Montag, 12. Dezember 2011

Mein Weihnachtskleid - Chaostage

Manchmal dachte ich in den vergangenen zwei Wochen, ob ich nicht vielleicht erst ein Probekleid hätte nähen sollen; Zeit wäre genug gewesen, Stoffe habe ich auch, mehrere Weihnachtsgeschenke sind schon fertig und die Kinder-Kuschel-Morgenmäntel brauche ich erst am zweiten Weihnachtstag.
Ich hätte an einem Probekleid den Schnitt testen können. Passt es gleich, um so besser. Dann hätte ich ein weiteres Kleid gewonnen. Passt es nicht, dann experimentiere ich hier nicht mit meinem Weihnachtskleid-Stoff.
Hab' ich aber nicht. Hab gleich richtig zugeschnitten und angefangen zu nähen. Und jetzt schau ich, dass ich beachte, was es an so einem unbedruckten Schnitt zu beachten gibt. Und das war bisher einiges.
Ein Anfang ist gemacht mit dem am wenigsten zu durchschauenden Teil des Oberteils, auch wenn noch nicht ganz so viel zu sehen ist.


Der Blick  ins Innere gefällt mir immer wieder, die Streublümchen wirken so nostalgisch.

Hier kommt mein Weihnachtskleid-Zwei-Wochen-Rückblick:

ich hatte
- meine Maße in inch umgerechnet, den Schnitt zusätzlich ausgemessen, die Abnäher im rückwärtigen Oberteil vergessen einzurechnen, sie übersehen, da sie ja ungewöhnlicherweise nur mit minimalen Löchern markiert sind
- das Rockteil genäht, danach aufgetrennt weil Rock und Oberteil nicht zusammen passen wollten - wegen der nicht beachteten Abnäher
 - das Rockteil mit weniger Nahtzugabe erneut zusammen genäht mit weniger Nahtzugabe
- die Abnäher-Markierungslöcher bemerkt
- den Rock wieder aufgetrennt und mit 1,5 cm Nahtzugabe, an alter Stelle also, zusammen genäht
 - festgestellt mit Abnähern wird es enger - vielleicht sollte ich die Adventszeit nutzen um zwei Kilo los zu werden
- Löcher entdeckt, die vielleicht Abnäher werden wollen, oberhalb der Brust unter dem Kragen in der Nähe der Schulter, sie übertragen, abgenäht und wieder aufgetrennt, weil es seltsam aussah.




- Und heideblitzaberauch - das Burda-Kopierpapier nicht mehr gefunden. Muss Rock "Römö" wohl versteckt haben. Oder schlimmstenfalls weggeworfen. Der war der letzte, der das Kopierpapier benutzt hatte. Das ganze Nähzimmer habe ich auf den Kopf gestellt - nichts. Wisst ihr wieviele Schachteln hier lagern? In allen ist was Schneidertechnisches verwahrt - und ich weiß auch was. Schachteln und Inhalt sind genau verknüpft in meinem Kopf. Die Schachtel ist da, die Rädchen liegen drin. Wo, zum Kuckuck, ist das dazugehörige Papier?



Davon mal abgesehen, läuft alles bestens.
Das Oberteil ist wie gesagt zusammen genäht bis auf die Ärmel. Es passt mir ganz gut, ich brauche keine Befürchtung zu haben, dass es zu eng wird. Es ist sogar noch Luft für Shirt drunter drin, wenn auch nur unscharf auf dem Foto zu erkennen und das schwarze "Jäckchen"  im Augenblick noch nicht nach Kleid aussieht. Aber das wird.



Die Armausschnitte empfinde ich jetzt schon als überaus bequem. Mal schauen, wie es wird, wenn die Ärmel tatsächlich eingesetzt sind. Die Rockteile sind aneinander genäht, ich werde aber noch einen Futterrock einnähen, damit das Kleid blickdicht ist.

Die englische Anleitung erschließt sich mir nicht vollständig - was nicht an eventuell mangelndem englischem Fachvokabular liegt. Ich verstehe schon was mir gesagt wird, nicht aber was sie von mir gewollt wird. Vielleicht denke ich zu viel ... 
Allerdings finden die Nähte auch so allmählich zueinander. Denn von der Anleitung habe ich mich im Zuge meines Unverständnisses losgesagt. Ich nähe jetzt nach meiner inneren Logik, wenn auch manchmal mit zu wenig Zeit.
Davon mal abgesehen, läuft alles bestens!


Und wie läuft's bei euch? Hier der link zu Cat und Kascha, verbunden mit Grüßen und einem Dankeschön.

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