Sonntag, 23. September 2012

Nachzügler oder Quereinsteiger



Der Sew-Along bie Catherine und Lucy hat mich daran erinnert: Auf alle Fälle muss ich mir in diesem Jahr einen Mantel nähen!
Das ist aber auch das einzige was definitiv fest steht. Aus welchem Oberstoff, Futter und mit welchem Schnitt weiß ich noch nicht. Von daher kommt mir der Sew-Along bei Catherine und Lucy ganz gelegen: so nebenbei mit viel Zeit zum Denken einen Mantel für den Winter nähen. Die Mädels haben ja so recht, dass sie frühzeitig damit anfangen und uns damit einen Näh-Stubs geben, damit wir keinen fehlenden Mantel zu beklagen haben, wenn es kälter wird. Ging mir schließlich letztes Jahr so und ich habe mir einen gekauft!!!! Second hand, aber trotzdem.

Dafür gab es diesen Übergangsmantel für die Tochter




und das Jahr davor einen schönen A-linienförmigen aus Feincord - auch für die Tochter. Das war dermaßen viel Arbeit, dass ich nach diesem Mantel erst mal von solchen Aktionen genug hatte. Schließlich war die Grundlage eine Bluse, deren Schnitt entsprechend geändert werden musste, die Weite, die Blende, das Futter, der Reißverschluss - ich denke mit Schrecken und auch mit einer gehörigen Portion Respekt daran zurück.





Dieses Jahr also anders. Erstens Mantel, zweitens: für mich!
Vorgesehen hatte ich, an unserem Nähkränzchen mit dem Mantelnähen zu beginnen. Das ist der 6. Oktober und dauert - wenn man mag - einen ganzen Samstag lang. Deshalb wird es Zeit, die Vorbereitungen zu starten. Stoffe sichten oder kaufen, Schnitte abwägen und entscheiden.

Heute geht es um das Thema "Schnittmusterwahl":
Ich habe den Schnitt für meinen Traummantel gefunden. Vorstellung der Schnittmuster. Kurz Entschlossene können jetzt noch locker einsteigen.

Ich gestehe, das Schnittmuster für den Traummantel habe ich noch nicht gefunden. Es stehen in meiner Gedankenwelt aber nur noch drei zur Auswahl:

der Ottobre-Schnitt:



Er gefällt mir gut, allerdings habe ich ihn schon genäht: als Kurzmantel oder lange Jacke wie auf dem Foto rechts für die Tochter. Trotz sorgfältigem Ausmessen und Schnittanpassen musste ich in erheblichem Maße die Nähte wieder auftrennen und das Teil enger nähen. Dunkelblauer Stoff und dunkelblaues Garn waren dabei kein wirkliches Vergnügen. Wenn das Teil anschließend gut sitzt, kann ich mit solchen Aktionen leben, wenn ich aber niemanden habe, der an mir die entsprechenden Korrekturen vornimmt, wird es schwierig. Also vielleicht doch eher nicht ...

Ich liebe Mäntel mit Kapuze un ich liebe Capes. Schon als Kind. Für mich und meine Puppen wollte ich damals schon diese praktisch-schicken Überziehmäntel. Die Liebe ist geblieben, ich habe mittlerweile in schönstem Dunkelblau einen Capemantel - sieht aus wie ein Cape und wärmt - durch raffiniert genähte Innenteile - wie ein Mantel.

Ich habe in den letzten Jahren zwei Capes genäht, einmal als weiten Mantel, einen Schnitt von Burda - auf dem Bild die grüne Version:


Heiß geliebt habe ich aber dieses Cape, ein einfacher Schnitt, der durch seine Einfassungen besonders schön wirkt. Meines war dunkelblau und hatte Lederbesätze, Tascheneingriffe aus Leder, Lederknöpfe und an den "Ärmeln" einen Durchzug mit Lederband, so dass ich die Weite regulieren konnte.


Ich glaube, ich werde es nochmals nähen (müssen), meine Begeisterung für diesen Schnitt wächst mit meiner Erinnerung.
Aber zurück zum Mantel mit oder ohne Kapuze.
In der engeren Wahl habe ich zum Beispiel noch einen Schnitt von Simplicity (2581). Er gefällt mir in der Schnittführung, doch hundertprozentig einig bin ich mit ihm nicht, die Puffärmelchen stören mich daran am meisten. Zur Not könnte ich mich mit ihnen anfreunden, weiß aber nicht, wie lange ich tatsächlich meine Freude daran habe, eigentlich habe ich mich ja jetzt schon daran satt gesehen und würde wohl versuchen, die Kräuselung rauszunehmen. Dieser Schnitt begeistert mich also nur halb und halb, haupsächlich durch die schlanke Silhouette und die einreihige Knopfblende.


Andererseits würde er mir in seiner Schlichtheit - schaut man sich mal nur das Schnittbild an - nicht schlecht gefallen.

Aber ich bin noch nicht fertig, der letzte Mantel meiner Wahl ist Vogue 1266. Auch er gefällt mir gut. Auch mit ihm liebäugle ich schon seit mindestens einem Jahr.





Ich glaube nicht, dass zweireihige Knopfreihen für meine kleine Konfektionsgröße das richtige sind, womit ich den Ottobre-Schnitt jetzt endgültig aus der Liste streiche. Ich fürchte, damit wird ein Mantel zu wuchtig. Und ich so breit wie lang. Der linke rehbraune Vogue-Mantel sticht mir in die Augen und erobert meine Begehrlichkeitszellen. Außerdem fällt mir nichts nörglerisches ein. Das ist als gutes Vorzeichen zu werten.
Schon allein für die Entscheidungsfindug war es wert, diesen Post zu schreiben:
Ich habe jetzt wohl einen Traumschnitt gefunden und muss mir nur noch einen Traummantel daraus nähen.

Bei Cat und Kascha treffen sich die Damen zum Wintermantel- Sew-along.

Kommentare:

  1. Ohhh, der letzte Schnitt von Vogue finde ich sehr schön! Die schmale Schnittführung und die Länge finde ich grossartig an diesem Schnitt.
    Das Schnittmuster habe ich auch schon einige Jahre hier liegen, aber immer noch nicht DEN ultimativen Stoff dafür gefunden.
    Ich bin gespannt!

    Liebe Grüsse von Sabine

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  2. Wow ist der schön. (Der Vogue Mantel.) Den würde ich gerne sehen.

    LG, Bronte

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  3. MMir gefällt der auch ziemlich gut. Da würde ich mich freuen den Vogue-mantel zu sehen.
    LG, Claudia

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  4. Kann mich nur noch anschliessen : der sieht umwerfend gut aus
    Liebe Grüsse Dodo

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  5. Der Vogue gefällt mir auch sehr. Bin gespannt.
    Liebe Grüße
    Tina

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