Montag, 19. Dezember 2011

Mein Weihnachtskleid - nur keine PANIK

Panik war letzte Woche - diese Woche ist Entspannung: es läuft alles ruhig und zur Zufriedenheit. Die Maschine und ich.
Das Kopierpapier-Suchspiel habe ich kuzerhand beendet. Es war sowieso uralt, zerknittert und teilweise porös.  Ich habe jetzt neue Bögen. Und von denen schneit auch keine Farbe mehr auf meinen Stoff. Das alte darf bleiben, wo immer es sich versteckt hält. Wie gut, dass wir uns getrennt haben.

Im Nachhinein wundere ich mich, wie ich es immer wieder schaffe, mich in einen "Ich-find-dich-schon-noch"-Rausch zu steigern. Ich bin eigentlich eine gute Finderin. In diesem Fall war es jedoch völlig überflüssige Energieverschwendung und - "Keine PANIK" - der vorgezogene Post von dieser Woche.



Ich wachse allmählich in das Kleid hinein und Abnehmen muss ich auch nicht. Wer jemals am Abend nach dem Essen und drei großen Tassen Tee einen figurbetonten Schnitt an sich gehalten hat um zu sehen, ob das irgendwie mal passen könnte, kann vielleicht nachvollziehen, warum ich letzte Woche fast schon Abnehmpläne schmiedete. Morgens wiegen und morgens anprobieren entspannt und je entspannter ich nähe, um so besser klappt alles. Auch das schwarze-Faden-Auftrennen unter der Lupe. Und ich denke, so wird das Kleid schließlich auch am Abend passen. Ein Ganztages-Kleid soll es schon werden.



Hier ein kurzer Weihnachtskleid-Wochenrückblick. In der vergangenen Woche habe ich
- das Rockteil angenäht
- den Futterrock zugeschnitten, genäht und erst falsch, dann aufgetrennt und richtig mitgefasst beim Rockteil-Einnähen
- seitlich einen Reißverschluss eingepasst
- die Ärmel genäht mitsamt ihren schönen Aufschlägen und den Abnähern am Ellbogen
- bei der Anprobe festgestellt, dass das Kleid immer noch einen Tick zu lang ist, ich hatte schon den Schnitt um gute 10 cm eingekürzt, jetzt müssen nochmals 3 bis 5 cm weg.

in diesen letzten Näh-Tagen vor der großen Weihnachtskleid-Präsentation werde ich
- die Ärmel einnähen und deren Abnäher schöner bügeln
- das Kleid erneut kürzen, ebenso das Futter
- Säume nähen, der Futterrock bekommt einen Rollsaum
- das Futter von Hand seitlich an den RV sticheln
- 3 Knöpfe und Knopflöcher nähen
und schon ist mein Kleid fertig.



Keine Last-Minute-Näh-Huddelei, ich bin gut in der Zeit. Stück für Stück nähe ich meinem Kleid entgegen. Auch habe ich zwischenzeitlich die ganze Weihnachtskleid-Näherei einige Etagen tiefer gehängt. Es wird nicht mein letztes Kleid sein - mein erstes sowieso nicht -, und muss deshalb auch nicht alle ultimativen Vorstellungen erfüllen. Es ist ein Kleid, das wünschenswert bis zu Weihnachten  fertig sein wird. Mehr nicht. Und das ich nicht erst zeige, wenn es genäht ist, sondern dessen Werdegang ich hier in Einzeletappen dokumentierte. Das ist allerdings ein Unterschied. Denn dieses mal war internetweite Beratung mit dabei. Was ein Glück, den Frust konnte ich mir auch von der Seele schreiben. Danke für's Verständnis.

Wie immer der Link zu den anderen Weihnachtskleid-Damen mit herzlichen Grüßen an Frau Dr. Cat.

1 Kommentar:

  1. Anonym19.12.11

    Hallo Friederike,

    bewundernswert ist eure Weihnachtskleidnähaktion allemal, aber darf ich ehrlich sein?
    Ich finde das Kleid steht dir nicht so sehr, hat wenig Pepp und wirkt altmodisch, ich finde es macht dich nicht unbedingt jünger sondern eher omahaft?
    Ich möchte dich um HImmels Willen nicht beleidigen, aber vielleicht kannst du den Schnitt irgendwie noch abändern, auffrischen oder so? Damit du an Weihnachten zum echten HIngucker wirst.

    Lieben Gruß von Anne

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