Montag, 21. Januar 2013

Telekom(munikation)

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir den Verdruss mit der gehackten Telefonleitung. Abgeschnitten von der WeltweitenWelt saßen wir tagelang auf dem "Trockenen".
Ach ja, die Telekom. Auch so ein Kapitel im Erinnerungsbuch "Der Bau von nebenan". Man braucht sie für die Telefonverbindungen, für's Internet, für Kabel im Boden oder in luftiger Höhe. Alles Schimpfen hilft da nichts.
Womit schon alle wesentlichen Vorkommnisse angesprochen wären (inklusive Schimpfen).
Wir haben Überlandleitung. Für's Telefon und Internet. Eine gefährdete zumal, denn fällt ein Baum unglücklich, kappt der das Kabel und wir stehen ohne da. So geschehen beim Sturm Lothar, aber da waren ganz viele andere noch viel schlimmer dran als wir mit einer durchtrennten Überlandleitung.
Das Kabel tritt an der Grundstücksgrenze der westlichen Nachbarn zu uns aus dem Boden. Als im Winter die Baggerarbeiten stattfanden, die Straße aufgegraben wurde und man inhäusiger war und in der Freizeit auch mehr an PC und Blog arbeitete, kam es nahe der Austrittstelle zu Reibereien zwischen Bagger und Kabel. Niemand hatte Schuld. Die Telekom sagte, der Baggerfahrer hätte nicht genügend aufgepasst, der Baggerfahrer sagte, die Telekom hätte das Kabel schlampig verlegt, nackt und bloß sei es im Boden gelegen, ohne die übliche abschreckende, Einhalt gebietende rote Banderole drumrum. Leidtragende waren wir, die Anwohner. War ja klar. Nach zwei oder drei Tagen gab es ein Überbrückungskabel und irgendwann wurde das Ding dann richtig repariert, von der grabenden Straßenbaufirma wieder verbuddelt, dieses mal mit rotem Abschreckband. Dabei hatten wir noch Glück, die westlichen Nachbarn warteten über ein Jahr auf ihren Telefon-Anschluss. Aber das ist eine andere Geschichte. Und überhaupt: reicht nicht ein neu gebautes Haus, wozu braucht man da Telefon?
Wir regten an, das Kabel in die Straße zu verlegen, schließlich war diese über Wochen aufgegraben. Ganz geheuer ist uns die altertümlich anmutende Überlandleitung nicht, zu viele Bäume stehen zu dicht und die Herbststürme werden jedes Jahr heftiger. Im Boden wäre sicherer.
Mit der Telekom zu kommunizieren ist schwierig. Man wird von einem Mitarbeiter zum nächsten verbunden, bleibt brav in der Leitung, hört sich geduldig das Gedudel der Warteschleifen an - immer in der Hoffnung, den einzig kompetenten an die Strippe zu bekommen. Stundenlang kann das so gehen. Man steht die Zeit ab und hört Musik, die man nicht hören will, die aber auch nicht abgeschaltet werden kann, spricht mit Menschen, die nicht zuständig sind, wiederholt das immer gleiche Begehren, macht die immer gleichen Vorschläge.
Wir bekamen einen negativen Bescheid.
In Arbeitsteilung kam der nächste Versuch vom nordöstlichen Nachbarn. Er sollte die Telekom überzeugen, die jetzt aufgegrabene Straße  doch bitte zu nutzen, das Kabel zu verbuddeln. Wir waren uns mit ihm einig, dass wir uns an Kosten für Leerrohr und Kabel gerne beteiligen, notfalls die Telekom entlasten und die Kosten dafür selbst tragen würden, wenn das Ding nur endlich vergraben wird. Das teilte er auch irgendwelchen (wahrschleinlich mal wieder nicht zuständigen) Mitarbeitern telefonisch mit. Ohne Erfolg. Auch er bekam einen negativen Bescheid.
Im Nachhinein denke ich, wir hätten einfach in Eigeninitiative ein Leerrohr mit verlegen sollen, jetzt ist es zu spät, die Straße längst geteert.
Denn es kam - man ahnt es schon - genau so, wie nicht anders zu erwarten: Für die Hausanschlüsse kam ein leibhaftiger Telekom-Mensch vorbei, ganz ohne Warteschleife schaute er sich Leitungen, Übergangsstellen  und Hausanschlüsse an.
Und als vernunftbegabter Mensch stellte er sehr bald die einzige wichtige und uns alle bewegende Frage:
Warum wurde das Kabel denn nicht in den Boden verlegt, als die Straße offen war????????????
zu guter Letzt:

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