Dienstag, 29. Januar 2013

Froschkarten - das ultimative Geburtstagsgeschenk

Was schenkt man einer Freundin, die zu den besten Strickerinnen und Schneiderinnen gehört, die ich kenne? Handarbeiten wären zwar liebevoll gemeint, ich kam aber aus unterschiedlichsten Gründen dieses Jahr nicht zum Stricken oder Nähen.
Wie gut, dass ich eine fotobegeisterte Tochter habe. Ein naturfotobegeisterte. Sie half mir bereitwillig und stellte mir Motive ihrer Frosch- und Krötenfotos zur Verfügung. So entstand ein Gemeinschaftsgeschenk von uns beiden an unsere liebe Freundin Karin - Froschkarten für "Froschkarin":




Dazu legte ich ihr noch ein Tütchen selbstgebackene Florentiner für den gelegentlichen Nachmittagskaffee.
liebe Karin, ich schicke dir zu deinem Geburtstag die allerbesten Glückwünsche und hoffe, dass du einen wunderschönen Tag verbringst.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Januarkleid

Lust auf gar nichts
und Winterblues.

Suche nach tagerhellendem Stoff. Tiefes Graben in den Stoffberg. Sichten, spüren, sich entscheiden und dann doch wieder: Lust auf gar nichts.






Der Unlust entgegen genäht mit Vogue 8685 und Jersey, der an Sommer erinnert.





Januarkleid mit Klatschmohn-Jersey und schwarzem Unterkleid. Genäht an zwei Spätnachmittagen, das Unterkleid in einer Mittagspause: gutsitzender Shirtschnitt mit angeschnittenem Rockteil, Ärmel verlängert und verjüngt, dank Karin ein genial gewellter Rollsaum. Fertig.



Einfach oder doppelt genäht - die MeMadeMittwoch-Damen treffen sich hier -  Grüße und Dank für die Moderation gehen heute an Melleni.

Montag, 21. Januar 2013

Telekom(munikation)

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir den Verdruss mit der gehackten Telefonleitung. Abgeschnitten von der WeltweitenWelt saßen wir tagelang auf dem "Trockenen".
Ach ja, die Telekom. Auch so ein Kapitel im Erinnerungsbuch "Der Bau von nebenan". Man braucht sie für die Telefonverbindungen, für's Internet, für Kabel im Boden oder in luftiger Höhe. Alles Schimpfen hilft da nichts.
Womit schon alle wesentlichen Vorkommnisse angesprochen wären (inklusive Schimpfen).
Wir haben Überlandleitung. Für's Telefon und Internet. Eine gefährdete zumal, denn fällt ein Baum unglücklich, kappt der das Kabel und wir stehen ohne da. So geschehen beim Sturm Lothar, aber da waren ganz viele andere noch viel schlimmer dran als wir mit einer durchtrennten Überlandleitung.
Das Kabel tritt an der Grundstücksgrenze der westlichen Nachbarn zu uns aus dem Boden. Als im Winter die Baggerarbeiten stattfanden, die Straße aufgegraben wurde und man inhäusiger war und in der Freizeit auch mehr an PC und Blog arbeitete, kam es nahe der Austrittstelle zu Reibereien zwischen Bagger und Kabel. Niemand hatte Schuld. Die Telekom sagte, der Baggerfahrer hätte nicht genügend aufgepasst, der Baggerfahrer sagte, die Telekom hätte das Kabel schlampig verlegt, nackt und bloß sei es im Boden gelegen, ohne die übliche abschreckende, Einhalt gebietende rote Banderole drumrum. Leidtragende waren wir, die Anwohner. War ja klar. Nach zwei oder drei Tagen gab es ein Überbrückungskabel und irgendwann wurde das Ding dann richtig repariert, von der grabenden Straßenbaufirma wieder verbuddelt, dieses mal mit rotem Abschreckband. Dabei hatten wir noch Glück, die westlichen Nachbarn warteten über ein Jahr auf ihren Telefon-Anschluss. Aber das ist eine andere Geschichte. Und überhaupt: reicht nicht ein neu gebautes Haus, wozu braucht man da Telefon?
Wir regten an, das Kabel in die Straße zu verlegen, schließlich war diese über Wochen aufgegraben. Ganz geheuer ist uns die altertümlich anmutende Überlandleitung nicht, zu viele Bäume stehen zu dicht und die Herbststürme werden jedes Jahr heftiger. Im Boden wäre sicherer.
Mit der Telekom zu kommunizieren ist schwierig. Man wird von einem Mitarbeiter zum nächsten verbunden, bleibt brav in der Leitung, hört sich geduldig das Gedudel der Warteschleifen an - immer in der Hoffnung, den einzig kompetenten an die Strippe zu bekommen. Stundenlang kann das so gehen. Man steht die Zeit ab und hört Musik, die man nicht hören will, die aber auch nicht abgeschaltet werden kann, spricht mit Menschen, die nicht zuständig sind, wiederholt das immer gleiche Begehren, macht die immer gleichen Vorschläge.
Wir bekamen einen negativen Bescheid.
In Arbeitsteilung kam der nächste Versuch vom nordöstlichen Nachbarn. Er sollte die Telekom überzeugen, die jetzt aufgegrabene Straße  doch bitte zu nutzen, das Kabel zu verbuddeln. Wir waren uns mit ihm einig, dass wir uns an Kosten für Leerrohr und Kabel gerne beteiligen, notfalls die Telekom entlasten und die Kosten dafür selbst tragen würden, wenn das Ding nur endlich vergraben wird. Das teilte er auch irgendwelchen (wahrschleinlich mal wieder nicht zuständigen) Mitarbeitern telefonisch mit. Ohne Erfolg. Auch er bekam einen negativen Bescheid.
Im Nachhinein denke ich, wir hätten einfach in Eigeninitiative ein Leerrohr mit verlegen sollen, jetzt ist es zu spät, die Straße längst geteert.
Denn es kam - man ahnt es schon - genau so, wie nicht anders zu erwarten: Für die Hausanschlüsse kam ein leibhaftiger Telekom-Mensch vorbei, ganz ohne Warteschleife schaute er sich Leitungen, Übergangsstellen  und Hausanschlüsse an.
Und als vernunftbegabter Mensch stellte er sehr bald die einzige wichtige und uns alle bewegende Frage:
Warum wurde das Kabel denn nicht in den Boden verlegt, als die Straße offen war????????????

Freitag, 18. Januar 2013

meine (noch) nicht genähten Kleider

Nach dem Rückblick ist vor dem Nähen!
Genähte Kleider und ungeliebte Flops habe ich in meinen Rückschauen auf 2012 gezeigt, einzeln meist noch im Rahmen der spannenden Mittwochsgelegenheit, dem MeMadeMittwoch.
Nun liegen hier noch einige viele Stoffe, die doch irgendwann zum Kleid avancieren wollen und meine Schnittmuster-Sammelwut nimmt seltsame Dimensionen an.
Dazu kommt jetzt wirklich passgenau das Nähtief - also keine Lust auf nix.
Um mich selbst zu motivieren auf etwas mehr als einen kleinen Nähappetit, poste ich hier meine schönen (Langzeit)Nähvorhaben: Schnitte, Schnitte und nochmals Schintte. Die passenden Stoffe finden sich dann schon noch dazu - in meinem Fundus oder anderswo.

als erstes die Vogue-Schnitte auf einen Blick




und die Simpicity-Schnitte



dann habe ich noch zwei Butterick-Schnitte



zwei von der Schnittquelle



und selbst ein Burda-Kleiderschnitt hat es zu mir geschafft:



dazu noch ein McCalls und ein NewLook




Dazu kommen noch diverse Heftschnitte, z. B. möchte ich Schnitte aus den Brigitte-Sonderheften reaktivieren, da gibt es noch einige zu entdecken und viele nachzunähen.







MOTIVATION PUR!!!
Heidenei! Ich bin mein eigener Motivationstrainer!!!

Um jetzt ganz schnell nählustigmunter zu werden, habe ich mir einenVogueschnitt ausgesucht



mit einem antizyklischen Jersey, diese Kombination kann ich mir ganz schön zusammen vorstellen, dann noch ein Unterkleid dazu, damit ich nicht so friere - ach ja, ein paar Schnitte hier und ein paar Stiche dort und schon wird es fertig sein ...




Aktuell steht auch noch mein Geburtstagskleid aus. Das sollte etwas ernster und feierlicher ausfallen. Deshalb habe ich mich für das schon oben schon gezeigt Vogue-Kleid entschieden


mit diesem Stoff:

Und weil man zu zweit bekanntermaßen weniger alleine näht, treffe ich mich hierfür mit Karin. Schon bald. Am Dienstag.

Das nächste Projekt in Planung ist ein weiteres Opernkleid - wenn man weiß wohin, ist dieses Kleid hier fast dringend-zwingend:

Das Probekleid existierte schon mal, wurde aber in der Tonne versenkt - der Stoff war nichts und dann war der Schnitt nichts wegen des Stoffes, dann war das Nähen nichts wegen des Stoffes und am allerschlimmsten das Auftrennen (auch wegen des Stoffes). Also haben wir uns rechtzeitig vor einer Nervenkrise voneinander getrennt. Dass es grundsätzlcih passt, konnte ich kurz vor der Versenkerei noch feststellen. Das ist das wichtigste in diesem Zusammenhang.

Es ist durchaus nicht so, dass ich unbedingt ein neues Kleid für die Oper bräuchte, nein-nein ganz und gar nicht! Es hängt noch ein operngenähtes-opernunberührtes hier auf der Kleiderstange ... Es ist nur einfach so, dass es großen Spaß macht, zu bestimmten Anlässen ein selbstgenähtes Kleid zu tragen. Es ist einfach so, dass ich gerne einen Grund vorschiebe habe, ein neues Kleid zu nähen. Und Oper wäre so irgendwie noch feierlicher.

So kam es auch zu meinem Entschluss für jeden Monat 2013 ein Kleid zu nähen - in der Rückschau kann ich feststellen, dass ich auf mehr als eines pro Monat im letzten Jahr kam, was übersetzt bedeutet dass ein Kleid pro Monat auf jeden Fall zu schaffen sein wird. Auf die Idee kam ich im letzten Jahr schon durch mein Novemberkleid, wollte aber nicht mitten im Jahr damit anfangen sondern sozusagen bei Null, also jetzt im Januar. Und bei so vielen schönen Schnittmustern kann das auch gar kein Problem sein.

Wenn ich mir die geballte Ladung an Schnitten hier so anschaue, weiß ich gar nicht, was mich noch hindert, gleich loszulegen. Ein erster Schnitt, ein erster Stich und dann näht sich hoffentlich das Kleid von ganz alleine oder die Nählust kommt endlich-endlich wieder zurück. Ich geh jetzt an die Nähmaschine und probier es aus.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Winterwetter-Lagenlook

 Auch heute nichts Neues, denn wer nichts näht, hat auch nichts zu zeigen und muss die "ollen Kamellen" vom Vorjahr anziehen.
Womit ich mein Cordkleid nicht kleinreden möchte. Im Gegenteil. Ich liebe es - noch immer. Und krieg immer noch einen Knoten ins Gehirn, wenn ich mich an die  Denkarbeit beim Abfüttern des Oberteils inclusive überdimensioniertem Kragen zurück erinnere. Mannomann, hatte ich da Komplikationen zu lösen, bis alle Nähte auf der innersten Seite waren. Spaß hat es andererseits schon gemacht und war eine ziemliche Konzentrationsübung. Vielleicht trage ich es auch deshalb mit großem Vergnügen, weil es eben nicht so von der Hand in die Maschine flutschte:





Erst mal die "Ansicht" in Form bringen, bevor es zum Fotoshooting geht, den Kragen schön legen, den Schal darunter drappieren - warm einmummeln. Das Kleid ist Simplicity 7275 von vor etwagenau einem Jahr aus Feincord, der einmal eine Hose hätte werden sollen. Es ist gefüttert und wärmt wunderbar.
Mit dem von mir so sehr geliebten Lagenlook lässt sich hier  wunderbar spielen, durch die Kälte stapelt sich die Kleidung fast von alleine.

Außerdem habe ich mal wieder ein super Verhältnis von eigen zu gekauft:
Untendrunterwäsche - alles eigen!
Socken und Schal - meine Strickabteilung
Kleid, Shirt und Stulpen - sowieso selbstgenäht
und andersrum: Leggins und Jäckchen sind gekauft.  Super: 8:2 gewonnen! Und wenn ich jetzt noch meinen Mantel drüberziehe - weil ich gleich weg muss - steht es sogar 9:2.
Schuhe - zählen die etwa auch?

So, nun linke ich zum wunderbaren MeMadeMittwochblog und wer mitschauen will: hier geht's entlang. Danke an das MMM-Team, heute speziell an Frau Lucy im beneidenswert-schicken Strickwestchen.

Samstag, 12. Januar 2013

das Glück liegt am Ende



Tendenziell würde ich ja meinen, die größten Gewinnchancen gibt es um den Mittelwert herum. Weit gefehlt, dieses mal liege ich mit meiner Einschätzung total daneben. Der zuletzt abgegebene Kommentar wird zum Gewinner, es lohnt sich also auf jeden Fall, bis auf die letzte Nummer zu hoffen.


Mein herzlicher Glückwunsch geht an Vera.
Ich werde die Socken in nächster Zeit zu Ende stricken und allen Socken-Selbststrickerinnen verspreche ich, das Muster endlich komplett aufzuschreiben und einzustellen.  Es strickt sich trotz der Zöpfe recht schnell und ist sehr eingängig. Oh, ich mach schon Werbung dafür, ohne es anbieten zu können. Jetzt wird es Zeit, die Nadeln mit der Tastatur zu tauschen.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Weihnachtskleid 2011 - im Alltag angekommen



etwas weniger dick vermummelt als bei eisigen Temperaturen die Rustikal-Variante beweist mein Weihnachtskleid 2011 auch 2013 eine ganz prima Alltagstauglichkeit. Gut angezogen fühle ich mich in egal welcher Kombination. Ich trage es immer wieder und nach wie vor sehr gerne.
Eine Freundin meinte als ich in einem meiner Kleider der Marke Rustikal-Variante trotz heftiger Kälte bei ihr vorbei schaute: "man sieht sofort, du fährst nach Berlin". Sie muss da wohl was verpasst haben - dem Jeanshosen-Alltagslook habe ich längst abgeschworen. Bin gespannt auf ihren nächsten Kommentar, so oft fahre ich ja nicht nach der Hauptstadt.


Rock, Kleid oder Hose? Was die anderen MeMadeDamen heute tragen erfahrt ihr wie immer mittwochs auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Danke an das MMM-Team für diese Plattform - jeden Mittwoch. Heute mit Frau Julia.

Montag, 7. Januar 2013

Flops des Jahres 2012

Nachdem meine meist mehr gelungenen Nähvorhaben einen schönen bilderreich-ausschweifenden Rückblick-Post bekamen, dürfen sich nun die Flops 2012 zu Wort melden. Sie haben mich viel Zeit und Energie gekostet, ihnen sei dieser liebevoll gestaltete Post gewidmet.
Flopmäßig startete 2012 erfolgversprechend mit meinem misslungenen Silvesterkleid. Begonnen hatte ich es zwischen Weihnachten und Neujahr, zu retten, was möglich schien, versuchte ich Anfang Januar. Von daher darf ich es ruhig als Auftakt zu einem nicht sehr flopverwöhnten Jahr rechnen.

Ein Flop ganz anderer Art war dieses Kleid:



das einziges gekaufte Kleid der letzten Jahre, dazu noch ein Stokx-Kleid aus dunkelblauem Jersey. Es ist wunderschön, passt gut, steht mir gut, ist ein recht individuelles und kein Stange-Kleid - aber - jetzt kommen wir zum großen ABER:
Frau Stokx überließ mir das Kleid leicht vergünstigt, weil ich es selbst kürzen durfte, ich kaufte es am letzten Tag meines vorletzten Berlinbesuchs. Kürzen kann ich schon, doch es zog sich hin, denn kürzen ist nicht so mein Ding, Kleider nähen schon, also kam ein Kleid jahreszeitenmäßig zum nächsten und das Stokx-Teil blieb im Schrank: Frühjahr, Sommer und den Herbst - jetzt habe ich mich erbarmt, bevor es depressiv wird - nein, das will ich nicht - ich habe es tatsächlich gekürzt, Rock- und Ärmelsäume genäht. Es will vielleicht auch einmal getragen werden!
Und genau das ist der Punkt: ich habe es bisher nur zweimal getragen (und für dieses Foto). Das ist zu wenig. Dafür war es zu teuer. Es flopt, weil ich es nicht trage - fast schon tragisch, dieses Schicksal hat es eigentlich nicht verdient.
Es hat noch Chancen aus der Warteliste gestrichen zu werden, denn eigentlich hängt es noch im Vorlauf und muss sich mühen, ein echter Flop zu werden. Warten wir dieses Jahr ab, dann weiß ich genauer wohin es zielt.



Nun kommen wir zum nervenaufreibendsten Flop des Jahres, mein Knip-Kleid 105. Ich hatte meine Maße, ich hatte den Schnitt, ich hatte die Maße auf dem Schnitt nachgemessen, ich habe ordentlich genäht. Aber es passt nicht. Passiert mir selten, kommt aber vor. Im Unterschied zum Silvesterkleid ist dieses zu groß geraten und beult an allen Ecken und Enden. Für dieses Kleid dürfte ich gerne noch einige Kilos zunehmen. Mit Shirt drunter könnte ich es etwas auspolstern, mit Gürtel in der Taille verjüngen, aber es gefällt mir nicht!! Der Stoff hätte wohl doch eher ein Rock (ein Bleistiftrock) wie ursprünglich vorgesehen werden sollen.





Crepe-Colette ist der Ausnahme-Flopfall des Jahres, denn ich habe es  2011 genäht aber kaum getragen und 2012 getragen aber nicht genäht. Ich hatte schon beim Nähen meine Schwierigkeiten und die setzen sich beim Tragen fort. Ich komme mir vor wie aufgeplustert und eingewickelt, es weckt Knallbonbon-Assoziationen in mir - meine anfängliche Begeisterung ist mittlerweile einer blanken Ernüchterung gewichen. Es scheint bei der Akzeptanz dieses Kleides wie bei einem Pingpongspiel hin und her zu gehen: 2011 gefiel es mir einigermaßen gut, ich fand es zeitweise sommerlich beschwingt, aber der Mann für's Leben fand mich darin kugelig und rund (was erklärt, dass ich es relativ wenig angezogen habe), 2012 war es genau andersrum. Mal abwarten, was 2013 bringt, vielleicht siegt da wieder die Begeisterung. Also auch auf die Warteliste.





Manchmal sollte man es bleiben lassen, wenn man sich nicht 100 Prozent sicher ist und die Familie unisono den Kopf schüttelt. Sie wussten es alle mal wieder besser als ich. Dabei gefiel mir dieser Stoff an meiner Freundin so gut - an mir leider nur mäßig. Wenigstens habe ich den Original-Wasserfall-Schnitt an diesem Stoff testen können, er passt recht gut, aber eigentlich ist mein Wasserfall-Kleid Marke Eigenbau kleidsamer. Ich verleihe diesem Kleid den Status des Probekleides, dann tut die Entsorgung nicht so weh.



Zum Schluss bleibt mir noch das Opernkleid in  die Flopliste einzureihen: Leinenoptik mit Edelknitter, auf Figur genäht und nach einem halben Jahr auf Figur verjüngt - ich hatte abgenommen. Mit etwas mehr Taille gefiel es mir noch viel besser. Trotzdem ziehe ich es nicht an. Untertags - im Alltagsmodus - fühle ich mich darin nicht recht wohl, der Kragen stört bei der Arbeit, ich muss ihn immer mal wieder zurecht rücken. Und abends habe ich selten Gelegenheit, dieses Kleid auszuführen, zumal die Konkurrenz groß ist. Ich friere viel und oft am Hals, aber für einen Schal scheint es nicht geschaffen - eigentlich alles Gründe, es nicht zu nähen und alles Dinge, die mir schon vorher hätten auffallen können. Aber so ist das halt, wenn man unbedingt etwas haben-haben möchte.

Das waren mehr oder weniger große Flops aus dem Jahre 2012 und solche, die es noch werden wollen. Ich habe diese Kleider alle gerne genäht, ich habe bei jedem etwas gelernt und wenn es "nur" die routinierte Vorgehensweise war oder die Auseinandersetzung mit der Anleitung oder deren Übersetzung - Wasserfall, ich grüße dich! Ich empfinde sie also nicht als überflüssig was den Entstehungsprozess oder die investierte Zeit betrifft. Ich finde nur überflüssig, dass sie jetzt auf meiner Kleiderstange hängen. Vielleicht muss ich mich in Zukunft noch mehr fragen: passen Stoff und Schnitt wirklich zu mir und wenn ja: werde ich das Kleid auch tragen? Vielleicht gibt es dann weniger Flops. Das wäre ein Ansatz. Ein ziemlich guter. Ein Vorsatz für 2013.

Samstag, 5. Januar 2013

nach fünf Jahren

Nach der langen Vorrede nun nur noch wenige Sätze zu meiner Fünfjahreblogverlosung, dann seid ihr dran.



Ich habe mir für die heutige Verlosung Zeit gelassen und ein Paar Socken gestrickt. Sie sind fast fertig, durchgenadelt bis etwa Größe 37. Zu Ende stricken werde ich sie dann, wenn ich die Schuhgröße der Gewinnerin weiß.




Als Muster habe ich eines meiner eigenen, mein neuestes genommen. Es ist ein Rechts-Links-Muster mit seitlichen Zöpfen. Also schon ein bisschen aufwendig und durchaus liebevoll gestaltet.
Die Farbe ist den länger werdenden Tagen des neuen Jahres gewidmet, den Eindrücken eines bald anbrechenden Frühlings.




Die Wahl des Verlosungsgeschenkes fiel nicht zufällig auf Socken. Ich bin froh, dass ich so viele von ihnen habe, denn was gibt es kuscheligeres als einen Sofatag- oder abend mit dicken warmen Strümpfen an den Füßen? Oder warme Füße trotz Kleid und eisiger Temperaturen? In meinen Stiefeln fallen dicke Socken nicht auf, mir helfen sie aber, durch den Winter zu kommen. Kleidertragen macht es nicht unmöglich trotzdem warme Socken anzuziehen.


Wie immer bei meinen Verlosungen gilt auch hier: mitmachen kann jede, einzig einen Kommentar müsst ihr innerhalb der nächsten fünf Tage hinterlassen, bis einschließlich Donnerstag, 10.2013 habt ihr Zeit. Wer gewinnt, braucht dann aber noch etwas Geduld, die Dinger müssen erst noch zu Ende genadelt werden. Viel Glück.

Donnerstag, 3. Januar 2013

nach FÜNF Jahren: Neben-, Rück- und Nabelschau

Fünf Jahre Blogleben! - Wer hätte das gedacht. Ich wohl am allerwenigsten als ich vor fünf Jahren überlegte, in die Welt des Bloggens einzutauchen. Aber Bloggen erscheint mir mittlerweile fast wie nähen: einmal damit angefangen, mag ich nicht mehr aufhören.
Ganz zu Anfang dachte ich nicht im Traum daran, dass ich nach fünf Jahren immer noch dabei sein würde. Ich war lediglich auf der Suche nach Austausch, mir ging es weniger ums Zeigen als um Kontakte. Zu den vielen virtuellen sind im Laufe der Jahre ganz persönliche gekommen, einige Bloggerinnen habe ich "in echt" kennen gelernt, von vielen eine Einladungen zu einem Treffen erhalten, mit manchen eine zeitlang außervirtuellen telefonischen Kontakt gehalten. Mit einer verbindet mich mittlerweile mehr als eine reine Nähfreundschaft, Karin ist eine liebe Freundin geworden, weit über das Nähen hinaus. Jetzt könnte ich mich also getrost zurückziehen, mein angestrebtes Ziel habe ich mehr als erreicht. Aus gemeinsamen Interessen ist über die Jahre eine herzliche Beziehung entstanden und wir haben uns gefunden - via Hobby und Internet. Aber wie gesagt, bloggen macht ähnlich süchtig wie nähen, ich mag also noch nicht aufhören.

Mein blog startete vor fünf Jahren ganz anders, als er sich heute darstellt, anfangs zeigte ich alles außer Kleidung. Dabei nähe ich sie seit über 30 Jahren Kleidung. Zunächst für mich, dann auch für den Mann für's Leben, für die Tochter, Freundinnen, Verwandtschaft, Nichten und Neffen. Daneben bestrickte und behäkelte ich die halbe Welt: Deckchen, Decken, Socken, Pullis, Mützen, Jacken, Westen. Vielfältiger wurden stricken und nähen mit dem Internet. Plötzlich erschien es nicht mehr unrealistisch, an gewisse Anleitungen oder Schnitte zu gelangen - vielleicht erinnert sich ja noch jemand an die Mühsal außervirtueller Zeiten, an die Vorherrschaft einer einzigen Zeitschrift und deren wenigen schnell ausverkauften Mitbewerbern.
So hat sich auch mein Schnittmuster-Kaufverhalten verändert. Mit Etsy - danke an Catherine, die mir vor langer Zeit diesen link schickte - und dem großen Online-Auktionshaus. Endlich konnte ich vermehrt das nähen was mir gefällt, war nicht mehr auf Burda und einige wenige andere Anbieter angewiesen. Es lebe die Vielfalt! Es lebe das Internet.

Aber zurück zu mir und meinem blog. Da ich zu Beginn vor fünf Jahren keinen einzigen Kleidernähblog fand, auch nicht wusste, dass es so etwas Spezielles überhaupt gibt, fing ich mit allgemeinen Themen an zu posten: Hauptsache dabei, Hauptsache Kontakt, weg von der fast alleinigen Vormichhinwerkelei im stillen Nähkämmerlein.
Ich fand immer mehr Freude daran, nicht nur zu zeigen sondern auch zu teilen. So entstanden in den Jahren viele Anleitungen, allesamt kostenlos, da ich etwas zurückgeben wollte von dem, was ich an Vielfalt aus dem Internet bezog.
Mit der größer werdenden Bloggemeinde fand ich irgendwann auch "meine" Nähblogs und meldete zeitweise einen zweiten, reinen Kleidernähblog an. Aber parallel zwei Blogs zu bedienen ist ein erheblicher Aufwand, ich beschloss zu fusionieren und meinen aktuellen blog sich einfach weiter entwickeln zu lassen. Hin zu mehr Kleidung.
Meine persönlichen Erfahrungsberichte über Kleider, Stoffe und besonders Schnittmuster weiter zu geben ist ein Teil dieses Entwicklungsprozesses. Auseinandersetzung mit einem Thema wie bei den Anleitungen, nur eben anderer Schwerpunkt. Es geht mir dabei nicht darum einen Schnitt besonders zu belobigen oder besonders schlecht wegkommen zu lassen. Meine Erlebnisse, meine (persönlichen) Schwierigkeiten beim Nähen eines Kleidungsstückes decke ich dabei auf. Die können bei euch ganz anderer Art sein oder ihr habt gar keine - auch möglich. Diese Berichte aus dem Hintergrund erweitern das Fotografieren und Zeigen genähter Kleidung - Backstage-Berichte sind für mich mittlerweile das Salz der Bloggersuppe, ich lese sie auf anderen blogs neben nähtechnischen Anleitungen am liebsten. In diesem Sinne wird es wohl immer vielfältiger auf meinem blog, er entwickelt sich fort und fort. Noch gar nicht erwähnt habe ich zum Beispiel meine neue Sockenmusterlust, es liegen hier noch so viele Ideen und einige fertige Muster, die ich nach und nach einstellen werde.
Manch eine mag bedauern, dass ich nicht bei Beutel, Taschen und Kissen geblieben bin, also bei dem, was ich anfangs schwerpunktmäßig eingestellt habe, andere empfinden es als Bereicherung, über den Entstehungsprozess eines Kleides zu lesen.
Aber eigentlich schreib' ich immer nur was mir selbst handarbeitlich wichtig erscheint - insofern bin ich mir und meinem blog treu geblieben.

Das war meine Ansprache zum neubeginnenden Blogjahr, dem sechsten. Wer bis hierher durchgehalten hat, wird belohnt. Morgen starte ich meine Fünfjahreblogverlosung. Heute war nur Vorschau.

Mittwoch, 2. Januar 2013

MMM - der besondere Rückblick


Der besondere MMM zum Jahresauftakt birgt auch einen kleinen Rückblick - den auf mein liebstes Kleid 2012.
Spontan fallen mir drei Kleider ein, die ich am meisten getragen habe im letzten Jahr. Die Entscheidung, welches davon mein absolutes Lieblingskleid war, fällt echt schwer.





Da ist zum einen das Onion-Knoten-Kleid, mein sogenanntes "Bohnenkleid", der Titel entstand in Anlehnung an das Stoffmuster, das ich im vergangenen Jahre sehr viel getragen habe und das mich immer wieder begeistert. Lediglich  bei den relativ seltenen ganz heißem Tagen musste es im Schrank bleiben, da ich zwingend ein Top darunter anziehen muss. Aber es geht kurz- und langärmelig, mit Top, Shirt und Weste, Sandalen und Stiefeln.

Dann ist da mein erstes Wasserfallkleid, genäht aus Bildvorlagen und der Idee, wie es aussehen könnte, leicht verändert und nachgebessert als ich den Schnitt Butterick 5078 im großen Online-Auktionshaus erstehen konnte.





Aber ich glaube, mein allergrößter Liebling, mein am meisten getragenes Kleid ist Simplicity 4758. An diesem Kleid hängt so viel Herzblut - erst die wochenlange Suche nach dem Schnitt - wieder im großen Online-Auktionshaus, Abteilung Amerika -, dann die Ungeduld, bis er endlich im Briefkasten lag, das Kopieren und Verkleinern des Schnittmusters auf genau meine Maße - Danke Karin -, die Wahl des Stoffes, sorgfältiges Nähen, erneutes Anpassen und schließlich - endlich - das Ausführen eines mich immer wieder aufs neue begeisternden Kleides. Bewundernde Blicke und Kommentar eingeschlossen. Immer wieder ein gut sitzendes Alltagskleid. Klasse.

Weitere Lieblingskleider aus der 2012er Kollektion sind heute als Auftaktveranstaltung 2013 auf dem MeMadeMittwochBlog zu sehen.



zu guter Letzt:

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