Samstag, 6. Oktober 2012

Tagetesgelb und Farn so grün

Nachdem auf vielen blogs über selbstgefärbte Wolle zu lesen war, wollte ich auch.



In meinem Garten finden sich noch neben Tagetes und Farn dunkelrote Stockrosenblüten, rosa Röschen, Brennessel, Nachtkerze, Ringelblumen, Zinnien, Sonnenblumen, Lavendel, Garten-Fuchsschwanz, Malven. Als Farbverstärker dachte ich an Schwarztee, Rotbuschtee, Früchtetee und Rote Bete.
Karin war so lieb, mir eine Kurzanleitung des Färbevorgangs zu schreiben, so dass ich die Gläser aus dem Keller holen, mich nur noch um Wolle, Pflanzen, Essigessenz und Alaun zu kümmern brauchte und mich nicht durch Foren und Anleitungen mühen.





Für alle, die die Zeit der Herbstblüten und einiger Oktober-Sonnentage noch nutzen wollen, hier Karins Kurzanleitung, die ihrerseits wohl in einer ravelry-Gruppe fündig wurde und bei der ich mich herzlich bedanke.

- in einem Glas mit ca. 1 l Fassungsvermögen 1 Essl. Alaun auflösen 
- einen Wollstrang 15 Minuten in Essigwasser baden, damit er sich schön aufplustert
 
 
 
- Blüten, Gräser, Kräuter, Zwiebelschalen usw. zusammen mit dem Strang in das Glas schichten.
 
 
 
- Alles mit Regenwasser (ist besonders weich aber nicht zwingend notwendig)
aufgießen und zum Schluss noch einmal 1/2 Essl. Alaun zugeben.
- Glas gut verschließen und ab in die Sonne. Nach 14-21 Tagen kommt der
weltbeste Strang aus dem Gurkenglas.
 
 
 
 
Der fertige Strang wird nochmal 15 Minuten in Essigwasser (also Wasser mit einem guten Schuss Essigessenz, nicht in der puren Essenz baden!) gebadet
zum Fixieren und dann kommt er ins Wellnessbad mit Wollwaschmittel. Alles anschließend gut ausspülen und trocknen.
 
Alaun gibt es in der Apotheke.



Lustig sind die Wollstränge mittlerweile in ihren Gurkengläsern schon anzuschauen. Sie liegen seit einigen Tagen darin und färben so langsam vor sich hin. Für mich ist es das hauptsächliche Gefühl, Sommer und Herbst zu konservieren.




Wenn ich im Winter dann die Wolle verstricke, sehe ich wahrscheinlich Bilder der üppigen Blumenpracht in meinem Garten vor mir und spüre die warmen Strahlen der Herbstsonne.



Ich hoffe auf einen spätsommerlichen goldenen Oktober, der mir die Sommer- und Herbstfarben in die Wolle bannt und suchte dafür auf Nachbars Südseiten-Balkon das sonnigste Plätzchen.


 

Und weil ich aktuell vom Tücher-Strickfieber befallen bin, lasse ich der Wolle genügend Zeit, sich einzufärben.

Kommentare:

  1. Oh, deine Wollgläser sehen aber hübsch aus! Da bin ich schon neugierig, wie die fertig gefärbten stränge aussehen...

    Ob nich Walnussblätter ein schönes braun geben würden?

    Denkst du, dass das rot von Malve und Stockrosen lichtecht ist?

    Ein schöner Post, über den ich mich sehr freue!

    lg,
    Marieke

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  2. auf die farbe der wolle bin ich sehr gespannt....diese wollgläser sind ja schon jetzt eine zierde....
    liebe grüße und noch ein schönes wochenende
    ute

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  3. Danke für die Kurzanleitung! :) die werde ich mir ausdrucken und irgendwann mal auch ausprobieren. Bin gespannt wie die Wolle dann fertig bei Dir aussieht.

    Schönes Wochenende!

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  4. schon in den gläsern eine augenweide...
    mich reizt das ja auch, aber man kann eben nicht sofort alles ausprobieren.

    liebe grüße katrin

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  5. Hallo liebe Friederike,

    schöne Gläser hast du da angesetzt, da bin ich ja schon sehr auf deine Ergebnisse gespannt!! Meine beiden Gläser stehen auch brav auf der Terrasse und färben vor sich hin!!

    Ganz liebe Grüße
    Karin

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  6. Ich bin ja schon total gespannt, wie die Farben deiner Ansätze werden!
    Bin ja selber eine, die das heuer das erste Mal ausprobiert hat und ich war begeistert von "meinen" Farben!
    Ich drück dir die Daumen! :-)

    Herzliche Grüße
    Susi

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