Samstag, 24. März 2012

Etappensieg

Immer wieder wenn ich mir Stoffe für Kleider kaufe - sei es auf dem Stoffmarkt oder wie zuletzt am Berliner Maybachufer das kälteste Jahrestief nicht scheuend - werde ich gefragt, ob ich nicht doch vielleicht schon genügend Kleider häbe.
Meine Antwort geht dann meist so:
Erstmal möchte ich ein Kleid für jeden Monat.
Danach ein Kleid für jede Woche
und dann denke ich, dass ich die Wochen ausfülle.
Thematisch könnte ich auch noch antworten: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Urlaub, Ferienbeginn, Einschulung, Tanten- und Opernbesuch. Jede Menge Anlässe, jede Menge Gründe immer weiter zu nähen, weiter und weiter. Schnitt um Schnitt. Daher brauche ich Stoffe - sie liegen keineswegs auf Halde, vor meinem geistigen Auge sind alle schon die schönsten Kleider. Da aber die Tücke im Detail liegt, fehlt mir meist gerade der passende - der ideale - Stoff zu Schnitt, zur Jahreszeit, zum Wochentag oder zu meiner Vorstellung. Deshalb die Vorrats-Stoff-Speicherung.

Zusammen mit meinem zuletzt genähten Onion-Knoten-Kleid habe ich -  tara - zwölf Kleider. Selbstgenähte, wohlgemerkt. Das dreizehnte ist gekauft! Falls ich abergläubisch sein sollte, könnte mir deshalb schon mal nichts passieren. Ich werde also weiterhin für Fehler selber haften.
Plansoll 1- ein Dutzend Kleider - für jeden Monat eines, ist erfüllt. Ein Teilziel erreicht. Röcke werden übrigens jetzt nocht nicht mitgerechnet. Vielleicht einmal später beim "Wochenausfüllen".
Da Fotografiertwerden für mich temperaturabhängig ist, zeige ich einige bereits gemachte Fotos - ich mag saisonales Fotografieren lieber als antizyklisches.

Weihnachtskleid 2011, Sommerkleid mit Streublümchen, Simplicity 7275 aus warmem Cord mit großem Kragen, Onion-2030-Sommerkleid



Meikes Nähfragezeichen-Frage drehte sich eines der letzten male passgenau um Knoten- und andere Kleider,




und deshalb ganz kurz eine Antwort noch hierzu: Ich mag Knotenkleider weil sie schnell zu nähen sind, raffiniert aussehen - egal ob Knip oder Onion, sie auch wildgemustert ihre Wirkung nicht verfehlen, weil ich Jersey-Kleider nicht zu bügeln brauche, ich praktischerweise einen Berg Jersey hier liegen habe, der genäht und geknotet werden möchte - ich mag sie ... weil ich sie mag! Ich mag sie weil eine Rose eine Rose eine Rose ist, trotz oder gerade wegen "Brot und Rosen" - ich mag Kleider im allgemeinen und Knotenkleider im speziellen weil ... ich denke, das muss ich nicht erklären, geschweige denn begründen. Steht die Frage in einem inneren Zusammenhang zu einem Kommentar bei Cat (in dessen Plural ich mich durchaus eingeschlossen fühle)*? Recht schlicht, meine unterstellte Welt: Ich nähe kritisch und denke Kleidchen!

Simplicity 7275, Vogue 8408 - mein Kleid für die Oper, das ich dann doch nicht tragen konnte wegen 17 Grad minus, Knip-Knoten-Kleid aus Knipmode 2/2011, Sommerkleid aus Stitch-and-Sew 2011, Onion-Knotenkleid und noch einmal Simplicity 7275 in Cord mit Kragen.

Es fehlen die Bilder von 2 Sommerkleidern und von meinem bequemen RegenSonntag-Sofa-Jersey-Kleid. Diese Bilder werden sicher an einem MeMadeMittwoch noch nachgereicht. Genauso mein gekauftes dreizehntes Kleid.


* nachzulesen bei Cat und Kascha,   Brot und Rosen
zu guter Letzt:

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