Freitag, 5. Oktober 2012

Der Kategorische Imperativ - oder wie gehen wir miteinander um?

Als ich das Blogger-Manifest gestern bei Michou las, hätte ich es am liebsten gleich unterschrieben. Habe es statt dessen mitgenommen. Aus Solidarität, aus Ärger, aus Frust, weil sich mal wieder aktuell was angestaut hat, weil ich gerade einen angefangenen Post über respektvollen Umgang miteinander hier liegen habe, weil das Blogger-Manifest ausdrückt, was ich denke, was ich fühle.

Dabei habe ich eigentlich wenig Grund zur Klage. Aber ich habe erlebt - zweimal erlebt - dass Bloggerinnen auf Grund bösartiger sich immer wieder wiederholender Kommentare diese anfangs löschten, schließlich aber die Kommentarfunktion still legten. Das gibt ein bisschen Schutz.

Ich habe auch gelesen, wie andere sich öffentlich wehrten. Das befreit nur einerseits. Selbst will man niemanden verletzen aber den Dreck auch nicht mit sich rumschleppen. Was also tun? Ich gehöre eher zu den wehrhaften Damen, habe, als ich mich einmal angegangen fühlte, öffentlich reagiert.
Ich kann also  als Gegenmaßnahme zu unfreundlichen Bemerkungen diese löschen, die Kommentarfunktion abschalten oder öffentlich antworten. Aber ich kann böse Worte - diesen abgeschossenen Giftpfeil - letztlich nicht mehr ignorieren, ich habe in mir ganz innen drinnen keine Löschtaste, Giftpfeil-Wunden verheilen schlecht. Und manche davon werden mit klammheimlicher Lust verschossen.

Mit meinem eigenen  Kommen­tieren bin ich vorsichtiger und recht sparsam geworden, was schade ist. Frei raus ist mir lieber und, wie ich finde, auch ehrlicher. Sehr oft bleibe ich zurückhaltend. Vor Jahren habe ich einmal eine Blog­gerin frei raus mit einem von mir als Kompliment gedachten Kommentar verärgert — bis heute ist mir unver­ständlich, wie das passieren konnte, ich habe mich entschuldigt. Kriti­sches sage ich unge­fragt gleich gar nicht, ich muss nicht überall meinen Senf dazu geben wenn mir eine Naht krumm erscheint, ich finde, dass der Ausschnitt nicht richtig sitzt oder das Karo verrutscht ist …
Dann ziehe ich lieber nichtkommentierend weiter, maße mir nicht an, darüber zu urteilen, wenn ich doch sehe, welche Freude das in meinen Augen handwerklich nicht ganz so perfekte Teil auslöst, welchen Stolz. Solche Fälle motivieren mich, es selber besser zu versuchen. Meine Arbeiten sind auch nicht unbedingt handwerklich so perfekt.

Ich habe also einerseits wenig Grund mich zu beklagen, mühe mich selbst, fair mit anderen umzugehen und bin trotzdem an manchen Tagen leicht angesäuert. Wie geht das?
Ich bin ein hilfsbereiter Mensch. Im virtuellen wie tatsächlichen Leben. Fahre schon mal spät abends eine junge Dame vom Bahnhof an ihr Hotel, weil gerade ich aber kein Taxi am Bahnhof wartet, führeTouristen in unserer Stadt an nicht einfach zu findende Sehenswürdigkeiten, parke älteren Damen das Auto aus ("Sie, entschuldigen Sie, können Sie Auto fahren? Auch rückwärts?"), fahre dem Vater des nordöstlichen Nachbarn bei einem Wolkenbruch hinterher, lade ihn samt seinem Gehwägelchen ein, damit er schnell nach Hause kommt und sich mit der angeschlagenen Gesundheit nicht noch unterkühlt. Was vergeb' ich mir schon dabei, es macht mir nichts aus - ich halte es gerne mit dem Pfadfinderspruch: Jeden Tag eine gute Tat. Mindestens.

Im virtuellen Leben bin ich nicht viel anders. Teile gerne, helfe weiter.
Damit sind wir schon mitten drin in einem gewissen immer wieder auftretenden Dauergrollen. Angefangen hatte der Ärger vor vielen Jahren, als ich die ersten Häkelherzen veröffentlichte. (Weder Idee noch ursprüngliche Anleitung stammen von mir, ich verlinkte selbstverständlich die Herkunft). Damals war ich noch in einem Häkelforum aktiv und bot auf Nachfrage gerne an, die Anleitung zu verschicken. Eine der Damen hatte es besonders eilig, drängelte, setzte mir zu, warum die Anleitung noch nicht da sei, was das so lange dauere undsoweiter. Eigentlich hätte ich den Kontakt spätestens hier kappen sollen, aber ich schickte ihr trotz ihrer Frechmail die Anleitung - und das war's dann aber auch schon: Keine Rückmail und kein Danke. Sie ließ sich auf ihrem Blog mit den Häkelherzen feiern und schrieb nicht, woher sie die Anleitung bekommen hatte.
Diese Anfangsgeschichte meines Bloggerinnenlebens zieht sich letztlich wie ein roter Faden durch die email-Anfragen. Wie oft werde ich angefragt, helfe gerne, höre nichts.

Noch weitere Belege? Ganz aktuell kann ich folgendes erzählen:
Bei meiner Bitte um Teststrickerinnen für ein Sockenmuster wollte eine Damen teilnehmen, die von Sockenstricken wenig Ahnung hatte, die aber gerne das Muster testen wollte. Ich war skeptisch, dachte aber: schick's ihr, Muster testen ist auch nicht schlecht. In einem Extrapost schrieb ich noch einmal ganz klar,  dass ich die Kunst des Sockenstrickens voraussetze, dass es sich hier nicht um eine Anleitung "Wie stricke ich Socken" handelt, sondern um Muster von Bündchen, Schaft, Ferse und Oberfuß. Die letzte Mail besagter Dame hatte diesen Schlussatz: Schade, daß es nicht eine komplette Sockenstrickanleitung geworden ist, dann hätte ich mich auch noch am Sockenstricken versucht. So reicht es leider nur für Stulpen. Besonders das "leider" hat mich geärgert. Die Wette war aus meiner Sicht schon vorher klar und Stulpen sind doch auch nicht schlecht. Ich habe ihr daraufhin in einer freundlichen email ein oder zwei schöne allgemeine Sockenstrickanleitungslinks aus dem Netz gemailt - den Rest ahnt ihr wohl schon: Keine Rückmail und kein Danke.

Das war aber nicht das letzte eigentümliche Gebahren, das ich erfuhr. Kürzlich erhielt ich eine Anfrage  - "...bin vergeblich auf der Suche ..." - nach einem bestimmten Granny. Ich kannte es nicht, schrieb also entsprechend zurück. Aber es gefiel mir gut, ich konnte mir vorstellen, es in meine aktuelle Decke miteinzubeziehen. Also machte ich mich auf die Suche, fand die Anleitung und schickte der anfragenden Dame den link. Was kam war weder Rückmail noch ein Danke.

Manche Anfragen sind in einem so unfreundlichen, patzigen Ton geschrieben, da mag auch ich nicht mehr und ignoriere diese mittlerweile.
Andere Anfragen sind einfach nur dumm. Statt selbst zu lesen, einem link zu folgen oder vielleicht einige posts zurückzublättern, wird gleich zur virtuellen Feder gegriffen und eine email verschickt. In der Regel helfe ich auch - obwohl mit ein bisschen Eigeninitiative und Recherche die Frage hätte geklärt werden können. Aber es juckt mich dann schon in den Fingern hinzuschreiben: Lesen hilft!

Das dickste Ding erlebte meine Freundin, die auf Nachfrage mehrere von ihr erstellte Anleitungen kopierte, verschickte und nach etlichen Tagen schließlich noch nachfragen musste, ob denn überhaupt die Post angekommen sei. Sie wurde nur unfreundlich angepampt.

Ja heidebim aber auch, muss so ein Verhalten sein? Bin ich denn - hinter blog und email - nicht ein Mensch aus Fleisch und Blut, der sich ärgert, der sich freut?
Ich finde, so kann man nicht miteinander umgehen. Ich hatte meinen blog angefangen zu schreiben weil ich auf Gleichgesinnte hoffte. Dieser Wunsch ist im großen und ganzen in Erfüllung gegangen, aber auch wenn ich mich in einem öffentlichen  nicht geschützten Raum im Internet bewege, ist das kein Freibrief für schlechtes Benehmen.
Als Konsequenz aus dem Erlebten war ich schon drauf und dran, nicht mehr weiterzuhelfen, nichts mehr rauszugeben. Damit bestrafe ich letztlich all die, die freundlich und fair mit mir umgehen, die selbst hilfsbereit sind. Das möchte ich nicht. Also werde ich zukünftig auch die schwarzen Schafe wohl oder übel weiter bedienen (müssen). Ich kann da im Vorfeld nicht unterscheiden. Aber vielleicht liest ja die ein oder andere von ihnen diesen Post, erkennt sich und ändert ihr zukünftiges Verhalten. Damit wäre schon viel gewonnen. Merkwürdigerweise handelt es sich bei meinen Klagen hauptsächlich um Nichtbloggerinnen, die aus der Anonymität heraus auch leichteres Spiel haben. Was nur bedeuten kann, dass Bloggerinnen einen fairen Umgang untereinander zu schätzen wissen.


Kants Kate­go­ri­scher Impe­rativ, das wär's, daran müssten wir uns orien­tieren: "Handle nur nach derje­nigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allge­meines Gesetz werde." — was ich für mich ganz einfach formu­liere:
Was ich nicht will, das man mir tu, das füg' ich keinem andern zu.
So einfach.
lieben Gruß, Friederike

Kommentare:

  1. Liebe Friederike, leider kommentiere ich viel zu selten bei dir...Zeitmangel läßt grüßen.
    Die beiden letzten Posts kann ich nur voll und ganz unterschreiben. Ein Dankeschön hinterher hab ich bisher erst einmal bekommen. Auch ich finde das sehr komisch, sehe ich mich doch als hilfsbereiter Mensch. Ich gebe dir Recht, oft sind es Nichtblogger, die einen solchen rüden Ton am Leibe haben...schrecklich. Ich habe aber auch gelernt, solche Anfragen zu ignorieren.
    Ich wünsch dir ein schönes WE und bin gespannt auf dein nächstes MMM Kleid. Ich würde auch gerne mal teilnehmen, hab aber keine Ahnung, wie diese ganze Verlinkungsgeschichte funktioniert. Muss meine Familie mal einspannen ;o))!
    Liebe Grüße
    Beate

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  2. Ich unterschreib das auch. Hab ähnliche Erfahrungen gemacht und möchte trotzdem nicht aufs bloggen verzichten.

    Herzliche Grüße

    Elke

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    1. Grad weil ich nicht aufs bloggen verzichte möchte scheint es mir notwendig auf Missstände hinzuweisen. Die Freude möchte mir weder am Blog noch am Austausch mit anderen nehmen lassen, von daher ziehe ich hier eine Grenze und sage, wo mir die Öffentlichkeit weh tut. Ich stehe voll und ganz hinter dem Blogger-Manifest. Gelegentlich sollte man dies wieder einmal aktualisieren und neuerdings veröffentlichen.

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  3. Anonym5.10.12

    Liebe Friederike,
    ich bin auch ein anonymer Mensch im WWW und gebe Ihnen in allen Punkten
    recht. Ich glaube einfach, das bei manchen Menschen kein Gefühl für Andere, geschweige denn für sich selbst vorhanden ist. Aber darüber nachzudenken ist nur verschwendete Energie und führt zu Magenschmerzen. Daher gilt : hinfallen , aufstehen, Krönchen richten und weiter gehen.(stammt nicht von mir, ich habe es
    mal im WWW. gelesen), aber es gefällt mir sehr.
    Ich wünsche Ihnen ein wirklich schönes Wochenende und weiterhin ein zufriedenstellendes Bloggerleben.

    Herzlichst
    Frau Sophie

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    1. Oh, da bin ich ganz anderer Meinung. Die Energien habe ich an besagte Menschen schon verschwendet und Magenschmerzen krieg ich, wenn ich nicht reagiere, denn das Nachdenken hört nicht per Knopfdruck auf. In diesem Fall ist es die Gefühlwelt, der Frust, der Ärger, die Nicht(be)achtung, die Laissez-faire-Haltung, die das Denken dominiert und wenn ich nicht platzen will, muss der Ärger gelegentlich raus.

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  4. Ich wußte ja schon, dass wir uns verstehen - schön, es noch einmal zu lesen :-) Die Worte Frechmail und Heidebim werde ich mir einverleiben, die sind zu schön.

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    1. Heidebim aber auch ist eines meiner Schimpfwörter bei Zornesausbrüchen. Ich schmeiß mich weg vor Lachen, dass dir so ein Schimpfwort gefällt. Frechmail gefällt mir auch gut, das werde ich auch übernehmen, kam heute mittag so aus den Fingern geschossen.

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  5. Ich unterschreibe auch.......Aber lasse dir mit so was nicht die Laune verderben. Wir wollen weiter friedlich bloggern.

    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Gabi

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  6. Liebe Friederike!

    Damals, als du mal geschrieben hast, du überlegst, ob du vielleicht das bloggen gleich ganz lassen wirst, war mir schon Angst und Bang! Damals schon ging es wohl auch mit um dieses Thema. Ich selbst lese hier soooo gern mit, kommentiere aus Zeitmangel kaum noch in den verschiedenen Blogs und bewundere alle, die sich die Mühe machen, kostenlose Anleitungen zu erstellen und zur Verfügung zu stellen.
    An dieser Stelle sei Dir grade heute von Herzen gedankt für die Sockenschaftanleitungen, die ich mir irgendwann einmal "mitgenommen" habe um sie demnächst auszuprobieren.
    Schade, dass die Mehrzahl der Menschen vergisst "Danke" zu sagen. Manchmal kommt es mir fast vor, als ob man jemandem aufhilft und zum Dank wird man dafür umgerannt. Trotzdem bin ich dafür, die Fahnenstange hoch zu halten für ein gutes Miteinander, Höflichkeit und ausgesprochenen Dank.
    Mir selbst ist das in dieser Form zwar noch nicht übers bloggen passiert, dafür ist meine Mitleserschaft wohl auch zu überschaubar - trotzdem kenne ich solche Dinge aus dem täglichen Leben.
    Vielleicht hört es sich ein bißchen kitschig an, aber ich mag dir danken, dass du so menschlich bist! Dadurch bleibt wenigstens die Hoffnung, dass es noch Menschen gibt, die sich davon eine Scheibe abgucken können!
    Liebe Grüße
    Sara

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  7. Es geht wahrscheinlich leider vielen, die deinen Blog gerne lesen so,das die Zeit immer knapper wird und die Kommentare nicht so geschrieben werden.
    Mir geht es da nicht viel besser.Vor längerer Zeit hab ich ja mal bei dir eine Verlosung gewonnen und jedes mal,wenn ich das Duftsäckchen und den Häkelstern anschaue,denke ich an dich.
    Herzlichste Grüße
    Andrea

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    1. Mir geht es nicht darum viele Kommentare zu kriegen, mir geht es um ein faires Miteinander. Wenn ich bei jemanden per email um etwas nachfrage halte ich es für eine Selbstverständlichkeit mich dafür zu bedanken, bei Veröffentlichung zu verlinken. Ein solches Verhalten reklamiere ich auch für mich.

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  8. Liebe Friederike,
    ich bin durch Zufall auf Deinem Blog gelandet. In einem Blogroll habe ich den Posttitel gesehen und bin neugierig auf den "Kategorischen Imperativ" geworden. Die Gedanken und Gefühle, die Dich zu dem Post veranlaßt haben, hatte ich vor einiger Zeit auch und auch ich habe mir im Blog Luft verschafft. Manchmal muß das einfach sein. Vielen Dank für den Hinweis auf das Blogger-Manifest. Und nun hoffe ich mal, daß die Höflichkeit in der virtuellen Welt nicht vollends auf den Hund kommt.

    Sei lieb gegrüßt
    Juliane

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  9. Diesen Post könnte ich auch unterschreiben.
    Auch wenn es ärgerlich ist,keine Rückmeldung,in welcher Form auch immer, zu bekommen,denke ich oft:
    Irgendwas ist in deren Erziehung schiefgelaufen.
    Schade nur für die nächste Generation,dass die das wohl auch nicht anders beigebracht bekommt.
    GLG
    Elke

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    1. Aber erlebst du nicht auch bei Kindern, die etwas bestimmtes wollen die Situation, dass die Mütter sagen: Wie heißt das Zauberwort?
      Offenbar kennen es doch viele, nehmen es für sich in Anspruch, denken aber nicht weiter als zu ihrem eigenen Tellerrand.
      Erziehung hin oder her - irgendwann bin ich auch für mich selbst verantwortlich. Und in meinem eigenen Fall bin ich es mir wert, mich einigermaßen gut zu benehmen. Ein gewisser Stil im Umgang gibt auch Sicherheit, macht Spaß und erleichtert das Miteinander. Ich bin schließlich nicht allein auf dieser Welt, dann wär's egal.

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  10. Liebe Friederike,
    ich kann deinen Ärger so gut nachvollziehen und ihn leider nicht entkräften, denn du hast ja Recht mit deinen Ausführungen! Vielleicht aber kann ich dir das Bloggen doch wieder ein wenig schmackhafter machen, wenn ich in die andere Waagschale das Argument werfe, dass doch oft die stillen, herzlichen und höflichen Menschen in der Mehrheit sind - nur fallen sie nicht so auf wie die Frechdachse. Viele Leser(innen) freuen sich an deinem Blog - auch ich gehöre dazu. Nur kommentiere ich generell nicht so viel - manches Mal reicht die Zeit gerade zum Lesen, ein anderes Mal will ich zum X. Male wiederholen, was bereits geschrieben wurde oder bin schlicht zu müde. Aber immer freue ich mich. Still. ... Und nehme mir jetzt zumindest vor, das doch häufiger mal zu sagen, damit mehr Gegengewicht gegen die Ärgermails entsteht. (Ich weiß, dass du das nicht bezweckt hast mit deinem Beitrag - ist nur meine Idee dazu.)
    Liebe Grüße
    Angelika

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  11. Anonym8.10.12

    Danke, daß du aussprichst was viele denken. Ich habe deinen Text und die Kommentare gelesen und bin froh, daß du immer noch lachen kannst. Dann kann der Ärger nicht so groß sein. Laß dir das bloggern nicht vermiesen. Übrigens finde ich auch, daß LESEN HILFT. Schreiben auch, so wie du das gemacht hast.
    lg aus der anonymen Ecke
    Lydia S.

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    1. Nein, die gute Laune lasse ich mir nicht nehmen und mir macht das bloggen auch weiterhin viel Spaß.
      Es geht in diesem Post auch darum einige Menschen zu sensibilisieren, die zu schnell und ohne nachzudenken, Kommentare oder emails schreiben.
      Wenn bei mir jemand nachfragt, also etwas von mir will, ich mich daraufhin bemühe, recherchiere, vielleicht was einscanne, eine Kopie verschicke oder einen Schnitt, einen mir wertvollen Einkaufshinweis oder link weiter gebe - und dann nichts mehr höre. Das finde ich ungehörig. Da hört die gute Laune auch ganz schnell auf.
      Es geht um teilweise patzige Anfragen, bei denen mich der Ton stört und die ich auch nicht mehr beantworte. Ich bemühe mich freundlich und geduldig zu sein, beantworte Fragen, deren Antwort sich logisch ergeben hätte, würde man richtig lesen. Meist schreibe ich dann etwa "... wie in meinem Post zu lesen ..." oder "... sicherlich hast du den link nicht gesehen ..." - was bedeutet: mit etwas mehr Aufmerksamkeit hätte die mail gespart werden können.
      Es gibt Menschen, die sehen was und wollen auch. Sofort. Ohne Eigeninitiative. Machen sich von daher nicht die Mühe, selbst zu suchen oder zu entwerfen. Ich werde nach Mustern und Vorlagen gefragt, manches davon habe ich auch schon per Post verschickt. Da erwarte ich dann schon ein Dankeschön. Mindestens. Eigentlich ein freundliches. Aber für viele ist Nehmen seeliger denn Geben.
      Und es geht mir auch um Solidarität mit anderen bloggerinnen - ich bin nicht die einzige, die diesen Mangel an Benimm erlebt. Mir geht es noch vergleichsweise gut und ich werde in Zukunft auch nicht mehr alle Anfragen meinen positiv beantworten zu müssen. Wenn es zuviel Aufwand ist, werde ich es lassen.
      Im Unterschied zu manchen scheue ich nicht den Konflikt und vertrete gerne meine Meinung. Von daher nehme ich mir das Recht, mir den Frust von der Seele zu schreiben. Ich hatte ähnlichen Ärger schon mal als Anhang an einen Post - anders, positiver formuliert - zur Sprache gebracht.
      Von daher hast du recht: Schreiben hilft. Jetzt grad mal wieder.

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  12. Anonym9.10.12

    schließe mich vollinhaltlich an.
    bin nicht-bloggerin und nur zufällig auf dieses posting gestoßen.
    unbekannte grüße
    meri

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