Samstag, 31. Dezember 2011

Krümel braucht einen Schal

Erinnert ihr euch an Krümel?
Letztes Jahr im April hatte ich ihm Hose, Pulli, Mütze und ein Nachthemd nach einer Zeichnung genäht:


Im September war ich dann zufälligerweise Gast an Krümels Geburtstag. Er wird also immer noch heiß geliebt und steht bei "Krümelmama" hoch im Kurs.
Das brachte mich auf die Idee eines Weihnachtsgeschenks für meine Berliner Nichte. (Ihr merkt, das ist ein nachgereichter Weihnachtsgeschenke-Post!)



Da es jetzt so kalt ist, dachte ich mir, der arme Kerl bräuchte dringend einen Schal. Den sollte man ihm schon stricken. Aber wieso eigentlich ich? Krümelmamis können so etwas doch auch. Und so schenkte ich eine Strickliesel. Mit Wollresten. Von meinem vielen Sockenstricken waren ja genügend übrig, da brauchte ich nur etwas abzuwickeln.



Zusammen hübsch verpackt im Krümel-eigenen Beutel wurde daraus ein sehr individuelles und liebevolles Geschenk - pädagogisch wertvoll dazu. Wobei ich nicht der Meinung bin, dass ein Geschenk unbedingt padägogisch wertvoll sein muss, aber wenn's grad passt, um so besser.


Mein Silvester-Kleid ist neben anderen "Kleinigkeiten" tatsächlich auch noch fertig geworden - allein es fehlt die Fotografin. Bild mit Kleid reiche ich also in den nächsten Tagen nach und wünsche euch allen einen freudigen Start ins Neue Jahr.

Montag, 26. Dezember 2011

Wo Weihnachten entschieden wird ...

Zum für mich nicht nachvollziehbaren und in meinen Augen anmaßenden Werbespruch "Weihnachten wird unterm Baum entschieden" las ich dankbar in diesen Tagen in der Badischen Zeitung einen bemerkenswerten Artikel vom Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden Ulrich Fischer:

Weihnachten im Konsumzeitalter: Was sich wo entscheidet

Sonntag, 25. Dezember 2011

Halleluja






Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein friedvolles Weihnachtsfest.



Halleluja,

der Link zur Youtube-Seite, hier könnt ihr das Video in Vollbildgröße anklicken.


Freitag, 23. Dezember 2011

Mein Weihnachtskleid

 Nun ist es fertig. Und genau so geworden, wie ich es wollte. Schwarz und wandelbar. Wunderbar:

Zum einen das Kleid mit Kette, Strümpfen, Schuhen ganz in SCHWARZ:



oder kombiniert mit edlem GRAU, mit Pumps und Perlenkette, dichten, warmen oder dezent getupften Strümpfen:



auch peppig ist möglich mit kontrastreichem ROT:


Ich liebe "Schwarz" und finde  Kleid, Schnitt und Stoff absolut zu mir passend. So beglückt hat mich schon lange kein Kleid mehr. Kältetauglich ist es, zugtauglich ist es, schnell übergeworfen - hach, ich gerate ins Schwärmen ...

Welche der Varianten ich an welchem Weihnachtstag anziehe, entscheide ich spontan, es sind noch mehr Wandlungen möglich. Ein Kleid mit Variationsmöglichkeiten eben, das gefällt mir. Ich war übrigens gestern und heute schon unterwegs damit. Und am Montagnachmittag, am Dienstag und Mittwoch - hört sich an, als würde ich es nicht mehr ausziehen wollen.Es trägt sich wunderbar. Und ich fühl mich sauwohl darin, wenn es gestattet ist, diesen unweihnachtlichen Ausdruck zu benutzen.



Meike hatte recht in ihrem Kommentar mit den Ärmelaufschlägen. Sie sind schon was besonderes und ich bin - obwohl ich es schlicht liebe - im Nachhinein ganz glücklich damit.


liebe Catherine, ganz herzlichen Dank für deine Einladung zum Weihnachtskleid-Sew-Along. Nähen mit Feiertagsmotivation war eine neue Erfahrung für mich. Normalerweise nähe ich schneller, ein Kleid auf so lange Zeit hinauszuziehen, ist nicht so meine Sache. Mit den Posts zwischendurch blieb die Motivation allerdings für die ganze Zeit erhalten, es gab keine Durststrecken und zwischendrin hatte ich noch Zeit und Gelegenheit, das ein oder andere Geschenk zu richten. Von daher waren diese Weihnachtskleid-Nähwochen von großer Entspanntheit, ein schöner Advent.

Dazu kommt, dass die Idee gezielt auf Feiertage hin zu nähen, eine gewaltige Anziehungskraft auf mich ausübt. nach dem Kleid ist vor dem Kleid.  Zuerst zeige ich euch hier mein Weihnachtskleid. Ich nehme schon nächste Gelegenheiten ins Visier: Sylvester und Geburtstage. Es motiviert mich um so mehr, mit Ziel zu nähen, man könnte unfreundlich auch Termindruck sagen. Von daher ist ganz klar, in den nächsten Tagen nähe ich mir ein weiteres Kleid. Schwarz soll es werden. Was sonst? Schließlich habe ich einen herrlich schwarz-glänzenden Stoff mit "Stil und Poly" hier liegen, den ich zu einem alltagstauglichen Festtagskleid verarbeiten will. Geburtstag oder Sylvester. Sylvester liegt näher.

Die rustikale Variante meines Weihnachtskleids mit robusten Stiefeln zeige ich euch an einem der nächsten MeMadeMittwoche. Denn auch diese Variante ich möglich. Für die Festtage nehme ich die Pumps. Grau und rot. Der Verwandtschaftsbesuch kann kommen, ich bin bereit.







Bei Catherine findet ihr den Laufsteg.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weihnachts-Utensilo

Als kleines Dankeschön-Weihnachtsgeschenk habe ich noch schnell ein Utensilo genäht, eines mit rundem Boden, wie ich viele davon im Frühjahr mit einer Gruppe "Waldorfmuttis" für den Muttertags-Basar mit vielen bunten Stoffen genäht hatte.



Es ist zwar etwas mehr Mühe als die "normalen" Utensilos, aber diese sehen dafür auch umso dekorativer aus. Der Außenstoff mit den Nikoläuschen ist ein Rest von meiner Adventsmarkt-Näherei, er war ein Überbleibsel von den vielen, vielen, vielen Kirschkernsäckchen vor einem Jahr. Der Innenstoff ist auch ein Rest - von was werde ich bald zeigen.



In das Körbchen hinein lege ich einige Leckereien, eine Kerze, etwas Tee und Servietten. Ein kleines Dankeschön für wöchentlich an die Tür gebrachtes Glückliche-Hühner-Eierabo von meiner ganz persönlichen Eierbotin.

Montag, 19. Dezember 2011

Mein Weihnachtskleid - nur keine PANIK

Panik war letzte Woche - diese Woche ist Entspannung: es läuft alles ruhig und zur Zufriedenheit. Die Maschine und ich.
Das Kopierpapier-Suchspiel habe ich kuzerhand beendet. Es war sowieso uralt, zerknittert und teilweise porös.  Ich habe jetzt neue Bögen. Und von denen schneit auch keine Farbe mehr auf meinen Stoff. Das alte darf bleiben, wo immer es sich versteckt hält. Wie gut, dass wir uns getrennt haben.

Im Nachhinein wundere ich mich, wie ich es immer wieder schaffe, mich in einen "Ich-find-dich-schon-noch"-Rausch zu steigern. Ich bin eigentlich eine gute Finderin. In diesem Fall war es jedoch völlig überflüssige Energieverschwendung und - "Keine PANIK" - der vorgezogene Post von dieser Woche.



Ich wachse allmählich in das Kleid hinein und Abnehmen muss ich auch nicht. Wer jemals am Abend nach dem Essen und drei großen Tassen Tee einen figurbetonten Schnitt an sich gehalten hat um zu sehen, ob das irgendwie mal passen könnte, kann vielleicht nachvollziehen, warum ich letzte Woche fast schon Abnehmpläne schmiedete. Morgens wiegen und morgens anprobieren entspannt und je entspannter ich nähe, um so besser klappt alles. Auch das schwarze-Faden-Auftrennen unter der Lupe. Und ich denke, so wird das Kleid schließlich auch am Abend passen. Ein Ganztages-Kleid soll es schon werden.



Hier ein kurzer Weihnachtskleid-Wochenrückblick. In der vergangenen Woche habe ich
- das Rockteil angenäht
- den Futterrock zugeschnitten, genäht und erst falsch, dann aufgetrennt und richtig mitgefasst beim Rockteil-Einnähen
- seitlich einen Reißverschluss eingepasst
- die Ärmel genäht mitsamt ihren schönen Aufschlägen und den Abnähern am Ellbogen
- bei der Anprobe festgestellt, dass das Kleid immer noch einen Tick zu lang ist, ich hatte schon den Schnitt um gute 10 cm eingekürzt, jetzt müssen nochmals 3 bis 5 cm weg.

in diesen letzten Näh-Tagen vor der großen Weihnachtskleid-Präsentation werde ich
- die Ärmel einnähen und deren Abnäher schöner bügeln
- das Kleid erneut kürzen, ebenso das Futter
- Säume nähen, der Futterrock bekommt einen Rollsaum
- das Futter von Hand seitlich an den RV sticheln
- 3 Knöpfe und Knopflöcher nähen
und schon ist mein Kleid fertig.



Keine Last-Minute-Näh-Huddelei, ich bin gut in der Zeit. Stück für Stück nähe ich meinem Kleid entgegen. Auch habe ich zwischenzeitlich die ganze Weihnachtskleid-Näherei einige Etagen tiefer gehängt. Es wird nicht mein letztes Kleid sein - mein erstes sowieso nicht -, und muss deshalb auch nicht alle ultimativen Vorstellungen erfüllen. Es ist ein Kleid, das wünschenswert bis zu Weihnachten  fertig sein wird. Mehr nicht. Und das ich nicht erst zeige, wenn es genäht ist, sondern dessen Werdegang ich hier in Einzeletappen dokumentierte. Das ist allerdings ein Unterschied. Denn dieses mal war internetweite Beratung mit dabei. Was ein Glück, den Frust konnte ich mir auch von der Seele schreiben. Danke für's Verständnis.

Wie immer der Link zu den anderen Weihnachtskleid-Damen mit herzlichen Grüßen an Frau Dr. Cat.

Samstag, 17. Dezember 2011

für den kleinen Uni-Hunger

an manchen Tagen - meint meine Tochter - lohne es sich nicht, zum Essen mittags in die Mensa zu gehen:  Besprechungs-Tage oder nur zwei Stunden Vorlesung
da reiche es, eine Kleinigkeit wie Obstsalat oder Joghurt mitzunehmen.



an anderen Tagen reicht die Zeit kaum, um in die Mensa zu kommen: Tage, dichtgepackt mit Vorlesungen und Seminaren, Tage mit weitauseinanderliegendenen über die Stadt verstreuten Vorlesungsräumen, Klausuren-Tage ...
da ist es ihr wichtig, etwas zum  Essen dabei zu haben, food to go:
zu Obstsalat und Joghurt vielleicht noch einen Gemüsesalat oder Reste vom Nudelauflauf ...

Eine kleine Gabel  und Löffel  für den Zwischendurchhunger passen griffbereit und doch gut verpackt in die Bestecktasche "to go". Sie ist klein und handlich. Ähnlich einer Händitasche.  Immer dabei, kann man sich unterwegs notfalls auch schnell noch einen Salat kaufen.



Mit Besteck wird so aus einem schlichten "Food to go" fast ein "Dinner to go".

So eine "Dinner-to-go-Bestecktasche" ist eigentlich auch eine gute Geschenkidee (nicht nur für Weihnachten), würde sie doch auch gut in die Handtaschen meiner Freundinnen passen. Ich glaube, ich nähe mir noch eine Vorlage und mach mal ein paar Notizen und Fotos.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Kopflos?

Heute ziehe ich wieder einmal mein neues Stirnband aus Walkstoff über. Wegen der Kälte, die im Anmarsch sein soll und weil es beim morgendlichen Hundespaziergang doch ganz erheblich zieht.




Meine persönliche Haus- und Hoffotografin  musste vorauseilend schon am Wochenende einige Bilder davon machen. Nur:
Wie fotografiert man ein Stirnband - ohne Kopf?
Meine Vorgabe hörte sich dabei doch ganz einfach an: „ohne Kopf, bitte­schön“ !
Das Foto ist eine echte Herausforderung an die Fotokünstlerin. Ich sehe ihr an was sie denkt, auch ohne hinzuschauen und sehe auch wie sie sich insgeheim mit dem Zeigefinger an ihre Stirn tippt und den Kopf schüttelt  ...




Im wirk­lichen, ganz normalen Leben laufe ich natürlich nicht „kopflos“ herum. Ganz im Gegenteil. Und dieser Kopf bereitete mir auch einige Schwierigkeiten beim Anlegen des Stirnbandes. Letztlich war er mir immer wieder irgendwie im Weg. Oder jedenfalls Teile davon wie Haare, Ohren, Stirn ...
Das Foto ist nahe der Lebenswirklichkeit, von Wind und Wetter durchgeblasen komme ich normalerweise nach Spaziermärschen nach Hause. Das Durcheinander der Haare kam dieses mal aber vom Haareraufen durch wiederholtes Probewickeln. "Das ist aber nichts, wenn es schnell gehen muss", so ein Kommentar.
Ich muss also noch üben mit dem Drumrumschlingen und Hochklappen des Bandes. Es war die reinste Showeinlage bis das Ding einigermaßen saß, genäht war es wesentlich schneller. Wir haben das Foto zum Glück mit viel Zeit gemacht, heute morgen hätten wir den Zug verpasst. Aber wir haben auch selten so viel gelacht ...
(Eine Anleitung zu einem vergleichbaren Stirnband aus Jersey  gibt es bei Frau Kichererbse.)

Wie trotzen die anderen MeMadeDamen dem Dezemberwetter?
Hier der Link zur MeMadeMittwochs-Demo mit herzlichen Grüßen an Frau Dr. Cat.

Etwas kopflos scheint Blogger herum zu spazieren: seit Tagen  setzt er jeden neuen Post auf eine Extra-Seite und verweigert die Vorschaubildchen samt Aktualisierung in euren linklisten. In der MeMade-Mittwochsliste wollte er mir auch partout keine eingestellten Bilder anbieten. Ich habe viel probiert, über diesen Hänger wegzukommen, habe Posts hin und her importiert, alte Posts neu bestückt, mich neu registriert um eventuell umzuziehen, am Laptop meiner Tochter experimentiert - irgendwie ist es mir jetzt offenbar gelungen, wieder eine Reihenfolge hinzubekommen. Die Kommentare zum letzten Post sind futsch, aber immer noch besser als dies Gezicke - ich bin genervt. Und das in der Vorweihnachtszeit ...

Montag, 12. Dezember 2011

Mein Weihnachtskleid - Chaostage

Manchmal dachte ich in den vergangenen zwei Wochen, ob ich nicht vielleicht erst ein Probekleid hätte nähen sollen; Zeit wäre genug gewesen, Stoffe habe ich auch, mehrere Weihnachtsgeschenke sind schon fertig und die Kinder-Kuschel-Morgenmäntel brauche ich erst am zweiten Weihnachtstag.
Ich hätte an einem Probekleid den Schnitt testen können. Passt es gleich, um so besser. Dann hätte ich ein weiteres Kleid gewonnen. Passt es nicht, dann experimentiere ich hier nicht mit meinem Weihnachtskleid-Stoff.
Hab' ich aber nicht. Hab gleich richtig zugeschnitten und angefangen zu nähen. Und jetzt schau ich, dass ich beachte, was es an so einem unbedruckten Schnitt zu beachten gibt. Und das war bisher einiges.
Ein Anfang ist gemacht mit dem am wenigsten zu durchschauenden Teil des Oberteils, auch wenn noch nicht ganz so viel zu sehen ist.


Der Blick  ins Innere gefällt mir immer wieder, die Streublümchen wirken so nostalgisch.

Hier kommt mein Weihnachtskleid-Zwei-Wochen-Rückblick:

ich hatte
- meine Maße in inch umgerechnet, den Schnitt zusätzlich ausgemessen, die Abnäher im rückwärtigen Oberteil vergessen einzurechnen, sie übersehen, da sie ja ungewöhnlicherweise nur mit minimalen Löchern markiert sind
- das Rockteil genäht, danach aufgetrennt weil Rock und Oberteil nicht zusammen passen wollten - wegen der nicht beachteten Abnäher
 - das Rockteil mit weniger Nahtzugabe erneut zusammen genäht mit weniger Nahtzugabe
- die Abnäher-Markierungslöcher bemerkt
- den Rock wieder aufgetrennt und mit 1,5 cm Nahtzugabe, an alter Stelle also, zusammen genäht
 - festgestellt mit Abnähern wird es enger - vielleicht sollte ich die Adventszeit nutzen um zwei Kilo los zu werden
- Löcher entdeckt, die vielleicht Abnäher werden wollen, oberhalb der Brust unter dem Kragen in der Nähe der Schulter, sie übertragen, abgenäht und wieder aufgetrennt, weil es seltsam aussah.




- Und heideblitzaberauch - das Burda-Kopierpapier nicht mehr gefunden. Muss Rock "Römö" wohl versteckt haben. Oder schlimmstenfalls weggeworfen. Der war der letzte, der das Kopierpapier benutzt hatte. Das ganze Nähzimmer habe ich auf den Kopf gestellt - nichts. Wisst ihr wieviele Schachteln hier lagern? In allen ist was Schneidertechnisches verwahrt - und ich weiß auch was. Schachteln und Inhalt sind genau verknüpft in meinem Kopf. Die Schachtel ist da, die Rädchen liegen drin. Wo, zum Kuckuck, ist das dazugehörige Papier?



Davon mal abgesehen, läuft alles bestens.
Das Oberteil ist wie gesagt zusammen genäht bis auf die Ärmel. Es passt mir ganz gut, ich brauche keine Befürchtung zu haben, dass es zu eng wird. Es ist sogar noch Luft für Shirt drunter drin, wenn auch nur unscharf auf dem Foto zu erkennen und das schwarze "Jäckchen"  im Augenblick noch nicht nach Kleid aussieht. Aber das wird.



Die Armausschnitte empfinde ich jetzt schon als überaus bequem. Mal schauen, wie es wird, wenn die Ärmel tatsächlich eingesetzt sind. Die Rockteile sind aneinander genäht, ich werde aber noch einen Futterrock einnähen, damit das Kleid blickdicht ist.

Die englische Anleitung erschließt sich mir nicht vollständig - was nicht an eventuell mangelndem englischem Fachvokabular liegt. Ich verstehe schon was mir gesagt wird, nicht aber was sie von mir gewollt wird. Vielleicht denke ich zu viel ... 
Allerdings finden die Nähte auch so allmählich zueinander. Denn von der Anleitung habe ich mich im Zuge meines Unverständnisses losgesagt. Ich nähe jetzt nach meiner inneren Logik, wenn auch manchmal mit zu wenig Zeit.
Davon mal abgesehen, läuft alles bestens!


Und wie läuft's bei euch? Hier der link zu Cat und Kascha, verbunden mit Grüßen und einem Dankeschön.

Samstag, 10. Dezember 2011

KUSCHELTUCH

Vielen Dank für die lieben emails und Kommentare zu meinem Maustuch-Post.


Mit einem Anleitungslink kann ich nicht dienen, ich weiß keinen. - Das ist die schlechte Nachricht zum heutigen Post.
Vor Jahren fiel mir einmal  ein Kuscheltuch meiner Geschwisterkinder in die Hände und ich dachte "das kannst du auch". Und irgendwann als ich ein Geschenk zur Geburt eines Kindes brauchte, habe ich aus der Erinnerung heraus auf Grund einiger weniger Notizen etwas herum experimentiert und so lange ausprobiert, bis es mir am besten zusagte. Im Verlauf der Jahre habe ich  meine eigene Anleitung dann nach und nach optimiert und herausgekommen ist schließlich dieses Kuscheltuch.
Die Maus ist mein persönlicher Favorit, man kann aber auch andere Köpfe einsetzen wie Bär oder Hase.




Für meine Kurse und auch für mich selbst habe ich Aufzeichnungen und jetzt auch Fotos gemacht. Die kann ich euch zur Verfügung stellen. Was nicht geht ist der Kopf, da es sich dabei um den Teil eines Kauf-Schnittmusters handelt. Da ich es nicht selbst entworfen habe, darf ich es aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. Aber das ist nicht weiter schlimm. Ihr näht einfach einen Tierkopf aus Frottee, dazu finden sich sicherlich in Bastelbüchern oder im Internet Anleitungen.

Und den Rest erkläre ich hier kurz - wobei wir jetzt bei der guten Nachricht zum heutigen Post angelangt wären:

Als erstes also einen Tierkopf nähen.




Dann kommt der Körper dran. Er ist ein doppelt gelegtes und genähtes Tuch, eine Seite buntes Baumwollstöffchen, die andere Seite Frottee, Biber oder Fleece, eine Babywindel geht wahrscheinlich auch.

die Seiten sind bei meinen Tüchern meist um die 40 cm lang und bilden ein Quadrat.


Die Stoffe rechts auf rechts aufeinander legen,
rundum absteppen, die Ecken knappkantig abschneiden, in der Mitte des bunten BW-Stoffes (also des Oberstoffes - und wirklich nur dort!!!) eine kleine runde Öffnung von etwa 2-3 cm Durchmesser einschneiden.


Hier zur Verdeutlichung ein Ausschnitt der Mitte - deutlich ist das kleine Loch im BW-Stoff zu sehen und darunter der nicht verschnittene weiche Kuschelstoff:



durch diese Öffnung nun das Tuch wenden, bügeln, die Seitennähte steppen, zum Dreieck falten und an den Seiten ca. 8-10 cm zusammennähen.


das wird das Körperteil
---

und
in den wird nun der Kopf montiert:



Dafür rund um das Loch im Oberstoff von Hand einen Kräuselfaden einziehen -bitte, mit doppeltem Faden arbeiten -, den "Hals" des Tierkopfes in diesem Loch plazieren, den Faden anziehen und den Kopf rundum fest annähen - ich weiß: das ist Friemelarbeit!!! Und geht nur von außen zunächst rund herum und dann noch  einige male quer durch.


Augen und Nase aufsticken; die "Händchen" werden abgebunden, sollte der Stoff aber weich und dünn genug sein, kann man sie sehr gut einknoten.


zum Schluss um den Hals noch ein verwegenes Halstuch - so sieht man auch die Fadenstiche nicht ...



nun ist das Kuscheltuch schon fertig.

Nach diesem Prinzip lassen sich auch andere Kuscheltücher nähen, ihr braucht nur die Vorlage für den Kopf auszutauschen; ich habe auf diese Art schon Kuscheltücher mit Maus-, Hasen-, Bären- oder Elefantenkopf genäht.
Wobei ich zugeben muss, dass  ich das Mäuschen-Kuscheltuch am liebsten mag.
Viel Freude damit.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Nebelfarben

Heute trage ich passend zum Wetter mein neues Tuch in "Nebelfarben".
Es ist ein asymmetrisch gestricktes Tuch, das auf einer der Längsseite ein Zacken-Muster aufweist und dessen zweiter Seitenrand gerade bleibt.
Hier könnt ihr die Größe bzw. die Länge deutlich erkennen:


Am unteren Rand entlang sieht man die Zacken, sie sehen aus wie Treppenstufen. Was man bei diesem Tuch auf der einen Seite in jeder Reihe an Maschen zu nimmt, wird bis auf wenige Maschen  nach mehreren Reihen auf der anderen wieder abgekettelt. So entsteht die allmähliche Breite und vor allem die Länge des Tuches. Ist der Wollknäuel fast zu Ende gestrickt, hört man einfach auf und mascht die Seite ab. Die Zacken habe ich hier noch umhäkelt, sie gefielen meinem strengen Blick nicht ganz so gut, so wie sie waren.Tücherstricken muss ich noch üben.

Was tragen die anderen MeMadeMädels in diesem novemberlichen Grau?*
Ein Blick zu Catherine und ein Danke für die Organisation.

*Fußnote: ich weiß, es ist Dezember, empfinde das Grau im letzten Teil des Jahres aber immer als "novemberlich".

Montag, 5. Dezember 2011

Warten auf Berlin



An das
Servicecenter Fahrgastrechte
der Deutschen Bahn





Sehr geehrte Deutsche Bahn AG, sehr geehrte Fahrgastrechte,

mit Verwunderung habe ich Ihr Schreiben vom 25.11.2011 mit Ihrer Erläuterung zur Erstattung der Kosten von einer Stunde Zugverspätung gelesen. Wie Sie auf Grund meiner Angaben eine einstündige Verspätung errechnen konnten, bleibt mir schleierhaft. Rechenfehler, Denkfehler oder zu viele Erstattungsanträge? Schließlich war im letzten Jahr bei Fernreisen nur jeder 5. Zug pünktlich.
Ich möchte Ihnen noch einmal die Ihnen bereits aus meinem Antrag vom 8.11.2011 incl. Begleitschreiben bekannten Fakten etwas ausführlicher darstellen, vielleicht erkennen Sie daraus die richtige Differenz zwischen vorgesehener und tatsächlicher Ankunftszeit:

Am 30.10.2011 reiste ich mit meinem Onkel, Herrn S. nach Berlin-Lichterfelde Ost.
Die Fahrt begann für mich um 8.51 Uhr mit gesondertem Ticket in meinem kleinen Schwarzwaldstädtchen und für Herrn S. um 9.30 Uhr - ab Offenburg mit gemeinsamem Ticket.
Herr S. ist gehbehindert.
Deshalb war geplant, in Berlin Spandau umzusteigen, für einen gehbehinderten Menschen die einfachste Möglichkeit nach Lichterfelde zu gelangen, da man auf dem Ankunfts-Bahnsteig auf den Anschlusszug warten kann. Laut Reiseverbindungsplan für diesen ICE wären wir um 15.10 Uhr in Spandau ausgestiegen, um 15.20 Uhr mit einem RE weitergefahren und im Zielbahnhof Lichterfelde Ost um 15.52 Uhr angekommen.

Unser ICE  fuhr trotz entsprechender Buchung unsererseits diesen Bahnhof nicht an. Und selbst wenn - wir hätten den Anschlusszug nicht erreicht: Auf halber Strecke gab es bereits einen ersten unfreiwilligen Halt, bedingt durch die polizeiliche Suchaktion eines "Verwirrten", wie uns ein Zugbegleiter auf Nachfrage mitteilte. (Ein zweiter nicht vorgesehener Halt Stunden später wegen Fahrerwechsel ist dagegen fast zu vernachlässigen.)
Mit bereits 45minütiger Verspätung erreichten wir Braunschweig, von wo aus der ICE eine Umleitung wegen Gleisbauarbeiten nehmen musste. Weder Wolfsburg noch Berlin-Spandau lagen nunmehr auf seiner Strecke, dafür hatten wir einen überflüssigen Stop in Magdeburg. (Ich frage mich, wieviele Fahrgäste hier wohl ausgestiegen sein mögen, Magdeburg war für diese Fahrt nicht vorgesehen.)  Aber zurück zu unserer Verspätung. Eingelaufen am Berliner Hauptbahnhof sind wir schließlich um 16.55 Uhr. Damit waren wir unserem Ziel zwar schon nahe, die Reise selbst aber war noch lange nicht zu Ende, wie sich noch zeigen sollte.

Völlig ortsunkundig mussten wir uns erst einmal nach der Bahninformation - dem Service-Center - und dort nach der Weiterfahrt erkundigen. Hätte uns der "Beamte ohne Arbeit" schnell und unbürokratisch eine Auskunft erteilt, wir hätten wahrscheinlich recht bald einen Anschlusszug erreicht. So aber mussten wir uns nach seiner Belehrung - wie konnten wir nur übersehen, wohin wir eigentlich gehören? - in die lange Warteschlange aller übrigen Gestrandeten einreihen. Dieser Informationsschalter bedient wohl nur Patienten erster Klasse.

Die Weiterfahrt war nach Auskunft der bemühten Dame hinterm Schalter um 18.16 Uhr. Wir sollten unbedingt einen Regionalexpress nehmen, für S-Bahnen erteilte sie uns keine Auskunft. So haben wir insgesamt Fünfviertelstunden auf Ihrem herrlichen Bahnhofsareal abgestanden und gewartet: Während dieserZeit saßen wir an den Gleisen und genossen in der Wartehallen-Atmosphäre mit den ein- und abfahrenden Zügen ein gewisses Urlaubs-Feeling. Entspanntes Reisen fühlt sich anders an.
Angekommen in Lichterfelde Ost sind wir um 18.28 Uhr. Einen Zugbegleiter in diesem Regionalexpress innerhalb der zwölfminütigen Fahrt zu finden oder gar einen Schalter auf dem Bahngelände Lichterfelde Ost, um uns unsere Fahrtzeiten bestätigen zu lassen, war leider unmöglich; Sie müssen mir also Ihr Vertrauen in meine zuletzt gemachten, ungestempelten Angaben schenken. Wie ich Ihnen übrigens auch - spätestens bei meiner nächsten Reise mit der Bahn.
Für den Service der Deutschen Bahn während der Umleitung - ein großzügig kostenloses Getränk für jeden Bahnreisenden in diesem Zug - danken wir. Auch dafür, dass einer Ihrer zugbegleitenden Mitarbeiter uns noch während der Fahrt den Fahrtkosten-Erstattungs-Antrag aushändigte und sowohl diesen als auch die bereitgehaltenen Tickets abstempelte. Zu irgendwelchen weiteren Auskünften war er allerdings nicht bereit. (Eine Auskunft zur rechten Zeit wäre hilfreich gewesen: unsere Zugverbindung nach LO wurde nämlich nicht per Lautsprecher-Ansage mitgeteilt.) Er war nicht unfreundlich, aber doch bestimmt, denn schließlich musste er in der letzten Stunde der Fahrt allein den ganzen Zug bedienen.

Übrigens: Trotz Bahncard bezahlten wir für das Ticket 155 Euro. 

Mit freundlichen Grüßen
eine gelegentlich Fernreisende

P.S. ein kleiner Tip zum Schluss: Halten Sie für ähnliche Fälle am besten von allen Getränken genügend Vorrat. Es ist schon ärgerlich genug, wenn der Zug Verspätung hat.

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