Sonntag, 30. September 2018

topdown blau und klein



Nach dem Erfolg meiner ersten von oben gestrickten Weste, wollte ich die Technik gleich an einem Pulli für den kleinen Mann ausprobieren.
Dafür habe ich unproblematisch zu waschende strapazierfägige Sechsfadensockenwolle gekauft - und dieses mal eine Anleitung, denn vom geduldigen Experimentieren, d. h. auftrennen und wieder neu stricken, hatte ich erstmal genug.
Eine Maschenprobe gab's auch und die Knöpfe durfte sich der kleine Mann selbst aussuchen  - viel mehr konnte man also nicht richtig machen.



Das Ergebnis hat mich dann auch ziemlich beglückt.

Strickvergnügen: 10 Tage.
Anleitung über ravelry - Klick HIER!

Sonntag, 23. September 2018

Jahreszeitenkinder für die vier Jahreszeiten

 
Die eifrigste der Kindergarten-"Bastelmuttis" fragte mich vor einem halben Jahr etwa, ob ich ihr vielleicht ein Blumenkind nähen wolle, eines, das sie selbst immer wieder jahreszeitlich angepasst anders beschmücken könne.
Also nur ein Blumenkind - ohne Schnickschnack.

Das war gegen Ende der letzten Blumenkindernähsaison und ich entnervt von dem Gefriemel und voller Unlust.

Aber ich versprach und ich vergaß auch nicht.

Die Vorgabe, ein Blumenkind für's ganze Jahr schien mir zunächst nachvollziehbar einfach, sich in der Umsetzung aber dann doch nicht lösen zu wollen.

Nach dieser Erkenntnis und dem Wunsch, mein Versprechen einzulösen reifte in mir die Idee, die vier Jahreszeiten zu nähen:



Frühling



Sommer



Herbst



Winter

ganz ohne weitere Zutaten aber schon auf Grund der Farbgebung leicht zu erkennen.




Sonntag, 16. September 2018

Geduldsfaden

 

Nachdem ich meine letzten Häkeldecken - die der Tochter und eine weitere (noch nicht gezeigte) - beendet hatte, konnte ich unmöglich gleich mit einer nächsten beginnen. Ich habe mittlerweile mehr als genug.

Es gelüstete mich aber nach weiteren Großprojekten, Endlosstrickereien und Endloshäkeleien.

Mit dem ersten Kälteeinbruch kam dann plötzlich die Erkenntnis: Pullis oder Westen für die kalten Tage, davon hatte ich eindeutig zu wenig. Dem sollte ich sofort abhelfen.

Wolle brauchte ich hierfür keine zu kaufen, denn da hatte ich doch noch ein Uraltprojekt in einer Schublade liegen, eine halb fertig gestrickte Weste, dem ich mich im letzten Winter schon hatte hingeben wollen.


Leichtsinnigerweise ließ ich diese Weste mit schönem Zopfmuster auf dem Sofatischchen liegen. Leichtsinnig deshalb, weil sich mein junger, süßer Hund, mein bezauberndes Gretelchen, damals innerhalb weniger Augenblicke in einen wilden, ungestümen Löwen verwandeln konnte, der alles verschlang, was ich vergaß, sicher hinter Schloss und Riegel wegzusperren.
Katzengleich spielte sie wohl während einer kurzen Abwesenheit meinerseits mit dem Wollknäuel und fand auch das Gestricke amüsant.

In meinem frustrierten Entsetzen packte ich die verhudelte, vernudelte Wolle ganz weit weg in eine Schublade, damit ich sie nicht mehr sehen müsse. Klappe zu ...

Nun kramte ich das armselige Durcheinander wieder hervor und begann die Fäden zu entwirren. Wegschmeißen war nicht wirklich eine Option - obwohl, ich gestehe, ich auch hierüber nachdachte.


Wegen der Masse an Maschen auf den Nadeln, für eine Endlosstrickerei fast zwingend, begann ich mich mit Raglan von oben - RVO - zu beschäftigen, misstraute aber gleichzeitig der gestrickten Raglanschrägung, mag ich sie schon beim Nähen nicht, wieso sollte ich sie jetzt beim Stricken willkommen heißen?

Ums kurz zu machen: ich machte es mir komplizierter als es ist. Statt eine Anleitung zu kaufen und einfach dieser folgend die Angaben abzustricken, versuchte ich zu verstehen und selbst zu entwickeln - ich strickte und trennte, notierte und hantierte mit verkürzten Reihen und jetzt zum Schluss weiß ich nicht mehr, welche Seite, welches Buch mir welche Hilfeleistung gab, wie ich überhaupt zu einem halbwegs zufriedenstellenden Ende fand. Eines sogar mit Zöpfen als Bund.


Ich habe sicher jede Menge Lehrgeld bezahlt mit meiner do-it-yourself-Strickerei und eine Menge dabei gelernt - unter anderem die Erkenntnis, es mir beim nächsten mal einfacher zu machen. Da kaufe ich mir die Anleitung einer Weste, die mir gefällt und die sich leicht nachstricken lässt.

Strickvergnügen - soweit man hier überhaupt von Vergnügen sprechen kann: 3 Wochen und 5 Tage.

Sonntag, 9. September 2018

unendliches Häkeln


Im neuen (kleinen) Handarbeitsladen entdeckte ich einen Häkelschal, den ich gleich nacharbeiten wollte.
Für die Tochter.
Mit einem Bobbel Wolle, der aber in der gewünschten Farbkombination zwar ausgestellt, aber nicht verfügbar war und nach Auskunft der Ladenbesitzerin durchaus besorgt werden könne. Aber leider-leider-leider erst dann, wenn sowieso wieder Wolle bestellt werden würde, und das könne sich noch ein-zwei-drei Wochen hinziehen. Sehr lustig.

Nach Rücksprache mit der Tochter - oder war's doch meine eigene Entscheidung? - kaufte ich schließlich eine Sonderfärbung in verlaufendem Grün.

Sonderfarbe in Sonderlänge für besonders viele Häkelstunden.

Heraus kam ein fröhlich grüner Schal, der gut bei Halsweh schützt,  


und in dem sich locker Verstecken spielen lässt.



Auch taugt er als elegante Schleppe:


oder zur Polsterung des Schaukelstuhls: 


Aber was das allerwichtigste ist: der Tochter gefällt er ausnehmend gut und sie trägt ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit - auch im ausklingenden Sommer an lauen Abenden.


Sonntag, 2. September 2018

Ein Schnitt für alle Fälle


Die Hosen für den kleinen Mann nähe ich fast alle nach einem Schnittmuster. Jedenfalls die knöchel,- waden- oder ganz kurzen.
Ein Schnitt, aber in verschiedenen Stoffqualitäten.
Nun wollte er gerne eine kuschelweiche warme, ich dachte dabei an eine Jogginghose. Nun reichte der Stoff nicht ganz für die Länge der Beine. Anstückeln? Langes Bündchen? Oder was sonst? Nach kurzer Rücksprache entschied ich mich, die Hosenbeine auch knöchellang zu lassen und einfach nur zu säumen. Kein Bündchen. Eine kuschelwarme Hose für den Sommer - kein Widerspruch, da es auch jetzt immer noch kühle Tage gibt und Abende auf dem Boden spielend verbracht werden.

Schnitt: Ottobre Heft

zu guter Letzt:

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