Dienstag, 29. März 2011

eine Woche voller Socken (7)

dunkelrote Seide
ein besonders schmeichelndes Garn
verstrickt zu einem luftigen Muster



ideal für Früh- oder Spätsommertage

das war die Absicht ...

So sehr sie mir gefallen
ganz glücklich bin ich nicht damit,
das Muster zieht sich sehr zusammen und ich hoffe, das wird es sich nach dem ersten Waschgang nicht noch mehr. Im Gegenteil: etwas ausleiern wäre willkommen.




Beim nächsten mal würde ich einige Maschen mehr rechts stricken und dadurch im Verhältnis weniger Umschläge.
z. B. so:  

Für die beiden letzten Fotos habe ich mich sehr verrenkt: Fuß auf den Tisch, einigermaßen ausgeleuchtet mit einer Hand und mit der anderen nicht nur abgedrückt sondern vorher fast scharf gestellt ...



mein übervoller Strickkorb hat sich nicht wirklich geleert. 
zu viele Socken liegen hier noch - Fäden für ein nächstes mal

Aber
nun beginnt erst einmal die Herren-Geburtstagssocken-Saison und da muss ich - gleich  mal anfangen
Danke für die Tips zum Fadenverwahren, ich werde sie beherzigen und mir vornehmen, jeden Socken gleich richtig fertig zu machen mit Anprobe und Fadenverwahren.

Montag, 28. März 2011

eine Woche voller Socken (6)



oje, an diese Wolle erinnere ich mich genau
die rote Regia piano - eine Farbe, die Geduld erforderte.
Der Ärger fing gleich nach dem Bündchen an ...
Was ihr hier seht ist keinesfalls das Muster, das ich stricken wollte,
aber es ist - nach 5 Versuchen - das Muster, das die Wolle endlich akzeptierte.



Nur selten tat ich mich so schwer das passende Muster zu finden - und ganz überzeugt bin ich immer noch nicht. Aber die Wolle hat sich - dieses mal - eindeutig durchgesetzt!


große Rechts-Links-Muscheln, über 10 Maschen gestrickt
und eine erstmals ausprobierte "kurze Sockenspitze", sieht aus wie Sternabnahme und sitzt sehr gut!



Manchmal passiert es mir, dass ich gerne einen Mustersatz zu Ende stricken würde, der Fuß aber dadurch zu lang wird - manchmal gibt dies dann einfach ein Paar Socken für meine Tochter.
Mit dieser Sockenspitze bin ich nun flexibler.
(Ein bisschen erinnert sie mich in ihrer Zählweise an die Sockenspitze, wie ich sie von meiner Mutter gelernt hatte und diese wiederum von ihrer Mutter, nur dass der Beginn dort viel weiter im Fuß liegt - also das genaue Gegenteil von dem, was ich erreichen möchte.)



Da saßen nämlich zwei Damen im Café und unterhielten sich über's Sockenstricken und ich saß am Nebentisch (und natürlich mischte ich mich ins Gespräch ein und fragte nach):

60 Maschen und 10 Abnahmen in einer Runde.
Ich stricke die Spitze durchgehend mit rechten Maschen, die Abnahmen können rechts oder rechtsverschränkt gestrickt werden:

1. Abmasch-Runde: 4 M stricken, 2 M zusammen, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind
4 Runden darüber stricken

2. Abmasch-Runde: 3 M stricken, 2 M zusammen, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind
3 Runden darüber stricken

3. Abmasch-Runde: 2 M stricken, 2 M zusammen, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind
2 Runden darüber stricken

4. Abmasch-Runde:1 M stricken, 2 M zusammen, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind
1 Runde darüber stricken

 5. Abmasch-Runde: 2 M zusammen stricken, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind

letzte Abmasch-Runde: 2 M zusammen stricken, wiederholen bis alle 4 Nadeln gestrickt sind

Faden durch die restlichen 5 Maschen ziehen.

Wie ich die kurze Sockenspitze auf andere Maschenzahlen umrechne, muss ich noch ausprobieren, zum Glück habe ich es fast ausschließlich mit Maschenzahl 60 zu tun.

Sonntag, 27. März 2011

eine Woche voller Socken (5)


"Norwegermuster"


Vor Jahren bekam ich diese Wolle von einer (damaligen) Freundin geschenkt -
lange Zeit lag sie unbeachtet zwischen anderen Knäuel.

Unsere Freundschaft ist mittlerweile abgekühlt
zunächst noch einseitig von mir am Leben erhalten
und schließlich akzeptiert, dass es so ist wie es ist.

Längst habe ich die Wolle verstrickt,
leicht wehmütig
nicht ganz konzentriert, denn das Muster wiederholt sich tatsächlich
mit etwas mehr Augenmerk hätte es mir auffallen können ...

Aber auch das akzeptiere ich:
sie sind wie sie sind!

Und in Erinnerung an die schönen Tagen einer Freundschaft
tippen meine Finger schwermütig
wollen nicht fehlerfrei schreiben
fast schon sinnbildlich für nicht ganz fehlerfreie Socken und
eine nicht ganz fehlerfreie Freundschaft

Samstag, 26. März 2011

Eine Woche voller Socken (4)


Ich liebe Wiederholungen: so manche CD wird erst nach sehr langer Zeit gewechselt, erprobte Kuchenrezepte backe ich immer wieder, Basic-Schnitte kommen gehäuft zum Einsatz.
Es gäbe noch so manches Beispiel - eines davon: Sockenmuster:



Muschelmuster in verschiedenen Größen, als Rechts-Links-Variante, mit Linksmaschen als Abgrenzung oder eben wie hier zum wiederholten male gestrickt die "blauen Wellen" - ein Muster das sich mit mehr oder weniger Maschen unterschiedlich stark gewellt variieren lässt.



Meine Finger kennen dieses Muster so gut, da läuft das Sockenstricken fast wie von selbst. Und von Garn zu Garn, Farbe zu Farbe wirkt es anders. So ist innerhalb eines Sockenmusters allein schon dadurch für Abwechslung gesorgt.

Freitag, 25. März 2011

eine Woche voller Socken (3)

"Wenn meine Mutter ein Paar Socken fertig gestrickt hat
fängt sie die nächsten an
statt Fäden zu verwahren."




Fast anklagende Worte meiner Tochtern schon vor Jahren.
Recht hat sie.

Muster aus "In 80 Socken um die Welt - Teil 2"

Es stimmt,
Fäden verwahren ist mir lästig. 
Neue Muster ausprobieren macht mir mehr Spaß.
Und der Leidensdruck ist nicht so groß, dass ich unbedingt die Socken schrankfertig haben muss, 
die Sockenschublade ist gut gefüllt



Harte Tage des Fadenverwahrens
mir graut schon vor den Endarbeiten meiner Häkeldecke!

Donnerstag, 24. März 2011

eine Woche voller Socken (2)



gleich im Doppelpack kommen die gestreiften Socken daher
eins für mich - eins für dich
ein Paar in meinen,
das andere in Tochters Schrank.



Vor vielen, vielen Jahren hätte diese Wolle einmal ein Kinderpulli werden sollen ...



kein wirkliches Ufo
nur liegengeblieben
erst als Wolle
dann als Socken


Mittwoch, 23. März 2011

eine Woche voller Socken (1)


Socken
Socken
Socken

mein Strickkorb 
quilt über
...

Um neuen Platz zu schaffen habe ich mir fest vorgenommen,
endlich anzufangen Fäden zu verwahren - gefühlte hundert!



Eine Woche lang
täglich
ein Paar Socken fertig stellen
kann nicht so aufwendig sein, 
denn schließlich liegt der größte Teil der Arbeit ja schon hinter mir.



Ich starte hier also meine ganz persönliche
Woche der Socken.

Regia-piano blau mit einem Muster aus "In 80 Socken um die Welt" Teil 2


soeben habe ich Wolle für das 14. Sockenpaar (!) angeschlagen,  das bedeutet - sollten es bei jedem Strumpf nur einen Anfangs- und Endfaden geben - 56 Fäden - ich habe mich also gefühlt gar nicht so sehr verschätzt ...










Hier findet ihr den KLICK zu den anderen ...

Montag, 21. März 2011

21. März - Frühlingsanfang

Apfelblütenmädchen


„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Martin Luther (1483–1546) 


Samstag, 19. März 2011

Dienstag, 15. März 2011

Ein Stück Erinnerung


Wenn mich die Aufräumwut packt, schmeiße ich mitunter Dinge weg, die ich kurz darauf verzweifelt suche, weil ich sie gerade jetzt gut gebrauchen könnte und ich weiß genau: in der Schachtel hinter den Büchern müsste eigentlich noch ... oder in der Abstellkammer auf dem obersten Regal ...
Von manchen Erinnerungsstücken möchte ich mich nicht trennen. Die vielen Bilder, die meine Tochter gemalt hat, ihre hübschen Bastelarbeiten, Geschichten und Gedichte. Auch manches Kinderkleid liegt noch auf dem Speicher, die erste selbstgenähte Lederhose genauso wie das Rosenreslie-Kleid. Manchmal hole ich die Sachen hervor oder sie begegnen mir, wenn ich etwas suche; dann erstaune ich für einige Momente, wundere mich, wie die Zeit so schnell vergangen ist oder entziffere köstliche Kinderbriefchen und lege sie schließlich wieder an ihren Platz zurück.






Anfang der 80er Jahre, 1983 oder 1984, fuhren wir immer wieder ins Salzkammergut. Bevorzugtes Ziel Mondsee. Dort war sozusagen unser "Basislager" - im Leitnerbräu.
An einem Wochenende fand in "unserem" Hotel eine Hochzeit statt, eine richtige "Dorfhochzeit". Wer kam, um dem Brautpaar zu gratulieren oder ein kleines Geschenk zu überreichen, bekam einen Teller Suppe. Hochzeitssuppe. Fleischbrühe mit einem dieser für Österreich typischen (Riesen-)Knödel, am wahrscheinlichsten wohl ein Griesnockerl. Hochzeitsgäste - aber auch Hotelgäste - erhielten eine kleine Anstecknadel, ein Blatt mit Erlenzäpfchen geschmückt, mit Bändern und Perlen.



Meines hängt an einem Bücherregal und erinnert mich an ein mir völlig unbekanntes Hochzeitspaar, an  unzählige Fahrten ins Salzburger Land, an meine Liebe zu Mondsee.
Was wohl aus diesem Hochzeitspaar geworden ist? Haben sie Kinder, feierten sie ihre Silberne Hochzeit oder sind sie vielleicht mittlerweile ein getrenntes Paar?
Und wer, außer mir, hat noch diese kleine Anstecknadel aufbewahrt?

Donnerstag, 10. März 2011

... singt ein flüsternd Wiegenlied



Singet leise, leise, leise,
Singt ein flüsternd Wiegenlied;
Von dem Monde lernt die Weise,
Der so still am Himmel zieht.

Singt ein Lied so süß gelinde,
Wie die Quellen auf den Kieseln,
Wie die Bienen um die Linde
Summen, murmeln, flüstern, rieseln.


("Wiegenlied" von Clemens Brentano)



kleine Zaubersäckchen
schnell gestrickt
aus den Resten der Sockenwolle



ausstaffiert mit kleinen Kissen
schlummert in dem ein oder anderen schon ein winziges Püppchen.



auf jeden Fall für L2
L3
und A.




Zaubersäckchen
Anleitung der eigenen Größen-Vorstellung angepasst
nach Vorlagen von Glücksdesign und Allerlei Herz

Sonntag, 6. März 2011

Mutter Erde


 


 Sibylle von Olfers Büchlein
" Etwas von den Wurzelkindern"

liebte ich bereits als Kind und als erwachsene Frau erliege ich immer noch dem Charme der Bilder und Reime. 
 Es beschreibt den ewigen Kreislauf der Natur sehr anschaulich und wunderbar poetisch.
Gleich zu Beginn weckt die gute Mutter Erde ihre Kinderschar:  "Wacht auf, wacht auf, ihr Kinderlein,
es wird nun wohl bald Frühling sein! ...", der Frühling mit seinen bunten Blumen zieht ins Land, der Sommer zeigt sich mit seinen heißen Tagen, der Herbst mit seinen Winden und Stürmen, so dass sich zu Beginn des Winters jedes Wurzelkind auf seinen Weg zurück macht in die Arme der Mutter Erde.



Meine Mutter Erde strickt fleißig -
doch manchmal scheint sie nach den Kindern zu schauen



vielleicht nicht nur nach den Wurzelkindern
sondern auch nach den ersten Blumenkindern des Jahres
...

Etwas von den Wurzelkindern von Sibylle von Olfers erschien erstmals 1906.

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