Mittwoch, 26. Februar 2020

Tiger im Kostüm

Der kleine Mann wollte sich  an Fastnacht als Gepard oder Leopard verkleiden, dabei schien er noch etwas unschlüssig. Die Entscheidung für das richtige wilde Tier fiel schlussendlich beim Stoffkauf, der kuscheligste und schönste aller Stoffe sollte es werden - also ein Tiger.


Der einzige Nachteil: das Stück Stoff, das noch zu haben war, maß weitaus weniger, als ich für das Kostüm veranschlagt hatte.
Gleich schon fing ich an zu überlegen, wie ich stückeln könne, wie ansetzen, wo ergänzen, ob Tasche stoffsparend innen (Reißverschlusspaspeltasche) oder großzügig als Außentasche vielleicht aus einem anderen - schwarzen - Stoff. Nähen wollte ich nach den Schnitten einer Jogginghose und eines großzügigen Sweaties mit Kapuze. Und an den langen Schwanz des Tigers galt es zu denken.

Beim Auflegen der Schnittteile entspannte ich mich, das Stücklein Stoff würde tatsächlich genügen! Sogar für eine aufgesetzte Tasche, in der der kleine Mann sich die Hände würde wärmen können. Wie schön!!! Und Bonbons sammeln.


Der Stress kam mit dem Nähen. Nicht nur, dass ich viel zu spät damit angefangen hatte - genauer gesagt, in der Nacht vor dem Hexenbesenstellen und der Waldfastnacht im Kindergarten -  nein, der Stoff verzog sich trotz doppeltem Stofftransportfuß, ließ sich nur unwillig fassen, verschluckte Nadeln, die dann irgendwo anders wieder auftauchten um gemein zu piksen, verwandelte größtmögliche Stiche in ganz kleine enge nach dem Motto: aus fünf mach eins und fraß mir alle meine Heftfäden. Jede Naht sollte möglichst auf Anhieb sitzen, an Auftrennen war nicht zu denken und erste Löcher auf der Suche nach der verborgenen Naht ließen nicht lange auf sich warten.


Das Teil gelang mir dann doch noch ganz ordentlich und außer mir weiß niemand um die Fehler. Und ich werde diese gewisslich nicht verraten.

Kein Tiger ohne Tasche für Essen/Trinken, Kamellen und Reiseproviant: aus den kargen Resten des Tigerstoffs nähte ich noch einen kleinen Rucksackbeutel und nun gibt es rund um meinen Nähtisch nur noch Flusen und kleine Abfallstücke. Zeit also, wieder einmal durchzusaugen.


Natürlich wurde ich so rechtzeitig fertig, dass wir gemeinsam zum Hexenbesenstellen gehen konnten und am nächsten Tag überreichte ich dem kleinen Mann dann noch den Tigerbeutel für die fröhlichen Urlaubstage in der Karnevalshochburg am Rhein.



Sonntag, 9. Februar 2020

Tuch 02 in dunklem Blau und kein Ende in Sicht



Oh, sie macht schon schöne Sachen, die Frau Rosa P. Zum zweiten mal habe ich ihr Tuch Nr. 2.  gestrickt. Dieses mal für die Tochter - in einem besonders schönen blauen Farbton und mit dem Gefühl, an kein Ende zu gelangen.

Schon beim Stricken vor einem Jahr verlangte das Tuch haufenweise Geduld von mir, aber dieses mal stöhnte ich mehr als nur einmal. Schmerzen im Handgelenk verlangsamten den Entstehungsprozess ganz erheblich.


Allerdings, das sei auch festgestellt, fiel mir dieses mal keine einzige Masche von der Nadel, was ja kein Vergnügen ist bei kraus rechts mit Lochmuster. Und auch der Hebemaschenrand ging mir flotter als je von der Nadel. Gründe, sich zu freuen - der Part, den nun hauptsächlich die Tochter übernimmt.


Strickmuster von hier: KLICK!
Strickvergnügen: ein Monat und zwei Tage

Sonntag, 2. Februar 2020

Nähen mit den Mädels 2020

the same procedure - ja, könnte man fast meinen.

Denn zum dritten mal trafen wir uns zum gemeinschaftlichen Geburtstagsnähen.
Da ich relativ wenig Zeit hatte und die Mädels nicht nur wandern sondern am Abend auch noch zum Hemdenglunkerumzug wollten, verständigten wir - meine Nichte und ich - uns auf zwei Kleinigkeiten. Praktische Dinge, die das Handyleben erleichtern sollen - eine Kabelclutch und eine hängende Ladestation.



Während die Kabeltäschchen sehr schnell geschnitten und geknöpft waren und ohne jegliche Hilfe meinerseits nach und nach fertig wurden,


mussten die Handyladestationen individuell an die jeweiligen Handygrößen angepasst werden.



Wir arbeiteten mit recht dickem Filz, einem Reststück und damit für alle in der selben Farbe.


Die Individualität kam mit dem Nähgarn, jedes der Mädels suchte sich ihre eigene Farbe aus - das Einfädeln der Nadel überließ ich ihnen dabei nur allzu gerne.


Mit allen Tricks halfen wir uns, um einen ersten kleinen Schnitt, ein erstes kleines Löchlein durch den Filz zu bohren um dann - mühsam, mühsam - die Öffnung für den Stecker rauszuschneiden.


Am Abend war es dann leider nicht nur lausig kalt, sondern es regnete anhaltend, kein Wetter für hustende Gelegenheitsnarren und ich beschloss mich lieber am heimischen warmen Ofen zu entspannen und dabei Bilder vom letztjährigen Umzug anzuschauen.





zu guter Letzt:

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