Sonntag, 9. September 2018

unendliches Häkeln


Im neuen (kleinen) Handarbeitsladen entdeckte ich einen Häkelschal, den ich gleich nacharbeiten wollte.
Für die Tochter.
Mit einem Bobbel Wolle, der aber in der gewünschten Farbkombination zwar ausgestellt, aber nicht verfügbar war und nach Auskunft der Ladenbesitzerin durchaus besorgt werden könne. Aber leider-leider-leider erst dann, wenn sowieso wieder Wolle bestellt werden würde, und das könne sich noch ein-zwei-drei Wochen hinziehen. Sehr lustig.

Nach Rücksprache mit der Tochter - oder war's doch meine eigene Entscheidung? - kaufte ich schließlich eine Sonderfärbung in verlaufendem Grün.

Sonderfarbe in Sonderlänge für besonders viele Häkelstunden.

Heraus kam ein fröhlich grüner Schal, der gut bei Halsweh schützt,  


und in dem sich locker Verstecken spielen lässt.



Auch taugt er als elegante Schleppe:


oder zur Polsterung des Schaukelstuhls: 


Aber was das allerwichtigste ist: der Tochter gefällt er ausnehmend gut und sie trägt ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit - auch im ausklingenden Sommer an lauen Abenden.


Sonntag, 2. September 2018

Ein Schnitt für alle Fälle


Die Hosen für den kleinen Mann nähe ich fast alle nach einem Schnittmuster. Jedenfalls die knöchel,- waden- oder ganz kurzen.
Ein Schnitt, aber in verschiedenen Stoffqualitäten.
Nun wollte er gerne eine kuschelweiche warme, ich dachte dabei an eine Jogginghose. Nun reichte der Stoff nicht ganz für die Länge der Beine. Anstückeln? Langes Bündchen? Oder was sonst? Nach kurzer Rücksprache entschied ich mich, die Hosenbeine auch knöchellang zu lassen und einfach nur zu säumen. Kein Bündchen. Eine kuschelwarme Hose für den Sommer - kein Widerspruch, da es auch jetzt immer noch kühle Tage gibt und Abende auf dem Boden spielend verbracht werden.

Schnitt: Ottobre Heft

Sonntag, 26. August 2018

Spätsommerhosen




Der Blick in den Kleiderschrank (naja: Regalfach) des kleinen Mannes machte deutlich, dass da noch Bedarf an luftigen Hosen war.
Außerdem hatte mich der Ehrgeiz gepackt, wenigstens die Jersey-Coupons bis zum nächsten Stoffmarkt vernäht zu haben.



Und so kamen nach den kurzen Sommerhosen und den Unterbuxen jetzt noch zwei Spätsommerhosen dazu.

Aus dem blauen Delphinstoff hatte ich außerdem noch eine Frau Marla von Schnittreif für mich gequetscht, oder andersrum: ich nähte in der Annahme, der Stoff reiche sowieso für hundert Projekte erstmal noch besagte Unterbuxe für mich. Merkwürdigerweise reichte der Stoff trotzdem noch für eine dreiviertellange Hose für den kleinen Mann, im umgekehrten Fall - also mit dem grünen Stoff - als ich zunächst die Hosen für besagten kleinen Mann nähte, reichte es nicht mehr für mich ... Die beiden Stoffstücke waren zu Anfang durchaus gleich groß gewesen.



Nachtrag im November:



Die Verlängerung des Schnittes um 15 cm plus Bündchen ergaben dann zum Spätherbst hin eine bequemwarme Jogginghose zum reinwachsen.
Und der kleine Mann kann KNOTEN.

Sonntag, 19. August 2018

Elfenlichter




Der Beginn der Ferien startete bei uns mit einem besinnlichen Bastelnachmittag. Elfenhafte Windlichter wollten wir herstellen.


Dazu wurden zunächst an mehreren Tage Blätter, Blüten und Gräser gesammelt und gepresst.
Danach eifriges Werkeln im Hof mit Kleister, Luftballons und viel Geduld.





Für die Windlichter selbst brauchten wir "nur" aufgeblasene Luftballone mit zarten Seidenpapierschnipseln zu bekleben und zwischen den Lagen die Blüten, Blätter oder Gräser verteilen.
Dazwischen gab es Elfenspeise - Tee, Blütenwasser, Eis und Kuchen.



Zum Schluss trocknen lassen, dem Luftballon einen kleinen Piks mit einer Nadel geben und so langsam die Luft entweichen lassen.

Übrigens: je bunter der Ballon um so leichter lässt er sich erkennen.

Sonntag, 12. August 2018

Fototäschchen




Die Tochter wünschte sich - rechtzeitig vor dem Osterurlaub, also zwei Tage davor - eine kleine Tasche für ihre kleine Kamera. Es sollte keine richtige Tasche werden sondern eher eine Art Schutzhülle. Gut gepolstert und - ach, ja - mit einem kleinen Innentäschchen für den zweiten Akku, Knopf mit Kordel zum Verschließen.


Das Material dazu überreichte sie mir voller Vorfreude, ein dünnses Baumwollstöffchen, das sie einmal in Strasbourg gekauft hatte.



Die Tasche ist geworden wie sie sein sollte, vielleicht ein bisschen größer, dafür passt jetzt auch noch ein Päckchen Taschentücher mit hinein.



Ich habe die Tasche einmal gewendet und so kann man auch die genau plazierte Akku-Innentasche sehen, sie musste genauestens berechnet werden, damit es keine Kollision mit dem Objektiv gibt.

Sonntag, 5. August 2018

Urlaubshosen



Urlaubszeit heißt ich nähe für den kleinen Mann Urlaubshosen für die Hitze des Südens.
Wie jedes Jahr.
Wie jedes Jahr? Nicht ganz - einen kleinen, für mich nicht unwesentlichen Unterschied zum Urlaubshosen nähen gab es diesen Sommer schon: Die junge Familie plante nicht wie bisher mitten in der Nacht in den Urlaub zu starten sondern am späten Nachmittag.



Da bei mir in den Nachtnähereien sowieso bald die Konzentration nachlässt und die Fehler sich nach Mitternacht häufen, nähte ich dieses mal bei Tag einige Stunden.


Erklärtes Ziel waren die kurzen Hosen (und vielleicht noch passende Unterbuxen)  für den kleinen Mann und vielleicht noch ein Shirt. Und - ganz wichtig - vor dem nächsten Stoffmarktbesuch einen Teil der Frühjahrsbeute vernähen!


Hat geklappt. Und das auch noch entspannt.


Aber mit einem gewissen Termindruck im Nacken lässt es sich nach wie vor recht zügig gut arbeiten.


Sonntag, 29. Juli 2018

Sommergrün



Nach Sommerrot nun Sommergrün. Nach meinem vortrefflichen Proberock ging dieser nun fast wie von selbst. Sind ja auch nur zwei, drei, vier Nähte und ein Saum und schon ist das schöne Teil fertig.
Die Wahl des Schleifchens, die Überlegung ob oder ob nicht das Schleifchen, verbrauchte bei der ganzen Aktion fast die meiste Zeit.


Zu Sommerrot und Sommergrün kommt nun noch der Sommerquatsch:



Denn was macht kleinen Kindern mehr Spaß als sich zu verkleiden? Mamas roter Rock kam da gerade zur rechten Zeit, wünscht sich der kleine Mann doch kurze Hosen wie ein Röckchen. Na dann ...


Sonntag, 22. Juli 2018

Blitzeinschlag


Auf einem unsere Wege zum Kindergarten fahren wir regelmäßig auf kleinen landwirtschaftlichen Wegen zwischen Feldern und Wiesen mit zum Teil sehr alten Obstbäumen - Äpfel, Kirschen, Birnen und Nüsse.


In einen einzeln stehenden Birnbaum schlug beim letzten großen Gewitter ein gewaltiger Blitz ein und spaltete den Stamm so, dass er auseinander brach, in der Mitte aber eine kleine Stammspitze stehen blieb.

Der Stamm blieb so als bizarrres Naturdenkmal für mehrere Wochen stehen bis er dann schließlich zu (mutmaßlich) Brennholz zersägt wurde.
Und wurde so zu einer Wegmarke auf unserer Fahrstrecke. Fahren wir am umgeblitzten Baum vorbei? war die regelmäßige Anfrage des kleinen Mannes. Und ja, wir fuhren regelmäßig am "umgeblitzten" Baum vorbei, erfanden Geschichten oder bestaunten ihn als Naturdenkmal.



Denn während nach nach die Blätter abwelkten, erblühte nach und nach ein Rosenbusch nahe dem alten Stamm.

Sonntag, 15. Juli 2018

Sommerrot


Die Tochter wünschte sich schon lange einen einfachen Sommerrock. Kein Futter, kein Reißverschluss, keine Komplikation.


Wir entschieden uns für einen Rock mit Bündchen statt Bund.
Und kauften Stoff.



Aber wegen meines Misstrauens in neue Schnittmuster und meiner Befürchtung, der Rock könne möglicherweise doch nicht über die Hüfte reichen, wollte ich nicht gleich den schönsten der ausgesuchten Stoffe verschneiden und entschied mich für einen liegen gebliebenen.


Fazit: der Rock ist wie gewünscht, nichts drückt, rutschen tut er auch nicht, und er macht gute Laune.

Sonntag, 8. Juli 2018

Gretel ... und ihre Freunde



Mittlerweile hat sich Gretel schon mit sehr vielen Hunden angefreundet, freut sich geradezu auf die Begegnungen. Ihr wichtigster Begleiter ist natürlich Lucie. Aber da gibt es noch die vielen freundlichen Begegnungen bei Spaziergängen und die regelmäßigen in den Hundegruppen, ob Welpentraining oder Laufgruppe.

Sonntag, 1. Juli 2018

Lili näht schon wieder





nach dem Nähen ist vor dem Nähen - aber wem sag' ich das ...

Meine Nichte wollte also mal wieder. Und das, obwohl sie noch nieeeeeee so lange für ein Teil gebraucht hatte wie für das Kleid mit mir. Und - das gab sie dann allerdings auch zu - sie habe auch noch nie so ordentlich genäht und so pingelig auf jeden Stich geachtet.

Also - ein Jerseykleid sollte es dieses mal werden. Stoff und Schnitt brachte sie mit, alles andere ist bei mir sowieso in ausreichender Menge vorhanden.


Dieses mal ging das Arbeiten wesentlich zügiger vonstatten. Jersey verzeiht auch eher als Leinen. Aber das musste er gar nicht, denn nach wiederholtem ausmessen, Schnitt anpassen, stecken, heften (puh, wie lange brauchen wir noch?), war das Kleid schlussendlich in einem Bruchteil der Zeit genäht, die wir letztes mal benötigten.

Ach so, auf die Frage wie lange es noch dauere bekam sie regelmäßig zur Antwort :nicht mehr lange, nur noch bis wir fertig sind.


Zum Schluss war das Kind glücklich und zufrieden und begeistert. Schade, nicht begeistert genug, um für ein Foto ein wiederholtes mal das Kleid anzuziehen.


Sonntag, 24. Juni 2018

stapelweise Unterbuxen



Nach dem Unterbuxen-Testlauf wusste ich nach kürzester Zeit, welcher Schnitt der richtige ist und konnte die Produktion starten.

  


Hier ein kleiner Eindruck - kunterbunt und eigentlich viel zu viele, aber es macht so viel Spaß hierbei noch so kleine Fitzelrestchen der Jerseyschönheiten zu verarbeiten bis wirklich nur noch Wegwerfwertes übrig bleibt.


Sonntag, 17. Juni 2018

ich kann das ... gefilzte Vögel

 

für den Frühsommer-Basar im Kindergarten wurde ein Bastelkreis "Vögel filzen" angeboten. Da ich die kleinen Gesellen schon länger auf den verschiedenen Basaren gesehen hatte, nahm ich die Gelegenheit wahr, zu lernen wie das geht.


Der erste Vogel war ein relativ lustiger Geselle, eine Phantasiemeise,


der zweite erinnerte an Kakadu, war aber auch nicht größer als ein Zaunkönig.

Danach wollte ich ernsthaft an die Sache gehen und nahm mir das Rotkehlchen zum Vorbild.



Und dann kamen sie im kleinen Schwarm: Rotkehlchenartige für den Basar, fürs Zwergenstübchen, für die Tochter, für mich, für die Freundin ... eine Woche lang filzte ich Abende lang ein bis zwei Vögel.


Nun sind sie alle ausgeflogen.
zu guter Letzt:

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