Samstag, 30. März 2013

Hefehasen-Samstag



Rosinenwecken, Hefeschnecken, Buchteln, Franzbrötchen - ich liebe süße Hefeteilchen. Frisch aus dem Ofen oder kurz aufgewärmt.



Seit ich sie kenne, gibt es an Ostern Hefehasen. Karin sei Dank auch dieses Jahr wie jedes Jahr.
Wer sie gerne nachbacken möchte, findet hier eine bebilderte Anleitung.

Ich wünsche euch ein schönes frühlingshaftes Osterfest. Grün und ganz ohne Schnee.

Sonntag, 24. März 2013

Einmal Stoffmarkt und zurück

"Stoffmarkt" - ein starkes, großes, ein magisches Wort. Einen Stoffmarktbesuch verbinde ich deshalb schon im Vorfeld mit bildhaften Assoziationen:
Verabreden mit den Freundinnen. Telefonieren, wer mit wem und welcher Fahrkarte fährt, Treffpunkte verabreden, kleine Mittagspause mit beraten, bewerten, zeigen und freuen - das betrifft jetzt schon die in Gedanken gekauften Stoffe. Die Schwester mit Kindern sehen beim gemeinsamen Mittagessen oder einer Kaffeepause.
Es ist ein bewölkter, regenfreier, lauer Tag, in KA kann das Wetter anders sein. Hoffentlich besser. Denn Stoffmarkttage sind schöne Tage. Und bisher immer regenfrei.

Dieser fing anders an - und sollte sich den Tag lang treu bleiben:
- Meine Freundinnen hatten andere Verabredungen.
- Die Tochter wollte mit aber nur bis Mittags - danach hatte auch sie andere Verabredungen.
- Karin bevorzugte dieses mal die Autofahrt.
- Und wir hatten vormittags noch Handwerkertermine. Abfahrt spätestens um zwölf. Die Opernkasse schließt um eins, wir wollten auf dem Weg zum Stoffmakrt die bestellten Karten holen, sonst verfallen sie. So war es telefonisch diese Woche ausgemacht. Knapp, aber es könnte reichen, zumal wir am Bahnhof abgeholt und mit Auto gefahren werden. Hah, alles eine Frage der Organisation.

Wir hatten ein BaWü-Einzelticket für mich, eine Fahrkarte für die Tochter bis Bühl, ab dort gilt die Semesterkarte.
Wir waren schnell an diesem Vormittag, der Handwerker eher da und alles zügig besprochen, wir konnten um elf schon los. Opernkarten kein Problem.
Lautsprecherdurchsage auf dem Bahnhof unseres Schwarzwaldstädtchens: Der Regionalexpress Konstanz-Karlsruhe hat 25 Minuten Verspätung und fährt aus technischen Gründen nur bis Offenburg.
Wir nehmen die OSB - besser als in der Kälte warten, wollen uns in Offenburg ums Weiterkommen kümmern. Die Tochter als Pendlerin und geübte Bahnreisende kennt sich aus. Wechselt mit mir im Schlepptau den Bahnsteig, sucht das Informationscenter, findet es geschlossen, sieht einen Bahnbeamten (mit roter Mütze) auf einem anderen Bahnsteig, wechselt sofort, energisch bahnen wir uns den Weg zum Beamten. Der telefoniert. Wir warten. Wir fragen. Er habe, so seine Auskunft, eben die Anweisung bekommen BaWü-Ticket kann mit ICE, Regionalticket nicht. Wir fragen dreimal (!!!) nach, da sich uns die Logik nicht erschließt. Er - unfreundlich, muffig, murrig und letztlich inkompetent - wiederholt seine Ansage.
Also gut, mit Bahncard50 kaufen wir ein zusätzliches ICE-Ticket, 11,50Euro.
Erneute Durchsage, der ICE hat Verspätung. Kommt dann doch pünktlich, bleibt merkwürdig lange im Bahnhof stehen. Wir fragen -sozusagen aus Sicherheitsgründen - wegen der Fahrkarten einen, der's wissen muss: einen Zugbegleiter. Nein, BaWü kann nicht mit, auch Regiokarten sind nicht freigegeben. Aber die Tochter mit dem zusätzlichen ICE-Ticket, die könnte fahren. Der Bahnsteig-Bahnbeamte steht daneben, wir berufen uns auf ihn, er behauptet, er habe NIE!!! was anderes gesagt, als was sich jetzt bestätigt.

Die Opernkarten!!! Ich drücke der Tochter das Geld in die Hand und den Zettel mit der Abholnummer. Wir trennen uns. Sie spurtet in den ICE, ich bleibe auf dem zugigen Bahnsteig zurück. Frage nochmal beim Brummig-Knurrigen nach, mit welchem Zug ich nachfahren kann. 12 Uhr noch was auf Gleis 4. Über eine halbe Stunde. Ich beschließe in die Bahnhofshalle zu gehen, an den Kiosk mit den bunten Heftchen. Dort ist es wärmer und ich kann mit dem Mann für's Leben telefonieren, den Ärger ansatzweise loswerden. Dann ein Anruf der Tochter: wo ich denn sei und ob ich es noch in den ICE geschafft hätte, denn eben - die Türen waren schon geschlossen und der Zug fast schon am Anrollen - kam die Durchsage, Regionaltickets sind freigegeben!
(Sie diskutierte im Anschluss noch mit dem Zugbegleiter, der sich über das zusätzlich gekaufte ICE-Ticket wunderte, aber Geld gibt es - falsche Aussage hin oder her - von der Bahn natürlich nicht zurück.) Deutsche Bahn, ick liebe dir!

 Nach 12 bummele ich mit der Regio hinterher. Neben mir packen Mitreisende ihren Mäcdoof aus und mir wird fast schlecht. Ein anderer Mitreisender beschwert sich über die Verspätungen und Zumutungen der Bahn und dankt mir für die Zigarette, die er meint von mir bekommen zu haben. Bitte, gerne, ich bin Nichtraucher. Die Mäc-Esser sind mittlerweile bei Pommes mit Ketchup angelangt. Danach verkabeln sie sich die Ohren, sie liest parallel eine Sonate und phrasiert einzelne Noten, er spielt trocken Klavier und dirigiert Einsätze. Bestimmt Musikstudenten. In Karlsruhe wartet die Tochter. Es ist es kälter als befürchtet, der Wind pfeift eisig. Ich friere bis ins Knochenmark und muss mich dringend wärmen. Wir gehen einen Kaffee trinken.


Dann der Stoffmarkt. Der Wind bläst, Schneeregen macht mir zu schaffen. Karin und ich telefonieren uns zusammen. Dann noch die Schwester. Die ist mit ihrer Tochter auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag. Die ganze Familie reichlich erkältet. Trotzdem: bis später. Ja, bis später.

Wir hatten dieses mal die Stoffstückzahl beschränkt, drei bis vier Stücke für jede. Maximal. Ich wollte Stoff für ein Gertie- oder anderes Kostüm und vielleicht ein Gertie-Jäckchen, hatte mir vorgenommen: keinen Stoff für Kleider und kein Jersey. Deshalb kaufe ich auch als erstes einen schönen Punkte-Jersey für ein Sommerkleid. Danach ein Stück Walk, das nach Schaf riecht, für die Tochter, vier Meter knallrot-roten, bestickten Stoff für die Tochter und mich (wunderschön rot und 5 Euro das Meter), einen Blusenstoff für sie und einen Glencheck für mich - das Gertie-Kostüm! Wird vielleicht etwas etwas bürodamenmäßig, aber der Stoff gefällt mir so gut und war von 12.90 auf 2.50 Euro reduziert. Ich konnte nicht anders, ich MUSSTE.
Am teuersten waren 6 Knöpfe mit fast 26 Euro.
Nach einer Stunde habe ich genug. Genug Stoff und genug gefroren. Ich will nur noch heim. Meine Krankheit macht mir zusätzlich zu schaffen.
Die brave Tochter bringt die angeschlagene Mutter zur Bahn, dann trennen wir uns für heute. Sie wird in der Nacht zurück kommen, ich ihr rechtzeitig das Auto an den Bahnhof stellen.
Im Zug die Durchsage: Da wir auf einen verspäteten TGV warten, verzögert sich die Abfahrt. Juchuh!
Irgendwann zuckeln wir los, von einem TGV war nichts zu sehen. Der wird später in einem der "Milchkannen"-Bahnhöfen an uns vorbeirauschen. Die halbkranke Schwester ruft an, findet die Entscheidung gut, dass ich gefahren bin. Wir sehen uns Ostern. Bis dann. Ja, bis dann.
Treppenspurt in Offenburg - Bahnsteighopping, den Anschluss habe ich geschafft. Ich bin eine Stunde eher zu Hause als geplant, der Mann für's Leben holt mich ab. Daheim gibt es eine Tasse heißen Tee.


zu guter Letzt:

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