Samstag, 31. Dezember 2016

Was soll ich sagen?

Was soll ein Rückblick auf ein Jahr, wie ich es mir schlimmer nicht vorstellen kann. Ich fühle mich - immer noch - wie amputiert.
Er wird mir fehlen, mein Mann für's Leben. Er wird mir fehlen - für den Rest meines Lebens.
Das Leben geht weiter, ja. Die Frage stellt sich mir auch weniger nach dem ob als nach dem wie. Wie einen Sinn im Leben finden, wie die Zeit füllen, die doch nie ausreicht um all die Trauer zu fassen, wie nicht ungerecht werden, wie überleben.
Ich habe es in den vergangenen Monaten geschafft, ein wenig zu handarbeiten: ich habe mit meinen Freundinnen zusammen angefangen, eine Freundschaftsdecke zu häkeln, ich habe ein Paar Socken fertig gestrickt, für die Tochter einen Rock genäht und mit meiner Freundin für den Kindergartenbasar Wundertüten gebastelt.
Dank Karin habe ich ab Herbst an mehreren gemeinsamen Nähtagen erst sehr schöne Probeteile genäht und dann Pullis, Rock und Kleid als Weihnachtsgeschenke. Sie hat mich mit Mut und Ausdauer an die Nähmaschine zurückgebracht und manchmal nähe ich jetzt auch daheim schon in kleinen Stichen langsam vor mich hin.
Ein Sinnbild.
Kleine Stiche, kleine Schritte.
Unsicher.
Noch.
Aber vorwärts.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Weihnachtspost



So schwer es mir fiel, aber auch dieses Jahr wollte ich gerne an all die Lieben einen kleinen Weihnachtsgruß schreiben, die mir wichtig sind, denen ich mich verbunden fühle.
Dieses Jahr fiel es mir besonders schwer, wurde in den Schreiben doch aus dem gewohnten "wir" ein einsames "ich": Ich wünsche euch ...


Es war eine teilweise harte Arbeit. Es fehlten mir die Worte. Hatte ich überhaupt etwas zu sagen?
Ich gestalte diese Karten immer selbst, meist mit etwas Gehäkeltem als Schmuck, den man dann an ein Fenster oder den Tannenbaum hängen kann. Dieses Jahr war es ein Stern mit einem Herzknopf.


Donnerstag, 15. Dezember 2016

15-Minuten-Weihnachten


Wie jedes Jahr: Postboten, Zeitungsausträger, die Eierfrau - sie alle bekommen eine Kleinigkeit von mir zu Weihnachten geschenkt, einen kleinen Gruß verbunden mit den besten Wünschen zu Weihnachten und dem Neuen Jahr.


In Anlehnung an unsere Wundertüten für den Waldorfbasar packte ich ins diesjährige Geschenk eine kleine Weihnachtsgeschichte, eine Kerze, einen Tee und etwas Gebäck - fertig war die kleine Weihnachts-Wundertüte: die 15 Minuten Weihnachten in der Tüte.


Dienstag, 6. Dezember 2016

Kinderschal mit Knopf



Der Nikolaus brachte dieses Jahr neben einem Omi-Weckmann einen Kinderschal. Lustig bunt mit kleinen Äffchen auf der einen Seite - einfach gestreift auf der anderen.



Damit er gut hält und nicht vom Halse rutscht, bekam er Knöpfe und Schlaufe, so lässt sich das Kind einfach gestreift oder bunt gemustert - auf jeden Fall: warm - verpacken.



Knopfschal-Anleitung: HIER!

Sonntag, 27. November 2016

Wenn sich zum Hippo ein Hippo gesellt



Nach einem Besuch im Zoo flammte die Liebe des kleinen Mannes zu seinen Lieblingstieren erneut sehr heftig auf und er erzählt begeistert von ihrem riesigen Maul, von der Fütterung, vom Schlafen d
eines Hippokindes, vom Schnauben und Platschen im Wasser.
Solch eine Begeisterung ist ansteckend.



Das erste Häkelhippo war winzigklein, dieses hier ist auch nicht wirklich groß, aber es könnte dessen ältere Bruder sein und - immerhin - füllt es die Hand des kleinen Mannes.



Anleitung von HIER!

Freitag, 18. November 2016

aus der Wundertüten-Werkstatt


dieses Jahr hatten meine Freundin und ich lange überlegt, was wir für den Waldorfbasar basteln bzw. nähen oder häkeln könnten.


Wir näherten uns gedanklich mehr und mehr den Wundertüten.


Dafür packte ich von meinem selbstgesammelten Tee in kleine Tütchen,


filzten wir kleine Äpfelchen,


uund umhäkelten viele kleine Joghurtgläschen zu Windlichtern und Sterne zur Beschmückung der Tüten


schrieben eine schöne Weihnachtsgeschichte ab


und meine Freundin füllte Gläschen von ihrem herrlichen Quittengelee ab.
Schließlich packten wir alle unsere Gaben in eine große Tüte:


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Pullis für den Herbst



Für Übergangszeiten vom Herbst zum Winter, als warmes Untendrunter unter Regenjacken und schließlich für den beginnenden Frühling: Fleecepullis immer dann, wenn es draußen kalt ist.



Die beiden Pullis für den kleinen Mann hatte ich groß genug angelegt, dass sie ihn wohl über den Winter in den kommenden Frühling ausreichend schützen sollten.


Einmal bunt aus den vielen kleinen schlussendlich doch nicht weggeworfenen Stoffresten um die Größe zu testen
 und einmal uni türkis-grün:



Mittwoch, 19. Oktober 2016

Generalprobe

 
Für den Schwiegersohn wollte ich zu Weihnachten einen Pulli nähen. Schon ein bisschen professionell mit allem Pipapuffmich - also mit Kragen und Reißverschluss und aus einem sehr schönen Doubleface in grau mit einer noch graueren Schwalbenschar.
Den Stoff hatte meine Tochter auf dem Stoffmarkt entdeckt - in grau und in blau. Also für sie und für ihn.
Wir kauften ihn im Hinblick auf ein Weihnachtsgeschenk und ich bat sie, den Stoff samt Vorhaben schnellstmöglich wieder zu vergessen - wegen der Überraschung.


Bei Karin wurde ich in deren legendären Schnittsammlung fündig und sie half mir beim Ausmessen, Anpassen und schließlich auch noch beim Reißverschlusseinsetzen. Natürlich könnte ich das alles auch selbst und selbständig - aber ich bewege mich noch immer außerhalb jeder "normalen" Spur und bin dankbar für Anstoß und Hilfe.
Wie auch immer: Zwei Stoffmarktcoupons aus grünem Sweaty hatte ich mit dabei und wir brauchten nur wenige Stunden bis ein richtig perfekt aussehender Pullover fertig war.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Bratapfellikör


Im Sommer hatte ich wieder meinen schwarzen Nusslikör angesetzt, daneben noch Erdbeerlikör und einen Wildbeerenlikör.
Nun las ich bei einem Friseurbesuch in einem der ausliegenden Heften von einem Bratapfellikör. Das mal darauf von einem anderen Bratapfellikör mit Marzipan. Beide Rezepte wollte ich ausprobieren, gab aber eines davon schon an meine Freundinnen weiter und Karin war schneller als ich. Als sie mir eine kleine Flasche vom Marzipan-Likör schenkte, setzte ich sogleich den zuerst entdeckten an.

Dafür 750 g Äpfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen. Zusammen mit 2 Zimtstangen in eine ofenfeste Form legen und mit 1 Essl. Zucker bestreuen. Bei 160°C Umluft etwa 10-15 Minuten halbweich backen, danach auskühlen lassen und zusammen mit
50 g Rosinen
1 in Scheiben geschnittene Apfelsine und Zitrone
2 Sternanis
200 g Kandiszucker
1 aufgeschlitzte Vanilleschote in ein mit kochendem Wasser ausgespültes großes Glas schichten.
Nun mit 700 ml Korn und 300 ml Rum auffüllen. Deckel drauf und gelegentlich leicht wenden. Vier Wochen ziehen lassen, danach filtrieren.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

neue Hosen für den Herbst

Als sich der Herbst ankündigte war klar, dass ich Hosen und Pullis für den kleinen Mann würde nähen wollen-sollen.
Aus braunen Cordresten entstand eine erste


und aus den Resten des recht warmen Pullistoffes seines Vaters nähte ich eine weitere Hose.


Mittwoch, 28. September 2016

Kürbiszeit


Vor einigen Jahren bekam ich einen ersten kleinen Häkelkürbis von meiner Freundin geschenkt.
Dieses Jahr erfasste mich kurzzeitig ein anfallartiges Häkelfieber und ich häkelte gleich mehrere solcher kleiner Kürbisse.


Zwei davon habe ich gleich weiter verschenkt.

Montag, 26. September 2016

Seifen für den guten Zweck



Auch in diesem Jahr unterstützte ich die Frauen des Sozialstandes auf dem Martinimarkt. Nicht ganz so intensiv wie in vergangenen Jahren, aber immerhin.
In der Not die anderen Menschen nicht vergessen.


Meine eigenen Seifen halte ich schlicht: kein Duft und keine Farbe.
Dieses marmorierte ich die Seifen zum ersten mal. Ich hatte keine Ahnung, wie das gehen konnte und ob es wohl klappen würde. Sie sind wie bisher alle Martinimarktseifen mit Lavendel parfümiert.

Dienstag, 20. September 2016

Herbstbody



Von Karin bekam ich diesen schönen Stoff geschenkt.



Und setzte ihn gleich um. Ein Body sollte es werden. Ein warmer, weicher  Herbstbody für den kleinen Mann.

Mittwoch, 14. September 2016

wo die Liebe hinfällt



Ich kann mich nicht erinnern, ob ich als Kind ein Lieblingstier hatte. Außer meinem Teddy. In jugendlichen Jahren begeisterte ich mich für Elefanten, als junge Erwachsene für Hunde. Diese Liebe hält bis heute an.
Der kleine Mann liebt Hippos. Ist beeindruckt von ihrer Größe, besonders die des aufgesperrten Maules wenn im Zoo die Fütterungszeit beginnt.
Mein kleiner gehäkelter Hippo befindet sich also in einem wesentlichen Unterschied zu diesen eigentlichen Giganten, aber einen Vorteil hat er: er passt in eine kleine Kinderhand:


und lässt sich überall hin mitnehmen:


Anleitung Hippo von HIER!

Mittwoch, 7. September 2016

sammeln für den Wohlfühltee



Auf meinen weitschweifigen Spaziergängen mit dem Hund finde ich immer wieder Kräuter und Blüten auf naturbelassenen Wiesen oder an Wald- und Feldrändern.
Irgendwann beschloss ich neben Hundeleine und Pfefferspray auch ein Messer und einen Beutel einzupacken um gelegentlich einige Wildkräuter zu ernten.
Zu Hause trocknete ich diese und mit der Zeit wurde meine Teemischung immer reichhaltiger. Ich fand Schafgarbe, Kleeblüten, Lindenblüten, Holunderblüten, Brombeer- und Himbeerblätter und ergänzte diese mit Ringelblumen, einigen wenigen Lavendel- und Rosenblüten, Verveine und Zitronenmelisse aus dem Garten.
Dazu trocknete ich im Herbst Apfelstückchen von unseren reichtragenden Apfelbäumen und bekam einige Quitten von der besten Freundin.
Alles in allem ergab diese Mischung einen erfreulich wohlschmeckenden Wintertee.

Mittwoch, 31. August 2016

Sommerrock mit Vögeln


Diesen Rock nähte ich der Tochter wohl Ende April / Anfang Mai. Ich erinnere mich deshalb so genau, weil ich nicht ganz bei Sinnen war beim Zuschnitt und ich mir dies angesichts der familiären Situation verzieh. Das hintere Rockteil stand auf dem Kopf. Neu zuschneiden war nicht möglich, da ich knapp eingekauft hatte, einmal Rocklänge plus Saum und Beleg.


Also blieb mir nichts anderes übrig, als den Stoff umgekehrt - richtig! - aus den vorhandenen Teilen rauszuschneiden und möglichst passgenau die fehlenden Eckchen zu "restaurieren". Dies ist mir so gut gelungen, dass selbst ich, trotz dieses Wissens, nicht beständig nach dem Fehler suche.



Die Fotos entstanden im Winter in der Phase, in der ich meine zur Zeit eher spärlich gehandarbeiteten Werke nachträglich dokumentiere.

Freitag, 26. August 2016

Gelegenheitsarbeiten


Und doch!
Doch ist manchmal gut, wenn sein muss, was sein muss.
Zum Beispiel die Sommergarderobe des kleinen Mannes. Wie gelähmt saß ich oftmals vor der Nähmaschine, unfähig einen Stich zu tun - hatte mir das Nähen doch immer so viel Freude bereitet.
Aber manchmal ist gut, wenn sein muss, was sein muss. Und so nähte ich dem kleinen Mann eine Urlaubsgarderobe: mehrere Shirts, Bodies, kurze Hosen, lange dünne Hose.


Vorherrschend war in diesem Nähsommer die Farbe grün - passend zu seinen gärtnerischen Aktivitäten.


Außer viel grün gab es noch die Krokodil-Kombi und die dünne lange Hose, mit der sich ausgezeichnet Fußball spielen lässt.


Und dann hatte ich noch das sogenannten "Hawaii"-Hemd genäht - Urlaubsgefühl inclusive.



Samstag, 20. August 2016

Regenbogenzeit


Meine Schwägerin liebt meine Häkelarbeiten. Ich glaube, ich hatte das schon einmal erwähnt. Und auch in diesem Jahr wollte ich ihr, als die Familie hier einen Teil ihres Sommerurlaubs verbrachte, eine Kleinigkeit mit nach Hause mitgeben.


Untersetzer waren es dieses mal, bunt wie das Leben, jedes Teil aber eine Anstrengung für mich, und doch eine gleichzeitige Ablenkung.



zu guter Letzt:

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