Samstag, 14. November 2015

Weihnachtskleidnäherei, Teil 1

Die Weihnachtskleidnäherei, der WKSA, startet. All die Jahre war ich dabei, und so soll es auch bleiben. Wie immer gibt es zu den vor uns liegenden Wochen Themenvorschläge, die man mehr oder weniger beantworten bzw. abarbeiten kann. Die heutigen lauten:

- Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits 2014, 2013, 2012, 2011
- Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör.
- Oh weh, ich habe noch keine Ahnung und verlasse mich mal auf die Inspiration der Anderen.
- Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.
- Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?


Einem Rückblick könnte ich die sprichwörtliche Weisheit vom Hinterherklügersein voran stellen, hätte ich doch lieber zwei - nein drei! - meiner Weihnachtskleider nicht in den ohnehin fest verplanten Wochen vor Weichnachten sondern zu einem anderen Zeitpunkt nähen sollen. Ich mag sie gerne und man sieht es ihnen nicht an, dass sie mich zum Teil in dieser sowieso schon ausgefüllten Zeit zusätzlich belasteten.
2013 bin ich tatsächlich gescheitert: an Schnitt, Stoff und der mangelnden Zeit bzw. dem persönlich empfundenen Zeitdruck. "Geschickt eingefädelt" wäre also nichts für mich. Ich eigne mich besser als Zuschauerin.

Letztes Jahr war alles richtig geplant: bequemes Kleid für bequeme Weihnachten. Still, besinnlich, fern von allem Rummel verbrachten wir diese Tage. Das war beschaulich, das war schön.
In Anlehnung an diese Erfolgsgeschichte plane ich mein diesjähriges Weihnachtskleid und gehe in die Wiederholung.
Perfekter Schnitt, wunderbare Passform, am Stoff noch leise Zweifel aber schon gekauft, wenig Zeitaufwand. Und vor allen Dingen wenig Anspannung. Davon hatte ich in diesem Jahr zuhauf, Aufregungen inclusive, das alles möchte ich meiden. Also plane ich bescheiden, Aufwendiges habe ich schon hinter mir und dafür fehlen Zeit und Nerven.

Hier noch eine kleine Rückschau:


Das war Weihnachten 2011, ein alter Schnitt von Advance (6121). Ich schlug mich zum glaube ich ersten mal mit einer englischsprachigen Anleitung herum, kämpfte mich richtiggehend durch, erfasste viel intuitiv und war froh, als alles vorüber war und das Kleid auf der Stange hing.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, das Kleid eignet sich von der Bahnfahrt bis zur Oper. Es ist ein perfektes Allround-Talent. Von fein über aufgemotzt (soweit ich aufmotzen mag) bis rustikal: alles ist drin, alles ist möglich.



Weihnachtskleid 2012 war dieses "Knotenkleid" - Vogue 1257 -, die Ärmel fast zu eng, ansonsten viel Arbeit und insgesamt ein schönes Kleid. Geschrieben hatte ich u. a. vom "ulitmativen Bequemlichkeitsschnitt mit Eleganz-Faktor, leichtem Anspruch, aber nicht wirklich schwierig". Es stellte sich während des Nähens heraus, dass dem nicht ganz so war. In einem meiner Posts zum Weihnachtskleid-Sew-Along hatte ich immer wieder  angedeutet wie wenig kooperativ sich die Nähanleitung darstellte. Letztlich habe ich das Kleid nach eigenem Denken und Probieren zusammen genäht, zu unverständlich erschien mir, was ich da las. Aber irgendwie ist es mir schlussendlich doch gelungen.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass das Kleid besser ist als die Erinnerungen an den Entstehungsprozess.
 



2013 scheiterte ich mit diesem Kleid bzw. dem sich ständig verziehenden Stoff, und ich verstand zwei Teile des Schnittmusters nicht und den Stoff nicht und die Umsetzung nicht, wollte ändern bzw. nach eigenem Gutdünken anpassen und scheiterte grandios. Irgendwann war dann die Luft raus - ich hatte einfach keine Zeit und keine Lust und keine Ausdauer mehr, mich um das blöde Teil zu kümmern. Das ist bis heute so geblieben, und das obwohl mir der Schnitt nach wie vor sehr gefällt. Ich sollte mit besserer Stoffwahl und neuem Mut nochmal dran gehen.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es schade um die Zeit war. Aber da mir der Schnitt nach wie vor gefällt:  aufgeschoben ist nicht ... - naja, ihr wisst schon. 



Das Weihnachtskleid 2104 ist nach wie vor eines meiner meist getragenen Kleider. Ich liebe es. Muss ich mehr sagen?
Nach diesem kurzen Rückblick und meinen Auslassungen ist klar, das Weihnachtskleid 2014 wird das Weihnachtskleid 2015: Audrey von Maria Denmark, ein Kleid, das zufrieden macht, ein Kleid, das mich schon jetzt in Gedanken entspannen lässt.  Das lästige Zusammenkleben des Downloadschnitts habe ich hinter mir, die wenigen Anpassungen ebenfalls.
Jetzt geht's zur Stoffauswahl, danach sehen wir weiter. Alles kein Problem. Gutes Zeitmanagement und Pünktlichkeit waren ja schon immer meine eigentliche Stärke ...

Den WKSA gibt es, wie alle Jahre wieder, auf dem MMM-Blog. Vielen Dank für die Plattform und die Moderation.
 
zu guter Letzt:

Auf die in meinem Blog verlinkten Seiten habe ich keinerlei Einfluss - weder auf deren Gestaltung noch auf die Inhalte. Für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Dies ist eine private Website, ich untersage jegliche Weitergabe meiner persönlichen Daten. Von mir eingestellte Bilder dürfen erst nach Rücksprache ausschließlich für private Zwecke verwendet werden.