Dienstag, 29. Dezember 2015

Weihnachts-Nachtrag: Milchstern


Von der Freundin bekam ich vor einem Jahr zu Weihnachten den ersten dieser schönen großen Häkelsterne geschenkt und auf kurzes Nachhaken gleich noch die Anleitung dazu.



So um die 20 Stück habe ich daraufhin nachgehäkelt, zum Selberverschenken oder Selberbehalten: für die Küchen-Verandatür und draußen am Schuppen gleich hinter der gefundenen Mistel.
Denn ...


... was mich selbst so sehr freute, wollte ich in diesem Jahr weitergeben als allgemeiner Weihnachtsgruß an die Familie, die Freunde, die nette Postlerin, die Zeitungsausträgerin, der Nachbarin ...Das brauchte Menge:

einmal Catania-Topflappengarn, dick und in sich schon recht stabil,


einmal etwas dünneres Garn, dadurch nicht wirklich zierlicher aber doch etwas weniger robust. Dank meiner Stärkeerfahrung mit den Engelflügeln war das kein Problem


Obwohl die vielen Sterne mich durch den Advent begleiteten, hier im Haus verstreut liegen, Fenster schmücken, als Untersetzer genutzt werden und etliche Karten damit verziert wurden gefällt mir die Dekoration draußen - Mistel mit Stern - nach wie vor fast am besten.

Freitag, 25. Dezember 2015

tragt in die Welt nun ein Licht


Als meine Freundin mich fragte, ob ich ihr für den Waldorfkindergarten-Weihnachtsbasar helfen würde, Steckenpferde zu nähen, sagte ich spontan zu. Zu vergnüglich sind diese Nähnachmittage bei Kaffee mit leckerem Gebäck und schönen Gesprächen. Unsere Verabredung war nun schon etliche Wochen her und mit dem Lauf der Zeit verließ uns beide die Pferdenählust und auch hatten wir kaum Gelegenheit all die nötigen Teile in unterschiedlichen Geschäften zu besorgen. Z. B. rustikale Pferdestoffe, Bänder, Unterlegscheiben, Seile, Wolle, Besenstiele ...
 

Also "sattelten" wir kurzentschlossen um und nähten winterlich-weihnachtliche Blumenkinder: Schneemädchen und Engel.


Nach lieblichen "Barockengelchen" stand mir dieses Jahr nicht der Sinn, mir schwirrte schon länger ein anderer Engel im Kopf herum. Ich gestaltete die neue Serie etwas größer, etwas schlanker, mit etwas strengem "Ministrantenkrägelchen", einem anderen Flügelpaar, weiten Ärmeln, einer Kerze in den Händen und leicht welliger Kurzhaarfrisur.


Dabei machten die Flügel über lange Zeit die meisten Probleme. Der Filz - an sich stabiler Wollfilz - war dafür zu schwach, die Flügel schlabberten hin und her trotz Annähen an Kragen oder Ärmelchen. Nun hätte ich wohl die Form ändern können, sie kürzer und breiter zuschneiden - aber das wollte ich auf keinen Fall. Ich wollte stabilisieren, wollte eine Möglichkeit finden, sie fester und griffiger zu bekommen ohne den eigentlichen Wollfilzcharakter zu verändern.


Einige Experimente später war ich klüger. Ich hatte in meiner Teststrecke Sprühstärke (kann man gleich vergessen!), Sprühlack, transparenter Nagellack, verdünnter Bastelkleber, verdünnter Leim und Speisestärke ausprobiert und teilweise erstaunlich zufriedenstellende Resultate.


Sieben Engel in einer Kiste. Jetzt schmücken sie einen Jahreszeitentisch oder eine Krippe. Oder stehen - wie bei mir - dekorativ auf Kommode und Fensterbank.
Frohe Weihnachten!

Montag, 21. Dezember 2015

Weihnachtskleidnäherei - nähen, backen, Kind betutteln


20.12.2015 Teil 5
Finale
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus.



Ich bin fertig geworden. Mit dem Kleid, mit dem Backen, mit dem Päckchen verschicken, dem Kartenschreiben und Geschenke einpacken. Zufriedenheit stellt sich ein, ein wunderbares Gefühl.
Zwei Wochen Erkältung legten mich zunächst lahm. Erst kam der Schnupfen, dann der Husten im Gefolge. Dann beschloss ich, die Widrigkeiten zu übergehen und einfach loszubacken. Zwei Tage lang. Heraus kamen neben zwölf Sorten Plätzchen für zwei Familien eine missratene Linzer Torte und ein zu gut gebackener Weihnachtsstollen. Ist nicht jedes Jahr alles Spitze. Aber wenigstens war der Schnupfen weg.


Mein Kleid ist so bequem, wie es aussieht. Und erstaunlich warm. Der Schnitt ist bewährt, nicht viel mehr als Shirt nähen, musste aber, durch das gänzlich andere Material als die Vorjahresversion, hie und da angepasst werden. Jeder Stoff verhält sich anders zu einem Schnitt, das habe ich hier wieder gelernt. Selbst die Coverlock konnte mich nicht mehr aufhalten mit ihrem Rumgezicke. Denn nach ein paar Probenähten - dem Warmlaufen - beruhigte sie sich weitestgehend und so brauchte ich den Ausschnitt auch nur einmal zu trennen. Aber wer redet denn jetzt noch davon, jetzt da das Kleid fertig ist und Tag und Nacht getragen wird.


Das rote "Rügen-Tuch" passt so gut zum KLeid wie gedacht.
Und neben der Rustikal-Variante mit selbstgestrickten Sockenblitzern können auch alle meine Stiefel zum Einsatz kommen. Oder die Pumps - die Temperaturen sollen ja noch weiter sommerlich steigen.





Das ist jetzt  also mein Weihnachtskleid 2015 für meine diesjährigen entspannten Weihnachten, für Zeit für mich und meine Lieben. Ganz ohne Aufregung, Hektik oder Stress wurde es am letzten Adventssonntag fertig. Zwischen Kaffee trinken, einigen Büroarbeiten und mich gar nicht ärgern über meine Coverlock ...


 Und da bei uns ein Krümelmonster sein Unwesen treibt und


die Plätzchen vor Weihnachten sowieso viel besser schmecken,



werde ich in diesen Tagen doch noch einmal zum Nudelholz greifen und für Nachschub sorgen.
Habt eine gute Zeit.

Davor aber noch ein Blick in die anderen Weihnachtskleid-Schneidereien - hier auf dem MeMadeMittwoch-Blog: KLICK!
Habt Dank für die Plattform und die stets freundliche Moderation.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Weihnachtskleidnäherei Teil 4, das Beiwerk oder: was macht eigentlich...? mein rotes Umschlagtuch


Die Weihnachtskleidnäherei ging letzte Woche mit diesen Themen und ohne mich in ihre nächste Runde:
06.12.2015 Teil 3
- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Viel hatte sich ja doch nicht getan in der Zeit vor dem letzten Sonntag. Immerhin hatte ich es geschafft, den Stoff zu waschen und zu bügeln. Also ein erster Anfang. Eile mit Weile sozusagen oder die Ruhe vor dem Sturm?
Der Zuschnitt - für Samstag oder Sonntag vorgenommen - wich aus aktuellem Anlass dem Body-Marathon. Der kleine Mann wenigstens kann aufatmen und darf weiter wachsen.


Heute - sieben Tage später - liegt der Zuschnitt hinter mir, die ersten und Nähte ebenso. Fertig bin ich zwar noch nicht aber getreu einem heutigen Themenvorschlag kann ich mich parallel Gestricktem zuwenden:

13.12.2015 Teil 4
- Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
- Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
- Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.



Ich erinnerte mich in dieser Wochen, dass sich in den Tiefen meines Strickkorbes noch ein fertiges Tuch befindet in der Farbe ROT. Ich hatte es vor langer, langer Zeit im Urlaub begonnen. Nachdem ich feststellen musste, dass ich Wolle und Nadeln zwar eingepackt, die Anleitung aber zu Hause gelassen hatte, gab es ein leicht improvisiertes, aus der Erinnerung heraus gestricktes Muster. Und jetzt ist die Gelegenheit, sich endlich mal diesem schönen Tuch zuzuwenden.


Kurzerhand habe ich es für die Fotos um mein letztjähriges Weihnachtskleid drapiert, farblich wird es ganz prima zum aktuellen Stoff passen und ich freue mich, dass ich endlich die vielen, vielen Fäden vernäht habe.
Das ROT schwankt zwischen den beiden gezeigten Tönen, ist weder so kräftig knallig wie im Kunstlicht noch so pinkig wie die Außenaufnahmen.


Einmal bin ich mit dem Fotoapparat rundum gegangen, fehlt nur noch die Seite. Bitteschön:



Jetzt gehe ich wieder nähen, heute ist Schnupfensonntag und was gibt es da heilsameres als Nähen, Sofaliegen und lesen?
Habt eine gute Woche, mit und ohne Schnupfen.

Der Blick zu den fleißigen Weihnachtskleidschneiderlein dauert einen KLICK! Danke für's Verlinkendürfen.



Donnerstag, 10. Dezember 2015

Baby's Untendrunter



Der kleine Mann wächst unaufhörlich aus seinen sieben Sachen heraus. Da ist Nachschub momentan wichtiger als jede andere Näherei.


Im Unterschied zu mir braucht er tatsächlich neue Kleidung. Für den Winter und für unten drunter. Mit dem "Untendrunter" habe ich nun einen Anfang gesetzt und fünf neue Bodies genäht, danach bleibt mir immer noch Zeit für mein Weihnachtskleid. Aber der kleine Kerl ist erstmal versorgt.


Stoff und Muster von Nummer eins, zwei und drei kennt er von den Vorgängerversionen. Der Stoff stammt nämlich aus einem Riesenposten fast geschenkter bester Tricotware.
Ein Berg Stoff vor etwa einem Jahr stellte uns vor die Herausforderung: Haben oder Nicht-Haben, wollen oder Nicht-wollen. Die Tochter meinte, es sei egal untendrunter, so trugen wir den Berg nach Hause. 


Zur Unterscheidung von den "alten Teilen" habe ich bei allen dreien die Bündchenfarbe gewechselt. So ändert sich der Eindruck bei gleichem Stoff.
Der erste dunkelblau-weißgestreifte war kurz vor dem Urlaub auf Sylt fertig geworden und damals - echt passend - dunkelblau eingefasst. Heute leichter mit hellem blau und nicht ganz so edel.


Die beiden grün gefassten sind Neulinge im Wäscheschrank. Sie waren die letzten, ich habe sie parallel genäht, ging ratzfatz und das Nähen machte mit dem heftigen Grün auch heftigen Spaß.


Vielleicht gibt es in nächster Zeit einmal Gelegenheit für Untendrunter-Tragebilder. Die poste ich dann gerne nach.

Schnitt: wieder und wieder - Regenboden-Body von Schnabelina. Genial!



Mittwoch, 2. Dezember 2015

Äpfel - immer wieder Äpfel ...



Mit der Freundin habe ich für den diesjährigen Waldorf-Basar (auch noch) Äpfelchen gefilzt. Nicht nur, dass wir einen vergnüglichen Nachmittag miteinander verbrachten, ich vertiefte dabei mein Wissen übers Äpfelfilzen ganz ungemein.
So weich und warm diese Arbeit ist, kreislaufanregende Rubbeleien allemal: ich bin einfach nicht für's Filzen geboren. Und so heißt es: üben, üben, üben wer eines Tages ein kleines Filzapfel-Meisterchen werden will.



Zu Hause habe ich fleißig weiter geübt und nach anfänglichen Unzulänglichkeiten und Faltenbildungen tatsächlich ganz ohne Hilfe schöne Äpfel zu Wege gebracht.


Und weil irgendwann das Üben in Spaß mündete und weil der Vorgang sehr ähnlich ist und ich mich also nicht allzu sehr zu verkünsteln brauchte, gab es noch eine Mäusefamilie dazu.

Nach der Arbeit bin ich immer erfreut, wie strahlend sauber meine Hände durch die viele Seife und das Rubbeln geworden sind ...



Die Äpfelchen sind alle verschenkt, mit drei der Mäusen darf der kleine Mann spielen.

Samstag, 28. November 2015

Eiche Natur


Allmählich hält der Winter Einzug. Höchste Zeit also, den Herbst abzuschließen. Momentan poste ich hauptsächlich rückwärts gewandt. Ich komme mit schreiben und fotografieren kaum nach. Aber das kenne ich schon: im Dezember sollte ich die Posts etwas enger takten.
Die Eicheln sind fast alle schon der ersten adventlichen Dekoration gewichen, nur die Bilder blieben liegen. Bei den letzten Fotos waren einige Eicheln und Blätter der Naturversion schon zu sehen, jetzt das Ganze aber noch  deutlicher und zusammen kombiniert gezeigt.


Die Farbwahl beschränkt sich hier auf leinen, taupe, olive und natur. Zusammengenäht und mit einer kleinen Schleife aus Schnur beschmückt, alles Ton in Ton total anders als die vielen bunten Teilchen, aber auch so mag ich das gerne.


Die kleinen Gebinde schmückten den Herbst über den Tisch, hängen immer noch an der Wand, zieren sogar einen alten Stich oder geben einem leeren Bilderrahmen Inhalt.



Und weil das Häkeln der Eichel-Naturfraktion so vergnüglich war:




Donnerstag, 26. November 2015

Eiche rustikal




Es gibt so viele Möglichkeiten, Herbsteindrücke einzufangen und den Früchten mit der Häkelnadel eine Form zu geben: Kastanien, Pilze, Trauben, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kürbisse undsoweiter undsoweiter ...


Dieses mal habe ich mich mit bunten Eicheln und Eichenlaub beschäftigt. Und wie immer, wenn ich mich begeistere, bleibt es nicht bei einem Teil.
Zeitlich leicht versetzt zeige ich heute meine Ausbeute: Zwei Hände voll Eicheln in allen möglichen Farben wurden es zum Schluss.

Einzelstücke

und viele doppelte


Dazu häkelte ich buntes Laub:


Vielfarbig, vielstimmig, viel bunt und vielfach einsetzbar, ein schönes Geschenk für häkelbegeisterte Freundinnen und Schwägerinnen, aber auch Herbstdekoration für den Tisch



oder in Verbindung mit meiner Blättergirlande an unserer Haustüre:


- was der Girlande einen besonders schönen Abschluss gibt und im Detail so aussieht:


und ebenfalls am Wohnungseingang der Tochter gefällt:




Bunte Herbsthäkeleien bringen die schönsten Farben ins Haus. Selbst jetzt noch, da bereits alles Laub von den Bäumen gefallen ist und der Herbst allmählich in den Winter gleitet.



Bunte Eicheln ähnlich hier: KLICK!
Beim Eichenlaub habe ich mich an den bereits gezeigten Ahornblättern orientiert, statt im Kreis zu häkeln habe ich dabei die erste Runde in einer Luftmaschenkette auseinander gezogen. Aber vielleicht findet sich ja sogar eine Anleitung im Netz, mir war dieses mal die Sucherei zu langwierig, da habe ich lieber experimentiert.

zu guter Letzt:

Auf die in meinem Blog verlinkten Seiten habe ich keinerlei Einfluss - weder auf deren Gestaltung noch auf die Inhalte. Für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Dies ist eine private Website, ich untersage jegliche Weitergabe meiner persönlichen Daten. Von mir eingestellte Bilder dürfen erst nach Rücksprache ausschließlich für private Zwecke verwendet werden.