Dienstag, 28. Oktober 2008

gut eingepackt ...

Warme gestrickte und gefilzte Pantoffeln sind in diesen kühlen Zeiten immer ein willkommenes Geschenk. Die beiden Paare wurden schon vor längerer Zeit gestrickt und zusammen in der Waschmaschine verfilzt. Die grauen Pantoffeln haben längst einen neuen Liebhaber gefunden ...


... und die roten sind nun bei einer Freundin eingezogen. Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk.

Als Verpackung dient ein Beutel, ein "Schuhbeutel", wie wir ihn genannt haben ...

... und für den ich bei Missfil eine schöne Anleitung und weitere Anregungen fand.

Welchen der beiden Beutel ich genommen habe? Den gestreiften, aber der andere ist auch schon (gedanklich) vergeben.

Hier ist der zweite Beutel noch von hinten zu sehen. Der größte Teil des Stoffes stammt aus meinem Herzchentausch von Bianca, deren Stoffe so nach und nach verarbeitet werden.


lieben Gruß von Friederike

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Für die Seele(n) - Backmalz


Hopfen und Malz ...

Wer Seelen backen möchte, sollte nicht auf Backmalz verzichten. Man kann es kaufen, z. B. bei Hobbybäcker oder mit etwas Zeit und Geduld auch selber machen:


Backmalz wird wie Braumalz aus Gerste (manchmal auch aus Weizen) gewonnen.
Das Herstellungsverfahren geht kurz zusammengefasst so:
Getreidekörner keimen lassen, trocknen, darren, mahlen.

Und hier etwas ausführlicher mit Bildern:



Die Gerstenkörner werden zunächst gewässert, ich habe sie dafür in meinen Keimschalen verteilt ...

... mit Wasser angegossen ...

... das durch die Schalen rinnt und so das Getreide aufweicht. Wer keine Keimschalen hat, findet sicher auch andere Möglichkeiten, die Gerste zu wässern und feucht ruhen zu lassen. Dazu gibt es eine ausführliche Anleitung bei Bäcker.org (dort erst "Rohstoffe" und dann "Malz" anklicken).

Nach einem Tag etwa fängt die Gerste an zu keimen ...

... nach zwei Tagen sind die kleinen Wurzeln zu erkennen und der Hauptspross. Er darf nicht grün werden und Blättchen ausbilden. Die Gerste in ein Sieb schütten, möglichst trocken schleudern und danach noch gut abtrocknen lassen. Den Backofen auf 150-160°C vorheizen, die Gerste auf einem Backblech verteilen und in den Ofen schieben. Die Backofentür sollte einen Spalt breit offen bleiben, damit die Flüssigkeit ausdampfen kann.

Der Röstvorgang kann 30 - 45 Minuten dauern. Nun sind die Körner sehr hart und wenn man sie zerbeißt, schmecken sie tatsächlich nach Malz.

Sodele, jetzt noch das Getreide bei Bedarf frisch mahlen und Seelen oder Brot backen.
Backmalz kann auch zum Brotbacken verwendet werden, es färbt das Brot leicht braun, gibt eine wunderbare Kruste und einen guten Geschmack.


Ich grüße herzlich
Friederike

Montag, 20. Oktober 2008

Impressum - Panikmache oder Vorsicht - eine Abwägung

Gibt es tatsächlich eine Impressumspflicht für Blogs?

Mit dieser Frage habe ich mich nun das vergangene Wochenende beschäftigt und muss gestehen, ich weiß es immer noch nicht. Zu unterschiedlich sind die Meinungen, zu verwirrend Gesetzestexte und Auslegungen.

Zunächst habe ich in Smila's World verlinkte Seiten studiert, dann Reaktionen (Kommentare) gelesen, bei Doppelnaht ist der Link mit dem Titel "Allgemeine Hinweise zur Anbieterkennzeichnungspflicht" hinterlegt. Danach fand ich auf die Seite "Die Impressumspflicht nach § 5 TMG / § 55 RStV" über Gabis Blog - alles nur dazu angetan, meine Irritation zu fördern.

Für mich stellt sich die Frage nach der Konsequenz. Abwarten und aussitzen, handeln oder gar den Blog schließen? Abwarten würde bedeuten, eventuell eines Tages abgemahnt zu werden, was mit erheblichen Kosten verbunden sein kann. Das kommt sicher nicht in Frage. Bleiben "Daten veröffentlichen" oder "Blog schließen". Ute hat ihren schönen Chiarmika-Blog abgemeldet, was ich sehr bedauerlich finde.

Da wir uns alle mit unseren Blogs keinesfalls im Niemandsland bewegen, sondern jedes Bild, jeder Buchstabe Spuren hinterlässt, die nicht mehr gelöscht werden können, alle Schritte immer nachvollziehbar bleiben, habe ich mir schon vor dem Einrichten meines Blogs Gedanken gemacht, wieviel Öffentlichkeit ich denn möchte. Und wenn ich hier schon nachspürbar öffentlich bin, macht es da noch einen großen Unterschied, wenn ich meine Anschrift preis gebe? Für mich schon. Meine erste spontane Reaktion war deshalb auch: Blog schließen. Mittlerweile habe ich mich mit meiner Familie beraten und bei einigen von euch nachgefragt, wie ihr mit der Impressumspflicht umgehen werdet und welche Erfahrungen ihr gemacht habt, wenn ein Impressum bereits vorhanden ist. Und eure Antworten sagen mir, dass ein Impressum wohl bedenkenswert aber nicht bedenklich zu sein scheint.

Ich werde jetzt sicher noch einige Tage weiter recherchieren, werde mit anderen Menschen sprechen, weitere Erfahrungen einholen und mich dann schlussendlich zum einen oder anderen entscheiden. Nur: Abwarten werde ich auf keinen Fall.



Ich schicke euch allen sehr herzliche - sehr nachdenkliche Grüße
Friederike


Freitag, 17. Oktober 2008

Für die Kleinsten - für L4


Für meinen kleinen neugeborenen Neffen Leo habe ich in Strasbourg diese süßen Bodys gekauft.
Aber: so ein Geschenk braucht natürlich auch seine Verpackung ...

... und was liegt da näher, als einen universell einsetzbaren Baby-Beutel zu nähen?

Seine Eltern fanden die Idee jedenfalls gut.


Hier seht ihr Leos Beutel von vorne ...



... hier von hinten ...

... hier im Detail ...

und hier kann man sehen, dass alle Bodys reichlich Platz in dem neuen Beutel finden.




Montag, 13. Oktober 2008

Seelen ...

... sind eine schwäbische Spezialität, die man auch im Badnerland kennt und zu schätzen weiß.
Wie viele traditionelle Gebäcke, so hat auch die "Seele" einen geschichtlichen, religiösen Ursprung.


Wer keine Gelegenheit hat, bei seinem Bäcker Seelen zu kaufen, der kann sie sich auch leicht selbst backen. Das geht so:

Man macht einen Vorteig aus:
125 g Mehl
75 g Wasser
15 g Hefe
1 Prise Zucker
Diese Zutaten werden in einer Schüssel miteinander verrührt, ich decke sie dann mit Klarsichtfolie ab, denn der Teig sollte 14 Stunden (bei mir: über Nacht) ruhen. Er gärt danach leicht.
Zu diesem Vorteig werden
625 g Mehl (ich nehme immer Dinkelmehl)
25 g Hefe
15-18 g Salz
15 g Backmalz
15 g Butterschmalz und
450 g Wasser gegeben.
Einen Hefeteig kneten (eher rühren). Der Teig erscheint recht dünn, keinesfalls Mehl dazugeben, Seelenteig ist kein fester Hefeteig.


Mit sehr nassen Händen werden nun Teigstücke aus der Gesamtmenge abgenommen,



und in längliche Form gebracht ...


... auf das Backblech gelegt.


Die Seelen eine knappe Stunde gehen lassen,


mit Kümmel und grobem Salz bestreuen und backen.
Dafür sollte der Ofen auf 250°C vorgeheizt sein, Temperatur auf 200°C zurückschalten, die Seelen in den Ofen schieben und 20 bis 25 Minuten backen.


Ich wünsche guten Appetit, bei uns gibt es dieses Brot zum Frühstück, zum Vesper, als Pausenbrot, an Stelle von Ciabatta zu Vitello tonnato und zu vielen anderen Gelegenheiten.
lieben Gruß von Friederike

P.S. Backmalz kann man selbst herstellen (Rohstoffe und dann Malz anklicken) oder bei Hobbybäcker.de bestellen.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Doppelt gemustert

Fast schon wie eine Fleißarbeit - meine zwei Paar Socken im gleichen Muster:

Die roten Socken hatte ich während des Sommers gestrickt, sie liegen also schon ein Weilchen - immer wieder das leidige Thema Fäden verwahren ...


Hier ist das Muster in rot deutlicher zu sehen. Ich habe ein Muster vom Mai leicht abgewandelt, d. h. es fehlen hier sämtliche linken Maschen.

Und hier die Socken in Streifenoptik blau, grün, grau, braun. Sie sind für Anemone, die mich letzte Woche besucht hat und wieder einmal für eine unserer Tauschereien. Dieses mal für ein Starterpaket für meine Cremeherstellung.

Auch hier das Muster im Detail.

Beide Sockenpaare ...

... und der Mustersatz:

Maschenzahl teilbar durch 15

Musterfolge:1.R.: 4 M re, 2 M., zus., 1 M re, 1 U, 1 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 4 M re
2. R: durchgehend rechte Maschen

3.R.: 3 M re, 2 M., zus., 1 M re, 1 U, 3 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 3 M re
4. R: durchgehend rechte Maschen

5.R.: 2 M re, 2 M., zus., 1 M re, 1 U, 5 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 2 M re
6. R: durchgehend rechte Maschen

7.R.: 1 M re, 2 M., zus., 1 M re, 1 U, 7 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 1 M re
8. R: durchgehend rechte Maschen

9.R.: 2 M., zus., 1 M re, 1 U, 9 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus.,
10. R: durchgehend rechte Maschen




lieben Gruß von Friederike

Donnerstag, 2. Oktober 2008

So also ...

... wird der Kasper in seine Tüte gesteckt:

Dafür braucht man:
etwas dünne Pappe, Stoffreste und eventuell Geschenkpapier
Filz (rosa) für die Hände
eine Kugel für den Kopf mit einem Durchmesser von 4 cm
einen Holzstab von etwa 40 cm Länge, mit einem Durchmesser von 1/2 cm
Klebstoff
Wollreste oder Fellrest für die Haare
Farben, eventuell Sprühlack


Zunächst die "Tüte" aus Pappe ausschneiden,

mit schönem Papier, Geschenkpapier oder Stoff beziehen, überstehende Stoffränder nach innen falten und dort ankleben. Am Rand einen Klebestreifen freilassen (auf dem Foto der weiße Rand).
Dem "Kopf" eventuell mit einer Perle eine Nase geben, wir haben ein kleines Loch in die große Kugel gebohrt und die "Nase" darin verzapft.


Die Tüte falten und kleben, ich habe dafür einen besonders starken Kleber genommen und die Klebestelle mit Wäscheklammern fixiert.


Nun muss das Oberteil aus buntem Stoff sowie die Hände aus Filz zugeschnitten werden .


Die ausgeschnittenen Hände auf dem Stoff fixieren, die Seitennähte schließen, unten einen Saum umbügeln, das Teil wenden, in Form ziehen und bügeln und an der oberen Kante, dem Stoffbruch, mit einem kleinen Punkt die Mitte markieren.



Der Kopf muss nun noch fertig gestaltet werden, die Tüte und das Oberteil sind es ja schon. Zum Bemalen des Kopfes kann dieser auf den Stab gesteckt werden, aber bitte nur lose, also noch nicht ankleben!

Hier ahnt man schon, wie die Teile zusammen gebaut werden sollen.


Dazu das Oberteil wieder wenden, ganz wichtig ist, dass der Saum erhalten bleibt (auf dem Foto links), dann das Stoffteil mit der linken Seite außen in die Tüte stecken, dabei auf die richtige Plazierung von Seite, vorne und hinten achten.
Der obere innere Rand der Tüte wird nun Stück für Stück mit Klebstoff eingestrichen und der Saum des Oberteils daran festgeklebt. Nur den Saum, was heißt, dass die Klebestellen nicht zu dick sein dürfen, da sie sonst durchdrücken. (Mit Kraftkleber reicht eine dünne Schicht aus um eine große Stabilität zu erreichen.)

Ist der Klebstoff angetrocknet, kann man den Stab von unten durch die Tüte führen und das Oberteil nach oben raus drücken. Da es ja schon gebügelt war, legt es sich leicht in Form.
Die Spitze des Stabes bekommt auch einen Tropfen Klebstoff, und nun wird nur noch der Kopf aufgedrückt und festgeklebt. Der Kopf kommt genau an die Stelle, die mit dem Punkt (s. o.) markiert wurde.

Wenn alles gut geklappt hat und der Kasper ausgetrocknet ist, sieht er dann so aus ...

... und das Spiel kann beginnen. Viel Spaß!




Fotos teilweise: AMS
Danke


Diese Anleitung gibt es auch als pdf-Datei auf dem Anleitungsblog von Andrea und mir

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