Sonntag, 8. Dezember 2013

WKSA - 4. Teil, Frust macht sich breit!

8.12.2013 WKSA Teil 4:
Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

Uahh!!!



Den Schnitt habe ich kopiert und verkleinert. Macht keinen schlechten Eindruck
Die Anleitung ist gescannt und vergrößert. Erleichtert ungemein das Lesen. Die Hände bleiben frei, ich brauche keine Lupe mehr. Soweit die gute Nachricht. .
Bevor ich anfing zu nähen versuchte ich die fast schon philosophisch anmutende Anleitung zu interpretieren. "Nimm dir Zeit mich zu verstehen" flüstert sie mir auch jetzt noch immer zu. Und "Eile mit Weile".
Es handelt sich genau genommen um den frühen Vorläufer der heute gängigen Explosionszeichnungen - ausgestattet mit schwunghaften Bögen und Details, die keiner versteht und vielleicht auch nicht wissen will. Oder kann. Zum Beispiel wo sie hingehören. Das mir Wichtigerscheinende kann ich dagegen nicht finden.
Aber warten wir's ab, vielleicht ergibt sich das mir Wichtigerscheinende ja von ganz allein. Muss nur genügend philosophieren.

Ich interpretiere diese Bebilderung zur Entstehung eines Knallbonbons als Anleitung zu einem paspelierten Knopfloch oder einem paspelierten Schlitz. Möglicherweise ergibt sich noch, wohin dieser Aufwand zielt.

 
Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, dass es mir Wurscht ist, was die Anleitung von mir zu verstehen verlangt - ich werde der Nase nach nähen. Nach meiner Logik und nach meinem Verständnis vom Entstehen eines Kleides.

Denn als wäre es nicht schon genug, dass ich mich mit der Anleitung herumschlagen muss, zu allem Überfluss meckert mich auch noch der Stoff an. Wie ich ihn auch immer bügle, er verzieht sein Gesicht und ist mit nichts einverstanden. Das macht das Auflegen des Schnittes nicht gerade leicht, reizt meine Nerven und geht folgendermaßen:
- Stoff in Abschnitten bügeln und
- karogenau aufeinander legen
- Schnitt auflegen,
- versuchen zu stecken ohne das Karo zu verrutschen - fast aussichtslos!
- Zuschneiden
- Wundern, dass das Stoffteil wenig mit dem Schnittmuster zu tun hat
- Korrigieren des Stoffteils
- Wundern ... 
- usw. - usw. - usw.
Ich habe genügend Stoff für noch den ein oder anderen Versuch, hab ich aber auch genügend Nerven?

Ein Bild wie es auf dem Schneidertisch aussieht, weigere ich mich einzustellen, ich glaube auch nicht, dass das wirklich jemand sehen will. All die Frusthäufchen, die da rumliegen. Noch kein Tränensee aber einige Zornesbalken.

Fazit: im Südwesten nichts neues. Oder vielleicht schon bald ganz was neues. Mir schwebt da ein einfaches wollenes schlichtes warmes unprätentiös-schickes Kleid vor, von dem ich mir vorstellen kann, dass es das diesjährige Ersatz-Weihnachtskleid werden könnte, ohne viel Nervenaufwand, bekannt, da schon mal genäht. Ich muss nur noch Stoff kaufen. Dann switch ich um:



Und falls es dazu nicht kommt, tröste ich mich mit meinen anderen Kleidern, ziehe ich notfalls ein schon getragenes an und verlebe die restliche Adventszeit recht entspannt.
Zu meiner Erbauung und Inspiration entspanne ich mich jetzt eine Runde auf dem MMM-Blog und schaue mir all die schönen (halb)fertigen Weihnachtskleider an. Danke an Katharina für die Organisation.

Kommentare:

  1. Liebe Friederike, ich bewundere alle aus tiefem Herzen, die sich so ein anspruchsvolles Projekt wie Deine Kleid/Jacke vornehmen. Da ist es klar, dass es auch ganz anders laufen kann, als gewollt. Wer wie ich auf bewährtes setzte, weil der Mut zu neuem fehlt, wird nicht so leicht enttäuscht ;-)
    Ich bin ganz sicher, dass Du mit dem Nähen nach Deiner Intuition schon auf dem rechten Weg sein wirst und am Ende ein tolles KLeid haben wirst. In diesem Sinne, drücke ich Dir die Daumen und schicke liebe Grüße in den Südwesten! Kuestensocke

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  2. Es ist tatsächlich ein Paspelknopfloch, was da versucht wird, zu erklären und zu bebildern. Wenn du akute Übersetzungshilfe brauchst, kannst du ruhig fragen.
    Passen denn die Schnitteile nicht zu den Bildern, die du hast?
    Schade, der Schnitt ist mir in Erinnerung geblieben. Vielleicht ist es einfach zu unruhig vor Weihnachten für Explosionszeichnungen, und das ganze aus Karo ist vielleicht ein bisschen zu viel Anforderung, solange noch nicht alles passt. Vielleicht erst mal aus einem anderen Stoff? Und den Karostoff für die andere Alternative?

    Mitfühlende Grüße! frifris
    (und das mit der Übersetzung ist durchaus ernst gemeint).

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    1. der Schnitt ist toll, die Schnittteile passen auch zu den Bildern, irgendwie. Aber mir fehlen sehr wesentliche Hinweise im Umgang mit ihnen. Vielleicht ist das wirklich ein Übersetzungsproblem, denn da hapert es bei mir etwas - Computerenglisch und Nähtechnik-Englisch sind beides nicht so meins. Vor dem Karo graut mir auch nicht, da habe ich schon ganz andere Karostücke genäht und angepasst. Irgendwie scheint der Wurm drin zu sein und die Motivation zu sinken. Andererseits beiß ich mich auch gerne fest an einem Projekt. Das Oberteil passt jedenfalls schon mal und sieht auch gut aus.
      Danke für dein Übersetzungsangebot, ich komme gerne darauf zurück.

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  3. Vielleicht würde die Anschaffung eines Rollschneiders Abhilfe schaffen? Dann verrutscht wenigstens beim feststecken und schneiden nichts mehr?

    Ich wünsche Dir viel Erfolg - ganz philosophisch natürlich! :)

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    1. mit Rollschneider wird es leider auch nicht besser - das ist eigentlich meine bewährteste Methode, hier versagt sie gänzlich. Stecknadel an Stecknadel und kleine Schnittchen - soweit bin ich mittlerweile vorgedrungen.
      Danke für den liebgemeinten Hinweis.

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  4. Oo, bin gespannt wie es weitergeht...aber das schwarze Kleid find ich auch toll.
    HG,Ingeborg

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