Mittwoch, 29. Juni 2011

Ich geh jetzt mal einkaufen ...

Beinahe wäre ich in meiner Haus-, Hund- und Gartenjeans zum Einkaufen gegangen. Früher - also vor ein paar Wochen - wäre mir das vielleicht noch passiert ...

Knotenshirt vom Sommer 2010

Aber heute ist alles anders: soviel Zeit muss sein - ich ziehe mich noch schnell um. Hose raus, Rock an, Leggins an, kurzer Blick auf die Frisur, Foto gemacht, und ab ...

Aber halt - die Schuhe: das geht ja gar nicht. Fotos sind unerbittlich. Auch kleine Kontrollbilder. Also Schuhe wechseln und dann aber - es wird Zeit: Essen für Mittag, Abend und den Kuchen für die Gäste - schnell, schnell!


 Langarmshirt vom Sommer 2010


Heute droht der große Regen. Und ein Temperatursturz! Ich werde mich also sicherlich noch einmal umziehen müssen.
Am besten gleich ein Langarmshirt, es weht ein kalter Wind. Sandalen lasse ich jetzt aber an - schwimmen kann man auch in anderen, wenn's kommt wie's kommen soll.

Eigentlich - das muss ich doch noch dazu schreiben - wollte ich heute meinen neuen Rock fertig haben - ein an die Fünfzigerjahre angelehntes Modell mit reichlich Stoff um mich herum aus einer Burda vom letzten Jahr. An der Anpassung hapert es noch ein klein wenig. Und an der Überlegung, ob ich einen Bund annähe oder einen Beleg, also einen auf der Hüfte sitzenden Rock möchte. Wäre mir lieber, aber dafür ist es fast ein bisschen viel Stoff. Vielleicht habe ich mich ja bis nächste Woche entschieden.










Zeit für euch finde ich später, hier der KLICK für alle, die jetzt schon gucken wollen.

Montag, 27. Juni 2011

Schokoladen-Kirschkuchen

Wieder ein süßer Wochenanfang: die letzten Süßkirschen vom Baum im Garten reichen noch für einen Schokoladen-Kirschkuchen.



500 g Kirschen entsteinen, große Kirschen halbieren. Es dürfen auch ein paar Gramm mehr sein. Bei mir waren es 550 g fertig entsteinte Kirschen - aber da wurde es eng auf dem Kuchen.



150 g Zartbitter-Schokoladen im Wasserbad schmelzen.

150 g weiche Butter mit
175 g Zucker schaumig rühren, nach und nach
4 Eigelb und
etwas abgeriebene Zitronenschale zugeben
flüssige Schokolade unterrühren.

100 g Mehl
200 g gemahlene Mandeln
1/2 Tl. Zimt
1 Tl. Backpulver miteinander mischen.

4 Eiweiß mit
1 Prise Salz zu Schnee schlagen.

Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Zucker-Butter-Schokocreme rühren, danach das Mehl-Gemisch mit dem restlichen Eischnee unterheben.
Den Teig in eine gebutterte Springform füllen, die Kirschen darauf verteilen und etwas in den Teig eindrücken.
Backen bei 170 °C ca. 1 Stunde.
Dabei nach der Halbzeit den Kuchen abdecken, die Kirschen verbrennen leicht.



Mit Puderzucker besieben.



Wer lieber Sauerkirschen mag, nimmt 200 g statt der angegebenen 175.
Frohes Gelingen.
Wer backt noch?

Sonntag, 26. Juni 2011

Nadelkissen

Vor längerer Zeit
hatte ich ein Stoffherz genäht, um es mit Lavendel zu füllen.


Aber ich hatte gerade keinen Lavendel im Haus, im Garten blühte er auch nicht und so blieb das leere Stoffherz liegen. 
Eigentlich mag ich keine Projekte, die auf halbem Weg liegen bleiben - meist nehme ich sie mir doch nicht mehr vor aber ganz trennen, d. h. in die Tonne schmeißen, mag ich mich auch nicht davon.




Jetzt brauchte ich ein kleines Geschenk und dabei fiel mir das halbfertige Herzchen in die Hand.
Es ist zwar gerade Lavendelzeit im Garten und er blüht üppig duftend - trotzdem habe ich die Bestimmung des Stoffherzchens geändert und es kurz entschlossen mit Füllwatte ausgestopft,




ein Blümchen - die Vorstufe zu einem anderen Vorhaben - gleich noch mitverwertet und so wird ein herziges Nadelkissen verschenkt.



Mittwoch, 22. Juni 2011

nähfreier Mittwochnachmittag



Meine Freundinnen und ich trafen uns am letzten Mittwochnachmittag zum Nähen - dafür hatten wir rechtzeitig geplant, uns den Nachmittag frei genommen und auch versucht ihn frei zu halten.
Nähen in Gesellschaft macht richtig gute Laune. Kleine Schwätzchen gehören dazu, genau wie die Tasse Kaffee, gegenseitige Hilfe, Beratung und auch ausleihen von Vergessenem wie Heftfaden, Nähnadeln, Schere. Kritische Anmerkungen sind erwünscht, lobende Bestätigungen erlaubt. Oder doch lieber andersrum?



Ich hatte mir für diesen Nachmittag das Ottobre-Shirt mit dem leicht gerafften Halsausschnitt eine Nummer kleiner vorgenommen, den Schnitt nochmals rauskopiert und kleiner ausgeschnitten - sparsam auf der alten Folie, denn in der großen Größe werde ich ihn wohl nicht mehr brauchen - und bis auf die Saumnähte fertig gestellt.
Die nähte ich am Abend daheim mit der Cover mit den guten Ohren. Meine Drohung wirkt nachhaltig. Sie näht ordentlich.

Ich finde, dass mir dieses Ottobre-Shirt eine Nummer kleiner besser passt. Auch Röcken steht es so besser, die es obenrum sowieso nicht so schlabberig weit schätzen. Meine jedenfalls nicht.

spannende Mittagspausenlektüre

Dieser Rock ist ein gekaufter - aus dem Secondhandladen - und ein wirklich gut sitzender. Ich überlege mir, ob ich nicht den Schnitt abnehmen sollte und immer wieder, ob mir das Gebändele gefällt oder nicht, mehr stört oder gar aufträgt.
Vielleicht ziehe ich das "Gürtelband" doch noch. Bei einem selbstgenähten Rock würde ich es wahrscheinlich weglassen.

immer noch Mittagspause ...


Den nähfreien Mittwochnachmittag wollen wir übrigens beibehalten - nicht jede Woche, aber immer wieder.
Und wenn ihr glaubt
ich kann nur Shirts
dann muss ich euch enttäuschen:
nächstes mal nähe ich mir einen Rock!











ein KLICK genügt

Dienstag, 21. Juni 2011

Sommer 2011


Blumenmädchen wilde Rose

 Der alte Garten

Kaiserkron und Päonien rot,
Die müssen verzaubert sein,
Denn Vater und Mutter sind lange tot,
Was blühn sie hier so allein?

Der Springbrunn plaudert noch immerfort
Von der alten schönen Zeit,
Eine Frau sitzt eingeschlafen dort,
Ihre Locken bedecken ihr Kleid.

Sie hat eine Laute in der Hand,
Als ob sie im Schlafe spricht,
Mir ist, als hält ich sie sonst gekannt –
Still, geh vorbei und weck sie nicht!

Und wenn es dunkelt das Tal entlang,
Streift sie die Saiten sacht,
Da gibts einen wunderbaren Klang
Durch den Garten die ganze Nacht.

Joseph Freiherr von Eichendorff

Freitag, 17. Juni 2011

schwarz wie die Nacht ...


zu meinen Shirts gesellen sich ab heute noch zwei schwarze Teile:
ein ärmelloses Longshirt und ein Spaghettiträger-Top.
Erstmals ist es mir dabei gelungen, nicht nur den Ausschnitt sondern auch die dünnen Träger mit der Coverlock zu nähen. Darüber freue ich mich besonders, denn bisher wollte die Cover nicht ganz so wie ich bei dünnen Trägern.



Es ist zwar heute fast ein bisschen kühl, um so viel Arm zu zeigen, aber  insgesamt geht es der Sommerwärme entgegen, da freut man sich über jedes luftige Teil. Für die abendlichen kühleren Temperaturen ein Blüschen dazu als Ergänzung.



Zur Zeit nähe ich mir zwei kurzärmelige Jersey-Jäckchen, von denen ich denke, dass sie optimal dazu passen werden.




Montag, 13. Juni 2011

Kinderkleid-Recycling

 

Während meines Ausflugs in die Hauptstadt fand ich außer für Museen, Berliner Dom und Neue Synagoge Zeit für Frau "Barcomi's" Kuchenparadies, eine Stadtbesichtigungsfahrt auf der Spree, viele Verwandtschaftsbesuche, einen Ausflug nach Potsdam, eine Stadtteilbegehung in Frohnau,  den türkischen Markt am Maybachufer und für viele viele kleine Geschäfte, von denen wir hier platt auf dem Land nur träumen können. Erstaunt haben mich vor allem  die Läden mit selbstgenähter Kinderkleidung, von denen mich die Dollyrocker, die aus noch gut erhaltener getragener Kleidung individuelle Kinderklamotten schneidern, am meisten beeindruckten - Frau Suschna hätte hier ihre helle Freude. Alleine hätte ich viele der "Sehenswürdigkeiten" abseits der allgemeinen Touristenroute natürlich nicht gefunden, aber meine Schwägerin hatte sich eine ganz besondere auf mich zugeschnittene Individual-Besichtigungstour ausgedacht.
Ach ja, bei Frau Tulpe war ich auch - ist ja fast ein MUSS.



Ein Kinderkleiderladen inspirierte mich besonders, den Namen habe ich (verständlicherweise) vergessen, war er doch der Schlusspunkt eines durchaus anstrengenden Tages. Die Schlichtheit der Kleider blieb mir allerdings in Erinnerung. So einfach - so schön. Die Kleidchen sahen aus wie ein verlängertes T-Shirt, waren aus sommerlichen Baumwollstöffchen genäht, oben am Hals und an den angeschnittenen Ärmeln nur mit Gummizug gerafft. Kurze Notiz in der S-Bahn und schon hoffte ich, zu Hause ein neues Nähprojekt in die Tat umsetzen zu können.
Weit gefehlt. So einfach - so schwierig. Shirtschnitte habe ich genug, aber sollte ich sie nun eine Nummer größer nehmen oder in der vorderen Mitte einfach zwei bis drei Zentimeter zugeben? Wie lange sollte das Kleidchen werden? Wie weit, dass es nicht wie ein Plumpsack aussieht aber trotzdem genügend Platz  für's An- und Ausziehen lässt? Das zu benähende Kind lebt leider nicht in verfügbarer Nähe. Was liebe ich Geburtstagsgeschenke, die mir Bauchgrimmen verursachen ...
Als das Kleidersäckchen zum Kleidersack mutierte, in den das Kind zweimal gepasst hätte, beschloss ich, das eben Genähte zu recyceln.



Aus Zeiten als es noch kein Internet, kein Farbenmix oder Mamudesign gab, hatte ich mir vier Neue Mode-Hefte "hinüber" ins virtuelle Zeitalter gerettet. Früher waren sie für mich der Inbegriff der schönen selbstgenähten Kinderkleidung. Längst habe ich alle ehemaligen Burda-Kindermoden-Hefte entsorgt, von den vier Neue Moden-Hefte wollte ich mich nicht trennen und bekam nach dem letzten Umzug mehrere intensive Suchanfälle, weil sie sich zunächst nicht auffinden ließen. Aber nun sind sie alle wieder da - im letzten noch nicht ausgeräumten Karton (einer "Umzugsleiche" auf dem Speicher) zwischen Kochbüchern versteckt fand ich sie.
Leider sind die Hefte ohne Jahreszahl; so kann ich sie nur anhand der Erinnerung zeitlich eingrenzen und tippe auf etwa 20 Jahre, die sie auf dem Buckel haben. Auch wären sie einen eigenen Post wert, auf die Schnelle zeige ich hier kurz, was ich aus diesem Heft vor Jahren schon einmal genäht habe - beim Durchblättern stellte ich fest: gut die Hälfte hatte ich nachgenäht:

die Röckchen links oben, das Kleid rechts oben, der Overall, Hose und Shirt vom Bild links unten und das Kleid mit Jäckchen rechts unten

auch hier waren es alle vier gezeigten Modelle


hier der Stufenrock, das rosa Prinzessinenkleid und das Blüschen auf dem rechten Foto


der Star in Kindergartenzeiten war das asymetrische Cape rechts auf dem Bild.

Aber zurück zu meinem recycelten Kleid. Es ist in Größe 104  und eines der wenigen Teile, die ich zum damaligen Zeitpunkt nicht genäht hatte, mein Kind wuchs schneller aus dem Kleinkinderkleideralter - in diesem Fall aus Größe 104 - raus, als ich mich umschauen konnte.  Es war jetzt erstaunlich rasch genäht und dabei weitaus schneller als die Versuche vorher mit meinem "Einfachkleid".


hier seht ihr nun das Ergebnis meines Recyclings, da der Stoff ja bereits verschnitten war, ging es knapp zu aber mit ein bisschen Rumgeschiebe der Schnittteile ist es mir schließlich doch noch gelungen.


der Armausschnitt ist umgelegt und in der Rocknaht so mitgenäht, er müsste sich also auch nach dem Waschen schön legen (hoffe ich).



hier ist das Kleidoberteil noch von hinten zu sehen, es wird mit einer Knopfleiste geschlossen.



Jetzt nur noch einpacken und verschenken.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Warten auf Wolle

Während ich voller Ungeduld auf meine bestellte Wolle wartete
- das war im August 2010 - 

und sie nicht kam und nicht kam 

längst abgeschickt vom Wollhändler
aber als Warensendung für mein Empfinden viel zu lange unterwegs

begann ich ein Paar Socken zu stricken
von denen ich wusste, sie würden erst Ende Mai 2011 verschenkt ...



Eine Woche lang nadelte ich sozusagen mit der Post um die Wette:
wer würde zuerst am Ziel sein?
Das Päckchen oder ich mit meinem Geschenk?



Ich war Sieger 
und das sind die ultimativen Sieger-Socken:





Mittwoch, 8. Juni 2011

zurück aus Berlin

Eben nach Hause gekommen, lasse ich mich noch ganz schnell fotografieren und zeige, in welchen Kleidern ich den heutigen Tag verbrachte. Gleich ziehe ich mich um und fange an zu kochen.



Kurz vor meiner Reise nach Berlin hatte ich mir dieses Shirt genäht, das
a) farblich zu meinem neuen (Secondhand)Rock passen sollte
b) etwas figurbetont ausfallen durfte
c) mit dem ich mich von pölsterchenverdeckenden Schlabberoberteilen verabschieden wollte und das
d) ein kleinwenig, wenn auch nur wirklich ein klitzekleinwenig abweichen sollte von den "normalen" Schnitten.



Total motiviert kopierte ich ein Ottobre-Shirt aus Heft 2/2007, das mit dem kleinwenigen Gekräuselten vorne am Ausschnitt (aber ohne Puffärmelchen). Um sicher zu gehen, dass das Teil auch nicht zu eng wird, legte ich einen passenden Schnitt zur Kontrolle auf. War ich bisher über meine Ottobre-Shirt-Größen irritiert, so steigerte sich bei diesem Schnitt die Irritation zum Entsetzen:  44! Normalerweise trage ich 38 - nur so zur Information. Und außerdem hatte ich gerade eben - ich schwör's - zwei Kilogramm abgenommen.



In einem Sonntagnachmittag-Nähanfall nähte ich das Shirt noch rechtzeitig vor der Abfahrt. Zwischen Auftrennen und Neunähen packte ich nebenbei meine Reisetasche. Nur kein Druck - Sensibelchen wie meine Maschinen vertragen so etwas nicht! Nach dem 8., 9. oder 10. Versuch - irgendwann habe ich aufgehört zu zählen - klappte dann sogar die Covernaht am Halsausschnitt. So kurz vor dem Perforierzustand des Bündchenstreifens. Aber nur weil ich irgendwand bedrohlich leise vor mich hinmurmelte: Wenn es jetzt noch einmal schief geht, hole ich die Zwillingsnadel!! Was ein Glück, dass Covermaschinen gute Ohren haben.



Für kühlere Tage habe ich mir mittlerweile ein kleines vorne zu bindendes Jäckchen genäht, den Schnitt hatte ich von einer gekauften Sweatjacke frechweg abgenommen bevor sie getragen, gewaschen und womöglich verzogen war.
Rundum glücklich macht mich das Shirt noch nicht. Obwohl es sich zugegebenermaßen ganz wunderbar tragen lässt: besonders an den warmen Tagen, wo es nicht so sehr eng anliegt.Was aber das ist es ja, was ich eigentlich wollte: Punkt b) figurbetont. Ich denke, ich kopiere den Schnitt für's nächste mal in Größe 42, nähe es noch einmal und hoffe, dass sich die Schnittgröße von Shirt zu Shirt doch noch in Richtung 38 bewegt!



Zu den Leggins wollte ich auch noch was sagen (aber dann höre ich auf - ich muss noch kochen):
Bei Catherine hatte ich die Kombination von Rock/Kleid mit Leggins das erste mal bewusst wahrgenommen. Gesehen hatte ich das natürlich schon vorher, zum Beispiel bei meiner kleinen Nichte. Da dachte ich: praktisch, aus Leggins wächst man nicht so schnell heraus wie aus Strumpfhosen. Und wenn sie nicht so knallbunt gemustert sind wie die Sportleggins meiner Tochter in Grundschulzeiten, sieht das ja recht gut aus.

Dann sah ich eine entfernt-Bekannte mit halber Wahrnehmung aus den Augenwinkeln - ich fuhr gerade an ihr vorbei, was die halbe Wahrnehmung erklärt. Aha, Leggins unter Röcken sind also keine Frage des Alters (sie ist deutlich älter als ich) sondern offenbar so selbstverständlich, dass mein Entschluss reifte, das auch zu wollen, nein, das auch zu tragen. Ich liebe Röcke, ich liebe Kleider aber den Preis der ungeliebten Strumpfhosen mag ich nur ungern bezahlen!



Und ich bin ein Beinahe-Modemuffel, Jeans und Shirt reichen mir in der Regel und so wollte ich auf alle Fälle schon im Vorfeld etwas Klarheit: beim Kauf der Leggins versuchte ich zu erkunden, wie die Landmeinung zu Leggins kombiniert mit Röcken denn so im allgemeinen  ist - alltagstaugliche Landmode oder doch eher ein Großstadtprojekt? Da kein Erstaunen feststellbar, startete ich einen ersten Versuch in der nahen Kreisstadt: Leggins an, Rock drüber. Augen zu und auf die Rolltreppe.
Danach kam mein kleines Schwarzwaldstädtchen an die Reihe.
Das leise Lächeln im Gesicht meiner Tochter, die mir zufälligerweise auf dem Weg ins Städtchen entgegenkam, habe ich geflissentlich übersehen. Kommentiert hat sie nichts. Andere auch nicht. Geschaut haben sie teilweise schon. Das erste mal war's Überwindung. Mittlerweile habe ich mich gewöhnt und vielleicht komme ich ja doch noch aus den ewigblauen Hosen raus - gefallen tät's mir.
Und in Berlin - ich sag's euch - da hat überhaupt keiner geguckt. Weder auf Rock noch auf Leggins.












Ein KLICK zu euch ...

Montag, 6. Juni 2011

Montagskuchen - Stachelbeertorte

Den Wochenbeginn versüße ich uns gerne mit einem selbstgebackenen Kuchen. Einem Montagskuchen. Unter der Woche gibt es in unregelmäßigen Abständen auch Mittwochs-, Donnerstags-, Freitags- oder Samstagskuchen. Dienstags- und Sonntagskuchen entfallen meist. 

Es ist schon einige Zeit her, dass es Stachelbeertorte bei uns gab und gepostet hatte ich das vor einiger Zeit auch schon mal. Da wir aber Wiederholungen lieben und ich außerdem das letzte Glas Stachelbeeren aufbrauchen wollte (köstliche Art der Vorratsverwertung), bald eine neue Ernte-Saison beginnt und ich nur  ungern Überhänge habe, stürzte ich mich gerne in dieses Backvergnügen:



Deckel und Boden mache ich so:
4 Eier trennen, Eiweiß mit 1 Prise Salz zu Schnee schlagen, zur Seite stellen.aus 4 Eigelb, 100 g Butter, 70 g Zucker, 150 g Mehl, 1 Tl. Backpulver, evtl.1 -2 Essl. kaltem Wasser einen Rührteig herstellen, diesen halbieren, in zwei Springformen mit der gleichen Größe dünn ausstreichen (evtl. nacheinander arbeiten), auf jeden Teigboden die halbe Menge Eischnee geben, glatt streichen und mit jeweils 50 g Mandelblättchen bestreuen.Backen bei 200°C ca. 15 Min. bis die Mandelblättchen leicht zu bräunen beginnen. Aus der Form lösen (vorsicht am Rand, es pappt gerne an) und abkühlen lassen. Der schönere der beiden Kuchenboden wird der Deckel unserer Torte, der andere der Boden.



die Creme mit den Stachelbeeren geht so:
1 Glas Stachelbeeren abschütten, dabei den Saft auffangen und 1/4 l davon abmessen.1 P. gemahlene Gelatine (oder Agartine) in 5 Essl. Stachelbeersaft anrühren, leicht erwärmen bis sie flüssig ist, dann zusammen mit 50 g Zucker in den Viertellieter Saft einrühren, kühl stellen, aber darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht fest wird. Wenn sie beginnt abzubinden (also leicht glibbrig wird) 400 g Sahne steif schlagen, vorsichtig mit einem Schneebesen den leicht angedickten Saft einrühren, danach die Stachelbeeren unterheben. Kühl stellen für ca. 10 Min.

und zusammen montiert ergibt sich schließlich eine Torte:
Den kaltenTortenboden auf eine Tortenplatte legen, einen Tortenring darum stellen, Crememasse einfüllen, vorsichtig den Deckel obenauf plazieren.Wer mag, kann den Cremerand mit leicht angerösteten Mandelblättchen verzieren. 


Freitag, 3. Juni 2011

Gerettet

Leise und von mir zunächst nicht bemerkt, bohrte sich ein kleines Loch in das letzte meiner "Zweitageshirts" aus dem MeMadeMonatFebruar:



"Ei", sprach da der Fleck, "du bist so allein, darf ich mich zu dir gesellen?" "Bitte gerne, es ist genügend Platz an meiner Seite" antwortete das höfliche Löchlein. So gesellte sich das Flecklein zum Löchlein und sie waren beide unzertrennlich.

Was soll ich  nur tun? überlegte ich, derweil ich Löchlein und Flecklein beschaute.Verjage ich das Flecklein, so wird dabei vermutlich das Löchlein immer größer, stopfe ich das Löchlein so habe ich neben dem Flecklein ein gestopftes Löchlein.




Da rauschte der Wind und der große Baum beugte sich zu mir herab und sprach: "Lass mich dir helfen. Du mähst all die Tage das große Gras unter meinen Ästen und seit vielen Jahren hälst du mir die Erde rein, befreist mich von Efeu und Brombeerranken, nun möchte ich dir ein klein wenig behilflich sein." Er bat seinen Freund den Wind kräftiger blasen und schickte mir ein Zweiglein mit vier Blättchen.



Die Blätter legten sich wohlgefällig über Löchlein und Flecklein, die ihre Zweisamkeit nun abgeschieden von aller Welt genießen können.



Und so wurde aus meinem Zweitageshirt ein weiteres Feld-Wald-und-Wiesenshirt.


Und der Wind blies weiter und weiter
und das Feld-Wald-und-Wiesenshirt schaukelte im Wind ...


zu guter Letzt:

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