Freitag, 29. Oktober 2010

Ich lerne häkeln ...

zum Beispiel
Grannies



Ich lerne häkeln obwohl ich es eigentlich kann, aber halt nicht richtig. 
Immer mit dem Finger nach oben -
so wie ich stricke, so häkle ich.


In Schulzeiten war das ein Drama. Da ich mir häkeln selbst beibrachte und vorher schon stricken konnte - lange bevor ich irgendwelchen Handarbeitsunterricht bekam - häkle ich wie ich stricke. Immer hieß es: "Finger runter", dann drückte ich meinen Zeigefinger nach unten,versteckte mich hinter einer Banknachbarin und häkelte meine Runden weiter wie gewohnt.


So lernte ich nie mit "Finger unten".  Mit einem Befehl allein geht das auch nicht. Vielleicht hätte ich das "richtige Häkeln" in diesen jungen Jahren noch leicht erlernt, wenn eine der Handarbeitslehrerinnen es mir einmal mit Geduld erklärt hätte.  
Außerdem zählt doch wohl hauptsächlich das Ergebnis, dachte ich damals schon, und wenn das stimmt...?
Manchmal denke ich, sie hätten sich durchaus auch für meine Methode interessieren dürfen und nicht gleich abwerten, nur weil die außerhalb ihrer Norm war ... 



Mit "Finger oben" entstanden so im Laufe der Zeit zunächst Puppenkleider, dann Kissen, Mützen, später dann Teppiche für mein Jugendzimmer, irgendwann filigrane Deckchen (das war in den 80ern), Picknickdecken, Vorhänge, Überwurfdecken ...
Das Ergebnis war mir immer wichtiger als Finger oben oder unten.



Aber nun will ich es wissen.
Geduldig hat eine Freundin mir den richtigen "Fingersatz" erklärt; ich weiß nun, wie Nadel und Faden geführt werden, wie ich Spannung erhalte oder locker häkle. Ich kann sie fragen, wenn ich nicht weiter komme.
Es geht noch etwas mühsam, aber dieses mal ist
der Weg das Ziel.


Und ein Granny ist klein genug, um ein Ende abzusehen und groß genug, um ein schönes Ergebnis zu erhalten.



Mein Granny-Buch habe ich verliehen
 und die vielen Anleitung-Videos sind für mich nur schwer nachzuvollziehn.
Ich habe ein bisschen in meinen Häkelunterlagen gesucht und schließlich durch einige Anregungen diese hier mehr oder weniger selbst entworfen.
Auch hier ist der Weg das Ziel und ich notiere mir, was ich häkle in ein Heft.
-
Die Notizen der Grannies, die mir am besten gefallen, werde ich noch ins Reine tippen - wer weiß, ob ich sie nicht doch noch einmal häkeln oder das www damit bereichern möchte ...

Wolle: Catania 0248 Leinen und 0130 crème

Sonntag, 24. Oktober 2010

pinwheel - das Windrädchen - so wird's genäht




Pro Topflappen schneidet ihr 4 Stoffquadrate zu mit einer Seitenlänge von je 18 cm:



Nun werden immer zwei verschiedene Patches rechts auf rechts aufeinander gelegt, in meinem Fall ein blaues und eines mit dem Blumenstoff:



feststecken und mit einem Phantomstift oder mit Schneiderkreide die Diagonale einzeichnen:



rechts und links dieses Strichs die beiden Stoffe füßchenbreit zusammen nähen:



 auf dem Strich genau auseinander schneiden



aufklappen und bügeln. Nahtzugabe auf eine Seite, überstehende kleine Eckchen abschneiden:



Die vier neu zusammengesetzten Patches anordnen:



und zusammen nähen:



einen Aufhänger anbringen und festnähen:



auf der linken Stoffseite das Vlies (20 x 20 cm) auflegen und feststecken, die Ecken zeigen wie abgebildet auf die mittlere Naht, 1 cm Abstand etwa vom Rand: 



wenden und auf der Vorderseite mit Sicherheitsnadeln oder Heftfaden fixieren, Stecknadeln auf der Rückseite entfernen: 



zur Hälfte falten und Seiten absteppen:  



quer legen, damit die andere Seite gesteppt werden kann: 



steppen und dabei eine Wendeöffnung lassen:



wenden, Sicherheitsnadeln entfernen, glatt bügeln, Vlies vielleicht noch einmal korrigieren, mit Stecknadeln fixieren und abnähen: 

(Wer punktgenau die Nähte absteppen möchte, sollte sie vorher heften, damit sie genau übereinander liegen. Ich habe füßchenbreit am Rand entlang gesteppt und sonst neben der Naht bis kurz vor die Mitte.)


dann das gleiche noch einmal:



Fertig:



Dienstag, 19. Oktober 2010

wenn sich im Wind die Rädchen drehen ...




eindeutig an
Windrädchen


erinnert mich das Muster meiner neuen Topflappen.



Windrädchenmuster auf Vorder- und Rückseite.



Wie ich sie genäht habe
zeige ich
im nächsten Post




Samstag, 16. Oktober 2010

Ich flieg' dann mal weg ...




herbstliche Aufbruchstimmung unter den"Frühlingsvögeln"



Flugbereitschaft am Küchenfenster

Route abgesprochen?


Abflugbereit?


auf geht's ...


genäht habe ich diese Zugvögel - wie auch die Frühlingsvögelchen an meinem Osterstrauch, die Turteltäubchen und die Kantenhocker - nach dem Prinzip der LogCabinHühner. Kleiner und aus nur einem Stück Stoff.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Sweet Princess

"Sweet Princess"
heißt der Stoff, aus dem ich meine neuesten Dessous-Träume verwirklicht habe -

 ein Hemdchen für verfrorene Gemüter ...

ein BH , klar!

zwei Slips.


aus den Resten ein weiterer BH - dieses mal eine etwas kompaktere Variante, die ich - so denke ich es mir - auch gut zu Gymnastik oder Sport tragen kann,


da im leicht variierten Mittelteil mit durchgehendem Gummi genäht
 und


endlich einer guten Lösung beim Anhähen der Trägergummis.



Jetzt nur noch waschen ...


Freitag, 8. Oktober 2010

Zwischen Hoch- und Nebensaison

 
Ab
in die Provence





Urlaub mit meiner Tochter
bedeutet
einen Kompromiss zu finden zwischen Kunst, Kultur und Makrofotografie
...



WIR
besuchten Märkte








bestiegen hohe Felsen




wanderten durch herbstlich angehauchte Wälder




überquerten mutig ein Aquädukt
dem Canal de Carpentras entlang:



erkundeten die regionale Burgenlandschaft





bewunderten die klösterliche Baukunst



fanden blau- und rotflügelige Schrecken, kleine Schnecken, Gottesanbeterinnen
Feigenbäume, die sich selbst im Fels ihren Standort erobern
und merkwürdige Gebilde an Sträuchern - Gallenblasen wie sich herausstellte
...







kletterten über Felsen und an Wasserfällen vorbei




staunten über die Vielfarbigkeit von Ocker







und auch, dass er noch da stand wie vor Jahr und Tag:





So manches mal war ich
für ein schönes Foto
ein willkommener Schattenspender

und das Wort
Kamera-Assistent
hat für mich eine ganz neue Bedeutung bekommen ...


Schön war's und viel zu kurz!
warm, sonnig, windig ...




zu guter Letzt:

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