Sonntag, 30. November 2014

WKSA - das Unterkleid


30.11.2014 WKSA Teil 3, hier sind die Themen:
Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin 

Ja, ich bin in Stimmung, genauer in Nähhochstimmung, die (vor)weihnachtliche lässt noch auf sich warten. Und das obwohl uns die Zeitungsausträgerin bereits am 25.(!) November mit ihrer Grußkarte ein frohes Weihnachtsfest wünschte. Nicht nur Kaufhäuser sind früh dran.

Zu meinem Kleid möchte ich ein Unterkleid nähen. Das hatte ich beim Untendrunter-Sewalong versäumt, da gab es mangels Einsicht und Stoff nur einen einfachen Unterrock aus einem Reststück, den ich damals allerdings nicht weiter erwähnenswert fand.


Vorlage für das Unterkleid soll der Schnitt eines Unterhemdchens werden und da ich es dieses Jahr schlicht liebe, das ganze eher ohne Spitzeneinlage und in rein weiß.


Nachdem es endlich den feinen, leicht dehnbaren, glatten und schlichtweg idealen Untendrunterstoff, aus dem ich schon besagten Unterrock genäht hatte, wieder zu kaufen gab, kann ich nun mit dem Unterkleid loslegen. Ich hoffe mit der Wahl eines Unterkleides die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn mit dem Unterrock bin ich nicht ganz zufrieden. Eine der wenigen male, die ich ihn tragen wollte, überzeugte er nicht. Der Gummi hatte sich gelockert oder ich hatte abgenommen. Weiß der Teufel. Jedenfalls lugte er bei unserer letzten Verabredung trotz beständigem Korrigieren immer wieder unter meinem scheenen Kleid hervor, was mich schlussendlich dazu bewog, ihn in der Tiefgarage doch noch schnell auszuziehen und in der Handtasche zu versenken. Mein Unterrockdesaster!
Aber das nur nebenbei.

Außer den passenden Stoff hatte ich auch noch den richtigen Schnitt zur Hand, so konnte das Unternehmen Unterkleid starten.


Zunächst musste ich den Hemdchenschnitt verlängern. Dazu machte ich einen großen Schritt und maß diesen in der Höhe des Knies. Diese Zahl teilte ich durch vier und wusste so auf welche Breite ich in der Schnittverlängerung hinsteuern sollte.



Vorder- und Rückenteil waren an den Seitennähten schnell geschlossen, danach gab es die erste Anprobe und ich konnte die Seitennaht noch etwas anpassen. Als Maß galt mir hier kein theoretisches sondern mein Körpergefühl, ich wollte hineinpassen, das Unterkleid also gut an- und ausziehen können, aber nicht darin schwimmen. Das ist mir ganz gut gelungen.


Für den Ausschnitt hatte ich mir einen Streifen Stoff von 4 cm Breite gerichtet und mit der Overlock "angetackert",


den Überstand nach innen geschlagen, zunächst festgesteckt (wobei mir die Overlocknaht als Breitenmaß diente), vorsichtig angebügelt und dann auf der Innenseite den restlichen Stoff noch einmal umgeschlagen und genäht. So habe ich eine saubere Kante.


Das Verfahren ist fast so wie ich es bei Shirts nähe, dort wird der Stoffstreifen allerdings nur einfach um die Ovinaht drumrum geschlagen und nach dem Feststeppen schneide ich den Überstand ab. Das ging hier nicht so elegant; im Unterschied zu Jersey franselt dieser Stoff nämlich aus.



Eine kleine Quernaht in der Mitte des Einfassbandes ergibt einen schönen Ausschnitt.


Die rückwärtige Einfassung und die Träger sind genauso genäht, durch die Schritt-für-Schritt-Vorgehensweise mit stecken, bügeln, wieder stecken und wieder bügeln haben selbst die Träger gut geklappt und sind mir beim Nähen nicht verrutscht. Im Nachhinein kam mir dann die Idee, dass der Schrägbandformer mir hier vielleicht ganz gut zu Diensten hätte sein können.


Trägerlänge bestimmen und  am Rückenteil festnähen waren zum Schluss dann schnell erledigt, so dass ich das Unterkleid jetzt nur noch säumen muss. 
Der Stoff glänzt im wirklichen Leben nicht so künstlich, das ist eine Auswirkung heftigster Beleuchtung für das Foto.


Wahrscheinlich entscheide ich mich für knielang und Rollsaum.
Und bügeln - ganz wichtig - bügeln sollte ich das Teil auch mal. Denn schlicht heißt nicht zwangsläufig "verkrumpelt".

Wieviele erste Nähte beim diesjährigen WKSA gemacht sind und wie groß die allgemeine Nählust ist, schaue ich hier auf dem MMM-Blog. Danke für die Organisation.

Kommentare:

  1. Mit dem Untendrunter zu beginnen ist auch eine schöne Idee. Rollsaum ist sehr gut, ich hatte bei einem
    Unterkleid den Saum umgeschlagen und das drückt sich bei dünnen Kleidern durch.
    Viele Grüße
    Sylvia

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  2. Das sieht schon sehr professionell aus. Da muss das Kleid ja einfach gut sitzen, drüber.
    Grüße Alexandra

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