Dienstag, 5. April 2016

Petunia im Gänsemarsch


Petunia sollte meine Gans heißen. Schon immer, seit ich denken kann und mich erinnern. Nein, seit ich in meiner Kindheit Memory spielte. Zwei der Kärtchen zeigten eine Gans und die Aufschrift "Petunia". Sie war mein persönlicher Hauptgewinn, nur um sie ging es mir in den Spielen. Ich hatte (für mich) gewonnen, wenn es mir gelang, dieses Kartenpärchen zu finden (und vielleicht noch die blaue "Gänseliesel", dann war das Glück perfekt). Meine Brüder wussten das natürlich, versuchten aber nur selten mich um diese Kärtchen zubringen. Sie wollten richtig gewinnen.



In meiner Jugend dann meine Begeisterung für den "Gänseforscher" Konrad Lorenz und die Gewissheit, ich würde auch einmal eine Gans ... ja, das waren dann schon eher die Frühen-Erwachsenen-Ausstiegsträume: mit Mann, Kind, Hund und wachsamer Gans weitab auf einem Hof leben. Das wär's! So schön, so romantisch! Nun ja, das Leben verlief etwas anders, und ob ich nun Gänsemama war oder werden würde, war mir irgendwann nicht mehr so wichtig. Auch Träume können sich ändern. Schwerpunkte im Leben sich verlagern.
Aber sie - die Träume, Gedanken, Erinnerungen - kamen mir jetzt beim Häkeln meiner Ostergänse in den Sinn. Mit dabei ein leicht wehmütiges Gefühl.
Was vielleicht aber auch mit der spätwinterlichen Stimmung zu tun hatte, die noch nicht so recht eine österliche sein wollte.


Aber zurück zu meiner Gänsehäkelei:
Zur Dekoration auf meinem Gemütlichkeits-Kaffee-Wohlfühltisch suchte ich nach etwas Frischem, nach Blumen und Gehäkeltem, weg von Tannenzapfen welcher Art auch immer. Und bitte keine Häkelflöckchen mehr. Ich mag sie nicht mehr sehen, der Winter soll gehen.
So entschied ich mich, endlich das Gänseprojekt umzusetzen. Die kleinen Gesellen eignen sich nicht nur zur heimischen Dekoration sondern auch ganz hervorragend als Geschenk.
Eine Stunde lang hatte ich mir an einem Sonntagnachmittag zunächst das Anleitungsvideo angeschaut und Notizen gemacht. Danach eine Woche lang Gänse gehäkelt, vornehmlich abends und beim nachmittäglichen Kaffeeplausch. Mit jeder Gans ging's flotter von der Hand und so wuchs die kleine Schar.


Hier nun die gemeine Hausgans, sie darf es sich auf dem Tisch bequem machen.
 

Bereichert wird die Familie durch eine Wildgans, eine Graugans und eine Schneegans.



Diese drei Gesellen sind nur auf der Durchreise hier, sie fliegen weiter bis ins Zittauer Gebirge bzw. auf den Hochschwarzwald, eine bleibt im Ort, wechselte aber dafür bereits ihr Quartier.



Und noch während ich am Schreiben dieses posts war, leistete eine weitere Graugans den daheimgebliebenen kurz Gesellschaft, eine Rast auf ihrem Flug in die Schweiz.


Was für ein Geschnatter!

Wer sich eine Gans zu Ostern und anderen Zeiten häkeln möchte, schaut sich am besten zunächst dieses Video an: KLICK!


zu guter Letzt:

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