Mittwoch, 31. Juli 2013

Stricken im Nationalpark

Sogar etwas gestrickt habe ich im Urlaub. Ganz ohne irgendeine handwerkliche Betätigung geht bei mir erstens keine Autofahrt und zweitens erscheint mir der Urlaub so noch entspannender. Gleich sei gebeichtet: ich hatte viel zu viel Wolle mitgenommen. Aber meine Strickbegeisterung gepaart mit der Vorstellung köstlicher Strickgelegenheiten ließen mich leichtsinnig werden. Noch ein Knäuel und noch ein Knäuel wanderte in die Stricktasche. Denn: im Auto trägt man nicht schwer daran.



War die Tochter für längere Zeit im Unterholz des Waldes mit ihrer Kamera verschwunden, holte ich dann - wohlwissend, dass langes untätiges Warten mit annervt - völlig entspannt mein Strickzeug aus der Tasche und nadelte ein paar Runden. Meist suchte ich mir ein Plätzchen zum Sitzen: einen Baumstumpf oder großen Feldstein. Manchmal fand sich eine Bank. Oder ich lehnte mich an einen dicken Baumstamm und strickte im Stehen. Für die vorbeimarschierenden Wanderer war das sicher ein ungewöhnlicher Anblick und in manchem Gesicht las ich die Frage: was macht die denn da? Kommt die jetzt zum Stricken in den Wald?



Ich hatte mir zwei Projekte mitgenommen. Zum einen den "Feldbergschal" und dann noch Wolle für ein Umschlagtuch. Die Autofahrt nach Rügen war so lang, da hätte das Feldbergtuch schon auf der Hinfahrt fertig werden sollen. Aber wie stricke ich hinterm Steuer? Da hatte ich wohl gedanklich was durcheinander gebracht. Und so zog es sich, das Feldbergtuch, und ich legte es mal eben kurz zur Seite, die neue Wolle verlockte mich zu sehr. Für kühle Spätsommerabendstunden wollte ich nämlich ein sommerlich rotes Umschlagtuch. Dieses hier:



Und musste feststellen: ich hatte die Anleitung zu Hause vergessen! Und ich hatte es nicht rechtzeitig bemerkt!


War aber nicht weiter schlimm. Da ich das Muster schon mal als als Tuch und ähnlich als Sockenmuster gestrickt hatte, war es mir noch so in etwa im Gedächtnis. Nach ein bisschen rumprobieren war ich soweit, dass ich tatsächlich losnadeln konnte.



Daheim musste ich dann feststellen, dass ich mich tatsächlich nur "so in etwa" erinnert habe, das rote weicht nämlich sowohl in der Abnahme der Maschen als auch in der Umsetzung am Rand etwas ab. Aber was soll's. Immer noch besser freies-Gedächtnisstricken als gar nicht stricken. Ich hatte mir ja nicht zur Vorgabe gemacht, das Tuch exakt zu wiederholen..

Samstag, 27. Juli 2013

Eine Woche voller Rügen

"Dieser Urlaub war der schönste überhaupt", schwärmt meine Freundin nach jedem Urlaub. Sie fühle sich soo erholt. Vielleicht liegt es daran, dass immer der letzte Urlaub bestens in Erinnerung ist, sie belebt, die Eindrücke intensiv sind, der Erholungswert hoch und sie sich an die Erholung vergangener Urläube nicht mehr recht erinnern kann.

Wie dem auch sei - ich wandle ihren Satz einmal ab und behaupte: Dieser Urlaub war einer der schönsten.
Erholung sieht zwar anders aus, die findet im Anschluss zu Hause statt, aber wir nutzten die Zeit, um mit viel Muße viel zu sehen. Schließlich wollten wir Ruhe, Natur und Nationalpark. Dank der vielen Naturfotografen-Freunde meiner Tochter waren wir bestens mit Insider-Tips versorgt, konnten so manche Touristenfalle umgehen und hatten ein ansprechendes Alternativprogramm. Wir wussten, wo es die besten Fischbrötchen ("goldenes Fischbrötchen") gibt, wo den besten Kaffee, die idyllischsten Örtchen, wenig begangene Wege im Buchenwald, wo die 101 Gespensterchen leben und welcher Stadtbesuch sich lohnt. Schließlich waren wir hauptsächlich auf der Suche nach dem "morbiden Charme" der Seebäder.



Schon mit der Ferienwohnung hatten wir großes Glück. Direkt am Nationalpark Jasmund gelegen, keine fünf Gehminuten von den Kreidefelsen und winzig klein: Schlafzimmerchen, Küche, Dusche, kleines Wohnzimmer und ein schöner Terrassenplatz. Die Ausstattung war annehmlich und wohl durchdacht, auch in der Küche fehlte nichts. Als Wilkommensgruß standen sowohl auf dem Küchentisch als auch auf dem Wohnzimmertischchen eine Rose, auf jedem Bett lag eine Schokoherzchen mit einem gebastelten (Schoko)mäuschen, in der Küche Sekt mit Gläsern und neben einem Willkommensgruß der geschriebene Hinweis: Kuchen ist im Kühlschrank. Einmal die Woche bekommt dort jeder Gast Frühstücksbrötchen und frisch gekochte Eier an die Tür gebracht - am Dienstag waren wir dran. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Auch wenn wir vergleichsweise wenig in unserem Domizil waren, es eher wie ein Basislager nutzten, schätzten wir doch dieses friedlich-aufmerksame Heim auf Zeit.



Während andere Urlauber vielleicht lieber Türmchen bauten, hörten wir lange den Rotbauchunken in einem See des Nationalparks bei ihrem traurig anmutenden Gesang zu oder einer Nachtigall, die in einem Busch dicht vor unseren Augen sang, wanderten oftmals weitab vom Menschentrubel durch die Stille und genossen die weite Sicht aufs Meer. Wir schauten beim Fischeräuchern zu und probierten immer neue Sanddornprodukte. Am letzten Tag kaufte ich uns - als Reiseandenken - zwei Sanddornsträucher und in meinem Garten gibt es nun das "Rügener Eck".



Natürlich wollte ich - touristisch hin oder her - Seebäder sehen! Die Seebrücke von Sellin und die Leuchttürme von Arkona! Ich stellte mir zu Hause schon vor, endlich einmal entspannt in einem Strandkorb sitzen zu dürfen und wir wollten beide auch unbedingt nach Hiddensee, dem magischen Klang dieses Namens folgend. All das haben wir auch gemacht. Im Nachhinein würden wir die Zeit teilweise anders nutzen, denn eindrücklich in Erinnerung bleibt uns hauptsächlich anderes. Proras KdF-Bad zum Beispiel. Aber das weiß man alles erst hinterher. Zu entdecken hätte es noch vieles gegeben. Schade war es uns zum Beispiel um den Baumwipfelpfad in Prora. Der hatte leider noch nicht geöffnet.



Am letzten Abend, am Ziel unseres letzten Spazierganges, fanden wir am Strand neben dem kleinen Wasserfall nicht nur das Steintürmchen sondern auch diesen Gruß, mit Kreide der Kreidefelsen geschrieben, von unbekannter Urlauberhand:




Fotos: alle Rechte bei Magdalena Schaaf.
Noch mehr Rügen-Bilder gibt es zur Zeit auf ihrem Blog: www.am-Wegesrand.de 

Donnerstag, 25. Juli 2013

vegetarisch am Donnerstag

zum Beispiel: (Frühlings)spinat mit Tomaten und Pinienkernen


Tomaten: brühen, häuten, Kerne entfernen und Fruchtfleisch in Würfelchen schneiden
Zwiebel: hacken
Knoblauch: pressen
Parmesan: reiben
Zitrone: Schale dünn abreiben
Pinienkerne: anrösten
Spinat: waschen und (trocken)schleudern

Zwiebelwürfel und Knoblauch glasig dünsten, Spinat zugeben und dünsten, würzen mit Salz und Pfeffer.
Etwas abkühlen lassen. Dann den Spinat ausdrücken, mit Tomatenwürfeln und Pinienkernen mischen, in eine Auflaufform füllen.

Aus Butter, etwas Mehl und Milch eine Bechamel köcheln, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, Zitronenschale und die Hälfte Parmesan einrühren, gleichmäßig über den Spinat geben und restlichen Käse darüber verteilen. Im Backofen kurz überbacken.
Dazu: Reis, Backofenkartoffeln, Polenta, Kartoffelgratin oder Brot, wem's noch nicht reicht an Grün: Salat.

Sonntag, 21. Juli 2013

Sommerhose

Als meine Tochter sich für diesen Stoff entschied, konnte ich wie so oft wenig damit anfangen. Entsprechend skeptisch äußerte ich mich damals auch.



Aber auch wie so oft, lag sie mit ihrer Wahl durchaus richtig - und mittlerweile freue mich jedesmal, weil sie die Hose gerne trägt. Mit den Segelbooten und den Palmen wirkt sie sehr sommerlich, und es stellt sich angesichts des Musters schnell ein Urlaubsgefühl ein.



Genäht habe ich sie auf ihren Wunsch hin nach der Vorlage einer gut sitzenden, gekauften und inzwischen  in die Jahre gekommenen Sommerhose. Sie besitzt neben Knopf und Reißverschluss auch noch einen auf den Bund genähten Tunnelzug  für Kordel oder Bendel.


Mittwoch, 17. Juli 2013

Eine Woche voller Rügen

die Leuchttürme von Arkona

In Arkona bewunderten wir nicht nur die drei Leuchttürme sondern spazierten auch bis zum nördlichsten Punkt der Insel. Den Rückweg zum Parkplatz beschlossen wir über das kleine (museale) Fischerdörfchen Vitt zu nehmen, das uns mehrfach empfohlen war und sich als malerischer winzigkleiner Ort mit reetgedeckten Fischerhäuschen erwies (und voll mit Touristen, um ehrlich zu sein!). Auf dem Weg dahin beschauten wir uns die achteckige Kapelle, die - wie auch der kleinere der Leuchttürme von Arkona - nach Vorlagen von Karl Friedrich Schinkel gebaut wurde.





 

Hiddensee

Einen Tag Hiddensee hatten wir fest eingeplant. Es sollte ein Tag werden inmitten der Touristenströme, die wir bisher ja erfolgreich umgangen waren: ein riesiger Parkplatz mit Platzanweisung empfing uns in Schaprode, dann eine brechend volle Fähre - eigentlich hätte uns das schon Warnung genug sein sollen. Wir schipperten bis nach Kloster im Norden der Insel - ein Großteil der Mitreisenden war schon an der ersten Anlegestelle in Vitte ausgestiegen.
Hiddensee ist für den Autoverkehr gesperrt. Man kann die Insel zu Fuß erwandern, sich ein Rad ausleihen oder mit der Pferdekutsche eine Rundfahrt machen. Wir beschlossen zu Fuß zu gehen. Ruhig. Entspannt.



Es war dann allerdings weder ruhig noch entspannt. Auf dem Weg zum Leuchtturm mussten wir wilden Radlern ausweichen, offensichtlich unsicheren Gelegenheitsfahrern, die lieber zur Seite springende Wanderer in Kauf nahmen, als abzusteigen um das Rad zu schieben. Die Leihgebühr muss sich ja auch bezahlt machen!  Und offenbar lässt sich nur mit hektisch erscheinendem Hin- und Hergeradle von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten die Insel erfassen! Alles was in Reiseführern jemals geschrieben stand, muss mitgenommen werden. Hinweisschilder - kein Radweg - galten vielen wie nicht geschrieben. Abgesperrte Wege ebenfalls.
Aber auch über die Wanderer lässt sich manches klagen: Renaturierungsanlagen müssen übertrampelt werden, weil man ja nur so das optimale Foto vom Leuchtturm machen kann (nämlich das im Reiseführer abgebildete mit der krummen Kiefer davor). Bodenbrüter? Egal! Eigene Ideen für ein Foto? Zu viel verlangt. Manche Dame haben wir beim Blumenpflücken ertappt, da hilft auch das Verstecken der seltenen Pflanzen in mitgebrachten Tüten nichts - ein no-goe in einem Naturschutzgebiet.
Wohin hatte ich mich da verirrt?
Da Massenströme gerne auf ausgetretenen Pfaden wandeln, schlugen wir den beschwerlicheren ein und stiegen auf Treppenstufen hinab zum Meer, wanderten der Küste entlang am tosenden Ufer mit brüllendem Wind, heftigstem Wellengang - aber auf weichem Sand - der Sonne ausgeliefert. Mühsam war der Weg nach Kloster zurück, und dabei wollten wir doch noch bis Vitte um von dort die Fähre zurückzunehmen.

Entschleunigen heißt auf neudeutsch das, wofür wir uns letztlich entscheiden: wir bleiben am Ort, trinken einen Kaffee, essen Sanddorntorte, lassen uns von der Sonne bescheinen, beschauen uns ausführlich die Umgebung - z. B. das Gerhart-Hauptmann-Haus -, sitzen am Strand, bewundern die schönen Vorgärten mit der reichen Blumenpracht, kaufen eine Bersteinkette.


Hiddensee war schön - die Beobachtung der touristischen Menschenmasse mit oftmals nicht angepasstem Verhalten an ein Naturschutzgebiet für mich immer wieder irritierend. Dabei ist es doch ganz einfach: wir sind Gäste und haben uns als solche zu benehmen.


Proradies - der (Alp)Traum von Urlaub

 

Wir waren gewarnt - die Meinungen zum KdF-Bad in Prora gingen auseinander. Bruder und Schwägerin sagten: unbedingt ansehen! MeineTante meinte, die Anlage sei ja wohl wegen Hässlichkeit geschlossen, wir sollten gar nicht erst hingehen, es lohne sich nicht. Weit gefehlt. Es lohnte sich - aber anders als alles bisher Gesehene war es schon.

Dieses Bild zeigt einen winzigen Bruchteil der gigantischen Anlage. Um die Dimensionen allein von diesem Teilstück erfassen zu können, habe ich mich ans "Proradies" gestellt. Jedes Fenster bedeutet ein Zweibettzimmer:



Das Seebad spiegelt den Größenwahn der NS-Zeit. 20.000 Urlauber aus dem gesamten Reich sollten hier für jeweils eine Woche gleichzeitig untergebracht werden, der Urlaub - Kraft durch Freude - so effektiv sein wie er sonst nur in drei bis vier Wochen sein kann. Zweibettzimmer mit Seeblick, die Anlage in ihrer Gesamtdimension 4,5 km lang, ein "kleines Dorf", autark. Und mit Hintergedanken: das Bad musste so konzipiert sein, dass es in Kriegszeiten als Lazarett dienen konnte.
Es wurde nie fertig gebaut, nie als Seebad benutzt.  Kein Arbeiter, kein Soldat hat hier während der Nazizeit je Urlaub machen können. Erbaut zur Ruine.





Grund der Massen-Unterbringung war die Unterstellung, der einfache Arbeiter fühle sich in den herkömmlichen Seebädern nicht wohl, wolle lieber unter seinesgleichen bleiben. In meinem Augen eine fette Lüge, reine Propaganda und sofort der Umkehrschluss in meinen Gedanken: die Nazibonzen wollten wohl lieber ohne den Anblick des "gemeinen Volkes" die traumschönen Bäder der Insel genießen.
Es lohnt sich, mit viel Zeit die Anlage zu erkunden und dabei unbedingt auch das Dokumentationszentrum zu besuchen. Hier wird die Geschichte des KdF-Bades aufbereitet, angefangen von ersten Entwürfen der Architektenwettbewerbe bis hin zur späteren Nutzung in der DDR durch die NVA und Überlegungen zur heutigen Nutzung. Gut gelungen in diesem Betonkasten: die Jugendherberge.
Die gesamte Anlage steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Kilometerweit ein wunderschöner Ostseestrand, der von der Bevölkerung als Badestrand benutzt wird. Wir machten einen Strandspaziergang. Viele unserer mitgebrachten Muscheln stammen von hier.




letzte Wanderungen im Jasmund

Und dann war plötzlich der letzte Tag des Rügen-Urlaubs. Den nutzten wir, um nochmals durch die "heimischen" Wälder zu streifen, frische Luft und Bewegung - wir würden wohl lange genug noch im Auto sitzen müssen. So gab es denn einen Vormittagspaziergang und einen Abendspaziergang bis tief in die Nacht. Der Abschied fiel mir schwer, ich hatte die Buchenwälder und Kreidefelsen doch sehr lieb gewonnen.




Leipzig und ein schöner Schlusspunkt 

Wir fuhren wie auch auf dem Hinweg in Etappen. Zwei Tage Leipzig war unser Ziel. Hier besuchten wir unsere Freunde.
Am Anfang der Reise, als klar war wir würden in Berlin Station machen, haderte ich ein wenig, dass ich für Berlin nicht die Zeit finden konnte, um 1. über den türkischen Markt am Maybachufer zu  bummeln (und nach Stoff Ausschau zu halten) und  2.eine Pause in meinem Lieblingskaffee einzuplanen.
Nun entpuppte sich Leipzig als Glücksgriff. Die Idee, von dort aus gemeinsam mit den Freunden einen Ausflug nach Berlin zu machen rundete diesen Urlaub ab. Denn sie kannten weder den Maybachufermarkt noch mein Lieblingscafé.
Klar haben wir gekauft: Mango, Aprikosen, Brotaufstriche, Oliven, Knoblauch, Gewürze, Fladenbrot, Lederbendelchen - und Stoff. Einziger Wermutstropfen: den Stand mit der Vlieseline gibt es offenbar nicht mehr. Hab' ihn jetzt schon zum zweitenmal nicht gefunden. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag. Denn Teil 2 klappte auch noch: Bei Frau Barcomi regenerierten wir uns mit Kaffee und lecker Kuchen.

Fotos: alle Rechte bei Magdalena Schaaf.
Noch mehr Rügen-Bilder gibt es in den nächsten Wochen immer wieder auf ihrem Blog:
www.am-Wegesrand.de 




Samstag, 13. Juli 2013

Tasche mal zwei




Auf einem der letzten Stoffmarktbesuche hatte ich endlich einen Stoff für eine Tasche gefunden, der mir farblich besonders gut gefällt, naja - thematisch geht auch. Und das sogar nach mehr als einem Jahr Lagerung im Bodensatz des Stoffberges.



Als ich in der letzten Woche einen festen Termin zu einer Arbeitsbesprechung hatte, klar war, dass ich Stift, Block, Hefte und evtl. noch Bücher mitzunehmen hatte, entschloss ich mich, endlich mir auch mal eine Tasche zu nähen, in die alles passt und die als Handtaschen-Ersatz akzeptabel war. Außerdem sollte sie fahrradkompatibel sein - also am besten quer über die Schulter zu tragen.



Im Innern gibt es zwei Fächer, ein kleines Beifach und eines mit Reißverschluss. Außerdem die Händi-Abteilung. Die zusätzlichen Platz bietet für ein, zwei Brillenputztücher und in die ich seitlich auch noch einen Stift klemmen kann.



Bei der Händitsche habe ich mich wie beim restlichen Innenleben stark an meiner gekauften Handtasche orientiert. 
Besonders überzeugend finde ich dort das kleine separate Innentäschchen und das fest angenähte Band für Schlüssel. Dieses hat mir schon viel Sucherei erspart - obwohl ich in der Handtasche nicht soooo viel mit mir rumtrage: eben so viel wie nötig - Schlüssel, Geldbeutel, Stift, Papier, Sonnenbrille, Fettstift, Lippenstift, Brillenputztücher, Taschenmesser, ein Tütchen Taschentücher, manchmal eine Wasserflasche ...

Dies ist ein Teil des Innenlebens der gekauften Tasche

und dies meine Version:




Dienstag, 9. Juli 2013

Zeit für Johanniskraut

zum Beispiel für Rotöl



Und so geht's:
Johanniskraut sammeln
Blüten abzupfen
von allerlei Getier befreien: Käfer, Spinnen, Fliegen ...
in ein Glas füllen, leicht andrücken
mit Öl auffüllen
wegen des Gärungsprozesses die ersten 4 bis 5 Tage nur mit einem Mulltuch (oder Papier-Küchentuch) abdecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
danach Deckel drauf, fest verschließen, für 6 bis 8 Wochen in die Sonne stellen.
Danach durch ein Tuch filtrieren.

Samstag, 6. Juli 2013

für die "Basteltanten" unter euch




der Code ist geknackt, der Alltag zurück, die Wäsche im Schrank. Hier kommt die "Bastelanleitung":




 1. Zweierlei bunte Stoffe zuschneiden, ein großes (dunkleres) für Kopf und Körper und ein kleines (helleres) als Teil für die Brustpartie (Schnitt zum Ausdrucken am Ende des Posts).






2. Stoffe aneinander nähen. Zunächst die Seitenkante des kleinen Schnittteils an das große stecken, nähen.



Dann die zweite Seite, die wird von der "Spitze" bis zum "Boden" genäht. Nahtzugabe - eventuell mit einer Zackenschere - zurückschneiden.
Jetzt könnt ihr die Nähmaschine wegräumen, sie wird für diese Eule nicht mehr gebraucht.




3. Stoffteile wenden.
Kräuselfaden dem "Boden" entlang rundum einnähen und dann einfach zunächst hängen lassen, denn vor dem Zusammenziehen steht noch das Ausstopfen.



4. Da der Vogel nicht bis zur "Spitze" ausgestopft werden soll, brauchen wir eine Bremse. Hier dienen uns eine oder zwei Stecknadeln. Sie werden am Übergang des inneren zum äußeren Stoffteil einfach durch den Stoff gesteckt, so als wollten wir zwei Stoffe aufeinander stecken.
Vor dem Stopfen ist es ratsam, die Nahtzugabe unterhalb des Kräuselfadens nach innen zu schlagen, das geht zwar auch beim Zuziehen, aber nicht so elegant.






5. Nach dem Stopfen des Vogels den Kräuselfaden zusammen ziehen - und zwar so, dass die Nahtzugabe innen ist. Scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, ist aber kein Problem wenn sie vorher nach innen geschlagen wurde. (Sonst einfach während des Fadenziehens nach innen klappen.)  Mit einigen Stichen den Faden fixieren.




6. Für den Schnabel lösen wir nun die bremsenden Nadeln. Aber Achtung, dass sich die Stopfwolle nicht nach oben verschiebt, also schön die Form halten. Das Schnabelteil wird umgeschlagen und mit einigen möglichst unsichtbaren Stichen am Körper angenäht.
Dabei kann man dem Kopf noch etwas Form geben und die Öhrchen rechts und links ausformen.



7. Fehlen noch die Bodenplatte mit den Füßchen und die Augen.
Zunächst die Bodenplatte. Hierfür aus (braunem) Filz einen Kreis ausschneiden. Ich nehme als Maß ein 1-Cent-Stück.


Die Füßchen sind zwei Perlen, die Beinchen etwas Schnur oder dickeres Baumwollgarn.
Erstes Perlchen auf die Schnur ziehen, das Ende mit einem Knoten sichern
fast mittig (1/3 des Durchmessers) durch Bodenplatte stechen, dort einen Knoten anbringen
zurück - nach außen stechen,



zweites Perlchen einziehen, Länge der Schnur abschätzen, Knoten zum Fixieren der Perle, das Zuviel an Schnur abschneiden.
Die Bodenplatte samt Füße an die Unterseite der Eule KLEBEN.

Augen zuschneiden und aufkleben, Schlüsselanhängerteil (gekauft) auf dem Kopf zwischen den Ohren annähen.

Es gibt aber noch eine andere Vorgehensweise, die von mir mittlerweile bevorzugt wird:



Dafür brauche ich ein längers Stück Schnur oder festes BW-Garn. Fädle erst eine Perle auf und fixiere sie am Schnurende mit einem Knoten.



Dann durch die Bodenplatte und den Vogel hindurch von unten nach oben mit einer langen Nadel die Schnur ziehen


oben den Schlüsselanhänger mitfassen und den Weg wieder zurück stechen. Unten in der Raffung ist der Austritt, dann durch die Bodenplatte, Perlchen aufziehen, Schnur nachziehen - Vorsicht, der Eulenkopf verändert sich, wenn zu heftig gezogen wird -,



so dass der Schlüsselanhänger schön am Kopfteil anliegt,



Länge der Beine abschätzen, Knoten machen, Faden abschneiden, Bodenplatte ankleben: etwas Gefriemel an der engen Stelle.



8. Die Augen: kleine gelbe Kreise aus Filz mit einem winzigen Tupf Kleber auf weißen  Filz kleben, mittig eine noch viel kleinere schwarze Perle aufnähen, Fäden hinten sichern. Weißen Filz etwas größer als den gelben Kreis ausschneiden.

Die Äugelchen aufkleben.



Fertig.
Hier ist noch das Schnittmuster, es beinhaltet rundum bereits 1 cm Nahtzugabe.





Und bei dem Fensterbaumler lasst ihr einfach die Füßchen weg und klebt nur die Bodenplatte auf.



Ein P.S.  bezüglich der Eulenverlosung: Der Vogel fliegt - exclusiv mit DHL - zu Frau Kunzfrau. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude damit.
zu guter Letzt:

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