Sonntag, 16. Dezember 2012

Das kann ja heiter werden ...

Was war das Thema heute nochmal? Ach, egal, ich hinke sowieso hinterher und arbeite nur langsam meine selbstgesteckten Ziele ab. Die Farbe und damit den Stoff wollte ich in dieser Woche festlegen. Immerhin - hier ist sie:
ROT - ROT - ROT

Ganz offensichtlich waren wir alle einer Meinung: ihr, meine Familie und ich. Der rote Stoff sollte es werden.
Und damit sollte das Weihnachtskleid-Nähabenteuer endlich beginnen:

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 4: Ja, so wird das was.
Letzter Feinschliff, juchuh! / Ja, das kann noch fertig werden bis Weihnachten./ Ich bin ein Schnellnäher und hole jetzt alles auf! 


Besonders der letzte Satz gefällt mir:
Ich bin ein Schnellnäher und hole jetzt alles auf!   Dieses "jetzt"  ist mein ganz persönlicher Interpretationsspielraum - er verschafft mir die nötige zeitliche Freiheit und so kann ich noch fertig werden bis Weihnachten, ich muss nur endlich beginnen:


- Montag: Stoffe an den Kanten zusammennähen und waschen. Angepasster Schnitt nochmals nachmessen und mit meinen tatsächlichen Maßen abgleichen, die zugegebenen Zentimeter wieder abschneiden (kenne ich ja schon).
- Dienstag: Stoffe bügeln und testen, ob der rote Stoff tatsächlich reicht oder das Weihnachtskleid vielleicht doch noch edelgrau werden wird.
Weil die Breite des Stoffes im Stoffbruch nicht für doppeltes Auflegen des vorderen Oberteils langt und das Rockvorderteil sowieso nicht im Stoffbruch zugeschnitten wird habe ich mich entschlossen, die fehlenden Schnittteile zu doppeln, um so alle Teile einfach mal schnell-schnell auflegen zu können. Es scheint auf den ersten Blick etwas mehr Arbeit zu sein, erspart mir aber megamäßiges Rumjonglieren. Ich sehe gleich, ob der Stoff tatsächlich reicht oder ob ich wieder im Verteilungswettkampf stehe. Meist gewinne ich - irgendwie.
Die Menge der Schnittteile und die Größe des Stoffes befördern das Vorhaben mittlerweile auf den Boden, aber auch da ist es fast etwas zu eng. Für die Absicht der Stoffmengenkontrolle reicht es aber.
Die gute Nachricht: der rote Stoff reicht übrig!



- Mittwoch: Übertragung der Nahtlinien mit Kopierrädchen und -papier.

 Nahtlinien-Kontrolle am vorderen Rockteil:

und am Oberteil:


- Donnerstag: vier Ecken wie abgebildet verstärken, Abnäher im rückwärtigen Rockteil nähen und Falten im oberen Vorderteil legen:




- Freitag:  . - .
- Samstag: Erste Versuche die Oberteile aneinander zu nähen ohne Fältchen und Fehlstiche.
Rumärgern mit der Anleitung: alle Schritte waren bis dahin wunderbar beschrieben, der heikelste Punkt fehlt leider: wie krieg ich die Kurve zwischen rückwärtigem Ausschnitt und Ärmel einfassen ohne Löcher, Falten oder andere Widrigkeiten?
- Sonntag: s. Samstag. Ein echter Hänger! Das kann ja heiter werden! Nur Mut!!!


Ich liebe sew-alongs weil ich den Gedanken des gemeinschaftlichen Nähens so schön finde und das Gefühl der Verbundenheit. Es ist zwar nicht grad so als würde jemand mit mir hier zusammen nähen, aber irgendwie doch wieder.
Andererseits stelle ich zum wiederholten male fest, dass es mir an der nötigen sew-along-Einstellung fehlt. Er gibt mir das Gefühl, seeehr viel Zeit zu haben für ein Kleidungsstück, das ich im Normalfall in Nullkommanix genäht hätte. Und deshalb verbummle ich die Tage anstatt sie zu nutzen. Kaum mal was anderes wird in diesen Wochen geschaffen - ich warte ab, wäge Schnitte und überlege am richtigen Stoff, und erst wenn es zeitlich knapp wird lege ich richtig los und bin - absolut stressfrei muss ich dazu sagen - bis jetzt immer mit einer Punktlandung dabei. Merkwürdiges Zeitmanagement.

Wie gut die anderen mit ihrem Zeitmanagement sind, schaue ich mir jetzt an. Bei Katharina und dem Weihnachtskleid-Sew-Along. Herzlichen Dank für die Organisation und die Verlinkungsplattform.

Kommentare:

  1. Und du weißt ja, bei einem Näh-Hänger:
    Es fährt ein Zug ins hintere Kinzigtal, der nimmt dich gerne mit!!
    Und auch ich nähe am Dienstag - ich muss unbedingt mal mit meinen Näh-Geschenken beginnen!! So könnten wir einen gemeinsamen Nähtag machen!

    Liebe Grüße
    Karin

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  2. na super! sowas braucht man ja, ausgerechnet an einer komplizierten Stelle zu sparen, hmpf! ich hoffe, du kommst irgendwie trotzdem weiter!

    LG
    sjoe

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  3. Schön, dass du dich für den roten Stoff entschieden hast! Ich drück die Daumen, dass du diese Woche gut voran kommst!

    LG
    Steffi

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  4. Anonym23.12.12

    Hallo, Friederike,
    das Kleid ist eine Wucht. Ich habe mir den Schnitt auch besorgt und bin beim googeln auf diesen blogspot gestossen.
    Es sieht alles wunderbar aus, aber eine Frage habe ich vor dem Loslegen:
    kann man den Schnitt nicht einfach ausschneiden? Du hast ihn anscheinend auf Folie übertragen. Das habe ich noch nie gemacht. Ich dachte bisher ein Fertigschnitt sei fertig zum ausschneiden??? Wenn dem nicht so ist, verliere ich ja gleich wieder die Lust.
    Danke schon jetzt für die Antwort.
    Lieben Gruß Anja

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  5. natürlich kannst du den Schnitt einfach ausschneiden und loslegen. Dafür sind Fergigschnitte ja eigentlich auch da. Dass es bei mir etwas anders läuft hat mit meinen persönlichen Anpassungen zu tun: die Oberteile muss ich alle einkürzen und die Taille regulieren. Deshalb kopiere ich mir die Schnitte raus. Denn wenn ich mich mit den Maßen oder anderen Änderungen "verhaue", habe ich immer noch den Originalschnitt, an dem ich mich orientieren kann. Das kann man so machen, muss aber nicht.
    Ich bin mal gespannt was du zu Schnitt und Anleitung sagst, ich schreibe in den nächsten TAgen noch einen Extra-Post dazu.
    lieben Gruß, Friederike

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