Freitag, 28. Juli 2017

Sommerlicht


Wenn ich an lauen Sommerabenden auf der Terasse sitze, dann zünde ich mir immer wieder gerne parallel zur einbrechenden Dunkelheit Lichter an. Mittlerweile habe ich eine ganze Sammlung verschiedenster Windlichter, die ich um mich herum verteilen kann.



Relativ einfach sind immer schöne Gläser oder alte Einmachgläser, eine Kerze rein stellen und fertig.



Diese Einmachgläser habe ich mit Rosen- und einer Margeritengirlande umhäkelt, das bauchige Glas ähnlich meinen Weihnachtslichtern, wobei es einfach war, den "Bauch" samt seiner Verjüngung zu häkeln, nicht aber das Häkelteil über das Glas zu ziehen. Eines ist mir dabei zu Bruch gegangen.


Die Rosenranke habe ich ganz einfach mit einer Schnur festgebunden, schön rustikal fürs Gartenregal.
Die Farben sind mittlerweile sanft ausgebleicht.

Montag, 24. Juli 2017

was macht eigentlich ...? der "verbotene" Stoff



Punktestoffe - ich liebe euch. Drum habe ich hier auch noch einige von euch liegen. Einer kam nun endlich unter die Nadel - zum zweiten mal.
Er stammt vom Stoffmarktbesuch im März 2013.
Damals ging es mir gesundheitlich nicht gut, ich wollte aber trotzdem als seelischen Lichtblick auf den Stoffmarkt - mich ablenken mit Hoffnung auf ein Leben nach der Krankheit, auf Normalität, auf Nadel und Faden.
Ganz klar war mir, was sich wollte (drei bis vier Stoffstücke - maximal. Für ein Gertie- oder anderes Kostüm und vielleicht ein Gertie-Jäckchen) und was ich ich nicht wollte: Stoff für Kleider und  Jersey. Mit diesen Vorsätzen kaufte ich als erstes einen schönen Punkte-Jersey für ein Sommerkleid.

Aus dem Sommerkleid wurde dann aber nichts, ich ging nur halbherzig ans Werk weil  ... ja, warum eigentlich?

Als das Kleid halb fertig war, schlug die Stunde der Wahrheit: zu viel grau, zu fad, zu hell, zu nichtssagend, der Ausschnitt schlabberig trotz Vlieseline, trotz Stütznaht.

Jetzt, nach 4 Jahren, kramte ich die Reste des verhunzten, ungeliebten Teils hervor und legte den Shirtschnitt auf. Die Stoffmenge reichte.
Ein vielgetragenes, geliebtes Teil in diesem Sommer.


Donnerstag, 20. Juli 2017

zwischendurch und nebenbei


War etwas Luft und Zeit, Wochenende oder schlechtes Wetter, dann nähte ich ein ums andere Shirt oder dünne und halblange Hosen für den kleinen Mann, mit den neuen Stoffen vom Stoffmarkt und mit bereits gut abgelagerten. Oder ich korrigierte gekaufte Kleidung, die in aller Regel nicht so individuell genäht ist, dass z. B. die Hosen nicht rutschen.



Wenn die neue Liebe des kleinen Mannes nicht ganz ausdrücklich den Flamingos gehören würde - es ist die Zweitliebe, die erste gilt unverdrossen den Hippos - hätten wir diesen Stoff sicher nicht genommen. So aber ...
Das Shirt erinnert mich ein wenig an Hawaiihemden, an Urlaub und heiße Tage.


Schon länger lag der graue Sternenstoff. Er stammt von einem Besuch in Berlin (genau, vom Maybachufer!), also mindestens zwei Jahre.
Nun musss ich recht bald alle Halbmeterstücke vernähen, was anfangs sogar für Bodies reichte, gibt jetzt gerade noch ein Sommershirt. Ab nächstem Jahr müssen die Stoffstücke größer werden! Das Kind wächst.



Für das Sternenshirt habe ich einen anderen Ottobre-Schnitt ausgewählt. Er liegt weniger an, ist somit an heißen Tagen auch luftiger.

Das graue Vogelshirt ist nach eben dem selben Schnitt genäht, der Halsausschnitt etwas tiefer, was gut zu dem dünnen, luftigen und im Grunde noch viel zu großen Shirt passt. 


Die Hose ist ein erster Versuch, kurze Hosen nach einem neuen Schnitt zu nähen. Weite, Länge und der Zug des Gummis müssen dabei an die Maße des kleinen Mannes angepasst werden. Diese Hose ist etwas weit und auch zu lang geraten, dafür dass sie eine kurze Sommerhose sein soll, hat aber dadurch durchaus einen gewissen Charme. 



Samstag, 15. Juli 2017

Vom Ende einer Dauerbaustelle



Nun ist sie fertig, meine African-Flower-Decke.
12 x 18 Grannys misst sie.
216 Blümchen habe ich gehäkelt, dann zum Viereck umrandet und schließlich zu einer Decke aneinander gehäkelt.

Schwierig schien die Gestaltung der "Randbefestigung". Sie sollte nicht einfach nur angehäkelt sein sondern "griffig", leicht getrennt von den einzelnen Grannys.


Schließlich entschied ich mich für eine Stäbchenkette um diese dann in bewährter Manier anzuhäkeln. Das Zählen der Maschen, die Umrundung der Ecken, all dies erschwerte das Vorhaben.
Aber dann ...
Dann kam mir die Idee, eine Stäbchenkette zu häkeln ohne vorherige Luftmaschenreihe. Und diese dann parallel wiederum direkt an die Decke zu häkeln. Gleichzeitig - parallel - mit zwei Wollknäuel. Soweit alles klar?
Mit diesem Verfahren würde ich punktgenau in den Ecken landen.
Drei Abende Fadengewurschtel auf dem Sofa, dann war ich fertig.
Im Nachhinein war die Sache relativ einfach.


Zu Beginn hatte ich 4 Luftmaschen gehäkelt: die erste für die (gedankliche) Luftmaschenkette, die restlichen drei als Ersatz für das 1. Stäbchen.
Dann in die unterste Lm einstechen, Faden holen und durchziehen, Faden holen und durch eine Schlinge ziehen, Faden holen durch zwei Schlingen ziehen, Faden holen und durch die letzten beiden Schlingen ziehen.
Wieder in die unterste Masche einstechen, Faden durchziehen, Faden durch eine Schlinge, durch zwei Schlingen, durch zwei Schlingen. Undsoweiter. Undsoweiter.


Für diese Art des Anschlages direkt mit Stäbchen (geht auch mit dStb oder fm) gibt es in den Weiten des Internet bestimmt genaue Anleitungen. Danach habe ich nicht gesucht sondern bin durch Ausprobieren darauf gekommen.


Nachdem die erste Stäbchenreihe angehäkelt war, überhäkelte ich das ganze mit einer zweiten Stäbchenrunde. Am Schluss noch eine Runde rückwärts - Krebsmaschen - für den griffigen Rand. Allerdings mit einer kleinen Abwandlung: statt jede Masche abzuhäkeln nahm ich nur jede zweite, übersprang also eine, dafür gab es eine Luftmasche.

Freitag, 7. Juli 2017

Zeit für Mädesüß




z. B. Mädesüß-Limo: Sprudelwasser, Zitronen, Mädesüß, wenig Zucker, etwas Zeit zum Ziehenlassen. Erfrischend sommerlich-blumig. Zusammen mit dem kleinen Mann: "Wir sind Sirupmacher."

Samstag, 1. Juli 2017

groß genug


Dafür hatten wir den Stoff hauptsächlich gekauft: meine Tochter wünschte sich eine Tasche, groß genug um all ihre Unterlagen und Ordner einsortieren zu können aber auch mit kleinem Beifach für die unvermeidlich wichtige Trinkflasche, ihre Thermoskanne.


Ich habe die Tasche gefütterte um innerhalb des Futters mit der Extra-Abteilung für die Flasche experimentieren zu können. Überlegungen gingen Richtung Klettverschluss und Kamsnaps, letztlich entschied ich mich aber für eine stabile Naht, auch wenn diese nur mit akrobatischen Fingerübungen möglich war.



Der Boden ist gleich mehrfach stabilisiert, das Futter mit Schabracke samt Volumenvlies, die Außentasche mit LKW-Plane. So hat die Tasche trotz Größe einen recht ordentlichen Stand, auch - oder gerade wenn - sie gefüllt ist.



zu guter Letzt:

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