Montag, 27. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit-Along - Farbwahl, Musterwahl und Maschenprobe

Beim letzten Treffen musste ich passen, 10 Tage Hauptstadt ...
Deshalb poste ich heute zwei Themen. Mein erster Two-in-one-Post.

Die Woche vor meiner Abreise verlief - was das Frühlingsjäckchen betrifft - so:

1. Ich fand Fotos auf dem PC von einer Jacke meiner früheren Nachbarin, die mir die nötige Entscheidungshilfe zum Aussehen der Jacke gaben.
2. Ich schaffte es nicht mehr Wolle zu kaufen.
3. Ich habe mich für ein Strickmuster von Drops entschieden.
4. Ein supergünstiges original verpacktes Wolle-Schnäppchenangebot von A...Süd  in genau der richtigen Nadelstärke und Gramm- und Meterzahl lag hier noch ungeöffnet.
5. Die Zeit war knapp, ich entschied mich für die Discounterwolle.
6. Dadurch war auch die Farbwahl geklärt.



Natürlich schien mir die Verlockung groß, in der Hauptstadt auf Schnäppchen- pardon, auf Wollejagd zu gehen. Allerdings dauerten mich die 7 Stunden Zugfahrt, die so unverstrickt verstreichen würden und ich schnappte mir das Discounterpäckchen und nadelte daheim schon mal probeweise los.



Die Wolle fühlt sich gut an, wie schnäppchengünstig sie ist, wird sich aber erst nach der ersten Wäsche zeigen. Ich denke da an ein gewisses Sockenpaar für meine Tochter aus Wolle aus demselben Mittelgang, die sich nach der ersten Wäsche so verfilzten, dass selbst ich jetzt Mühe habe, sie anzuziehen. Mit drei Nummern kleineren Füßen. Was das "Schnäppchen" als solches angeht, fühlte ich mich zum Zeitpunkt des Kaufes dank des obersten Schnäppchenjägers in bester Gesellschaft ...

Die Strickjacke meiner entschwundenen früheren Nachbarin habe ich vor etwa zwei Jahren von allen Seiten durchfotografiert. Im Unterschied zu meinem Projekt hat sie lange Ärmel und ist mit wesentlich dickerer Wolle mit vielen zusätzlichen Zöpfen und Mustern gestrickt (aber halt gekauft, ein klarer Nachteil). Und sie wird mit einer Kordel ähnlich einer Wickeljacke geschlossen. Außerdem ist sie mir zu groß.



ausgebreitet sieht sie so aus:




Jetzt fand ich eine Anleitung bei Drops, die sich fast eins zu eins damit deckt. Jedenfalls bis auf die Ärmellänge. Ich hatte die Anleitung aufmerksam durchgelesen und war zunächst etwas irritiert. Was da alles gleichzeitig beachtet werden muss machte auf mich, genau wie die schematische Zeichnung zunächst keinen Sinn. Der ergibt sich hoffentlichSchritt für Schritt mit dem Stricken.



So soll das Jäckchen tatsächlich einmal aussehen:



Früher gehörte ich der Fraktion an, die Maschenproben für überflüssig erklärte und erstmal munter drauf los strickte um dann eventuell doch noch einmal alles aufzutrennen, da zu klein. Früher war in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Zu groß war da nicht das Problem, eher zu eng oder zu klein. Weshalb ich auch wenig auftrennen musste. Heute möchte ich es gerne etwas figurbetonter. Deshalb gibt es neuerdings bei mir die Maschenprobe. Ich habe sie nicht fotografiert, zehn mal zehn Centimeter kraus rechts sind eben wenig spektakulär.
Auf dem Weg in die Hauptstadt kamen allerdings weniger Reihen zusammen als gewünscht.
Die Tage waren schnell um und meine mitgenommenen Bücher* spannender als die krausen rechten Maschen.

* Adriana Altaras, Titos Brille - Die Geschichte meiner strapaziösen Familie
Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter
Harry Mulisch, Das Attentat

Die Frühlingsjäckchen-Strickerinnen treffen sich bei Catherine. Viele Grüße dorthin und besten Dank für die Organisation.
zu guter Letzt:

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