Samstag, 31. Mai 2008

Für die Kleinsten (2) - Kuscheltuch


Ein Kuscheltuch ist zur Geburt eines Babys immer ein willkommenes Geschenk, und so habe ich in den letzten Tagen nochmals ein Wichteltuch genäht.



Mein "Zipfelwichtel" - wie ich ihn liebevoll nenne - besteht aus zwei Lagen Stoff. Der untere - sozusagen das Körperteil - aus Frottee ist schön kuschelig weich und der Oberstoff - das Kleid - aus einem bunten Baumwollstöffchen - Erdbeerchen mit Mäuschen - sehr ansprechend für kleine Kinder.
Den Kopf des Wichtels habe ich wie die Puppenköpfe der Waldorfpuppen gestopft, abgebunden und mit Trikotstoff umhüllt, und genau wie vielfach bei Waldorfpuppen male ich dem Wichtel kein Gesichtchen auf. Der Kopf ist mit Füllwatte ausgestopft, denn so kann der Wichtel ganz unproblematisch gewaschen werden.
Hier noch einige Eindrücke:


Mittwoch, 28. Mai 2008

Zwischen Nacht und Morgen ...

Für meine Mutter.

Manchmal, sagt sie, könne sie schlecht schlafen. Dann greift sie zu dem Buch, das neben dem Bett auf dem Nachtkästchen liegt und fängt an zu lesen. Die Ärmel ihres Nachthemdes rutschen ihr allmählich nach hinten, und ihre zur Kälte neigenden Hände und Arme beginnen zu frieren.

Mit meinen Pulswärmern hat sie nun zumindest dieses Problem gelöst.

Wenn alles im Leben sich so leicht lösen ließe, um wieviel leichter würde es sich leben lassen ...

Ich habe die Handstulpen für meine Mutter zum Geburtstag gestrickt in den Farben zwischen Nacht und Morgen.




Ähnliche fingerlosen Handschuhe habe ich auf dem Blog von Maria gesehen. Das Muster entstammt einem Sockenmuster und ist auf diesem Bild etwas deutlicher zu erkennen.


lieben Gruß von
Friederike

Samstag, 24. Mai 2008

Wie zu Urgroßmutters Zeiten ...

Holunderblütensirup - der pure Frühlingsduft in der Flasche


Wenn im Frühling der Holunder blüht, erfreue ich mich besonders an seinem Duft. Neben Spargel und Erdbeeren verkörpert der Holunderduft für mich den kulinarischen Frühling. Neben Holderküchle - in Teig ausgebackene Blüten - und Tee aus frischen Blüten trockne ich die Blüten für die Nach-Holunderzeit und banne den aparten Geschmack in Flaschen: Es gibt Holunderblütensirup wie zu Urgroßmutterzeiten ...
Schon den Steinzeitmenschen war der Holunder bekannt und die Griechen und Römer nutzten seine Heilkraft. Auch in unseren Tage spielt der Hollerbusch im Volksbrauchtum eine Rolle. So findet man ihn z. B. in Bauerngärten, wo man ihn pflanzt, um böse Geister fernzuhalten, die guten aber anzulocken. Auch wir haben in unseren Garten, nahe am Haus, einen Holderstock gepflanzt und nutzen (in der sanften Naturheilkunde) seine Blüten und Beeren.




Für Holunderblütensirup braucht man Geduld und Sonnenstrahlen:

3 l Wasser mit 3 kg Zucker aufkochen und für etwa 5 Minuten köcheln lassen. Handwarm akühlen lassen
4 Biozitronen waschen und in Scheiben schneiden, in eine große Schüssel legen
40 g Zitronensäure aus der Apotheke und
15 Holunderblütendolden in die Schüssel füllen, das Ganze dann mit dem abgekühlten Sirupwasser übergießen. Abgedeckt 5(!) Tage in die Sonne stellen.

In der Zwischenzeit Etiketten entwerfen und drucken:





Sind die 5 Tage um, wird der Sirup durch ein Tuch filtriert, nochmals aufgekocht und in Flaschen abgefüllt.

Er ist ein wunderbares Sommergetränk und schmeckt besonders gut in Mineralwasser oder mit Sekt aufgegossen. Der Sirup ist auch Basis für Holunderblütengelee oder Holunderblütensorbet.
Da ich bekanntermaßen eine Tee-Tante bin, bevorzuge ich die warme Variante: 1-2 Essl. Sirup aufgegossen mit kochendem Wasser - köstlich.





Und so sieht es dann nach der Arbeit aus: Tee getrocknet, Etiketten gedruckt, Sirup in Flaschen abgefüllt.




liebe Grüße von Friederike

Dienstag, 20. Mai 2008

Verwöhntag


Schon weit vor meiner Kindheit durfte man sich in unserer Familie traditionell zum Geburtstag sowohl einen Kuchen als auch das Mittag(Fest)Essen wünschen. Mit diesem Ritual - verwöhnt von meiner Mutter - bin ich erwachsen geworden und habe es in meine Familie übernommen. So lebt diese Familientradition bei uns fort. Es ist eine so lieb gewordene Gewohnheit, dass ich einige sehr gute Freunde in dieses Ritual immer wieder mit einbeziehe.


So habe ich also einem sehr lieben Stierkind für heute gebacken, denn mit einem Stück Donauwelle, einer guten Tasse Kaffee oder Tee kann man sich so richtig verwöhnen lassen.

Für alle Naschkatzen, die sich selbst und ihre Lieben verwöhnen wollen, schreibe ich hier das Rezept auf:
Rührteig: 250 g weiche Butter, 250 g Zucker, 5 Eier, 350 g Mehl, 1 P. Backpulver.
Die Hälfte des Teiges auf ein gut gefettetes Backblech streichen. Die andere Teighälfte mit 2 Essl. Kakaopulver verrühren. Diesen dunklen Teig nun gleichmäßig auf dem hellen Teig verstreichen.
1 Glas Sauerkirschen abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig gleichmäßig verteilen und leicht eindrücken.
Backen: 175°C, ca. 30 Minuten, den Kuchenboden auskühlen lassen.

Buttercreme: Für die Buttercreme 1 ½ Päckchen Vanillepuddingpulver mit 100 g Zucker und ½ l Milch nach Packungsanleitung zu einem Pudding kochen. Auskühlen lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit sich keine Haut bildet.
200 g weiche Süßrahmbutter schaumig rühren. Den kalten Pudding löffelweise zugeben, und die fertige Buttercreme auf den kalten Kuchen streichen. (Bei Sauerrahmbutter oder leicht gesäuerter Butter gerinnt die Creme, deshalb ist es wichtig, auf Süßrahmbutter zu achten.) Nun stellt man den Kuchen mit der Creme am besten in den Kühlschrank, damit die Creme fest wird und sich später nicht mit der warmen Schokolade verbindet.
Schokoguss: 100 g Vollmilchkuvertüre, 100 g dunkle Kuvertüre und 50 - 100 g Sahne im warmen Wasserbad auflösen und unter gelegentlichem Rühren etwas abkühlen lassen (etwa handwarm). Den Schokoguss über die Buttercreme gießen und vorsichtig mit einer Palette glatt streichen.



lieben Gruß von Friederike

Samstag, 17. Mai 2008

Beutel gefüllt



Schon fast vergessen hatte ich, dieses Geschenk zu zeigen. Es lag für längere Zeit fertig verpackt im Schrank - ich konnte aus bestimmten "öffentlichen" Gründen die Fotos nicht eher in meinen Blog einstellen ...




Also, genäht für einen lieben Freund: einen Beutel für Socken - Wäsche - Schuhe - was auch immer ... hier die Rückansicht, oben die Vorderseite.

Dazu gab es dann - um den Beutel gleich zu füllen - noch ein Paar Socken mit einem seitlichen Zopfmuster. Für Herrensocken gefallen mir so strenge Muster (wie z. B. das seitliche Zopfmuster) immer sehr gut. Stricken mag ich zur Zeit aber lieber die luftigen Lochmuster, und so hatte ich die Socken in weiser Voraussicht auch schon im März vorgearbeitet.


Ich wünsche Euch allen ein erholsames Wochenende und grüße herzlich
Friederike

Mittwoch, 14. Mai 2008

Shirt und Top



Stoffmarkt in Karlsruhe - Farbenrausch bei Friederike.

Im Ernst: es ist wirklich mein buntestes T-Shirt, das ich bisher für mich genäht habe. Aber bei diesem frühlingshaft-sommerlichen Jersey konnte ich nicht "nein" sagen.






Auf dem Stoffmarkt habe ich dann kurz überschlagen: einmal die Länge + Ärmel + etwas Nahtzugabe, das Vorderteil gedoppelt, mit etwa 1,25 m müsste es also gut klappen.
Da ich ein kleiner Mensch bin, hatte ich tatsächlich dann noch so viel Stoff übrig, dass es mir für ein zusätzliches Top gereicht hat.
Manchmal ist es auch von Vorteil, etwas klein geraten zu sein. Ich werde das nächste mal dran denken, wenn ich wieder einen Antritt, eine Leiter, einen Hocker oder einen Stuhl benötige um aus dem obersten Fach des Regals etwas zu entnehmen. Das nervt mich mitunter. Und dann denke ich regelmäßig: 10 cm größer wäre nicht schlecht.
Aber dann hätte es jetzt kein zusätzliches Top gegeben. - Man kann nicht alles haben ...

liebe Grüße von
Friederike

Samstag, 10. Mai 2008

Muttertagsherzen - Ganz in Weiß


Zum Muttertag die Herzen in Weiß, gehäkelt und mit Satinband zusammengeflochten.



Zum Anlass passend (aber auch in der Größe) ist der Inhalt meiner Herzen: kleine Seifchen aus Schafsmilch, gefunden im Reformhaus in unserer kleinen Stadt.




Ich wünsche Euch allen ein schönes, langes und vor allen Dingen sonniges Pfingstwochenende und den Müttern unter uns einen wundervollen Muttertag.


Ganz herzliche Grüße von


Friederike


Dienstag, 6. Mai 2008

Für die Kleinsten (1) - Söckchen und Windeltaschen

In unserem Verwandten- und Bekanntenkreis kommen in nächster Zeit gleich mehrere Babys zur Welt. Für sie habe ich nun angefangen, zu stricken und zu nähen.


Die putzig kleinen Babysöckchen und die beiden Windeltaschen machen den Auftakt zu meinen Baby-Geschenken. Die Idee zu den Windeltaschen kommt von Irene, auf ihrem Blog hatte ich eine entdeckt und mir vorgenommen, das Projekt umzusetzen. Sie war mir auch mit den Maßen behilflich, denn bei uns sind die Windelzeiten schon lange vorbei.

Freitag, 2. Mai 2008

Blaue Socken für das Frühjahr

Neue Socken für das Frühjahr mit Rollrand und vielen, vielen kleinen Löchlein ...

hier ist das Muster in Großaufnahme zu sehen ...


... und hier ist das dazugehörige Muster:


Maschenzahl teilbar durch 15
Musterfolge:
1. R.: 3 M re, 2 zus., 1 M re, 1 U, 3 M li, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 3 M re
2. R.: 6 M re, 3 M li, 6 M re

3. R. : 2 M re, 2 zus., 1 M re, 1 U,1 M re, 3 M li, 1M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 2 M re
4. R.: 6 M re, 3 M li, 6 M re

5. R.: 1 M re, 2 zus., 1 M re, 1 U, 2 Mre, 3 M li, 2M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus., 1 M re
6. R.: 6 M re, 3 M li, 6 M re

7. R.: 2 zus., 1 M re, 1 U, 3 M re, 3 M li, 3 M re, 1 U, 1 M re, 2 M überz. zus.
8. R.: 6 M re, 3 M li, 6 M re




Bei diesen Socken habe ich die Schneckenspitze von Antje gestrickt. Sie ergibt eine sehr schöne runde Form.
Außerdem muss ich feststellen, dass, entgegen meiner Befürchtung, sich das Muster auf dem Fußrücken keineswegs störend anfühlt.
Und: es ist schön, das Muster nicht nur am Rohr zu sehen, denn da muss man ja immer die Hose hochkrempeln.

Ihr hört das Richtige heraus: Ich bin sehr zufrieden mit meinen blauen Socken mit den vielen Löchern.


liebe Grüße in den Mai von

Friederike

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