, das eine andere Entwicklung nimmt. 
Da weniger mir in diesem Fall mir mehr erscheint, werde ich den Schnitt so übernehmen, also keine Falten im Rockteil. Lediglich die Ärmel und den Armausschnitt muss ich für eine Langarmversion ändern.


Samstag, 20. April 2013

"Wellness-Wochenende" - Schnitt- und Stoffwahl

Vorgestern, als die Sonne sich einigermaßen strahlend zeigte, beschloss ich, mich von allen halb- und ganzwinterlichen Nähvorhaben endgültig zu verabschieden, habe die Stoffe wieder eingepackt und auch den vorgesehenen Schnitte eingetütet. Mein Sinn stand eindeutig auf FARBE.

Gestern, als die Sonne sich hinter den Wolken versteckte und der Wind wieder kälter blies, war ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob ich nicht doch nochmals in die Winterstoffkiste greifen sollte. Der Sinn stand mir nicht mehr ganz so bunt und schon gar nicht kurzärmelig. Gut, das bereits ausgesuchte Kleid kann leicht auf Mai verschoben werden. In Gedanken kann ich jetzt schon mit spielen: Mai und Blumen und Sonne und kurzärmelig und weitschwingend und tanzend ... 14 Tage Zeit, mir Stoff und Schnitt zurecht zu legen.

Heute beschloss ich nun, die verbleibende Zeit nicht ganz ungenutzt zu lassen und doch endlich, endlich nach längerer krankheitsbedingter Unterbrechung zu Nadel und Faden zu greifen, Schere und Nähmaschine. Solche Wochenenden, die sich grau anfühlen, sind weder mit Hacken noch Pflanzen angefüllt; sie werden kostbar in den kommenden Monaten: Ein Wellness-Wochenende der besonderen Art steht mir bevor.

Jetzt beginne ich definitiv mit meinem Vorhaben - ein Kleid, klar, was sonst ... Jacken bräuchte ich noch unbedingt. Aber soll ich mich dem was ich brauche beugen oder lieber mein Hobby voll ausleben und nähen, was mir grad so gut gefällt und wozu der Sinn mir steht?
Also: nähe ich ein Kleid. Ein Kleid mit Kompromissformel, d. h. langärmelig  und nicht ganz so bunt.




Der Stoff ist ein - mein - erster Vollpolydingsbums, den ich vernähe und ich bin gespannt, ob er sich freiwillig unter die Maschine legt oder dort (und schlimmstenfalls auch noch zwischen den Fingern) wegflutscht. Das omamäßige Muster und die Farbe hatten mich vor einem Jahr zum Kauf veranlasst, außerdem fühlt er sich auf der Haut weich und geschmeidig an und hoffentlich müffele ich nicht allzu schnell darin. Gibt dann vielleicht "nur" ein Eintags- oder Halbtagskleid. Das wird sich weisen - ich habe eine sehr sensible Nase. Das Kleid wird mein erstes Vollpolydingsbums-Kleid und ich damit um eine Erfahrung reicher.



Ach so, welcher von den Schnitten wollte ich auch noch zeigen. Der isses:



allerdings  mit dreiviertellangem Arm, so:




Jetzt geht's los: Schnitt rauskopieren, anpassen, Stoff zuschneiden - gewaschen ist er schon. Wenn es was zu sehen gibt werde ich Zwischenberichte schreiben: Paralleles bloggen - von der Stoffwahl bis zum fertigen Kleid, so dachte ich mir das.


Samstag, 6. April 2013

Mein Fast-Ostern-Kleid

Als ich im letzten Jahr mein sogenanntes "Novemberkleid" nähte bahnte sich langsam die Vorstellung an, ein Jahr lang Monatskleider zu nähen. Dazu natürlich noch das ein oder andere "Event-Dress", also Geburtstagskleid, Opernkleid, Kleider für besondere Einladungen - schließlich stehen einige runde Geburtstage an - oder eben auch ein Osterkleid.
Jetzt muss ich leider feststellen, dass mir das aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht gelingen will; meinen Plan, mir zusätzlich zu jedem Monatskleid das ein oder andere "Besondere" zu nähen, werde ich aufgeben müssen. Nach dem Januarkleid - Kleid mit Unterkleid könnte ich ja großzügig und wohlwollend auf zwei Monate dehnen -  und einem halbfertigen Geburtstagskleid wurden synergetisch Opernkleid und Februarkleid zusammengefasst (aus zwei mach eins, Bilder folgen auch noch irgendwann - nur kein Stress!!) und das Märzkleid hätte-können-sollen dem Osterkleid entsprechen. So wäre ich in der Nähspur geblieben - Eile mit Weile, ein klein wenig geht immer, aber eben nicht in dem von mir zunächst angedachten Tempo (und in den von mir gedachten Variationen!). Dazwischen kommt auch immer mal die Tochter mit kleinen Wünschen. Was ich zu schätzen weiß und gerne unterstütze.
Fazit: Das wird so nun also nix - nicht das Monatskleidnähen und auch nicht "Nähen von Besonderem". Oder auf nächstes oder auf übernächstes Jahr verschoben. Ideen kommen, gehen, dürfen entwickelt und verworfen werden.
Da ich lieber langsam und sorgfältig nähe - schnell-schnell bringt meist Verdruss - entwickelt diese entschleunigte Veranlagung seine gute Seiten für mich. Mein Fast-Oster-März-Kleid liegt hier in den letzten Nähten und wollte auch nicht termingerecht fertig werden. Jetzt wird es halt im April getragen. Aber was soll's - vielleicht reicht es bis Mittwoch, dann zeige ich es beim von mir so sehr geschätzten MeMadeMittwoch.




Bis jetzt nur so viel - es gibt dieses mehrfach fotografierte Bild in unechten, überbelichteten, leicht angegrellten Farben, besonders rot und blau neigen zum vorlauten Kreischen! Dafür sind die Punkte dank Blitz tatsächlich Punkte geblieben: ohne Blitz erschienen sie zusätzlich verfremdet wie kleine Madenwürmer und die wollte ich auf keinen Fall mit mir herumtragen. Nicht mal auf Fotos. Nun ja, mit fremden Fotoapparaten zu experimentieren, ist halt nicht so mein Ding. Für's nächste mal nehme ich wieder den eigenen.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Winterwetter-Lagenlook

 Auch heute nichts Neues, denn wer nichts näht, hat auch nichts zu zeigen und muss die "ollen Kamellen" vom Vorjahr anziehen.
Womit ich mein Cordkleid nicht kleinreden möchte. Im Gegenteil. Ich liebe es - noch immer. Und krieg immer noch einen Knoten ins Gehirn, wenn ich mich an die  Denkarbeit beim Abfüttern des Oberteils inclusive überdimensioniertem Kragen zurück erinnere. Mannomann, hatte ich da Komplikationen zu lösen, bis alle Nähte auf der innersten Seite waren. Spaß hat es andererseits schon gemacht und war eine ziemliche Konzentrationsübung. Vielleicht trage ich es auch deshalb mit großem Vergnügen, weil es eben nicht so von der Hand in die Maschine flutschte:





Erst mal die "Ansicht" in Form bringen, bevor es zum Fotoshooting geht, den Kragen schön legen, den Schal darunter drappieren - warm einmummeln. Das Kleid ist Simplicity 7275 von vor etwagenau einem Jahr aus Feincord, der einmal eine Hose hätte werden sollen. Es ist gefüttert und wärmt wunderbar.
Mit dem von mir so sehr geliebten Lagenlook lässt sich hier  wunderbar spielen, durch die Kälte stapelt sich die Kleidung fast von alleine.

Außerdem habe ich mal wieder ein super Verhältnis von eigen zu gekauft:
Untendrunterwäsche - alles eigen!
Socken und Schal - meine Strickabteilung
Kleid, Shirt und Stulpen - sowieso selbstgenäht
und andersrum: Leggins und Jäckchen sind gekauft.  Super: 8:2 gewonnen! Und wenn ich jetzt noch meinen Mantel drüberziehe - weil ich gleich weg muss - steht es sogar 9:2.
Schuhe - zählen die etwa auch?

So, nun linke ich zum wunderbaren MeMadeMittwochblog und wer mitschauen will: hier geht's entlang. Danke an das MMM-Team, heute speziell an Frau Lucy im beneidenswert-schicken Strickwestchen.

Mittwoch, 2. Januar 2013

MMM - der besondere Rückblick


Der besondere MMM zum Jahresauftakt birgt auch einen kleinen Rückblick - den auf mein liebstes Kleid 2012.
Spontan fallen mir drei Kleider ein, die ich am meisten getragen habe im letzten Jahr. Die Entscheidung, welches davon mein absolutes Lieblingskleid war, fällt echt schwer.





Da ist zum einen das Onion-Knoten-Kleid, mein sogenanntes "Bohnenkleid", der Titel entstand in Anlehnung an das Stoffmuster, das ich im vergangenen Jahre sehr viel getragen habe und das mich immer wieder begeistert. Lediglich  bei den relativ seltenen ganz heißem Tagen musste es im Schrank bleiben, da ich zwingend ein Top darunter anziehen muss. Aber es geht kurz- und langärmelig, mit Top, Shirt und Weste, Sandalen und Stiefeln.

Dann ist da mein erstes Wasserfallkleid, genäht aus Bildvorlagen und der Idee, wie es aussehen könnte, leicht verändert und nachgebessert als ich den Schnitt Butterick 5078 im großen Online-Auktionshaus erstehen konnte.





Aber ich glaube, mein allergrößter Liebling, mein am meisten getragenes Kleid ist Simplicity 4758. An diesem Kleid hängt so viel Herzblut - erst die wochenlange Suche nach dem Schnitt - wieder im großen Online-Auktionshaus, Abteilung Amerika -, dann die Ungeduld, bis er endlich im Briefkasten lag, das Kopieren und Verkleinern des Schnittmusters auf genau meine Maße - Danke Karin -, die Wahl des Stoffes, sorgfältiges Nähen, erneutes Anpassen und schließlich - endlich - das Ausführen eines mich immer wieder aufs neue begeisternden Kleides. Bewundernde Blicke und Kommentar eingeschlossen. Immer wieder ein gut sitzendes Alltagskleid. Klasse.

Weitere Lieblingskleider aus der 2012er Kollektion sind heute als Auftaktveranstaltung 2013 auf dem MeMadeMittwochBlog zu sehen.



Mittwoch, 28. November 2012

Novemberkleid

Regenbild mit Schirm. Nicht so ungewöhnlich am MeMadeMittwoch. Ungewöhnlich war, dass ich den Schirm zunächst nicht fand. Da muss es in letzter Zeit einige trockene Tage gegeben haben. Der Mann für's Leben muss noch üben, den Schirm zu dirigieren um mit ohne Kopf zu fotografieren. Die H.u.H.-Fotografin beherrscht diese Technik perfekt.


Genäht habe ich dieses Kleid im April. Schon dort nannte ich es "Novemberkleid". Wegen des Stoffes. Er ist so dunkel wie das Laub im November und das stilisierte (Blumen)Muster erinnert stark an Nebelschwaden. Das Kleid war eigentlich als "Probierer" für ein  anderes gedacht, erstaunlicherweise ziehe ich es aber immer wieder gerne an. Die Leggins sind ein gewollter Kontrapunkt - ich hätte vor ein, zwei, drei Jahren nie gedacht, dass ich mal quietsch-türkise Leggins freiwillig anziehen würde. So ändern sich die Zeiten und mit ihnen der Geschmack  - oder der Mut.
Der Stoff sollte ursprünglich eine Sommerhose werden, eine mit Gummizug und angenehmer Weite. Dann habe ich ihn zunächst mangels Lust auf Hose zur Seite gelegt, um ihm schließlich eine neue Widmung zu verpassen: ein Probekleid. Dazu musste ich, nicht ganz dem Schneider-Einmaleins folgend, den Stoff quer verwenden, den Fadenlauf also im rechten Winkel zum ursprünglich verlaufenden. Er hat nämlich, schaut man in der Vergrößerung genau hin, kleinste Biesen. Sie verlaufen quer zum Fadenlauf, bei einer Hose hätte das gut so gepasst, aber bei diesem Kleid mit vorderer Mittelnaht war mir es zu heikel, dass die Biesen nicht passgenau aufeinander treffen. Das wiederum hätte mich so sehr gestört wie verlaufendes Karo.  Also musste ich zu dem kleinen Trick greifen. Jetzt gehen die Biesen von oben nach unten. Kleiner Nebeneffekt: längs macht etwas schlanker als quer.

Für noch mehr schöne Kleider geht es hier entlang- mittwochs treffen sich die fleißigen Schneiderinnen auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Lieben Gruß an Frau Wiebke, die für heute die Moderation übernommen hat.

Der Schnitt ist Simplicity 4456, als dünnes Sommerkleidchen habe ich es hier schon mal gezeigt. 

Freitag, 23. November 2012

drei Schnitte - ein Kleid




Wenn sich dieVorstellung eines bestimmten Kleides bzw. eines bestimmten Schnittes im Kopf wie festgenagelt über eine lange Zeit hält, wird es Zeit die Umsetzung zu planen. Bei mir war die Vorstellung ein Kleid mit V-Ausschnitt, eventuell mit Wickeloptik-Oberteil, schlankmachender Taille durch viele Abnäher, lange Ärmel, weitschwingendem Rock und das ganze bitte aus winterwarmem Jersey.  Mein Kleid hier ist aus Romanit-Jersey, den ich vor mehr als einem Jahr für 4 Euro den Meter im Schwarzwälder Stoffhaus in Schramberg kaufte.
Ideen, wie ich diesen Wunschschnitt umsetzen könnte, hatte ich einige, doch dann kam mir der Zufall zu Hilfe - das Titelblatt des neuen Heftes "Meine Nähmode" versprach eine Näh-, Schnitt- und Konstruktionsgrundlage.



Ausschließlich wegen dieses Kleids hatte ich mir das Heft gekauft. Und wurde nur halb enttäuscht - man kann auch sagen: halb beglückt. Das ist Ansichtssache, denn Foto und Schnittzeichnung überzeugten mich mehr als die tatsächlichen einzelnen Schnittteile. Besonders das Rockteil missfiel mir: zu viele breite Falten, die bedrohlich aufzuspringen scheinen, besonders im Rückenteil an nicht vorteilhafter Stelle - oh ja, ich habe rechtzeitig Julias Post zu diesem Schnitt gelesen.



Also musste ein neues Rockteil her. Ein bewährtes. Weit schwingendes. Schmal anliegendes. Simplicity 7275.
Das war Änderung Nummer eins.
Dieses Rockteil liegt schön an und es wirft keine Sprungfederfalten.
Dann fanden die Ärmel des Original-Meine-Nähmode-Schnittes keine Gnade. Zu weit. Und bitte keine Falten oder Abnäher am Handgelenk, höchstens ein klein wenig gepufft am Oberarm, so wie beim Onion-Knotenkleid.
Das war Änderung Nummer zwei.



Weitere Änderungen betrafen die Passform. Zuerst musste ich laut Schnittmustermaße an jedes Seitenteil im Taillenbereich 1 cm zugeben, daraufhin konnte ich aber wieder 2 cm heraus nehmen. Wieso so oft die angegebenen Maße nicht mit meinen übereinstimmen verstehe ich nicht, werde mich aber beim nächsten Nähtreffen von Karin von ihr neu ausmessen lassen. Es ist vollkommen unwahrscheinlich, dass ich so viel abgenommen haben könnte, das müsste ich doch sehen! Wahrscheinlich stimmt mein Kleider-Schönheitsideal nicht mit dem der Schnittkonstrukteure überein. Jedenfalls habe ich das Kleid in der kritischen Taillenzone zweimal enger genäht: einmal die dazugegebenen Zentimeter wieder abgezogen und dann noch einige weitere in der hinteren Mittelnaht und an den Seiten. Jetzt liegt es taillentechnisch schön an und ich kann immer noch ganz gut ohne Reißverschluss rein und raus schlüpfen.



Das Kleid ist letztlich leicht zu nähen. Ich erlaube mir an vielen Stellen großzügigen Dilettantismus - also leichten Pfusch - aber nicht am Ausschnitt, die vordere Optik muss stimmen. Deshalb bin ich froh, dass der Faltenwurf  im Vorderteil ordentlich sitzt. Schnitt und Nähanleitung sind hier richtig gut und die Falten stimmen genau überein. Sie legen sich fast von selbst in die richtige Richtung. Einzig beim Einschieben des rechten Vorderteils ins linke musste ich nachlesen, wie dieses Detail genäht wird. Dieser Punkt verdient einen positiven Vermerk: gutes Anleitungsdetail. Ansonsten näht es sich, wie sich so ein Jerseykleid halt näht: ich habe es wie bei allen neuen Schnitten erst zusammen geheftet und die Passform kontrolliert, um es dann über die Overlock zu ziehen.

So weit so gut. Ganz ohne zu Nörgeln geht es aber nicht, womit wir beim "So-làlà"-Punkt angelangt wären:
Wie schon in früheren Meine-Nähmode-Hefte empfinde ich den Schnittbogen fast schon als Zumutung. Verwöhnt von Einzel- oder auch großzügigen Mehrgrößenschnitten nervt mich diese Vielzahl von Strichen und Linien ein ums andere mal mehr. Ich komme mir beim Verfolgen der einzelnen Linien vor wie auf einer Forschungsreise, verliere so manches mal den Weg in diesem Dschungel und lande dann in völlig anderen Kleiderteilen.
Dazu kommt, dass in der Übersicht der Schnittteile leider die mitunter wichtigen Passzeichen und Falten fehlen. Im Strichgewusel des Schnittbogens gehen sie fast völlig unter, ich musste mehrmals suchen, rein aus dem Wissen heraus, an welcher Stelle ein Zeichen sein müsste.

Zum Beispiel gibt es Passzeichen für die Taillenblenden am Rock- bzw. Oberteil. Und es gibt Falten im Rock, hinten wie vorn, Passzeichen an Ärmeln und Armausschnitten. Ich vermisse sie hier in der Kurzübersicht, habe sie letztlich aber alle gefunden - ich musste ja nur an unbekannten Stellen nach wichtigen Markierungen schauen!

Hätte ich - ja, hätte ich! - also, hätte ich die Anleitung gleich zu Beginn noch vor dem Herauskopieren des Schnittmusters durchgelesen, dann hätte ich nicht so viel zu suchen brauchen:  In der Schritt-für-Schritt-Anleitung sind die Passzeichen gut zu sehen. Aber wer macht schon den  zweiten vor dem ersten Schritt?

Und weil ich dank der Passzeichen schon mal dran war, habe ich eigens für diesen Post die Nähanleitung genauer angeschaut - Gebrauch habe ich ja wie gesagt kaum davon gemacht. Sie zeigt die wichtigen Nähschritte auf, kann aber, da sie themen- und modellweise vorgeht - also Vorderteile von Modell 30 bis 34, dann die verschiedenen Besätze, Rock und Taillenblenden - für weiteres Suchen sorgen.


Aber zurück zu meinem Kleid.
So làlà war am Mittwoch auch deshalb, weil mir der Ausschnitt zu weit war. Das Kleid drohte von der Schulter zu rutschen. Da habe ich gestern kurzerhand nachgebessert; den Beleg abgetrennt und die hintere Mittelnaht nochmals verjüngt. Jetzt liegt der Ausschnitt schöner an.



Die abfallende Schulternaht - auf dem Foto mit der Rückansicht oben gut zu sehen - habe ich auch um einen Zentimeter angehoben, auch sie sitzt jetzt besser:


Die Halsbelege hatte ich nur umgebügelt und mit kleinen Handstichen an den Nahtzugaben punktuell festgenäht. Richtig bügeln ist ganz wichtig, das Teil hält tatsächlich seine Form.

Ein echter Kritikpunkt für mich ist das vordere Erscheinungsbild. Schauen wir uns das Titelblatt an, so können wir sehen, dass die Taillenblende die Ansatznaht Oberteil-Rockteil verdeckt.


Ich hatte die gültigen Passzeichen gefunden, habe die Taillenblende richtig gelegt, ausprobiert, ob zu viel Spannung oder zu wenig - auch hierfür hatte ich geheftet und musste leider feststellen, dass im wirklichen Leben das Teil nicht an besagter Stelle bleiben mag. In der Theorie ja, in der Praxis nein, da ich ständig in Bewegung bin und dadurch die Blende verrutscht.



Entweder ich höre auf mich darin zu bewegen oder es wird eines dieser Kleider, die immer wieder in Form gezuppelt werden wollen - wie lästig. Oder aber ich stichle mit wenigen blauen unsichtbaren Handstichen das Taillenband noch an die Naht. Ein ander mal ...

Insgesamt - bei aller Nörgelei, die sich in meinem Fall ja hauptsächlich auf die Nähanleitung und das Schnittmustergewusel bezieht - bin ich zufrieden mit dem Kleid. Eigentlich ist es kein "So-làlà"-Objekt, sondern ein gut sitzendes, bequemes, nicht auftragendes Kleid. Meine Mühe und meine Änderungen haben sich gelohnt. Ich kann in Serie gehen ... Olàlà!
Nachdem ich mit diesem Schnitt durch alle Änderungen durch bin, möchte ich mir jetzt noch die Wasserfall-Variante nähen und dann noch ein Kleid mit ebensolchem Vorderteil, doch gekräuselt statt Falten gelegt. Ich bleibe bei Jersey, bzw. Romanit. Das Kleid kann man nach den Angaben im Heft auch aus nichtelastischem Stoff nähen,  benötigt dann aber einen Reißverschluss.

Nach den vielen Details nun zum Schluss noch ein Bild vom ganzen Kleid:


Rockteil Simplicity 7275
Ärmel: Onion-Knotenkleid
Rest-Kleid und Vorlage: Nr. 30 Meine Nähmode 4/2012

Mittwoch, 21. November 2012

Vorstudie

Ich habe es tatsächlich geschafft, mir seit Sonntag ein neues Kleid zu nähen. Der Mantel ist zwar immer noch nicht ganz fertig, die Wäsche blieb liegen und die Wohnung gehört geputzt, aber was soll's - ich habe ein neues Kleid. Und bin relativ zufrieden damit. Also so làlà.




Warum dieses Kleid doch einen ganz kleinen Unzufriedenheitsfaktor aufweist, wieviele Schnitte ich verbrauchte und warum es sich hier lediglich um eine so-làlà-"Vorstudie" handelt, schreibe ich - demnächst. Mal schauen, wie ich dazu komme. Heute ist erstmal MeMadeMittwoch und mit ihm das erhabene Gefühl eines neuen Kleides.

Für noch mehr schöne Kleider geht es hier entlang - mittwochs treffen sich die fleißigen Schneiderinnen auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Lieben Gruß an Melleni, die für heute die Moderation übernommen hat.



Mittwoch, 14. November 2012

bitte faltenfrei

die letzten Sonnenstrahlen ausnutzend habe ich mich zum heutigen Foto an die Hauswand gelehnt. Leichte Unschärfe, Überbelichtung durch starke Sonneneinstrahlung meines sowieso abgeschnittenen Kopfes - alles konnte ich heute gut wegstecken. Nur ein Zuviel an Falten nicht. Die letzten Tage waren angefüllt mit teilweise üppiger barocker Pracht, da brauche ich zumindest heute für's innere Gleichgewicht den Kontrast: streng, schlicht und möglichst faltenfrei - Simplicity 7275, die graue Gouvernantenausgabe scheint dafür wie gemacht.


MeMadeMittwoch-Damen treffen sich gerne mittwochs auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Grüße und Dank gehen heute an eine strahlende Meike.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Simplicity-Schnitt zum zweiten

Ich noch mal mit dem Kleid von vorletzter Woche.
Weil es sich zu einem Lieblingskleid mausert und andere auf ihren Platz verweist, muss ich noch ein bisschen von meinem neuen Simplicity-Kleid schreiben. Mittlerweile sind zwei Wochen um seit ich es das erste mal zeigte, aber meine Begeisterung hält ungebrochen an.
Dank der morgendlichen Kühle bin ich jetzt doch vermehrt zu Leggins zurückgekehrt und stelle dabei fest, dass ich lieber mit als ohne gehe. Ich fühle mich "mit" angezogener, "ohne"natürlich nicht nackt, aber auch nicht vollständig gekleidet. An ganz heißen Tagen mag das Ohne ja angehen, aber sobald ich nur leicht fröstle fühle ich mich unwohl.
Untendrunter also Leggins, dann noch ein Hemdchen, Leibchen - was für ein herrliches Wort, welche Assoziationskraft da drin steckt - oder Shirt und obendrüber ein Jäckchen, schon ist mein neuer Liebling herbsttauglich.



Der Schnitt macht (mich) erstaunlich schlank. Was ich nicht von allen meinen Kleidern behaupten kann, ist mir mit diesem gelungen. Das ist eine ganz besondere Kategorie, besonders für kleine Menschen, damit sie nicht breit wie lang wirken. Es passte zwar nicht ganz auf Anhieb aber mit nur wenigen Korrekturen sitzt es an den wichtigen Stellen richtig, ich brauche nichts zurecht zu knuddeln, was ich hasse, wenn eine Hand beständig den Sitz des Kleides (höchst unauffällig) korrigiert.
Ausgeschnitten hatte ich Größe 40 inclusive Nahtzugabe. Das war letztlich zu groß.  In den Seitennähten des Oberteils musste ich etwa 6 cm insgesamt enger nähen, besonders unterm Arm wäre es sonst flattrig geworden.
Statt den Folienschnitt nochmals in Größe 38 rauszukopieren habe ich den vorhandenen entsprechend bearbeitet, ihn enger gemacht und mit vielen Bemerkungen versehen. Seltsam fand ich schon, dass obwohl ich die richtige Größe gewählt, im Detail die nötigen Anpassungen gemacht und die 1,5 cm Nahtzugabe berücksichtigt habe ein zu weites Oberteil heraus kam. Der Ausschnitt ist grenzwertig tief geraten oder ich bin zu kurz für Fertiggrößenschnitte, ganz so offenherzig mag ich es eigenlich nicht. Für ein Sommerkleid kann ich das durchgehen lassen, für den Herbst ziehe ich ein Jäckchen drüber udn ein Shirt drunter.
Gut sitzende Kleider sind schon ein Grund genug, mit einem Schnitt in die Wiederholung zu gehen, ein schlank machender gut sitzender und leicht zu nähender noch viel mehr.  Wer hätte das gedacht - da ordere ich dicke Bücher und teure Schnitte und so ein dünnes Heftchen wie "Meine Nähmode" bietet mir ein gutes Kleid mit hohem Zufriedenheitsfaktor.

Den Reißverschluss habe ich übrigens von der hinteren in eine Seitennaht versetzt - sehr zu empfehlen, man kommt so besser dran.

Viele schöne selbstgemachte Kleidung an der Frau gibt es immer mittwochs - auch am Tag der deutschen Einheit - auf dem MeMadeMittwochBlog.

Mittwoch, 19. September 2012

alltags-normales Kleid

In meinen Kleidern fühle ich mich unterschiedlich. Was dazu führen kann, dass ich um Stimmungen auf- oder abzubauen, mir ein bestimmtes Kleid anziehe, dass ich Sonntage gerne im Lummelkostüm verbringe, dass ich mich in einem Kleid unbeschwert fühle - das sind dann meine sogenannten "Jungmädchenkleider" - oder dass ich mich im Gegenteil besonders erwachsen fühle. Manchmal denke ich nicht groß nach sondern greife nach Wetterlage, Lust und Laune (auch eine Aussage), ein anderes mal wähle ich mit Bedacht.
Vorletzte Woche musste ich zum Zollamt. Eigentlich nicht erwähnenswert, denn eigentlich ist das nur noch ein Botengang und hat seinen Schrecken verloren. In den letzten 25 bis 30 Jahren fand eine erstaunliche Entwicklung statt, nicht nur wegen Fusionierungen der Zollämter, der Vernetzung und Nutzung der Datenautobahn oder wegen der EU und ihrem grenzenlosen innereuropäischen Handelsverkehr. Auch menschlich-freundlich wurde es auf den Amtsstuben.  Dein Zollamt - ein Dienstleistungsunternehmen. Bis vorletzte Woche war ich voll des Lobes. Dann brauchte ich wegen einer Ausfuhr zunächst eine Beratung, griff zum Telefon, wählte das zuständige Zollamt an, ließ mich mit der Abteilung Ausfuhr verbinden und fühlte mich um mindestens 20 Jahre in die Vergangenheit zurück katapultiert, als ich mich so manches mal mit Herzrasen und weichen Knien bei den Zollbeamten behaupten musste. Au weia. Ich stellte mich auf Kampf ein und wollte den Kampf aufnehmen.
Und brauchte ein Kleid, in dem ich mich nicht nur wohlfühle, sondern eines, das stärkt und Normalität vermittelt. Eines, von dem ich weiß, da sind keine Fehler drin, das sitzt tadellos, eines das Selbstbewusstein gibt weil selbstgemacht, das aber keine Show macht sondern alltäglich normal wirkt.  Starkes Kleid für starken Auftritt und alltagsnormal für einen  alltäglich normalen Vorgang.
Ich entschied mich für das Simplicity-Kleid, eines meiner Lieblingskleider, eines, in dem ich sozusagen "wohne". Leggins, Shirt, Jäckchen. So:



Vom zuständigen Spediteur ließ ich mich noch kurz über das "normale" Procedere informieren, der sollte mir nur kommen auf seiner Zollamtsstube! In Gedanken überlegte ich mir schon mal, ob ich mir nicht aus der "Einfuhr" Hilfe holen könnte oder beim Vorstand, der mir vor Jahren bei einer Beschwerde über die Telefonistin - das ist Ihr Aushängeschild, Herr Vorstand, die Eingangstür, wenn die sich nur unwillig oder unfreundlich öffnet, ist das ärgerlich und immer eine Geschichte wert: meine Geschichte, Ihr Ruf  - so oder ähnlich lief das damals und der Vorstand bat mich, falls irgendetwas wieder einmal sein sollte,  mich an ihn zu wenden.

Jetzt war es also soweit. Und der Vorstand mittlerweile in Ruhestand.
Er wäre - was ein Glück! - auch gar nicht vonnöten gewesen. Denn, zurück in der Gegenwart, bin ich in der Ausfuhrbehörde im Jahre 2012 empfangen worden, sogar einigermaßen freundlich. Wenn auch sparsam kommunikativ so doch ohne Kampf.



Völlig entspannt schau ich jetzt was sich auf dem MeMadeMittwoch-Blog an alltagsnormaler Kleidung so tut. 

Mittwoch, 12. September 2012

I'm singing in the rain

In den heißesten Tagen des diesjährigen Sommers stellte ich fest, dass ich kaum Heißeste-Tage-Kleider besitze. An jedem meiner Kurzarm-Kleider war irgendetwas nicht so heißwettertauglich: zu dunkel, zu fest der Stoff oder zu durchscheinend und nur mit Unterkleid oder Leggins tragbar, zu viel Stoff, zu wenig, zu kurz, zu lang ...



Wenn die Lust auf ein neues Kleid und der Unzufriedenheitspegel mit den vorhandenen steigt, finden sich immer Gründe, warum gerade diese nicht tragbar sind und ein neues her muss.
Ein Hauptgrund war, dass auch ich schon lange das Heft mit dem schönen Simplicity-Kleid hier liegen habe - viele Mitglieder der MeMadeMittwoch-Gemeinde sind begeistert davon. Den Schnitt war lange schon rauskopiert und an meine Maße angepasst  und auch Stoff hatte ich in üppigen Mengen im blumigsten Rot, das ich bei meiner Überraschungsfahrt in die Hauptstadt auf dem Maybachufer-Markt finden konnte. Mit 4 Euro das Meter schon fast gehobene Preisklasse. Jetzt habe ich noch Stoff für ein weiteres Kleid übrig: einmal richtig zugeschlagen klappt es dann auch mit dem Nähen auf Anhieb!



Erstaunt war ich, wie schnell sich das Kleid nähen lässt. Vom Zuschnitt bis zur Fertigstellung war ich an einem Nachmittag durch. Schön finde ich an diesem Schnitt, dass durch die integrierte Nahtzugabe das Ausschneiden ohne langen Aufenthalt zügig vonstatten geht. Es ist der von mir ohnehin am wenigsten geliebte Teil des Nähens.
Ich hatte das Kleid zunächst mit großen Stichen zusammengeheftet, danach Probe getragen, mir seitlich noch einige Zentimeter abgesteckt und danach alle Teile erst richtig zusammen genäht und versäubert. Klar ist das ein bisschen mehr an Arbeit, aber die Vorgehensweise hat sich bewährt: falls der Schnitt nicht ganz gut sitzt, kann ich recht leicht korrigieren und durch die großen Stiche an den entsprechenden Stellen schnell auftrennen. Der Nachteil ist, dass ich "Kreuzugnspunkte", wie z. B. rückwärtige Mitte trifft Taillennaht, auf jeden Fall noch einmal trennen muss. Aber das geht echt zügig.



Sommerliche Bilder gibt es allerdings keine mehr. Das macht nichts, das Kleid eignet sich auch für die Kombination mit Leggins, Shirt und Jäckchen.  Die wenigen gut gewärmten Tage, an denen ich es "ohne" hätte tragen können, habe ich fotomäßig verschwitzt und den ganzen heutigen Tag auf besser Wetter gewartet. So gibt es eben jetzt kurz vor Toresschluss Regenschirmbilder.

Mal schauen, wieviel lezte Spätsommerinspiration bei den anderen Damen des MMM zu sehen ist: hier geht's lang.

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