Montag, 31. Dezember 2012

Kleider 2012 - ein Rückblick


Das vergangene Jahr war ein gutes. In vielerlei Hinsicht. Ganz bestimmt aber in meinem virtuellen blogleben. Und ganz bestimmt auch was meine Nähbilanz angeht. Der Blick zurück bringt hier Erstaunliches zum Vorschein und das Zusammenstellen der Fotos steigende Verwunderung: Hoppla, hab ich so viel genäht? Auf der Kleiderstange kam mir das jetzt gar nicht so viel vor. Während im letzten Jahr noch vorzugsweise Shirts dabei waren, dominierten 2012 eindeutig Kleider. Was bedeutet, dass ich mir für 2013 vornehmen möchte doch vermehrt einige Basic-Shirt und -Tops zu nähen.

Herausgeragt aus meinem stillen Vormichhinwerkeln haben der Wintermantel- und der Weihnachtskleid-Sew-Along. Wie im Jahr zuvor machte es mir auch dieses mal wieder viel Spaß, mich "in Gesellschaft" einem Projekt zu widmen muss aber zugeben, der fremdbestimmte Rhythmus ist für mich nach wie vor gewöhnungsbedürftig.
Auch scheint sich eine Vorliebe für bestimmte Marken - fast schon Markentreue? - herauszukristallisieren: Simplicity, Schnittquelle und Vogue. Ob sich diese Tendenz noch verstärkt hängt letztlich aber von den Schnittmustern im einzelnen ab.


Auf dem Bild oben ist zu sehen: mein Weihnachtskleid 2012 - Vogue, mein Opernkleid, das zu Hause bleiben musste - Vogue, mein Walkrock - Römö von Farbenmix, kariertes Aprilkleid - Anne Adams, Kleid 105 - Knip, Wickelkleid Crepe - Colettepattern, Streublümchenkleid - Simplicity, Sommerkleid - Schnittquelle, (s)olàlà-Kleid - Simplicity und der STAR DES JAHRES 2012: mein Wintermantel - auch Vogue.

Meine Tochter bevorzugt eindeutig die selbst(ab)gemachten Schnitte und die von Schnittquelle. Dass sie hier mit den wenigen Fotos so unterrepräsentiert erscheint, bedeutet nicht, dass sie nur sparsam benäht wurde. Eben wurden zwei Shirts für sie fertig - wir haben uns geeinigt, dass nicht alles hier erscheint.




Fünf meiner Schnitte habe ich ein zweites mal genäht, was einem Kompliment entspricht. Wobei ich feststelle, dass mir außer bei einem das jeweils erstgenähte Kleid besser gefällt. Nur  Simplicity 7275 finde ich in der strengen Form genau so tragbar schön wie das Cordkleid mit dem ausgestellten Rock.


Ganz besondere Näherlebnisse waren in diesem Jahr die Treffen mit Karin. Ich bin nach wie vor begeistert von ihrem Talent, ihrer praktischen Hilfe und anpackenden Art. Auch wenn ich schon seit so vielen Jahren nähe - früher hauptsächlich Hosen, Hemden, Blusen und Jacken - lerne ich bei ihr immer noch dazu.
Wir wohnen, verglichen mit den Kontakten via Internet, nicht so arg weit auseinander und doch ist die Hürde sich zum Nähen zu treffen immer mal wieder recht groß. Die wenigen male, die wir es in diesem Jahr schafften, waren immer sehr produktiv und ich denke, wir könnten diese Treffen noch etwas intensivieren.

Und sonst war natürlich noch viel mehr in 2012 als Kleidernähen - Privates, Berufliches, Aufregendes, Besinnliches ...

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Löchrig wie ein Schweizer Käse oder die Wahrheit über V 1257



Die Wahrheit über Vogue 1257 ist wenig schmeichelhaft. In einem meiner Posts zum Weihnachtskleid-Sew-Along hatte ich ja schon angedeutet wie wenig kooperativ sich die Nähanleitung darstellt. Letztlich habe ich das Kleid nach eigenem Denken und Probieren zusammen genäht, zu unverständlich erschien mir, was ich da las.

Den Auftakt machten die kleinen 5x5-cm-Stoffstückchen zur Verstärkung der Ecken, jeweils auf der Schulter und unter der Achsel. Aufgenäht an der angezeichneten Nahtlinie waren sie schnell, wahrscheinlich sogar richtig gefaltet - soweit das auf der Anleitung erkennbar ist. Aber dann sollte der Stoff bis zur Ecke aufgeschnitten werden, eingeschnitten kann man sie kaum noch so schön falten wie abgebildet. Da stock ich also schon gleich zu Beginn - sollten beide Lagen oder nur das Kleid eingeschnitten werden? Und was geschieht weiter mit den Eckchen, wie werden sie eigenbunden in die Naht, wo wird genäht?  Darauf geht die Anleitung leider nicht ein.




Ich musste es selbst austesten, wie das gemeint sein könnte und habe eines aufgeschnitten, eines nur aufgeklappt, eines aufgeschnitten und aufgeklappt, eines so gelassen wie gefaltet. Aufgeschnitten und aufgeklappt - also nicht gefaltet -  brachte das zufriedenstellendste Ergebnis, alle anderen Versuche zeigten Spannung. Also habe ich mich entschieden, die Faltung wieder aufzuklappen und ebenfalls alle kleinen 5-cm-Quadrate einzuschneiden.
Im Nachhinein - jetzt wo ich schlauer bin - könnte ich sogar das kleine Bildchen neben der Ärmeleckchenbebilderung entsprechend interpretieren - ich hätte gleich mit Lupe lesen sollen. Andererseits heißt es dazu leicht widersprüchlich: Bügeln Sie Stoffrest auf die eingeschnittenen Kanten wie abgebildet. Ja was denn nun?
Einschneiden wie das Bild interpretiert werden kann
oder nicht wie es im Text steht
oder heißt das übersetzt: macht euer eigen Ding!?



Und überhaupt das Ärmeleinnähen: wieso kann eine so heikle Stelle nicht deutlicher gezeichnet und beschrieben sein? Muss man sich da auf  alle Teile zusammen nähen beschränken? (Genauer: ... stecken Sie die Ärmelkanten zusammen. Steppen Sie mit DOPPELSTICHEN, dabei machen Sie eine Kehrtwendung an kleinen Kreisen. Bügeln Sie die Nähte in das Rückenteil.) Ich hatte den Ärmelansatz gesteckt, geheftet, genäht, getrennt, gesteckt, geheftet, genäht, getrennt - bis sich trotz sorgfältigstem Fadenziehen und nähen mit neuen Jerseynadeln die ersten Löcher zeigten - im Stoff, nicht im Hirn. Böse Löcher. Übel, ganz übel sowas! Löchrig wie ein Schweizer Käse war eine Naht.
Irgendwann klappten die Nähte tatsächlich, sie liegen glücklicherweise jetzt etwas tiefer als die Löcher - von daher bin ich jetzt mit dem Gefriemel mehr als zufrieden. Die Armkugeln legen sich schön, nichts bollert, nichts zuppelt und zieht. Glück gehabt oder - wie meine Familie meinte - das Glück ist mit dem Tüchtigen - Lupe und Nahtauftrenner meine wichtigsten Utensilien.


Apropos Armkugel und Ärmel - die Ärmel sind verflixt eng. Trotz nachgebendem Jersey. Trotz weniger vernähterNahtzugabe als angegeben (nur knappe o,5 cm statt der angegebenen 1,5). Anfangs hatte ich beim Tragen ein recht unangenehmes Wurstpellengefühl, durch die Wärme hat sich der Stoff mitterweile etwas geweitet - hoffentlich schnurrt er nicht allzu sehr ein beim Waschen.



Mistig fand ich auch die Stelle mit den Falten im Rockvorderteil. Die Falten selbst waren schnell gelegt und abgesteppt, auch die Ausschnitte für das Raffband, die Schlinge, war kein wirkliches Problem. Das Zusammenfügen und Ineinandergefummel laut Anleitung war für mich nicht nachvollziehbar - Nähen ist immer auch Kopfarbeit.
Die Masse Stoff passte leider nicht unter die Overlock, die streikte angesichts der Stoffmenge an dieser Stelle.


Kurios war in diesem Zusammenhang auch dieses Detail der Anleitung:

Nachdem ich nun schon einiges an Ungereimtheiten erlebt hatte, wollte ich mal wieder Punkt für Punkt vorgehen und begab mich auf die Suche nach A und B. Auf meinem rauskopierten Schnitt war kein Vermerk, auf dem Originalschnitt auch nicht. Irgendeine Bedeutung mussten Fett-A und Fett-B doch haben! Schon klar, ich weiß es jetzt auch: es heißt einfach ab. "Steppen Sie ....wie abgebildet ab". Heidebim aber auch.
Den fetten A und B bin ich dann noch einige male begegnet, jetzt halten sie mich nicht mehr davon AB einfach weiter zu nähen.
Zu meinem Kleid gibt es noch anzumerken: Außer den geheimen Schweizer Löchern im Innern der Armkugel hat der Ausschnitt zu meinem Leidwesen nicht ganz so toll geklappt wie gewünscht. Ich hatte wie angegeben ein Stück transparentes Gummiband auf den Besatz genäht, das hielt aber nur begrenzte Zeit den ihm zugedachten Zug, ich denke ich habe zu heiß darüber gebügelt, wahrschenlich hat es sich mit dem Besatz verschmolzen und ich kehre für die Zukunft zu normalem Gummiband zurück. Das ist halt leider etwas dicker!
Aber wenn ich das Kleid immer mal wieder ein kleines bisschen nach unten ziehe, dann sitzt der Ausschnitt für einige Zeit tadellos. Nur bewegen darf ich mich nicht allzu viel.Macht man ja auch nicht an Weihnachten.
Den Herzkasper bekam ich ganz zum Schluss als das Kleid fertig auf der Stange hing und ich im Vorbeigehen links, etwas unterhalb des Schlüsselbeins, einen feinen Haarriss sah. Sieht aus wie ein kleiner Schnitt, genau im Maschenlauf. Wahrscheinlich ein Materialfehler, der mir vorher nicht aufgefallen war. Ich werde eine zur Schlinge der Taille korrespondierende Blütenbrosche konstruieren und mein Kleid damit schmücken!

Bei allem Gemeckere - jetzt wo ich weiß wie es geht, was zu beachten und was zu ändern wäre überlege ich mir noch ein Kleid in schwarz zu nähen. Vorher schaue ich den Stoff genau auf eventuelle Materialfehler durch!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Punktlandung

Nach einer zielgenauen Punktlandung ist es vielleicht nicht mehr so wichtig über die Zeit davor zu sinnieren. Hauptsache gut angekommen. Pünktlich zum Weihnachtskleid-Finale, dieses mal zur Feier des Tages auf dem MeMadeMittwoch-Blog.



Ganz entspannt - wie angenommen - bin ich mit dem Kleid fertig geworden. Erstaunlich, bedenkt man, wieviel Zeit ich vertrödelt hatte, und wann erst richtig begonnen. Dazu lähmte mich Mitte der Woche nach dem Päckchen-Pack-Stress nebst zugehörigem Schlangestehen in der Postfiliale, Einkaufen in einem Meer von Menschen, die dem angekündigtenWeltuntergang mit ausreichend gehorteten Lebensmitteln entgegen gehen wollten, noch eine unangenehme Vorsorge-Untersuchung mit anschließender Spontan-Erkrankung für mehrere Tage. Die Nähdrepression war wieder da!
Erst das Kürzen meines Stokx-Kleides belebte meine Nähgeister erneut und ich konnte im Weihnachtskleidnähen endlich zum Endspurt ansetzen.
Hier ist es: Mein rotes Bequemlichkeitskleid mit weihnachtlichem Schick, raffiniert in den Details, figurbetonter Schnittführung und "leichtem" Anspruch in der Umsetzung:




Alles ist gut. Jetzt. Weihnachten darf kommen.

Ich wünsche euch allen ein schönes, friedliches und geruhsames Weihnachtsfest. Wer mag, kann mit mir noch eine Runde drehen auf dem MeMadeMittwoch-Blog mit all den schönen Damen und ihren Weihnachtskleidern.
Mein Dank gilt Katharina für die Initiative des Weihnachtskleid-Sew-Alongs, die Verlinkungsplattform auf ihrem blog und all die Arbeit, die hinter einer solchen Aktion steckt.

Samstag, 22. Dezember 2012

Adventsbasteleien zum 4. Advent



Für die Gemütlichkeit der Adventstage habe ich noch einige Windlichter genäht - sie sind aus altem Leinen und wirken mit den aufgedruckten Oblatenbildern sehr nostalgisch. Die Borten oben sind farblich abgesetzte Ziernähte.
Innen  drin steckt eines dieser kleinen Joghurtgläschen als "Teelichthalter".
Der Vorgang als solcher ist sehr einfach: Gläser ausmessen, kleine Säckchen nähen, Bilchen auf Transferfolie drucken, ausschneiden, aufbügeln und fertig.

Ich wünsche euch allen einen stimmungsvollen 4. Advent.

Freitag, 21. Dezember 2012

selbst gekürzt

Heute zeige ich mein einziges Kaufkleid.
Aber trotz gekauft habe ich auch etwas Hand anlegen müssen. Es waren nämlich weder der Rock noch die Ärmel gesäumt.



Gekauft hatte ich es im März in Berlin bei Frau Stokx. Am letzten Tag vor meiner Rückreise bin ich dort eher zufällig gelandet und konnte nicht widerstehen. Ich habe das Kleid übernommen wie es auf der Stange hing und versprach, mich um die Säumchen selbst zu kümmern. Und wie das halt so ist mit Dingen, die nicht sofort erledigt werden, blieb auch dieses halbfertige Teil bis gestern unverändert im Schrank hängen. Dafür ist es definitiv zu schade. Ab heute trage ich es.


 

Den Ausschnitt finde ich nach wie vor sehr schön (Frau Stokx meinte, er mache einen schönen Busen), außerdem zeigt das Kleid eine gute Figur mit taillenbetonter Silhouette. Ganz erstaunlich. Da eigentlich ganz schlicht. Und raffiniert mit Brustabnähern von der Schulter.
Die Ärmel habe ich etwas nach oben geschoppt, sie sind in echt ärmellang, also bis zum Handgelenk. So dreiviertel finde ich auch nicht schlecht und überlege, ob ich sie nicht noch ein Stück weiter kürze. Lang oder dreiviertel?

Dienstag, 18. Dezember 2012

1 von 32



Ganz sicher wartet ein Teil meiner verehrten Leserschaft auf die Auslosung meiner Halbemillion-Besucherverlosung. Und deshalb wird es höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen. Die Zahl wurde wie immer ganz einfach nach dem Zufallsprinzip  ermittelt und ist:

Nach mehrmaligem Nachzählen kam ich jedesmal bei diesem Kommentar an:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

liebe Gabriele, ich hoffe du hast viel Freude mit deinem Losgeschenk. Wegen der Adresse nehmen wir am besten per email Kontakt miteinander auf.

Allen anderen danke ich für die lieben Kommentare.
Und da nach einer Verlosung immer auch vor einer Verlosung ist, sage ich allen anderen: bis bald mal wieder mit neuem Glück, denn  wie bereits angedeutet wirft das Fünfjährige seine Schatten voraus ...

Sonntag, 16. Dezember 2012

Das kann ja heiter werden ...

Was war das Thema heute nochmal? Ach, egal, ich hinke sowieso hinterher und arbeite nur langsam meine selbstgesteckten Ziele ab. Die Farbe und damit den Stoff wollte ich in dieser Woche festlegen. Immerhin - hier ist sie:
ROT - ROT - ROT

Ganz offensichtlich waren wir alle einer Meinung: ihr, meine Familie und ich. Der rote Stoff sollte es werden.
Und damit sollte das Weihnachtskleid-Nähabenteuer endlich beginnen:

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 4: Ja, so wird das was.
Letzter Feinschliff, juchuh! / Ja, das kann noch fertig werden bis Weihnachten./ Ich bin ein Schnellnäher und hole jetzt alles auf! 


Besonders der letzte Satz gefällt mir:
Ich bin ein Schnellnäher und hole jetzt alles auf!   Dieses "jetzt"  ist mein ganz persönlicher Interpretationsspielraum - er verschafft mir die nötige zeitliche Freiheit und so kann ich noch fertig werden bis Weihnachten, ich muss nur endlich beginnen:


- Montag: Stoffe an den Kanten zusammennähen und waschen. Angepasster Schnitt nochmals nachmessen und mit meinen tatsächlichen Maßen abgleichen, die zugegebenen Zentimeter wieder abschneiden (kenne ich ja schon).
- Dienstag: Stoffe bügeln und testen, ob der rote Stoff tatsächlich reicht oder das Weihnachtskleid vielleicht doch noch edelgrau werden wird.
Weil die Breite des Stoffes im Stoffbruch nicht für doppeltes Auflegen des vorderen Oberteils langt und das Rockvorderteil sowieso nicht im Stoffbruch zugeschnitten wird habe ich mich entschlossen, die fehlenden Schnittteile zu doppeln, um so alle Teile einfach mal schnell-schnell auflegen zu können. Es scheint auf den ersten Blick etwas mehr Arbeit zu sein, erspart mir aber megamäßiges Rumjonglieren. Ich sehe gleich, ob der Stoff tatsächlich reicht oder ob ich wieder im Verteilungswettkampf stehe. Meist gewinne ich - irgendwie.
Die Menge der Schnittteile und die Größe des Stoffes befördern das Vorhaben mittlerweile auf den Boden, aber auch da ist es fast etwas zu eng. Für die Absicht der Stoffmengenkontrolle reicht es aber.
Die gute Nachricht: der rote Stoff reicht übrig!



- Mittwoch: Übertragung der Nahtlinien mit Kopierrädchen und -papier.

 Nahtlinien-Kontrolle am vorderen Rockteil:

und am Oberteil:


- Donnerstag: vier Ecken wie abgebildet verstärken, Abnäher im rückwärtigen Rockteil nähen und Falten im oberen Vorderteil legen:




- Freitag:  . - .
- Samstag: Erste Versuche die Oberteile aneinander zu nähen ohne Fältchen und Fehlstiche.
Rumärgern mit der Anleitung: alle Schritte waren bis dahin wunderbar beschrieben, der heikelste Punkt fehlt leider: wie krieg ich die Kurve zwischen rückwärtigem Ausschnitt und Ärmel einfassen ohne Löcher, Falten oder andere Widrigkeiten?
- Sonntag: s. Samstag. Ein echter Hänger! Das kann ja heiter werden! Nur Mut!!!


Ich liebe sew-alongs weil ich den Gedanken des gemeinschaftlichen Nähens so schön finde und das Gefühl der Verbundenheit. Es ist zwar nicht grad so als würde jemand mit mir hier zusammen nähen, aber irgendwie doch wieder.
Andererseits stelle ich zum wiederholten male fest, dass es mir an der nötigen sew-along-Einstellung fehlt. Er gibt mir das Gefühl, seeehr viel Zeit zu haben für ein Kleidungsstück, das ich im Normalfall in Nullkommanix genäht hätte. Und deshalb verbummle ich die Tage anstatt sie zu nutzen. Kaum mal was anderes wird in diesen Wochen geschaffen - ich warte ab, wäge Schnitte und überlege am richtigen Stoff, und erst wenn es zeitlich knapp wird lege ich richtig los und bin - absolut stressfrei muss ich dazu sagen - bis jetzt immer mit einer Punktlandung dabei. Merkwürdiges Zeitmanagement.

Wie gut die anderen mit ihrem Zeitmanagement sind, schaue ich mir jetzt an. Bei Katharina und dem Weihnachtskleid-Sew-Along. Herzlichen Dank für die Organisation und die Verlinkungsplattform.

Samstag, 15. Dezember 2012

Adventsbasteleien zum 3. Advent



Allmählich wird es Zeit, an die Weihnachtspost zu denken: Päckchen abschicken und Karten schreiben mit lieben Weihnachtsgrüßen versehen.
Meistens stelle ich mir hierfür meine ganz persönlichen Karten selbst her, nehme aus meiner Sammlung ein schönes "Oblatenbild" und bastle mir darausGeschenkanhänger oder Kartengrüße.
Da es draußen regnet, scheint mir diese liebevolle Beschäftigung der Auftakt zu einem gemütlichen Adventswochenende zu sein.

Ich wünsche euch allen einen friedlichen 3. Adventsonntag.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Schäfchenkissen



Für lange Überlegungen hatte ich bei diesem Geburtstagsgeschenk keinen Grund: Schäfchenkissen für die Schäfchenliebhaberin. So einfach war das diesmal.



Die Umsetzung ging dann nicht ganz so flott, aber mit den schönen rosa Stoffen machte es richtig Spaß, so lange zu planen und zu experimentieren, dass das Kissen rechtzeitig zum gemeinsamen Treffen fertig wurde.



Nachdem ich Stoffe gekauft und sich der Entwurf als tauglich erwies, war der Rest vergleichsweise ein Klacks. Bis auf die Ohren! Die hatten es in sich - an den Ohren brachen mir drei Nadeln. Einfacher und schneller ging es dann zum Ausgleich auf der Rückseite zu: hier ist das Kissen ganz schlicht.
Jetzt wo ich weiß, auf was zu achten ist, könnte ich in Serie gehen. Es bräuchte mehr Schäfchenliebhaber im Freundes- und Verwandtenkreis.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

MeMadeMantel

Und sie trägt ihn doch!

In meiner Vorstellung, meinem "Kopfkleiderschrank", bin ich eher so ein Jacken-, Jäckchen- oder Kurzmanteltyp. Ein sehr intensives Kurzmantel-Gefühl begann sich (leider) erst nach dem Ende des Wintermantel-Sew-Alongs allmählich auszubreiten. Folgerichtig dekorierte mein wadenlanger Mantel tagelang die Schneiderpuppe. Da hatte ich ihn nach den letzten Nähten und den Fotos hingehängt und da blieb er hängen.
Karin und Gabi waren leicht erstaunt, dass ich zu unserem Treffen "ohne" kam; mir wurde erst nach ihren Fragen bewusst, dass ich den Mantel völlig ausgeblendet hatte.
Seither darf er. Fast täglich. Denn mit der zunehmenden Kälte fühle ich mich in ihm geborgen, er umhüllt mich wohlig warm.  Am Sonntag habe ich ihn voller Stolz meiner Mutter vorgeführt - besonders das dekorative Innenfutter - die hat nicht schlecht gestaunt, was in meiner Schneiderstube so alles entsteht - überrascht war sie allerdings nicht.

Untendrunter auch vielfaches MeMade - wie könnte es anders sein - heute mal wieder mein "Drei-Schnitte-Kleid" und selbstgestrickte Socken in den Stiefeln. Sie wärmen mir die Füße und so bin ich rundum winterlich eingepackt.



Rock, Kleid, Hose oder Mantel? Was die anderen MeMadeDamen heute tragen erfahrt ihr wie immer mittwochs auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Danke an Catherine und ihre Mitstreiterinnen für diese Plattform - immer wieder mittwochs. Heute mit Frau Kirschenkind.

Montag, 10. Dezember 2012

Halbemillion-Besucher-Verlosung

Kürzlich hatte ich so ganz nebenbei meinen 500. Post festgestellt, gegen Ende letzter Woche hat der Besucherzähler die 500.000er Marke übersprungen, 5 Jahre Blogleben werfen ihre Schatten voraus.

Den Anfang meines geheimen Bloglebens startete ich mit Holprigkeiten und lange Zeit ohne Besucherzähler - irgendwann stieß er dann zu mir, mittlerweile neugierig wollte ich wissen, ob denn überhaupt jemand meinen blog liest und mitverfolgt. Zeitweise waren es sehr viele Besucher/innen, manchmal wieder weniger - wie im wirklichen Leben eben, da kommen auch nicht jede Woche gleich viele Besucher zum Nachmittagskaffee. Unterm Strich stelle ich aber fest, dass doch sehr viele Menschen gerne meinen blog lesen (und anschauen). Das spornt an und macht Lust, dabei zu bleiben.



Letztlich ergänzt das Bloggen mein Hobby, ich fühle mich integriert in eine interessierte gleichgesinnte Gemeinschaft und eure Kommentare und emails zeigen mir, wie sehr ich mittlerweile vernetzt bin  - Nähbloggen wurde dadurch zum neuen Hobby: Handarbeiten gehörten schon immer zu meinem Leben und geschrieben habe ich zeit meines Lebens gerne. Hier verbindet sich beides auf vergnüglichste Weise. Dafür danke ich euch allen sehr herzlich. Ohne (Lese-)Gemeinschaft würde die Sache ja nur halb so viel Spaß machen.




Lange habe ich überlegt, womit ich euch vielleicht eine kleine Freude bereiten könnte, und gelangte zum Schluss zu der Überzeugung: Topflappen braucht jede/r. Ich finde, das ist ein Mega-Top-Verlosunsgpräsent gerade jetzt in der Adventsbackstubenzeit, und ich habe mir echt Mühe gegeben, aus farblich abgestimmten rotgeblümelten, -gestreiften und -karierten Stoffen ein Paar wirklich schöne Potholders im bewährten Patchwork-Design zu nähen.




Heute und in den nächsten Tagen verlose ich unter allen Lesern, die einen Kommentar bis einschließlich den 3. Advent (16. Dezember) hinterlassen dieses Paar Topflappen in Patchwork-Art mit einem kleinen Lavendelherzchen für den besonderen herzlichen Dank ins Bloggerland.



Ich wünsche euch viel Glück. Ich habe eines gefunden. Hier mit blog und euch.


Sonntag, 9. Dezember 2012

alles auf Null

 Zurück zum Ausgang meiner Überlegungen heißt mein heutiges Thema, ganz schön abweichend von dem des Sew-along:

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 3: Ich nähe, also bin ich.
Es wird, Geduld, es wird... / Ich bin fast fertig, nur noch die Knöpfe. / Hilfe, da stimmt was nicht!

"Es wird, Geduld, es wird..." ist das einzige was ich thematisch übernehmen könnte.
Aber der Reihe nach:
Ich hatte die letzten beiden Schnittmuster meiner Wahl zum Mini-Mini-Bloggertreffen mitgenommen und Karin und Gabi um ihre Meinung gebeten. Beide kamen unabhängig voneinander zum selben Schluss: Vogue 1257, so dass ich heute verkünden kann:

Ich habe mein Kleid tatsächlich gefunden, den ulitmativen Bequemlichkeitsschnitt mit Eleganz-Faktor, leichtem Anspruch, aber nicht wirklich schwierig:





Glücklicherweise habe ich einige Jerseys auf Lager, die ich mir damit vorstellen kann.
Einmal einen schweren, an Romanit erinnernden Stoff in dunklem ROT. Mit ihm käme der Schnitt bestimmt gut zur Geltung, außerdem peppt die Farbe die winterliche Tristesse etwas auf. Ich sehe dieses Kleid schon in meiner Vorstellung unter meinem dunkelgrauen Wintermantel hervorblitzen.



Dann passend zu Schnee, Eis, grauem Wintereinschlag der bereits vorgestellte graue Angorajersey, echt warm, echt flusend und hoffentlich nicht knötchenbildend. Fast Ton in Ton mit meinem Wintermantel, ist mir das zu langweilig oder wirkt das besonders schick?



Und einmeterfünfzig Jersey der leichteren Art, eher ein Sommerstöffchen, aber wir heizen, von daher könnte ich mir für innendrinnen auch diesen Stoff vorstellen. Von den Socken weiß ich, dass kunterbunt und Farbverläufe gerne Muster schlucken. Ich fürchte fast, das könnte auch hier passieren.



Wahrscheinlich gehe ich jetzt ganz pragmatisch an die Umsetzung: der Schnitt ist auf meine Maße angepasst, leicht verlängert und ausgeschnitten. Da mir alle drei Stoffe gefallen nehme ich den, mit dem ich die wenigsten Jonglierereien bzw Scherereien, habe. Wahrscheinlich also der, von dem am meisten da ist.

So, jetzt schau ich mal, wie weit die anderen in dieser Woche gekommen sind, wieviele noch im Anfang stecken und wer schon fertig hat. Hier geht's zum Sew-along.

Samstag, 8. Dezember 2012

Adventsbasteleien zum 2. Advent

Die ersten Weihnachtskugeln sind gestrickt.



Sie gefallen mir so gut, dass ich nicht warten möchte bis sie am Weihnachtsbaum hängen. Also habe ich sie um mein kleines Adventsgesteck drapiert.
Ich habe sie mit Sockenwollresten gestrickt und Nadeln Nummer zwei. Gerade die Verlaufsgarne ergeben schöne Muster ohne ständiges Fadenverkreuzen. Die rote Kugel besteht aus zwei Rest-Resten - vom Garn der hellere Unterseite ist nun wirklich nichts mehr übrig. Es gibt also auch hier die Möglichkeit zu kombinieren und anzustückeln.


Es wurden dann im Verlauf der Zeit immer mehr. Bis Weihnachten wird der Baum dann wahrscheinlich voll davon.



Wer auch gerne Weihnachtskugeln stricken möchte, ohne sich gleich das Buch zu kaufen, kann hier mal schauen:
Julekuler Infoblatt.

Ich wünsche euch allen einen friedlichen zweiten Adventssonntag.

Freitag, 7. Dezember 2012

Treffen mit einer (Un)Bekannten

Gabi hatte für einige Tage ihre Nähstube verlassen, Karin besucht und einen ganz persönlich auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Nähkurs gebucht. Drei Tage war sie hier im Schwarzwald. Mittwoch haben wir  uns getroffen. Karin hatte mich eingeladen.
Auf dem Weg ins obere Kinzigtal war es mir schon ein bisschen mulmig. Auf was hatte ich mich da nur eingelassen?  Mini-Mini-Bloggertreffen mit einer mir bis dato völlig Unbekannten, sieht man von gelegentlichem Postkommentieren oder sporadischem Emailverkehr ab. Über Internet und schriftlich ist immer noch was anderes, als einen ganzen Nachmittag miteinander "in echt". Wenn es nicht stimmt, harmoniert oder funkt, dann können die Stunden sich ziehen - oje.




Um's kurz zu machen: "in echt" war echt super. Viel besser als emails und kommentieren. "In echt" war außer meiner Freundin Karin eine herzliche Gabi zum Anfassen, keinerlei Berührungsängste, viel Lachen, viel Reden, viel Austauschen über stricken-nähen-Schnitte-Kinder-Wolle-Bahnfahren-Weihnachtskleid-Stoffekaufen-nächstes Treffen, leckeres Rundumsorglos-Mittagessen bei Karin und viel-viel-viel zu wenig Zeit. Die Stunden flogen nur so davon, wir hätten noch viele davon füllen können. Liebe Karin, liebe Gabi, wie schön, dass es euch gibt - mit blog und in echt.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

ein kleines Dankeschön

ein kleines Dankeschön den drei Damen Karin, Marion und Susanne vom Teststrickdienst an der Sockenfront - es war mir ein Vergnügen mit euch und wenn ihr wollt, dann melde ich mich bei Gelegenheit wieder.





lieben Gruß, Friederike


Followers

zu guter Letzt:

Auf die in meinem Blog verlinkten Seiten habe ich keinerlei Einfluss - weder auf deren Gestaltung noch auf die Inhalte. Für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Dies ist eine private Website, ich untersage jegliche Weitergabe meiner persönlichen Daten. Von mir eingestellte Bilder dürfen erst nach Rücksprache ausschließlich für private Zwecke verwendet werden.