Dienstag, 31. Dezember 2013

Neujahrsgruß


In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gutes, ein gesundes Neues Jahr.

Samstag, 28. Dezember 2013

Jodelrot!

Als ich in einem der letzten Biwaks während des "Der Berg ruft"-Knit-Alongs hängen geblieben war, hatte ich ausreichend Gelegenheit, mich in aller Ausführlichkeit mit anderen Strickobjekten zu befassen.  Unbedingt notwendig für's Weitermarschieren waren damals die "Zwischendurch"-Socken, dicht gefolgt von zwei Paar Herrensocken in Größe 44 - Geschenke ohne Anlass und durchaus aufschiebbar. Neben einem gehäkelten Geschenk nicht zu vergessen die Bergahoi-Socken in Jodelrot, die Mahnung in knallrot ist nun endlich fertig, die Fäden sind verwahrt.



Das Muster ist das des Jäckchens, umgerechnet und angepasst auf Sockenmaß 60 Maschen:





Schwierig gestaltete sich das Fotografieren. Zu dunkel das Licht oder kein Modell, das die Socken bereitwillig vorführt oder keine H.u.H.-Fotografin oder anderes im Sinn oder oder oder ...



Und überhaupt lässt sich ROT so was von widerwillig fotografieren - könnte bei mir in die Lehre gegangen sein.
Heute morgen gab es nun kein Entrinnen: Wetter duster, ich allein mit Foto und Socken - beste Voraussetzungen also für ziemlich beste Bilder!!


Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsgruß


"Als ich mich selbst zu lieben began, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen ist.
Heute weiß ich: das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus.
Heute weiß ich: das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich: das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemand beleidigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken, obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif war und der Mensch nicht bereit, und auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich: Das nennt man RESPEKT

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der  Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag, und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann. Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST LEBEN !"

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Ich wünsche euch allen FROHE WEIHNACHTEN.

Samstag, 21. Dezember 2013

Mohair



Morgens steht sie um 5 Uhr auf, radelt gegen 6 bei Wind und Wetter zum Bahnhof und fährt eine Stunde mit der Bahn zur Arbeitsstelle.
Fünf Tage in der Woche ...
für ein Praktikum
unabdingbar
ein Studentenleben
meine frühere Nachbarin



ein wärmender Gruß
kuscheliges warmes anschmiegsames Mohairgarn



Nadeln Nr. 4

schnell gestrickt - einfaches Lochmuster:
1. Reihe rechte Maschen
Rückreihe linke Maschen
3. Reihe 1 Umschlag 2 Maschen rechts zusammen
Rückreihe linke Maschen
5. Reihe rechte Maschen
Rückreihe: rechte Maschen
an beiden Seiten in den Hinreihen je 1 Masche zunehmen, zusätzlich noch in der krausen Rückreihe


kein Baktus - aber ansteckend allemal

Freitag, 20. Dezember 2013

Aufgeschoben... ist nicht aufgehoben

Nachdem meine Begeisterung für's Nähen eines Weihnachtskleides nun einer gewissen Ernüchterungsphase gewichen ist, stelle ich zwar fest: Das Kleid wird schön - aber keinesfalls fertig bis übermorgen. Es wird also ein richtiges Weihnachtskleid, denn ich habe vor, es in den besinnlichen Stunden im Kreise meiner Lieben fertig zu nähen. An den Weihnachtstagen, die jede/r von uns traditionell damit verbringt, wozu er/sie Lust hat. Ich habe so schon ganze Weihnachten im Bett verlesen. Aber auch an der Maschine vernäht. Laut mit Musik und entspannendem Mitgeträller.
Ich bin ziemlich gut im Interpretieren der Stoffstücke, so dass ich weiß, wie aus ihnen auch ohne Anleitung ein Kleid werden kann und habe es probehalber einmal fix und fertig zusammengsteckt. Um festzustellen, dass ich als einzige Korrektur die Taillennaht nochmals trennen muss um das Oberteil um 2 cm zu verkürzen, dass es aber ansonsten jetzt schon mit Stecknadeln gut sitzt. Und tatsächlich gut aussieht. Zuletzt hatte ich ja tagellang mit dem Stoff gehadert, empfand ihn als zu viel kariert und konnte mir nicht vorstellen, das Ding jemals anzuziehen. Jetzt kann ich es. Es wird schön. Meine Nachbarin überzeugte mich ob meiner nähhinderlichen Zweifel, dass Stoff, Schnitt und ich recht gut zueinander passen.
Ich nähe weiter, ich trenne weiter, ich denke weiter - aber ich steige heute ganz offiziell aus dem Weihnachtskleid-Sewalong aus. Die Zeit ist zu knapp und es ist zuviel anderes. Und da es für heute und morgen mit den Nähmöglichkeiten im 10-Minuten-Takt so weiter zu gehen scheint wie in den letzten Tagen, würde ein gewisser Druck fertig werden zu müssen ungemein zunehmen. Das nimmt dem Nähen die Freude und wäre schade.
Nicht alles gelingt, was man sich vornimmt. Sei's drum.
Ich freue mich auf die Präsentation aller schönen Weihnachtskleider am Sonntag und zeige meines, wenn es fertig ist.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Novemberlaub




gestern trug ich zum ersten mal mein neues Tuch, das sehr lange im Strickkorb unverwahrter Dinge vor sich hinlümmelte. In seinen Farben erinnert es mich an Novemberlaub mit den warmen Schattierungen unterschiedlicher Braun- bis hin zu Schwarztönen. Ein leichter Gruß von Oktobergold findet sich dazwischen. Spätherbstlich, novemberlich, kuschelig wärmend. Auch im Dezember.



Passt nicht ganz zum gestreiften Shirt, doch mit Jacke drüber fiel das nicht auf. Heute kümmere ich mich um ein passenderes Outfit. Gestern war schnelles Foto auf dem Sprung zum Einkauf, heute mit mehr Zeit fehlt allerdings die Frau hinter der Kamera. Dafür beehrt der Bundespräsident unser Schwarzwaldstädtchen. Überall Sicherheitsdienst, kaum Parkplätze. Wie gut, dass ich gut und schnell zu Fuß bin.
Die Schneeflöckchen schweben zu Frau Nadelschnegge, der Nummer 10 in der Kommentarfolge. Kannst du mir bitte deine Adresse schicken?


Sonntag, 15. Dezember 2013

WKSA - 5. Teil, zwischen Umzug und Nachbarschaftshilfe

15.12.2013 WKSA Teil 5:
Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider



Die Meckertante habe ich in die Ecke gestellt, die Zornesbalken entsorgt und den Frust nach Hause geschickt. Diese Woche fand mit meiner nähunerschrockenen aber höchst -unerfahrenen Nachbarin zwecks fröhlichem Näherfolg ein zweinachmittäglicher Privatkurs im Rocknähen statt. Frau Nachbarin hat sich den schönsten Rock der Saison genäht. Mit meiner Hilfe. Perfekter Sitz, übergenau in der Ausführung - strahlendes Dankeschön. Ich kann also wenn ich will.
Dazu habe ich die Weihnachtsproduktion kleiner Geschenke in eine Ecke verbannt um abrufbereit mitdenkend die nächsten Nähschritte zu erläutern. Parallel dazu setzte ich mich ein ganzkleinwenig mit meinem Kleid auseinander - was ziemlich viel Eindruck hinterließ und mir die Nähte, die sowieso klar waren. (Außerdem: auftrennen geht auch ohne viel Nachdenken.) Das Oberteil habe bis auf die Ärmel beisammen. Sieht schön aus mit dem großen Kragen und dem blumigen Innenleben, das später nur ich sehen werde. Dann wenn das Kleid auf dem Bügel hängt. Das rückwärtige Rockteil ist eingenäht und ich weiß, wie ich die mysteriösen Vorderteile aneinandersetze und dass ich einen Reißverschluss in die Seitennaht einnähen werde und die Knopfleiste nur zur Zierde.
Etwas hinderlich am schnellen Nähen ist sicherlich das Karo. Einigermaßen sollte es wo immer möglich aufgehen. Leicht verrutscht finde ich nämlich ziemlich daneben. Also bemühe ich mich richtig zu denken bevor ich schneide um dann noch richtiger zu stecken und zu nähen.
Der langen Rede kurzer Sinn: ich bin einigermaßen in der Spur, wenn auch weder Saum noch Streber, aber ich denke, das könnte doch noch was werden mit uns. Gerade jetzt, wo ich anfange mich auszusöhnen mit dem Stoff, der Wellen und Falten wirft wie es ihm in den Sinn kommt, er  kann nicht anders, es enstpricht seinem Naturell. Durch Glattbügeln wird jegliches Karo verzogen und so ziehe ich nicht mehr glatt sondern hauche mit dem Bügeleisen nur noch drüber über Falten und Wellen. Offenbar steht er mit Seersuckers in einem verwandtschaftlichen Verhältnis.  Und die - das ist ja allgemein bekannt - sind recht eigenwillig und nicht normzubügeln. Momentan sehe ich dem Ende der Näherei also recht entspannt entgegen.

Das war mein kurzer Bericht zur Lage des diesjährigen Weihnachstskleides. Bilder werde ich nachliefern, denn da wir gedanklich und logistisch mit dem Umzug meiner Tochter beschäftigt sind, genauer gesagt mit dessen Resteverwertung und Säuberung, kam ich heute noch nicht zum Fotografieren.

Hier geht's zum MeMadeMittwochblog, wo sich auch heute wieder die Weihnachtskleid-Näherinnen ihr Stelldichein geben. Danke an Katharina für die Einladung.

Freitag, 13. Dezember 2013

kleine Adventsverlosung



Für ein kleines Häkelprojekt habe ich "Schneeflocken" ausprobiert - in meiner Begeisterung mal wieder viel zu viele. Durch meine Freundin rieselte im letzten Winter die erste als schmückendes Beiwerk auf einem Geschenk ins Haus und ich war sehr angetan davon. Lange habe ich mir vorgenommen sie nachzuhäkeln, will sie selbst teilweise als Geschenkanhänger verwenden, kann sie mir aber auch gut als Schmuck am Fenster oder Weihnachtsbaum vorstellen.




Wer immer dies Überzähligen gerne haben möchte hinterlässt bitte einen Kommentar bis einschließlich Sonntag (3. Advent). Die Kommentare sind immer noch ganz ohne Spam und so bleibt die Funktion auch weiterhin so eingeschaltet, dass auch nichtbloggende oder -angemeldete Leser_innen kommentieren können. Viel Glück.
Ich wünsche euch einen besinnlichen 3. Advent und grüße herzlich.


Mittwoch, 11. Dezember 2013

schwarz-weiß kariert

In unmittelbarem Anschluss an mein virtuelles Nähkränzchen mit Frau Küstensocke habe ich mir gleich noch zwei weitere Röcke genäht. Einer davon ist schon länger fertig und wird eifrig ausgeführt - dem andern fehlt noch der Bund.







Dieser karierte Rock war eine wirkliche Herausforderung. Ich hatte vor Urzeiten einmal aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen 60 cm dieses Stoffes gekauft, die in den Tiefen des Stoffberges vergraben lagen - allerdings keineswegs vergessen. Nun galt es aus diesem vergleichsweise kleinen Stück Stoff einen Rock zuzuschneiden. Mit einigen Kompromissen war dies durchaus möglich:

- ich habe die weite eingehalten, ihn also weniger ausgestellt als sein Vorgängermodell
- er ist etwas kürzer, was kaum auffällt und
- ich musste am Bund stückeln. Glücklicherweise gelang mir dies im Bereich der Seitennaht, so dass es jetzt tatsächlich aussieht, als müsste das so sein.  Die Seite sieht aus wie durchgenäht.
Ansonsten wie gehabt: Schnitt kwiksew und gefüttert aber ohne Jacke ist es trotzdem kalt:




Ein klein bisschen ratlos bin ich allerdings, was ich dazu kombinieren könnte. Schwarz und grau sind auf Dauer doch recht fad, selbst der rote Gürtel als Akzent reißt das nicht raus und überzeugt mich nicht. Meine Frage an die MeMade-Expertinnen: was kleidet zu schwarz-weiß-kariert?

Heute mache ich mal wieder mit beim MeMadeMittwoch. Wir treffen uns hierzu auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Danke an Catherine für die Einladung.

Dienstag, 10. Dezember 2013

manche mögen's lila



Mit diesen Topflappen wollte ich Farbe in die Küche einer lieben Blogfreundin bringen. Sie ist bekennender Lila-Fan und wird sich freuen, dass ich meinem eigenen Farbempfinden entgegen gehäkelt habe. Lilatöne sind nunmal überhaupt nicht mein Ding. (Die Farbe vermag allerdings selbst Skeptiker in ihrem satten Ton davon überzeugen richtig zugegriffen zu haben.)

Zusammen mit einigen regionalen Köstlichkeiten und zwei selbstgesiedeten Seifenstücken - wie so gerne: reich an pflegenden Ölen aber ohne Duftzusatz - habe ich ein kleines, liebevolles Geburtstagspäckchen gepackt und auf den Weg gebracht. Ich fürchte allerdings, die Post hat sich mehr Zeit gelassen als von mir zugedacht.

Im noch bloglosen Zeitalter vor vielen, vielen Jahren hatte ich von einer Freundin genau solch ein Paar Topflappen in "meinen Farben" geschenkt bekommen, das heute noch im Dauer-Einsatz ist und dessen Durchhaltevermögen mich immer wieder in Erstaunen versetzt. Damals ließ ich mir das Muster erklären und habe seither vielmals diese Art Topflappen gehäkelt und verschenkt.
Wer nicht weiß, wie's geht, aber auch gerne zur Nadel greifen möchte, schaut hier auf der Seite der Landlust.

Noch kurz ein Wort zur 2. Adventsverlosung: Nach dem bewährten Verlauf vom letzten mal, hieß das Spiel heute: 1 aus 34. Ausgerufen wurde die Nummer 28, das heißt, die Äpfelchen werden den Adventskranz von Smila schmücken, einer Nichtbloggerin, die sich, wie so manche andere, eine Filzanleitung wünscht. 

Sonntag, 8. Dezember 2013

WKSA - 4. Teil, Frust macht sich breit!

8.12.2013 WKSA Teil 4:
Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

Uahh!!!



Den Schnitt habe ich kopiert und verkleinert. Macht keinen schlechten Eindruck
Die Anleitung ist gescannt und vergrößert. Erleichtert ungemein das Lesen. Die Hände bleiben frei, ich brauche keine Lupe mehr. Soweit die gute Nachricht. .
Bevor ich anfing zu nähen versuchte ich die fast schon philosophisch anmutende Anleitung zu interpretieren. "Nimm dir Zeit mich zu verstehen" flüstert sie mir auch jetzt noch immer zu. Und "Eile mit Weile".
Es handelt sich genau genommen um den frühen Vorläufer der heute gängigen Explosionszeichnungen - ausgestattet mit schwunghaften Bögen und Details, die keiner versteht und vielleicht auch nicht wissen will. Oder kann. Zum Beispiel wo sie hingehören. Das mir Wichtigerscheinende kann ich dagegen nicht finden.
Aber warten wir's ab, vielleicht ergibt sich das mir Wichtigerscheinende ja von ganz allein. Muss nur genügend philosophieren.

Ich interpretiere diese Bebilderung zur Entstehung eines Knallbonbons als Anleitung zu einem paspelierten Knopfloch oder einem paspelierten Schlitz. Möglicherweise ergibt sich noch, wohin dieser Aufwand zielt.

 
Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, dass es mir Wurscht ist, was die Anleitung von mir zu verstehen verlangt - ich werde der Nase nach nähen. Nach meiner Logik und nach meinem Verständnis vom Entstehen eines Kleides.

Denn als wäre es nicht schon genug, dass ich mich mit der Anleitung herumschlagen muss, zu allem Überfluss meckert mich auch noch der Stoff an. Wie ich ihn auch immer bügle, er verzieht sein Gesicht und ist mit nichts einverstanden. Das macht das Auflegen des Schnittes nicht gerade leicht, reizt meine Nerven und geht folgendermaßen:
- Stoff in Abschnitten bügeln und
- karogenau aufeinander legen
- Schnitt auflegen,
- versuchen zu stecken ohne das Karo zu verrutschen - fast aussichtslos!
- Zuschneiden
- Wundern, dass das Stoffteil wenig mit dem Schnittmuster zu tun hat
- Korrigieren des Stoffteils
- Wundern ... 
- usw. - usw. - usw.
Ich habe genügend Stoff für noch den ein oder anderen Versuch, hab ich aber auch genügend Nerven?

Ein Bild wie es auf dem Schneidertisch aussieht, weigere ich mich einzustellen, ich glaube auch nicht, dass das wirklich jemand sehen will. All die Frusthäufchen, die da rumliegen. Noch kein Tränensee aber einige Zornesbalken.

Fazit: im Südwesten nichts neues. Oder vielleicht schon bald ganz was neues. Mir schwebt da ein einfaches wollenes schlichtes warmes unprätentiös-schickes Kleid vor, von dem ich mir vorstellen kann, dass es das diesjährige Ersatz-Weihnachtskleid werden könnte, ohne viel Nervenaufwand, bekannt, da schon mal genäht. Ich muss nur noch Stoff kaufen. Dann switch ich um:



Und falls es dazu nicht kommt, tröste ich mich mit meinen anderen Kleidern, ziehe ich notfalls ein schon getragenes an und verlebe die restliche Adventszeit recht entspannt.
Zu meiner Erbauung und Inspiration entspanne ich mich jetzt eine Runde auf dem MMM-Blog und schaue mir all die schönen (halb)fertigen Weihnachtskleider an. Danke an Katharina für die Organisation.

Freitag, 6. Dezember 2013

kleine Adventsverlosung

Meine Filztestserie hat mir eine große Apfelernte beschert.



Unmöglich sie alle zu verwerten - selbst wenn ich etliche verschenke, bleiben noch einige übrig.
Was liegt also näher, als nochmal eine kleine Adventsverlosung zu starten?




Wer immer sie gerne haben möchte hinterlässt bitte einen Kommentar bis einschließlich Sonntag (2. Advent). Die Kommentarfunktion ist immer noch so eingeschaltet, dass auch nichtbloggende oder -angemeldete Leser_innen kommentieren können. Viel Glück.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Bischofsmütze oder Sahnehäubchen?

Ich zeige euch heute wie ich die Spitze als Abschluss der kleinen Säckchen genäht habe. Das ist denkbar einfach und wahrscheinlich werdet ihr euch wundern, wie leicht das geht.

Vorher aber noch zur Auslosung: Nach dem Schnell-Schnell-Verfahren "Sag mal eine Zahl zwischen 1 und 27" wurde von absolut uninteressierter Seite die Nummer 15 ausgerufen. Null Ahnung von blog und null Ahnung von Verlosung waren hierbei die neutralsten Ausgangsbedingungen.
Jetzt nur noch schauen, wer sich hinter dieser Zahl versteckt: liebe Frau Hannelore, ich gratuliere dir sehr herzlich zu den kleinen "duftigen" Adventsbeutelchen und brauche deine Adresse, damit ich die Post absenden kann.

Sodele, und nun zum arbeitsamen Teil - es geht um diese Spitze:



Dafür habe ich nochmals einen kleinen Stoffbeutel genäht, dieses mal in weiß mit Spitzenborte. Es wird ein Lavendelsäckchen mit Aufhänger für den Kleiderbügel.




Ich nehme für Beutel in der Regel Stoffstreifen mit den Bruttomaßen - also incl. NZ - von 9-12 cm in der Breite und 28 - 35 cm in der Länge. Sollten eure Stoffreste das in der Länge nicht hergeben, könnt ihr auch stückeln. Wichtig ist, dass ihr die Verbindungsnaht am Boden habt, auf alle Fälle also zwei Seitennähte.




Meinen Streifen habe ich erst quer zur Hälfte gelegt und gebügelt (könnt ihr den Bügelknick sehen?),


 
dann eine Seite beschmückt


und danach der Länge nach rechts auf rechts gelegt, wieder gebügelt und die beiden kurzen Seitenränder abgesteppt. Die Nahtzugaben an der Stoffbruchkantenseite leicht schräg abschneiden - das gibt unsere Spitze





Jetzt wird das Teil gewendet und die beiden Ecken schön ausgeformt. Die längliche Bügelbruchlinie ist hilfreich als Anstoßlinie unserer Spitze. Also gerne herzhaft über das ganze Stoffstück bügeln.



Die abgesteppten Seitenteile lege ich nun so hin, dass die Naht der Spitze mittig ist - ich orientiere mich da am "Bügelbruch" und stecke sie fest. Dabei wird der Stoff wieder auseinander gefaltet, er liegt also nicht mehr doppelt. Erneutes bügeln.



Nun nur noch den Stoffstreifen rechts auf rechts legen - die beiden Spitzen liegen aufeinander - und die Seitennähte steppen. Damit die Spitze ein Stück weit mitgefasst wird und sich nicht nach außen stülpt nach dem Wenden, steppe ich in 1,5 cm Breite und schneide die Nahtzugabe anschließend etwas zurück.




Jetzt das ganze wenden, bügeln und füllen. Für diesen Beutel habe ich wie gesagt eine Lavendelfüllung vorgesehen.



Danach abbinden. Meine Kordel besteht aus Catania und Luftmaschen. Zum Aufhängen an einem Kleiderbügel habe ich eine kleine Schlaufe mit eingehäkelt (sie ist auf der Rückseite und nicht zu sehen).






Zieht man beim Abbinden  einfach irgendwie die Kordel zusammen, dann verschiebt sich das Häubchen nur allzu gerne. Ich mache es so: ziehe einerseits die Kordel zu, spanne aber andererseits die Seiten etwas auseinander.  Beides gleichzeitig. So bleibt die Spitze schön in Form.

Das ist alles. Wie so oft ganz einfach, wenn man weiß wie. Viel Vergnügen damit.
zu guter Letzt:

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