Freitag, 31. Januar 2014

"Bschisserli"



Bei diesen Socken kamen mir im Internet die eigenen Strickmuster-Vorstellungen schon als fertig ausgearbeitetes Muster entgegen. Ein Zopf, der gar keiner ist, von vielen aber dafür gehalten wird, wofür er nichts kann, aber eben doch den Anschein erweckt, so tut als ob. Solo hatte ich das Muster schon zwei-, dreimal in Sommersocken verstrickt, nun dachte ich daran, es zu kombinieren - etwas wandersockenmustermäßiges schwebte mir vor. Eigentlich männerwandersockenmustermäßig. Grau und zünftig.






Dann begegnete ich bei Ravelry dem "Dazzler" und wusste gleich, dass ich mich nicht mehr um die Ausarbeitung des Musters zu bemühen brauchte - nur noch stricken.




Die Fotostrecke war eher eine lustige, denn die verliebten jodelroten Socken zwängelten sich immer wieder zwischen die grauen, wollten füßeln und auch aufs Bild.

"Der Blender" heißt das Strickmuster und ist über ravelry auch auf deutsch zu haben.

Sonntag, 26. Januar 2014

nostalgisch

Angeregt durch das Weihnachtsgeschenk meiner Freundin musste ich auch gleich zur Häkelnadel greifen und ihr nacheifern:


+


=



hübsche Verpackung für kleine Geschenke
und die Naschkatze daheim.





Mittwoch, 22. Januar 2014

Ich übe weiter mit schwarz/weiß

Der Winter ist bei uns noch nicht so recht angekommen im Südwesten. Ich brauche mich also weniger winterlich zu kleiden, brauche mich noch nicht einzumummeln und kann z. B. mit meinem derzeitigen Lieblingsrock, dem karierten punkten. Als ich ihn nähte war ich mir relativ unsicher ob des ungwohnten Musters (und der wenigen 60 cm), muss nun aber feststellen, dass ich sehr gerne und immer wieder, also bei jeder möglichen Gelegenheit nach ihm greife.
Heute morgen war mir dabei nach mehr Farbe, nicht nur schwarz-weiß-grau, der Tag da draußen zeigt genug davon. Also einen Versuch mit rot. Weitere Farben werden ein ander mal getestet. Um nicht immer zum roten Westchen greifen zu müssen, habe ich gestern den Jersey-Berg umgegraben und tatsächlich in den Niederungen einen roten Jersey-Coupon vom letzten Stoffmarkt gefunden. Wie schön. Demnächst also rotes Shirt. Aber erst die Durststrecke mit dem Mann-für's-Leben-Lieblingshosen-Nähen. Vorher gibt es nichts neues. Ein Näh- und Zuschneideverbot sozusagen. Das ist meine eigens für mich entwickelte Auflage, meine Kleidungsleichen-Bremse. Nur die Gedanken dürfen schon mal wandern. Stoff liegt bereit ...


Winterlich oder doch nur halb? Euch allen einen schönen Tag.

Mehr oder weniger winterliche Kleidung gibt es wieder auf dem MeMadeMittwochblog. Heute mit Melleni. Vielen Dank.


Samstag, 18. Januar 2014

Kommentare, emails und ganz kurz die Muscheln

Vielen lieben Dank für emails und Kommentare zu meiner Decke. Zu meiner Überraschung bekam ich gleich mehrere emails mit guten Ideen und Fotos zur Wollresteverwertung - allesamt so interessant, dass ich nach dieser Decke in die weitere Resteproduktion starten werde.
Noch ein Wort zum Muschelmuster: Weil ich gleich mehrmals nachgefragt wurde, schreibe ich hier das Muster in einer Kurzversion auf und beantworte so gleich auch die mails.

Das Muster kann mit beliebiger Wolle und Nadelstärke gehäkelt werden, ich habe eine Maschenzahl genommen, die sich durch 8 teilen lässt plus 1 Masche. Die Muscheln bestehen aus 7 Stb. (ich habe aber auch schon 5 Stb oder 9 Dstb gehäkelt, muss dann allerdings die Verteilung anders berechnen bzw. anpassen).
So sieht das aktuelle Muster aus:



1.Reihe: Luftmaschen
2. Reihe: 3 Wendeluftmaschen, in die letzte Lm der Lm-Kette 3 Stäbchen -
/: 3 Lm überspringen - 1 feste M - 3 Lm überspringen - in die 4. Lm 7 Stb :/ (von /: bis :/ wiederholen), enden mit 4 Stb auf der letzten Lm der Lm-Kette

3. Reihe: 1 Wendeluftmasche - 1 fm auf das 1. Stb der Vorreihe - 7 Stb. auf die fm der Vorreihe - 1 fm auf das mittlere Stb. ... usw., enden mit 1 fm auf das letzte Stb.

4. Reihe: 3 Wendeluftmaschen - in die fm der Vorreihe 3 Stäbchen - auf das mittlere Stb.  der Vorreihe 1 fm - auf die fm der Vorreihe 7 Stb. usw ...

Reihen 3 und 4 werden fortlaufend wiederholt.



Eigentlich gilt es nur das Ende der Reihen mit dem jeweiligen Anfang zu bedenken:
ende ich mit 1 fm, beginne ich die nächste Reihe mit 3 Wendeluftmaschen und 3 Stb. in diese fm
ende ich mit 4 Stb.  beginne ich den Anfang der neuen Reihe mit 1 fm auf das 1. Stb.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Vorsätze, Vorhaben, Überlegungen

Das neue Jahr ist zwar schon einige Tage alt, aber für's Gutevorsätzefassen spielt das keine Rolle.
Als geborene Nicht-Neujahr-Vorsätze-Fasserin breche ich mit meiner Nicht-Vorsatzfassentradition und beginne 2014 untypisch in der Hoffnung, dass dieses Jahr besser verlaufen wird als das vergangene. Neben einigen privaten Vorsätzen wie früher ins Bett oder öfter spazieren zu gehen, gibt es in aller Hauptsache nähtechnische:
Ich möchte meinen Nähleichenstapel nach und nach abbauen um so guten Gewissens in den verbleibenden Monaten neue produzieren zu können.
als da wären:
- die Kostümleiche
- die Weihnachtskleid-Leiche
- die Geburtstagskleid-Leiche (die kennt außer Karin noch gar niemand)
- die Proberockleiche - endlich wegwerfen oder fertigmachen!
und ich gelobe, dem Mann für's Leben eine Hose zu nähen, um die er um die Weihnachtszeit herum angefragt hatte. Leichtsinnigerweise hatte ich das Mann-für's-Leben-Hosennähen irgendwann vor Urzeiten einmal angeboten und er verfiel auf den "genialen" Gedanken, ich könne seine ausgebeulte weil abgetragene Lieblingshose als Vorlage verwenden und alle seine Lieblingsbeulen im Schnitt berücksichtigen. Seither nähe ich ihm nach diesem Schnitt gelegentlich eine neue Lieblings(beulen)hose, in der er mehr wohnt, als dass er sie trägt. Und da er (angeblich) bereit ist, die Hose mehrmals zur Probe anzuziehen und alle Stecknadeln für die Anpassung zu ertragen, fehlt mir nun wirklich jeder Grund, gerade das nicht zu tun. Also fängt das Jahr wohl mit Lieblingshosenähen für den Mann für's Leben an. Ein Spaß wird das nur einerseits.



Um zu beweisen, wie ernst es mir mit meiner Nähvorsatzliste ist, habe ich bereits begonnen, sie zu verkürzen, und das alte Jahr mit dem Fertignähen der Proberockleiche beendet. Schließlich fehlten nur noch Bund und Saum. Der Proberock diente als Vorstudie und Schnittanpassen beim virtuellen Nähkränzchen mit Frau Küstensocke.  Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich ihn nun als Rock tragen will oder nicht, sprich: ob ich ihn fertig nähen sollte oder in der Tonne entsorgen. Jetzt ist er zwar fertig, aber ich bin immer noch ratlos, ob ich ihn will oder nicht.

Eindeutigere Kleidung gibt es auf dem MMM-Blog. Heute moderiert von Frau Julia.
Vielen Dank.

Samstag, 11. Januar 2014

"Reste-Essen"



Schon länger plagte mich der Gedanke oder vielmehr ein Plan, all die Wolreste meiner Socken endlich zu verwerten.
Zunächst dachte ich an einfache Granny, die dann alle einen gemeinsamen einfarbigen Rand in rot, weiß oder schwarz erhalten sollten. Hab ich verworfen, weil ich nicht einsehen wollte, angesichts des Sockenwollrestebergs nochmals in Wolle zu investieren. Ich hätte auch gar nicht gewusst, wie viel dazukaufen.
Nächste Überlegung war eine einfache Streifendecke oder eine im Viereck gehäkelte, sozusagen ein megagroßes Riesengranny.
Jetzt mach ich was ganz was andres, hab der Wolle erstmal ein großes Behältnis gekauft um darin wühlen zu können und sie aus dunklen Schrankecken und Plastiktüten befreit.



Und dann habe ich angefangen zu häkeln, im Muschelmuster nach folgendem Verlauf: Reingreifen in die Kiste und den befreiten Faden zu Ende häkeln. Da es sich fast ausschließlich um gedeckte Farben handelt, der Schwerpunkt eindeutig bei blau liegt und sehr viele uni Wollreste dabei sind, scheint die Formel bisher jedenfalls ganz gut aufzugehen.



Auf fünfzig Zentimeter ist die Decke mittlerweile gewachsen. Begonnen habe ich am 1. Januar, die Breite liegt bei einem Meter - wenn ich dran bleibe, könnte sie in diesem Winter noch fertig werden und mir als wärmende Sofadecke dienen. Sie soll etwa 1,50 m werden, davon habe ich bereits ein Drittel gehäkelt und dabei weit weniger als ein Drittel Wolle verbraucht. Das könnte danach noch eine zweite geben.
Und ihr? Was macht ihr mit Wollresten?

Donnerstag, 9. Januar 2014

Vegetarischer Donnerstag

zum Beispiel: Gemüsenudeln


Blattspinat auftauen lassen.
Nudeln – Öhrchen, Muscheln, Penne oder Hörnchen bissfest kochen, abgießen und zur Seite stellen.
Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Beiseite stellen.
Tomaten waschen, wer mag: häuten, danach vierteln, Fruchtfleisch würfeln.
Parmesan reiben.

Für die Sauce

Zwiebel  fein hacken, glasig dünsten. Mit ganz wenig Mehl bestäuben und dieses leicht mitanschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und mit einer Sahne/Milch-Mischung angießen. Wer mag, gibt noch 1 Essl. Creme fraiche hinzu. Abschmecken.

Wenn die Sauce fertig ist in einer Pfanne den Spinat erwärmen bis die Flüssigkeit verdampft ist (drückt man ihn vorher etwas aus, geht das wesentlich schneller, aber Achtung: er höckelt auch schnell am Topfboden an!) Nun die Nudeln zugeben und unterheben, danach die Tomatenstücke. Deckel auflegen und für 2-3 Minuten erwärmen. Sauce anfüllen, Käse drauf und zum Schluss die Pinienkerne.


Samstag, 4. Januar 2014

Nähen ist die beste Medizin - ein Jahresrückblick

Ende letzten Jahres erkrankte ich für mein bisher gleichmäßig-gesundes Leben relativ heftig. Was ich seitdem "meine seltsame Krankheit" nenne, übertrug sich ins neue Jahr. Anfangs verschlimmerte sie sich, so dass ich zeitweise nur noch mühsam gehen konnte, im Stehen stolperte, gelegentlich stürtzte und weder stricken noch nähen konnte, was für mein Seelenleben sehr wichtig, vielleicht auch ablenkend gewesen wäre. In der dunkelsten Zeit legte ich mein Blogleben lahm. Das Leben war ein schweres geworden; Kochen, staubsaugen, Wäsche versorgen - riesige Berge der Anstrengung und in meiner Vorstellung zu köstlich, wenn ich all das, was mir bis dahin lästig erschien, nur wieder erledigen könnte. Nie wieder würde ich mich beklagen über diesen Alltagskram. Wer sollte die Wiese mähen, wer den Gemüsegarten bewirtschaften, wer bei Umbau und Renovieren helfen? Ich sah ein Schreckensjahr auf mich zurollen und wurde immer weniger umgänglich.
Vom Hausarzt wurde ich zum Spezialisten geschickt, der sich nicht einigen konnte, welche Krankheit das nun sei und mir drei zur Auswahl bot: die erste, nach den ersten ausführlichen Bluttests, die zweite bei einem folgenden Telefonat, die dritte bei der Diagnose auf der Rechnung. Was es auch war in seinen Augen, er sah nur eine Möglichkeit der Therapie: Abklären der möglichen Ursachen (die er aber selbst alle bereits ausgeschlossen hatte) in einer Spezialklinik und das Verabreichen eines medizinischen Keulenschlags. Von krebserregend bis zum wahrscheinlichen Haarausfall war in der langen Liste der Nebenwirkungen alles inbegriffen. 14tägige Leberwertkontrollen der begleitende Normalfall. Zwei Jahre mindestens sollte diese Behandlung dauern, bis eine allmähliche Gesundung sich einstellen könnte.
Ich verweigerte mich, brach die Behandlung ab und suchte nach Alternativen. Kein leichter Schritt, vielen gutgemeinten Ratschlägen zum Trotz den eigenen zu Weg gehen.
Heute geht es mir vergleichsweise gut. Es ist noch nicht ganz wie vorher, ein minimales Krankheitsbild erinnert mich gelegentlich, dass ich noch auf dem Weg zur vollen Gesundung bin. Jeder Tag bestätigt mir aber mich richtig entschieden zu haben.
Bereits im Februar konnte ich ganz langsam wieder anfangen zu nähen. Ein einfaches Kleid. Die Nähfortschritte waren zentimeterweise, Nähen  im Minutentakt, gerade so wie es die gesundheitliche Verfassung zuließ, manchmal war ich nach dem Stecken zweier Nadeln schon am Ende meiner Möglichkeiten. Mehr ging nicht. Aber Nadel um Nadel, Stich für Stich wurde das Kleid fertig. Es dauerte einen ganzen Monat bis ich es tragen konnte:




Früher, als mich mitunter heftige Kopfschmerzen plagten,  halfen mir keine Tabletten sondern nur exzessives nähen oder ein mehrgängiges Menü kochen. Irgendwann war's dann nur noch kochen und wiederum irgendwann war ich mit den Kopfschmerzen durch und brauchte beides nicht mehr.
Diese positive Wechselwirkung veranlasste mich jahrelang zu behaupten, nähen sei die beste Medizin für mich.
Heute weiß ich, die beste Medizin für mich war die Ahnung wieder nähen zu können. Optimistisch bleiben und nicht die Hoffnung aufgeben.

Gesammelte Rückblicke aller Art gibt es diese Woche auf dem MMM-Blog.
Vielen Dank.
zu guter Letzt:

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