Montag, 30. Juni 2014

Zeit für Ringelblumen

zum Beispiel: Ringelblumenöl für Ringelblumenbalsam.



Und so geht's:
Ringelblumen sammeln
Blütenköpfe abzupfen
falls nötig von mancherlei Getier befreien
in ein Glas füllen, leicht andrücken
mit Öl auffüllen
wegen des Gärungsprozesses die ersten 4 bis 5 Tage nur mit einem Mulltuch (oder Papier-Küchentuch) abdecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
danach Deckel drauf, fest verschließen, für 6 bis 8 Wochen in die Sonne stellen.
Danach durch ein Tuch filtrieren.

Freitag, 27. Juni 2014

Wäschebeutel



Es gab Zeiten, da verschenkte ich zu jedweder Gelegenheit Wäschebeutel. Zu Geburtstagen, zu Hochzeiten oder Einladungen. Sie waren gern gesehen, teilweise geradezu erwartet, denn es sprach sich rum, dass ich recht schöne Wäschebeutel nähe.
Auf einer aus heutiger Sicht uralten Stickmaschine durfte ich mir damals einen kleinen Vorrat sticken, von dem ich heute noch profitiere.



Von vielen Wäschebeuteln habe ich zur Dokumentation kleine Erinnerungsfotos geknipst:





Neben den  ausschließlich gestickten Beuteln gab es immer auch noch die applizierten:




Der aktuelle Beutel ist ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Bekannte. Sie begeistert sich so sehr für Handarbeiten, dass ich keine Sorge habe, ihr damit eine Freude zu bereiten.

Für meine Wäschebeutel verwende ich gerne Waffelpikee. Er gefällt mir mit seiner Struktur besser als glatter Stoff. Demnächst möchte ich aber doch einmal mit grobem Leinen experimentieren. Das stelle ich mir auch apart vor.

Ich benötigte für diesen Beutel also außer der vorrätigen Borte ein Stück irgendwo hin verlegtes Waffelpikee, bis mir die Sucherei schließlich in Erinnerung rief, dass sich ja Geschirrhandtücher ganz prima für diesen Zweck vernähen lassen, dass sie sogar Vorteile besitzen, die mir normaler Stoff nicht bieten kann und dass ich sie schon immer lieber genommen habe als so ein gewöhnliches nicht auffindbares Meterstück.
1. Vorteil: So ein einzelnes Geschirrhandtuch lässt sich schneller kaufen als ein verschollenes Stück Stoff in den Tiefen des Stoffberges ausfindig machen - vom preislichen Vorteil und dem Anhäufeln des Stoffberges beim Kauf eines neuen meterlangen Stückes wollen wir in diesem Zusammenhang mal gar nicht reden.
2. Vorteil: So ein Handtuch besitzt eine eingewebte  Borte und - 3. Vorteil - eine abgesetzte, schlichter gewebte Saumkante rundum. Nun, die auf den Seiten würde ich wegschneiden müssen, aber die beiden Kanten der  kurzen Seiten würde ich klar nutzen können. Sie geben oben den Rand des Beutels.
4. Vorteil: die Zeit ist knapp und ich erspare mir lange Suchereien.

Nachdem ich Breite und Länge festgelegt und den Stoff entsprechend zugeschnitten und genäht hatte, konnte ich im Anschluss den oberen Rand des Handtuchs leicht auftrennen, den inneren (Futter)beutel zwischenfassen und im Anschluss wieder absteppen:



Nach erfolgreichem Bügeln wird dann noch die eingewebte Borte zum Tunnelzug abgenäht - fertig:


So ganz zufällig und nebenbei tauchte der verschollen geglaubte Waffelpikee wieder auf und so wollte ich die Gelegenheit gleich einen zweiten Beutel zu nähen, nicht verstreichen lassen.
Ein Blick in die mittlerweile schwer geschrumpfte Vorratskiste mit den Stickmotiven zeigte mir, dass ich ein fast gleiches Stickbild noch einmal hatte. Seltsam, dass die hübschen, kleinen Bildchen doch nie ganz so schön wirken wie fertig im Beutel vernäht.



Dieses Blumenmotiv ist im Unterschied zum ersten Beutel auf der rechten Seite angeordnet und auch das Grün der Schrift variiert ein bisschen. Vernäht sieht auch dieser Beutel sehr, sehr schön aus und meine Freundin freute sich, als ich ihn ihr überreichte. Grad mal so zwischendurch. Es braucht nicht immer einen Anlass für ein kleines Geschenk.


Jetzt habe ich schon so viele Beutel genäht - seltsamerweise gefallen mir immer die aktuellen, die gerade eben fertiggestellten am besten, besonders also diese beiden hier.

Samstag, 21. Juni 2014

Streifenhit

Ein weiteres Shirt. Ich habe also doch noch eines genäht. Dieses mal mit Streifen - den breitesten, die wir auf dem Stoffmarkt finden konnten. Ein Shirt in Herrenausgabe. Die gehen ratzfatz - ich staune!


Als Vorlage bekam ich ein bereits hundertmal getragenes (bereits abgenudeltes) Lieblingsshirt, von dem ich den Schnitt abnehmen konnte. Geht kinderleicht und passt super, das zeige ich gerne ein anderes mal. Und wenn man nicht versehentlich das größte Shirt ausgeliehen bekommt, werden nach der Schnittanpassung auch kaum noch Änderungen von nöten sein.  Mit "Nimm das, das passt sehr gut" hatte ich das Shirt geliehen und zum Glück erstmal ein Probeteil genäht. Passt super, ist nur ein bisschen üppig geraten weil - "oh, da habe ich dir wohl ein etwas zu großes gegeben" - das Probeshirt sich punktgenau am Ausleihshirt orientiert.
Aber was soll's. Den Schnitt hatte ich schnell etwas enger verändert und jetzt passt er prima. Und das Probeshirt wird trotz der Weite fleißig getragen. Ich wundere. Alle meine Angebote, es doch noch enger zu nähen, wurden bisher ignoriert.

Kurz noch zum Nähen:



Beim Zuschnitt, erklärte mir meine schneidertechnisch bewanderte Cousine, solle ich darauf achten, dass die Streifen an Ärmel und Armausschnittende fortlaufend seien, dass also blaue oder weiße Streifen ineinander laufen, an dieser Stelle nicht gemischt wird.
Die Schere als Ersatzpfeil zeigt die Stelle, die ich meine.
Das war ja schon mal eine ganz prima Empfehlung. Streifenshirts - ich habe jetzt extra darauf geachtet - wildern gerne an dieser Stelle.
Weitere Empfehlungen habe ich mir von Kaufshirts genommen.
Zum Beispiel das Halsbündchen. Bisher versuchte ich immer, die Naht des Halsbündchens punktgenau an die linke Schulternaht zu montieren. Was jedes mal beim Abnähen zu einem Stoffhuppel führte, über den das Nähfüßchen nur ungern wandern wollte, die Nadel auch schon einmal brach. Besonders die Coverlockmaschine muckt an dieser Stelle.
Nun sah ich bei einem (Kauf-)Shirt ein willentlich versetztes Halsbündchen. Also nicht fast daneben, was aussieht wie die Naht verpasst. Sondern so richtig versetzt. Prima Idee, dachte ich und habe es gleich übernommen.


Ich habe mein Halsbündchen so bemessen, dass es außen rein weiß ist. Das bisschen blauer Streifen für die Breite verläuft dafür auf der Innenseite.
Trotz Coverlock entschied ich mich, das Halsbündchen mit der Zwillingsnadel und dem Schmalkantfuß abzunähen.


Auch diese Naht sah ich bei einem Kaufshirt und sie sieht nicht nur sehr gut aus sondern lässt sich bequem nähen.
Hier noch das fertige Halsbündchen:


Jetzt musste ich nur noch die Seitennäht schließen, wobei die Ärmelnähte mitgefasst wurden und danach das Shirt säumen. Dabei kam dann die Coverlockmaschine zum Einsatz.
Mein erstes männertaugliche Shirt.


Vielleicht reichen die Reste ja für eine Juniorausgabe.


Montag, 16. Juni 2014

Sportbeutel



Die Schwester fragte um einen Sportbeutel für den Sohn. Genügsam wie er ist, benützt er zur Zeit im Wechsel eine Einkaufs-Stofftasche ("Jute statt Plastik") und eine Plastiktüte - Plastik statt Jute ...

Der erste Sportbeutel ist längst auf dem Altenteil; was für Kindertage als sehr schön galt, ist für das Teenie-Alter natürlich überholt:



Der neue Sportbeutel sollte in der Art eines Matchsacks sein. Und groß genug für Shirt, Trinkflasche, Sportschuhe und für alles, was ein Sportler sonst noch braucht.Und in Jungsfarbe. Und Jungsdesign.

Die Kombination des Stoffkorbes gab die Stoffwahl-Vorlage für den Sportbeutel, ihn konnte ich vorzeigen. Die Vorstellung des Stoffes wurde auf Anhieb akzeptiert.

Ich besorgte also noch einmal Stoff in Streifen und mit Kühen, zum Glück bekam ich ihn noch in ausreichender Menge, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Der Beutel bekam außen die Streifen und innen die Kühe,


unten einen runden Boden aus uni-schwarzem Stoff,
in der Seitennaht einen Halbring mitgefasst für die Tragekordel


und einen genähten Stopper fürs Zusammenziehen.


Fertig sieht er so aus:


 und getragen so:


mir gefällt er auch.


Donnerstag, 12. Juni 2014

schwarz, rot, gelb




In den letzten Wochen entstanden neben meinem schönen roten Wasserfallshirt noch mehrere Longshirts für die Tochter. Da es sich jeweils um ärmellose Teile handelt, wenn auch in benötigter Überweite und -länge, ergab ein Stoffcoupon vom Stoffmarkt je zwei Stück, zwei schwarze und zwei gelbe -  mittlerweile sind sie ausgebraucht, hier zwei Erinnerungsbilder:




Eigentlich bin ich gerade in bester Shirtnähstimmung. Deshalb habe ich auch meine Stoffvorräte durchgesehen. Doch die Sichtung der Jerseys ergab ein ernüchterndes Bild: die meisten der noch vorhandenen gehören der Tochter und bis auf ein schwarzes und dunkelblaues Stoffstück eignen sich meine bunten Stoffe zwar auch für Shirts, allerdings fehlen mir passende Röcke dazu. Also werde ich mich in nächster Zeit wieder vermehrt dem Kleidernähen zuwenden.

Montag, 9. Juni 2014

Mustersuche


Noch nicht sehr lange ist es her, als die die große Tochter vorsichtig anfragte:
ob ich nicht zufällig Lust hätte, mit ihr zusammen eine Decke zu häkeln, sie ein Teil, ich ein Teil. Schließlich häkle es sich im Sommer leichter als (Socken) stricken.
Eine Decke mit vielen, vielen Grannys in den Farben passend zu ihrem oder unserem roten Sofa, wir könnten sie uns ja gegebenenfalls teilen ...
nicht uni, aber auch nicht kunterbunt. So dazwischen.
Und schon waren wir am Farbe aussuchen, Granny aussuchen, am Probehäkeln, am Rechnen ...


Die Idee, gemeinsam eine Decke zu häkeln, die wir uns in der Theorie auch noch abwechselnd auf's Sofa legen werden, fanden wir beide prima. Die Tochter und ich werden also nicht nur harmonisch häkeln sondern auch harmonisch die neue Decke so lange teilen, bis sie auf einem der Sofas liegen bleiben wird. Ich weiß auch schon auf welchem.
So weit, so gut.


Die Entscheidungsfindung mit Farben und Muster gestaltet sich nicht ganz so einfach. Was ihr gefällt, stößt bei mir auf Irritation, umgekehrt ist es ebenso.
Sie wünscht sich einen grünen Rand um jedes einzelne Granny, ich könnte mit einem um die ganze Decke gut leben.
Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich Probe häkle, immer mal wieder ein Granny zur Begutachtung vorlege, nicht nur ihr, sondern auch der Familie. Das ist gleichzeitig auch eine Machbarkeitsstudie. Denn allzu kompliziert dürfen die Muster nicht werden (damit scheidet das erste hier gezeigte schon mal aus), die Tochter ist noch lange kein Häkelprofi, auch wenn sie eine Babydecke mit Bravour gemeistert hat.


Das Muster soll einfach zu häkeln sein. Aber deshalb noch lange nicht schlicht im Aussehen wirken. Die Farben werden im Naturbereich angesiedelt. Rot, gelb und grün sind auf jeden Fall dabei.
Die Muster der bisher gehäkelten Grannys habe ich ganz bewusst alle wieder aufgetrennt und dabei die verbrauchte Fadenlänge vermessen. So denke ich, annähernd die Menge Wolle zu errechnen, die wir tatsächlich verbrauchen werden.


Mal schauen, wie es weiter geht und worauf wir uns einigen können.


Samstag, 7. Juni 2014

Bolls Werk - Annäherung an ein Muster



Als ich in der Ravelry-Strickgruppe einmal nach Mustern für Herrensocken nachfragte, was man denn da so stricken könnte oder auch wie mutig Männer mit Farbspielereien seien, bekam ich unter anderem den Hinweis auf Herrn Bollwerks Seite. Damit waren alle Fragen, alle Vorbehalte, alle Unsicherheiten verschwunden. Männer tragen (auch) bunt und (auch) gemustert. Farblich bleibe ich zwar weiterhin auf meiner Linie: hauptsächlich uni, etwas melliert und sanft gemustert mit nur wenigen Ausreißern (demnächst zeige ich einen solchen) aber mustermäßg werde ich künftig aus dem Vollen schöpfen.



Eines der gezeigten Bollwerk-Sockenmuster begeisterte mich besonders. Es war nicht schwer nachzustricken und macht Spaß, damit zu experimentieren, es zu variieren. Fünf mal das gleiche Grundmuster in unterschiedlichen Ausführungen habe ich mittlerweile gestrickt. Heute zeige ich die ersten beiden Sockenpaare, die anderen demnächst - ihr wisst ja bereits: - lästig, lästig - das Fadenvernähen ...



Beim günen Sockenpaar habe ich das kleine Zöpfchen seitlich an der Ferse mitlaufen lassen, bei den blauen Socken ist die Ferse ganz normal. Andererseits hat das blaue Paar als einziges der fünfen seitlich jeweils einen Zopf während im Unterschied dazu alle anderen Socken nur einen Außenzopf besitzen. Auch die Verteilung von großen und kleinen Zöpfen ist bei allen Socken ganz unterschiedlich. So machte das Stricken trotz gleichen Musters durchgehend großen Spaß.


Hier läuft z. B. der Zopf auf der Seite des Fußrückens bis in die Sockenspitze. Bei diesem Muster habe ich das zum ersten mal ausprobiert und es gelang mir auf Anhieb. Grundsätzlich liebe ich es Bündchen, Ferse und Sockenspitze abgesetzt und ohne Musterverlauf zu stricken.


Wer dieses schöne Sockenmuster auch stricken mag aber zur Sicherheit lieber in eine Anleitung schaut: es heißt "unentschlossen" und kann über ravelry erstanden werden.

Mittwoch, 4. Juni 2014

der Küstensockenkragen



Bevor der Sommer in ein, zwei Tagen ausbricht, zeige ich euch heute doch noch ganz schnell mein neues Shirt in ROT (nicht pink!). Passend zu meinen Röcken, Jeans und den schwarzen Hosen.



Zum ersten mal habe ich hier diese schöne Halsausschnitt-Variante genäht. Frau Küstensocke war so lieb, mir das Schnittteil für den Schalkragen nach dem letzten Telefon-Nähkränzchen zu kopieren. Das musste natürlich gleich umgesetzt werden. Sieht schön aus, fällt elegant und macht eine gute Figur - was will ich mehr? Und so trage ich das Shirt schon länger, habe aber trotz meiner Begeisterung ganz vergessen, mich fotografieren zu lassen.



Genäht habe ich nach meinem Standardschnitt, abgemacht von einem Kaufshirt, der je nach Art des Stoffes unterschiedlich ausfällt, unterschiedliche Weiten zeigt aber letztlich immer gut passt. Der wasserfallähnliche Kragen ließ sich perfekt mit dem Halsauschnitt dieses Shirts kombinieren, gerade als wäre er dafür entworfen worden. Das Shirt mit seinem leichten Stoff, dem duftigen Fall des Kragens und seinen langen Ärmeln ist momentan mein Lieblings-Basic. Genau das richtige für's nichteindeutige Wetter. Der Kompromiss von zuviel und zu wenig: ziehen Wolken auf brauche ich keine Jacke und scheint die Sonne, schiebe ich einfach die Ärmel weiter nach oben. Bis eben war es so làlà, nicht Sonne,  nicht Wolken. Schau ich aus dem Fenster sind es mittlerweile mehr Wolken als Sonne, dafür gab schon es die ersten halbreifen Kirschen zum zweiten Frühstück. Darin stehen wir im Wettkampf mit den Amseln. Sie erfliegen sich ihren Vorteil in luftiger Höhe.



Die Farbe des Shirts ist weitaus weniger pinkig als es auf dem Bild den Anschein hat. Es ist ein leuchtendes Sonnenrot. Etwas besser zeigt dieses Bild die Farbe:


Heute bin ich nach längerer Zeit mal wieder beim MeMadeMittwoch aktiv. Zum 75. mal - mit größeren und kleineren Pausen, mit Wiederholungen, mit Alltagskleidung - und immer wieder auf's neue mit viel Begeisterung.
Heute freue ich mich auf die Moderation von Frau Lucy (Nahtzugabe). Vielen Dank.
Hier geht's lang zum MeMadeMittwoch-Blog.

zu guter Letzt:

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