Mittwoch, 3. September 2014

Pferdepark



Für ein Mittelalterfest nähte ich zusammen mit meiner Freundin Steckenpferde. Den Schnitt von Farbenmix hatte ich schon vor langer Zeit gekauft, ursprünglich sollte er mir als Vorlage für einen Stecken-Dinosaurier dienen, ein Geburtstagsgeschenk für einen der kleinen Neffen. Bei ihm war die Dinozeit jedoch schneller um als ich nähen konnte und der Schnitt blieb ungenutzt hier liegen.




Wir haben gleich mehrere Pferde genäht und brauchten dafür auch mehrere Sonntagnachmittage. Während meine Freundin nach und nach die Stoffteile zuschnitt, nähte ich die Teile bereits zusammen.
Schon nach kurzer Zeit waren wir ein gut eingespieltes Team und jede von uns hatte ihr "Spezialgebiet", so bin ich mittlerweile Profi im Pferdehaareannähen und meine Freundin im Stopfen von Tierköpfen.



Insgesamt waren es vergnügliche Stunden mit nähen, erzählen, beratschlagen, Kaffe trinken, Probleme sehen, Probleme lösen, lachen und fast von selbst - so nebenbei - wuchs die Schar der Steckenpferde.



In einigen Details sind wir von der Farbenmix-Vorlage abgewichen. Als Pferdehaar nahmen wir z. B. Wolle: einen Teil neu gekaufte und einen Teil die aufgeribbelte eines Uraltpullovers aus den 80ern, den ich nie zu Ende strickte. (Ich war nicht so schnell wie die Mode der übergroßen Oberteile dann doch zu Ende ging und letzlich war er mir auch noch zu rustikal, grob im Erscheinungsbild und kratzig auf der Haut.  - War damals ein "Brigitte"-Angebot als Fertig-Paket bestellt mit Anleitung und Nadeln und sah auf den Fotos bei weitem besser aus.) Für diesen Zweck war die Wolle jetzt allerdings genau richtig in Farbe und Dicke und durch das lange Liegen als halbfertiger Pullover ist die Wolle wunderbar gelockt.


Darüber wie wir den Holzstiel ins Pferd stecken und wie er Halt finden könnte, haben wir länger gegrübelt. Die Farbenmix-Lösung verwarfen wir gleich, wir wollten den Holzstab als solchen sehen und nicht mit Stoff ummanteln. Schließlich entschieden wir uns für einen Besenstiel an dessen eine Ende wir - d. h. der Mann für's Leben - ein Loch bohrten und einen Querriegel steckten. So hat der Stiel guten Halt im Innern des Pferdekopfes.
Die Stoffenden haben wir zunächst notdürftig um den Stiel geklebt, anschließend herzhaft mit Paketschnur umwickelt und diese wiederum mit Leim fixiert. Eine sehr klebrige Angelegenheit das Ganze und in der Schlussphase mehr Basteln als Nähen. Rustikale Lösung - aber so sollte es auch sein. Mittelalterlich eben.





Recht mittelalterlich wirken auch die Halterung der Zügel und die Zügel selbst, ein rustikales dickes Seil.




Meine Hose sah nach dem letzten Nähnachmittag auch entsprechend rustikal aus, viel Kleber, der zum Glück "unsichtbar" abtrocknete aber noch mehr Glück, sich auch gut wieder auswaschen ließ.




Kommentare:

  1. Mein Kompliment!
    Eine tolle kreative Arbeit,
    viele Grüße
    Marianne

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  2. Anonym4.9.14

    Eure Pferde sind super! Vor allem gucken die so fröhlich.

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  3. Sehr schön sind sie geworden eure Pferdchen.

    LG
    Miliane

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  4. Hach, die sind ja allerliebst geworden. Toll gemacht.
    LG Ursula

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