Samstag, 19. Oktober 2013

oh Telekom ...

Kompetent sieht anders aus ...

Als nach dem letzten Gewitter das Internet ausfiel kamen wir zunächst nicht auf den Gedanken, dass der Schaden hier bei uns liegen könnte.Wir gingen davon aus, dass ein Blitz in der Nacht zuvor irgendeine Leitung getroffen und damit die Verbindung zu einem Server lahmgelegt hatte.
Am Nachmittag rief ich schließlich die Telekom-Hotline an und stellte fest: das Telefon zickt. Aber die Verbindung stand immerhin so gut, dass ich mich durch die Abfrage der Telekom mit  "ja", "nein", "Störung" und "Kundenberater" weiterleiten lassen konnte.
Das Ergebnis des Gesprächs mit dem Kundenberater ergab eine Messung der Spannung, die an unserem Splitter endete. Der war definitiv hinüber und musste neu besorgt werden. Kostet nichts - von daher nochmal Glück gehabt. Aber, sagte der Telekommensch, ich solle den Router gleich mitnehmen zum T-Point, der jetzt Telekom-Shop heißt, die Mitarbeiter vor Ort könnten den Router dort gleich konfigurieren, was auch immer das heißen mag.
Die Verständigung durch das Telefon war teilweise etwas krakelig, so dass ich sicher bin, das Telefon hat auch eine Macke abgekriegt. Aber noch tut es. Wenn auch eingeschränkt.
Zurück zum drängenderen Problem, der Internet-Verbindung: Ich habe die Splitterdaten aufgeschrieben (für alle Fälle, vielleicht gibt es ja unterschiedliche?) und sämtliche Kabel aus dem Router gezogen, allerdings nicht ohne sie vorher farblich markiert und fotografiert zu haben - sicher ist sicher dachte ich, aber eigentlich erkennt man hier schon meine Unbedarftheit - und bin am Feierabend losgefahren in die Kreisstadt.
Stillstand bei der Telekom. Pardon, im Telekom-Shop: eine Stunde Warteschlange.
Der Splitter war tatsächlich kostenlos und die Nummern hätte es auch nicht gebraucht. Mit dem Router konnte die Mitarbeiterin nichts anfangen, denn ich hätte das Stromkabel mitbringen müssen, sie hätten wohl Kabel, aber keinen passenden Anschluss für unser "altes" Teil. Wieder was gelernt. Router mit passendem Kabel und nicht nur Router mitbringen. Aber vielleicht habe ich ja Glück und mit dem Austausch des Splitters sind unsere Probleme gelöst. Wenn nicht, dann zum nächsten Besuch zusätzlich das Kabel einpacken.
Außerdem solle ich für die eventuell neue Telefonanlage nachschauen, welche Art Anschluss für die Telefonverbindung vorgesehen ist, das könne ich an der Buchse in der Wand sehen, dort wo die Telefonleitung ins Haus kommt. Analog oder USB. Dies sei sehr wichtig. Die Dame zeigt es mir.
Zu Hause ersetze ich den alten durch den neuen Splitter, war keine große Kunst. Der Router und das Internet wollen aber immer noch nicht. Warten auf morgen und ans Kabel denken.
Mittwoch. Der Mann für's Leben schaut in den Versicherungsunterlagen nach, ob Überspannungsschäden nicht eventuell abgedeckt sind. Sind sie. In der Gebäudeversicherung. Der Anruf dort ernüchternd: Diese Schäden seien natürlich nicht gemeint, offenbar muss das Haus abbrennen durch Überspannung oder weiß der Geier! Ich fühle mich mal wieder nur als zahlendes Mitglied einer Versicherung willkommen. Aber immerhin erhalten wir den Tip, bei der Hausratversicherung nachzufragen. Neuer Versuch also bei der Hausrat. Sie übernehmen den Schaden und wir bekommen eine Schadensnummer.
Daraufhin erneute Fahrt in die Kreisstadt zum Teleshop. Dieses mal ist die Warteschlange noch etwas länger.
Es bedient mich schließlich eine freundliche Frau. Ich erzähle, dass ich gestern schon mal hier war blablabla ... Auf meine Nachfrage, ob Telefone immer noch - wie früher! - gemietet werden könnten, war die Antwort: Telefon nein, Router ja, aber das mache ja keinen Sinn, denn den bekäme ich ja von der Versicherung bezahlt. Warten wir's ab.
Und konfigurieren könne sie auch nicht - wer erzählt nur immer solche Dinge? Ach ja, der Mann in der Hotline, also einer aus dem eigenen "Verein".
Sie kann also nicht konfigurieren - mir ist immer noch nicht klar, was sich hinter diesem Wort versteckt, aber da sie es eh nicht kann ist mir dies letztlich auch egal - aber, sagt sie, sie könne nachschauen, ob der Router Strom empfängt, also das "Power"-Lämpchen brennt. Das kann ich zu Hause auch, dafür hätte ich ihn nicht abstöpseln und mitbringen müssen, ich weiß sogar, dass das "Power"-Lämpchen nicht gebrannt hat und hoffte das "Konfigurieren" hätte dieses Problem vielleicht gelöst. Nein, so einfach sei das nicht und ich solle ihn - den Router - am besten samt Kabel wieder einpacken. (Vielleicht braucht ihn noch die Versicherung bevor sie zahlt zur Überprüfung, aber das erfahre ich erst später vom Elektriker.)
Nun zum Telefon. Brav referiere ich, was mein Auftrag von gestern war und was ich zu Hause herausgefunden habe in der Wand. Nämlich analog. Leicht zu erkennen am Stecker, wie mir die Kollegin tags zuvor erklärt hatte. Und die "Schnittstelle"? Ich weiß nichts von "Schnittstelle", so malt sie mir mit Kästchen und Strichen Verbindungen für Dummis auf, und ich beginne mich zu ärgern, dass es keine Abstimmung zum Thema "Schauen Sie mal nach ..." zu geben scheint. Jede der freundlichen Damen will offenbar was anderes nachgeschaut bekommen haben.
Also analoger Anschluss?
Ja, in der Wand. Ansonsten eine Station und drei Handapparate. Das Fax hängt am Router, die Tochter hat eine eigene Nummer.
Spätestens jetzt hätte bei der kompetenten Dame die Frage nach ISDN fallen müssen oder sie hätte in unsere Daten in ihrem Computer meinen Bedarf nachlesen können.  Stattdessen "beißt" sie sich am Faxanschluss im Router fest - welche Abartigkeit ist das denn? - und daran, dass gestern wohl Daten in meinem Profil geändert worden waren.
Das war die Anschrift, die sich per Internet nicht ändern ließ. Hatte dies hier vor Ort gleich miterledigt. Alles nicht so interessant. Ich will eine neue Telefonanlage.
Also analoger Anschluss?
Weiß ich nicht, ich sollte lediglich nachsehen, welcher Anschluss in der Wand steckt.
Also analog.
Ich bekomme meine Telefonanlage. Zahle - über hundert Euro für das eine, über hundert Euro für das andere und fahre nach Hause.
Vorher aber frage ich sicherheitshalber noch nach, ob ich die Installation von Telefonanlage und Router selbst übernehmen könne und erschrecke darüber was da auf mich zuzurollen scheint. Au weia.
Gibt es hier nicht jemanden, der mir helfen könnte?
Ja sicher, ein Techniker. Wenn wir jetzt einen Termin verabreden, kommt der in etwa 14 Tagen und kostet 95 Euro. Ein Pauschalpreis.
Ich rufe den Mann für's Leben an, bespreche mich kurz mit ihm und wir beschließen unseren Hauselektriker zu beauftragen.
Der kommt bereits an diesem Nachmittag und so ist der Router bald installiert.
Das Telefon sei ein analoges, sagt er, wieso das denn?
Wieso nicht? Schließlich hatte ich ja nach der Anschlussbuchse schauen sollen ...
Die sei in der Wand immer analog, sagt der Elektriker. Mich beschleicht das Gefühl, dass es mit der Telekommunikationskompetenz der Telekommitarbeiter_innen vielleicht nicht so arg weit her ist und es ganz offensichtlich bei deren Kommunikations-"Schnittstellen"  hakt. Da wurde in den letzten beiden Tagen doch kräftig aneinander vorbeigeredet. Dafür fahre ich also zu den "Spezialisten".
Irgendwie bekommen wir die Anlage schließlich aber trotz "analog" montiert Mit Hilfe der alten Telefonstation behält die Tochter sogar ihre eigene Nummer. Prima. Oder doch nur so weit so gut?
Am nächsten Morgen möchte ich die Telefone kennen lernen, sie testen! und rufe probehalber bei meiner Mutter an. Während wir sprechen "klopft" ein Anrufer an. Sollten da nicht eigentlich die Handapparate läuten?
Jetzt wird mir mit einem Schlag einiges klar: Isdn - analog - die Buchse in der Wand - der günstige Preis: falsche Beratung - unnötiges Installieren - heidebimaberauch, so ein Mist! Wir können nur nacheinander aber nicht parallel! Dafür kaufe ich doch keine drei Handapparate!!!!!!!
Der Mann für's Leben und ich stöpseln alle Verbindungen aus, versuchen sie einigermaßen ordentlich wieder in die zugehörigen Schachteln zu legen - zum Glück bin ich nicht immer Frau Saubermann und die Schachteln liegen hier noch rum samt zugehörigem Verpackungsmaterial - ich schnappe mir die Rechnung und fahre zum dritten mal in die Kreisstadt. T-Point-Shop, ich komme!
Glück gehabt. Dieses mal kaum Wartezeiten. Eine freundliche Mitarbeiterin zeigt Verständnis, prüft die Inhalte der Schachteln, nimmt die Telefone zurück, händigt mir die "richtige" Telefonanlage aus - und schreibt auf den Rückgabeschein das in meinen Ohren herrlich klingende Wort "Fehlberatung". Ich zahle und fahre nach Hause.
Am Nachmittag kommt der Elektriker.

1 Kommentar:

  1. Abenteuer Telekom-Point-Shop...*lach*
    Am Ende ist man froh, wenn alles wieder normal läuft...und im günstigen Fall auch alles ein wenig besser läuft.
    Ich hoffe nun funktioniert wieder alles richtig. ;-)
    LG
    Anja

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