Donnerstag, 19. Februar 2009

Elsässer Gugelhupf


In der Nähe von Straßburg und grenznah zum Elsaß leben bedeutet für mich, Eindrücke einer anderen Kultur aufzunehmen und auch ihre Einflüsse immer wieder in der eigenen Küche umzusetzen.
Wie am Beispiel des Gugelhupfs deutlich wird.
Jede Familie im Elsaß hütet ihr eigenes Gugelhupf-Rezept - doch manches mal gelingt es, den ein oder anderen Tip zu erhalten und so durch Experimentieren zu einem vergleichbar guten Ergebnis zu kommen. Denn das Gugelhupf-Rezept gibt es nicht - es gibt viele Gugelhupfrezepte und meines möchte ich euch heute vorstellen.

Der Gugelhupf ist ein sehr luftiger Hefekuchen; er kann süß oder herzhaft sein (mit Speck,Walnüssen und Zwiebeln). Charakteristisch ist die Form - eine für die Region typische Napfkuchenform, getöpfert in einer der ländlichen elsäßischen Töpfereien und nur innen glasiert.
Man wässert ihn ganz kurz vor dem Backen ähnlich dem Römertopf, so dass seine Poren sich mit Wasser füllen können und der fertige Gugelhupf keinesfalls ein trockenes Gebäck wird.


Für den Teig richtet man 500 g Mehl, erwärmt 250 ml Milch etwa handwarm, löst darin durch rühren 1 Würfel Hefe auf und mischt 75 g Zucker und so viel Mehl von den abgewogenen 500 g dazu, bis die Konsistenz etwa der einer Kartoffelsuppe entspricht.
50 g Rosinen in etwas Kirschwasser oder Obstler marinieren.

Den Teig nun 1 Stunde ruhen lassen, dabei warm halten - der Teig gärt, wirft Blasen und wird ein leichter Sauerteig.
Immer mal wieder umrühren.

Die Gugelhupfform sehr gut ausbuttern ...



... und mit Mehl einstäuben.



In jede Mulde der Form eine Mandel legen.

Nach einer Stunde wird der Teig fertig gerichtet:
das restliche Mehl, 1/2 Tl. Salz, 2 Eier, die Rosinen und 150 g Butter werden zum Vorteig gegeben, ein Hefeteig daraus eher gerührt als geknetet, er ist in seiner Beschaffenheit kein sehr fester Teig (flüssig ist er aber nicht).
Den Teig in die Form füllen - Vorsicht, die Mandeln sollten an ihrem Platz liegen bleiben. Nochmals 1 Stunde gehen lassen und schließlich bei 175°C ca. 50 Minuten backen.


Den fertig gebackenen Gugelhupf etwas abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen ...


... und mit Puderzucker bestäuben.
Frohes Gelingen und guten Appetit.



lieben Gruß von Friederike

Kommentare:

  1. Das hört sich ja super lecker an , aber auch nach viel Arbeit. Mein Hefekuchen von gestern ist leider ein Klumpen und nicht richtig aufgegangen. Werde mal Dein Rezept abschreiben und ausprobieren.
    MMMhhh.... ich rieche schon Kaffee.
    LG Heike

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  2. Anonymous19.2.09

    Hallo Friederike,
    also wenn der nicht perfekt aussieht :-) Ich könnte mich sofort mit an den Kaffeetisch setzen - er schmeckt doch bestimmt so gut wie er aussieht!
    Der ist Dir wunderbar gelungen!
    Liebe Grüsse von Heidi

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  3. Eliane Zimmermann19.2.09

    mir war gar nicht klar, dass der teig so flüssig sein muss! danke fürs mitteilen des familiengeheimnisses! die maus ist übnrigens heil angekommen, mein schwiegermutter war schon über meinen blog informiert, dass ich gewonnen hatte! moderne fast-75-jährige!

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  4. wow, danke für das rezept. mit hefe kenne ich ihn noch nicht ... wir lieben guglhupf!

    gglg
    ute

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  5. Anonymous19.2.09

    blog gelesen und gugelhupf auf die reise gebracht... gleich ist er so weit, dass ich ihn in den herd schieben kann .. gespanntbin... wünsche einen schönen abend! (das ergebnis werde ich mitteilen!
    gruß die rockstrickerin

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  6. Der sieht ja lecker aus.
    Meine Mutter hatte früher auch öfters Gugelhupf gebacken..muss doch mal fragen gehen,ob sie die Form dafür noch hat.
    GLG
    Elke

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  7. Hallo Friederike,

    das Rezept probiere ich auch aus. Weisst Du was, das wäre doch was für mein (Traum-)Café.

    Liebe Grüsse

    heidi

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  8. liebe friederike,

    ui, leeeeecker, und ganz lieben dank für das rezept, wenn du nichts dagegegen hast gebe ich es an meine tochter weiter, sie ist eine begeisterte hefe-bäckerin, nochmals vielen dank.

    ich wünsche dir noch einen schönen abend.

    ganz liebe grüße
    karin

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  9. Liebe Friederike,
    bloß gut, dass das Wochenende kommt und ich sowieso schon lange mal wieder einen Gugelhupf backen will.
    Herzlichen Dank für die Anleitung und die motivierende Präsentation.
    Liebe Grüße
    Ingrid

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  10. Hallo Friederike,

    ich habs schon mal versucht, aber mein Kommentar ist auf geheimnisvolle Weise verloren gegangen. Deshalb noch einmal ein Anlauf.

    Den französichen Guglhupf werde ich nachbacken. Er muss ja gelingen, so genau, wie Du das Rezept beschrieben hast. Und dann noch die Arbeitsschritte. Und wenn er dann schmeckt, dann gibt es ihn auch in meinem (Traum)Cafè.

    Einen schönen Abend wünscht Dir

    heidi

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  11. Heute hatte ich zwar schon Berliner zum Kaffee aber schmatz, Dein Gugelhupf sieht ja phantastisch aus und da fällt mir auch ein, daß ich auch mal wieder einen backen könnte.

    Liebe Grüße
    Herbstgold

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  12. O lecker, Friederike, den hab ich auch schon in kleinen original elsässischen Formen gebacken. Aber nirgends war er so gut wie in einem bestimmten Café in Wissembourg, so fluffig-luftig-watte-weich und trotzdem saftig (das ist ja die Kunst)!

    Liebe Grüße von Anemone
    die 1 x B.öl für Dich reserviert hat!

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  13. heute morgen im bett: dachte ich über einen guglhupf nach.
    wegen der nähe zum elsaß. und des besuches am wochenende.

    und hier: finde ich ein schön bebildertes exemplar. mit einem wunderbaren rezept.

    da werd ich.. morgen abend an dich denken!

    alles liebe. und ein schönes wochenende. wünscht rike.

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  14. Anonymous20.2.09

    Liebe Friederike,
    der Gugelhupf sieht total lecker aus. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen...
    Liebe Grüße, Evelyn

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  15. Liebe Friederike,

    ich liebe Gugelhupf, egal in welcher Form, ob süß oder herzhaft!

    Dein Rezept hört sich gut schmeckend und interessant an, dass der Teig doch relativ flüssig ist, wundert mich ein wenig.
    Da ich noch sehr alte und sehr große Backformen meiner Oma habe, suche ich immer nach Rezepten mit größeren Mengen, deines möchte unbedingt mal ausprobieren.

    Liebe Grüße und euch eine frohen Faschingsausklang
    wünscht Gabriele

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  16. Das hört sich toll an und sieht suuuper lecker aus!
    Aber hier zu Hause habe ich einen für den das Rezept mit Walnüssen, Speck und Zwiebeln seeehr interessant ist.Hast Du da auch ein spezielles Rezept oder läßt man einfach bei diesem den Zucker weg und packt die 3 Zutaten einfach rein?
    Und meinst Du das gelingt auch in einer Silikonbackform?
    Fragen über fragen *g*

    Lg,Bianca

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  17. Der sieht so lecker aus!!!
    Könnte grad reinbeißen!
    Ich habe nämlich gerade Hunger.

    Liebe Grüße von Biene
    (die jetzt kochen muss)

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  18. Der sieht ja oberlecker aus! Danke für Dein Rezept!

    LG
    Chris

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  19. Warum geraten manche Rezepte, die man eine Zeitlang mti Begeisterung macht - wie dieses hier!! - plötzlich in Vergessenheit?

    Du hast mir dermaßen Lust gemacht auf Elsässer Gougelhopf!! Den herzhaften mit Speck und Nüssen - zu Wein unschlagbar!

    Danke fürs Erinnern!

    liebe Grüße von Ellen

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  20. Anonymous20.2.09

    Liebe FlotteLotte,
    auch ich bin als stille Leserin auf Deinen Blog so irgendwie gestoßen, weiß nicht mehr, woher ich gerade kam: finde ihn sehr schön, viele tolle Sachen hast Du schon gemacht, der Guglhupf duftet so richtig schön zum Nachbacken, hmmm, lecker.

    Liebe Grüße
    Traudi

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  21. Werde ich bald einmal ausprobieren.
    Vielen Dank für das leckere Rezept.
    LG
    Evelyn

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  22. Das Rezept hört sich gut an. Leider fehlt mit die nötige Backform.
    LG
    Manuela

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  23. Hallo Friederike

    Der Gugelhopf ist ja prächtig geworden, gratuliere!!

    Könnte gleich reinbeissen!
    Liebe Grüsse und schönen Sonntag wünscht, Rita

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  24. Danke für die Veröffentlichung des Rezeptes. Ich habe mir das Rezept abgeschrieben und heute den Gugelhupf gebacken. Aber ich habe die Butter durch die gleiche Menge Magerquark ersetzt. So hatten wir einen Zvieri, den man (mit 0 gr Fett) ohne schlechtes Gewissen geniessen kann. Uns schmeckte er auch so.
    Liebe Grüsse Milena

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  25. Mmmmmmh, das sieht nicht nur lecker aus, sondern hat mich inspiriert, mal wieder einen Gugelhupf zu backen!!!

    Das Rezept habe ich mir gleich abgespeichert und werde das mal mit meinem Elsässer Gugelhupfrezept vergleichen!!

    Viele liebe Grüße
    Karin

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  26. Anonymous31.1.10

    Hallo Friederike,
    bisher habe ich bei Hefetreig kläglich versagt. In Erinnerung an einen herrlichen Gugelhupf in Strassbourg hatte ich mir vorgenommen, einen Gugelhupf zu backen. Als ich Ihr Rezept las und die super gute Arbeitsbeschreibung dazu, war mir klar: DAS IST ES!
    Heute habe ich meinen ersten Hefeteig-Erfolg gehabt.
    Das Gugelhupf war super!
    Die Verarbeitung hat richtig Spaß gemacht, keine klebrigen Teigreste an den Händen, keine großen Luftblasen im Teig, nicht zu fest gebacken, herrlich saftig!
    Vielen Dank für Ihr ausführliches und bebildertes Rezept!
    LG aus dem westl. Münsterland,
    AnnaLis

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  27. Hallo Frederike,
    ein schöner Gugelhupf. Ich habe lange Zeit gedact, es gäbe DAS Originalrezept für Gugelhupf. Bin aber von diesem Gedanken kuriert. Das wichtigste ist die Form und das der Hefekuchen gut gelungen ist.

    Liebe Grüße,
    Christopher aus Südtirol

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  28. Anonym19.3.12

    Der Gugelhupf ist super gut gelungen und hat super geschmeckt. Danke!

    Viele Grüße aus Ladenburg,
    Iris

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  29. Liebe Friederike,

    danke für das schöne Rezept.
    Der Gugelhupf ist zwar nicht ganz so hoch geworden wie ich dachte, aber er schmeckt hervorragend! Schön "hefig" und - ganz wichtig!! :-) - so wie ihn mein Vater früher machte.
    Das war eine seiner Spezialitäten, aber er hatte sich das Rezept (von seiner Mutter) nie aufgeschrieben. Und jetzt sagt er, er kann sich nicht mehr erinnern... jaja... :)

    Liebe Grüße aus Kanada
    Dagmar

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  30. Anonym22.5.13

    Hallo Friederike.
    Auf der Suche nach einem Guglhupfrezept bin ich auf Deines gestoßen. Der Guglhupf ist lecker geworden, schön luftig und nicht zu süß- eben so, wie er sein sollte.
    Er wird nun bestimmt öfters gebacken.
    Liebe Grüße aus nicht allzu weiter Ferne - aus Durbach,
    Meli

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