Dienstag, 17. März 2015

mit herzlichen Grüßen


Die Weihnachtssterngirlande ist abgehängt, die Karten in die Kartengruß-Kiste und die Sternchenklammern in der Sternchenklammerkiste geräumt. Zeit für was Neues:


Große Herzen, kleine Herzen, rote Herzen, bunte Herzen, sie zieren jedes kleine Geschenk



die Klammern nehmen wie sie kommen, schön für alle Kartengrüße, die das neue Jahr bringen wird: Geburtstagswünsche, Urlaubsgrüße, Geburtsanzeige, ein kleines Dankeschön oder Opernkarten zur Erinnerung.



Und dafür sind die Klammern auch ganz hübsch, sie halten - so lange ich sie benötige - meine Häkelanleitungen beisammen, bis diese wieder in ihrem Ordner  abgeheftet werden:



Und verschenken kann man sie. Da sind sie ganz groß im Einsatz:


oder als Beschmückung wie hier bei dieser Wundertüte, einem sehr schönen Geschenk, wie ich es selbst zu Weihnachten bekam und hiermit die Idee gleich weiter reichte:



Herzchenklammern kann man gar nicht genug haben!

Montag, 9. März 2015

"blaue Stunde"


Begeistert von meiner Patchworkdecke wollte die Tochter sich auch eine solche nähen. Das ist jetzt Jahre her. Gemeinsam kauften wir eine Menge Stoff in Blautönen.
Sie entwarf Pläne - die Decke sollte sich ja von meiner unterscheiden - dann fing sie  an Stoffe zuzuschneiden und zu nähen. Ein, zwei kleine Teilchen waren fertig, da entwich unmerklich die Luft aus dem Projekt. Es überdauerte Jahre in einer großen Schachtel.



Der nächste Anlauf fand während ihres Studiums statt. Damals lebte sie noch bei uns und ich hätte sie gerne unterstützt beim Nähen. Aber, oh Schreck!, die Anordnung, ihr sorgsam ausgetüftelter Deckenplan überzeugte sie nach so langer Zeit nicht mehr.
Neuer Plan, neues Glück! Sofort entstanden zwei weitere Teilchen. Danach wiederholte sich die Luftrausnummer. Stoffe und fertig Stücke wurden wieder mottensicher verpackt.

Nun, alle guten Dinge sind drei, dieses mal hat es mit etwas Verzögerung zwischen Vorhaben und Durchführung geklappt. Ein leicht einsetzender Nesttrieb zu Beginn der Schwangerschaft ließ sie erneut - dieses mal zum Thema Krabbeldecke - über ihr altes Vorhaben nachdenken. Aber auch dieses mal gefielen ihr weder ihr alter Entwurf noch die bereits genähten Teilstücke. Das ganze Vorhaben hätte also wieder zurück auf die Startposition gesetzt werden müssen mit neuer Konzeption und vielleicht auch einigen neuen Stoffen. Deshalb überlegte ich mir eine praktikable Alternative und konnte sie von meinem "Plan B" überzeugen: alle Stoffe beibehalten aber nur ein Muster nähen. Inzwischen ist das Kind geboren, der Nesttrieb ausgeprägt, eine Krabbeldecke erwünscht und die Zeit zum Nähen immer knapper. Damit sie einigermaßen dran bleiben konnte gab ich ihr einer meiner Nähmaschinen mit, Erklärungen fanden gerne auch mal telefonisch statt; aber so kam es, dass sie in den letzten Wochen, wann immer es ihr möglich war, kleine Quadrate schnitt, diese aneinander nähte, danach durchtrennte, neu kombinierte und allmählich viele kleine Sternquadrate erhielt. Jedes anders und doch gleich im Entwurf.


Nach dem Austüfteln des optimalen Zusammenspiels der Einzelteile konnten wir am Wochenende bei unserem Nähtreff das Top mit Einlage und Unterlage zusammentackern - einen Berg Sicherheitsnadeln benötigten wir hierfür und zu zweit über eine Stunde.
Fertig ist die Decke immer noch nicht ganz, letzte Nähte und das Binding fehlen, aber die Arbeit macht mittlerweile nicht nur Arbeit sondern auch Spaß und dem entsprechend gibt es große Fortschritte. 
Auf dem unteren Foto könnt ihr in etwa erahnen, wie mühsam es ist, den Stoff unter die Maschine zu schieben und einigermaßen korrekt im Nahtschatten zu nähen ohne Nadeln zu verbiegen oder abzubrechen. Die Spulen sind schneller leer, als man glauben mag, es gehen da nur Meter und keine Kilometer Faden drauf.



Schon jetzt - als "Rohling" - bekamen Decke und Tochter immer wieder bewundernde Blicke und viele Komplimente. So eine Sternendecke ist halt was Feines und ich bin mir sicher, dass sie auch nach dem Krabbelalter des kleinen Mannes in Gebrauch bleiben wird, also eine schöne Erinnerung an die erste Elternzeit.

Donnerstag, 5. März 2015

Gewachsen!



Der kleine Mann wächst, krabbelt, schaukelt, schreit, tobt und krakeelt, ist ein liebes anhängliches Kind, verschmitzt und voller Charme, hält Eltern und Großeltern auf Trab, die gar nicht mehr wissen, wie mühsam es bis vor neun Monaten war, einen ganzen Tag zu füllen. Wie war die Zeit vertan ganz ohne dieses Kind!
Er isst Brei und trinkt aus dem Glas. Er wirft mit Bällen und robbt hinter ihnen her. Er streichelt liebevoll unseren Hund und zieht ihn an den Haaren. Baubechertürme oder solche aus Holzklötzchen werden gnadenlos umgeworfen, keine Schublade ist vor seiner Neugier sicher.  Er gluckst vor Lachen und kann brüllen wie ein Löwe. Und immer noch zieht er sich leidenschaftlich seine Socken aus.
Neuestes Lieblingsspielzeug ist zur Zeit der Küchenschrank: Tür auf, Tür zu, zur Abwechslung wird auch noch hinein gekrabbelt.
Genäht habe ich ihm in der letzten Woche außer dem grauen Pulli noch zwei weitere, dazu einen Body und eine Hose, allesamt bereits in Größe 80. Und damit wird es in der nächsten Zeit auch weitergehen, noch mehr Bodies, noch einige Hosen. Danach das spannende Thema Unterhosen - ein windelfreies Kind braucht schließlich richtiges Untendrunter. Ich bin bis auf weiteres beschäftigt.
zu guter Letzt:

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