Dienstag, 12. Februar 2008

Patchworkhühner - Anleitung

Ich habe Andrea versprochen, ihr rechtzeitig vor Ostern eine Anleitung für die Patchworkhühner zu schreiben. Hier kommt sie:


Zwei Stoffstreifen zuschneiden von ca. 60 cm Länge und 3 cm Breite sowie ein kleines Mittelteil von 3 x 3 cm. Das gilt für ein großes Huhn, kleine Hühner näht man mit einer Stoffstreifenbreite von 2,5 cm.

An das mittlere Teil wird nun ein Stück Stoffstreifen angenäht, abgeschnitten, an dieses Rechteck nun vom selben Stoffstreifen das nächste Stück, im Kreis herum nun weiter mit dem zweiten Stoffstreifen (so in etwa habe ich versucht, das zu fotografieren aber für alle Fälle auch noch eine Schemazeichnung dazu gemalt).

Man näht also wie auf der Schemazeichnung aufgemalt mit den beiden Farben immer im Kreis herum, von jeder Farbe dreimal, ich glaube, die Patchworkerinnen nennen das Blockhaus.
Das ganze noch ein zweites mal - Vorder- und Rückseite.


Kurzer Themenwechsel für Schnabel und Hahnenkamm. Der Schnabel wird einfach gefaltet. Ein gelbes Stoffquadrat (etwa 6 x 6 cm) wird zur Hälfte, dann die Ecken zur Mitte (sieht jetzt aus wie ein Dach) falten, schließlich dieses nochmals halbieren - fertig ist der Schnabel. Damit er nicht wieder aufgeht, mit ein paar Heftstichen fixieren.

Der Hahnenkamm wird aus einem Stück Filz ausgeschnitten.



An einer Seite unseres Patchworkteils wird nun der Schnabel angeheftet, die Spitze zeigt zur Stoffmitte. Am oberen Rand den Hahnenkamm ebenfalls anheften (im Bild links).
Bild in der Mitte dient zur Orientierung für oben und unten, wenn jetzt gleich das zweite Patchworkteil rechts auf rechts darauf gelegt und festgesteckt wird (im Bild rechts).
Genäht werden folgende Kanten: Vorne, beim Schnabel, oben beim Hahnenkamm und unten nicht ganz durchgehend, da sollte eine Wendeöffnung bleiben. Die Rückseite bleibt zunächst noch offen.
Sind die Kanten genäht, legt man die vordere Naht (die mit dem Schnabel) auf die untere Naht und näht von der Spitze ca. 3 cm ab (Detailfoto rechts). Dieses Dreieck kann abgeschnitten werden.

Wenn man das Huhn nun auf die rechte Seite wendet, sollte es so aussehen, wie dieses Bild da oberhalb des Textes.



Nun kommt der Schwanz:


Er wird bis auf die letzte Faltung genau so gemacht wie der Schnabel, die Maße des Quadrats sind ca. 12 x 12 cm.



Die letzte Naht auf der Rückseite geht folgendermaßen : Die obere Naht (die mit dem Hahnenkamm) wird punktgenau auf die untere (das ist die mit der Wendeöffnung) gelegt, der Schwanz zwischen die neugewonnene Nahtkante geschoben, bis er bündig im Innern des Körperteils verschwunden ist, die Seite, die später mal die obere, also die Sichtseite, sein soll, zeigt Richtung Hahnenkamm (s. Fotos). Dieses letzte Stück nun auch noch nähen und das Huhn durch die Öffnung in der Bodennaht wenden.

Den Schwanz kann man gegen das Rückenteil nähen, dann das Hühnchen mit Füllwatte soweit füllen, dass es noch platt auf der Unterseite aufsitzt, sich also nicht nach unten auswölbt. Die Wendeöffnung mit ein paar Stichen verschließen.

Das Huhn ist nun fast fertig, es fehlen noch die Augen. Sie werden aufgemalt, mit Knötchenstich aufgestickt (bei meinem Huhn) oder mit kleinen schwarzen Perlen aufgenäht.

Und hier seht ihr mein Huhn von vorne:




von der Seite:



von hinten:

und in Gesellschaft:



Ich wünsche viel Vergnügen beim Verarbeiten bunter Stoffreste zu großen oder kleinen Stoffhühnern.

liebe Grüße von

Friederike

Kommentare:

  1. Andrea13.2.08

    Hallo,
    ich heiße Andrea und danke für die Beschreibung. Nun kann ich meine Restekiste durchwühlen.
    LG
    Andrea

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  2. hallo Andrea,
    schön, dass du meinen Blog besucht hast. "Meiner Andrea" muss ich erst noch Bescheid geben, wo sie die Anleitung finden kann ...
    liebe Grüße von
    Friederike

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  3. Hallo Friederike,

    vielen Dank für diese tolle Anleitung. Diese Hühner werden ganz sicher auch bei mir einziehen. Die sind einfach wunderschön.

    Liebe Grüße
    Gabi

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  4. Hallo Gabi,
    sie sind auch sehr schnell genäht und sind immer ein willkommenes Geschenk.
    liebe Grüße von
    Friederike

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  5. liebe friederike,
    vielen dank fuer deinen lieben kommentar in meinem blog. da habe ich doch gleich die gelegenheit genutzt, bei dir vorbeizuschauen ;o)

    schön hast du es hier! deine patchworkhühner sind der knaller ... ich habe noch gar nichts für die osterzeit. ich hatte mir tilda-hühner vorgenommen. mal sehen, ob es klappt ...

    gglg und ein schönes wochenende,
    ute

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  6. Hallo Frederike,
    ich komme über Flori´s Blog zu dir und habe mir deine Anleitung für die Hühner mitgenommen. Ich möchte erst mit Patchwork beginnen, warte zur Zeit auf bestellten Stoff, und deine Hühner und die tolle Anleitung dazu gefallen mir supergut.
    Vielen Dank und mit lieben Grüßen
    Pia-Marie

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  7. Vielen Dank, liebe Friederike, für die tolle Anleitung. Ich werde es auch gern ausprobieren - ich hoffe, es klappt!!! Die Hühnchen sehen einfach süß aus und ich denke, man kann damit hier und da eine kleine österliche Freude bereiten.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche - liebe Grüße von Marlene

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  8. Anonymous11.4.09

    Die Anleitung habe ich vor ein pr Jahren mal auf der Creativa gekauft.
    Wusste gar nicht, dass man sie auch frei bekommen kann.
    Trotzdem: Dankeschön, du hast sie prima umgesetzt!
    Gruß
    Sieglinde

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  9. Dickes Dankeschön von mir- die können ja glatt noch auf den berühmten "letzten Drücker" genäht werden. LogCabin war jetzt zu aufwendig, also gab es die einfache Variante. Vielen Dank noch einmal.

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  10. Vielen dank genau das hab ich gesucht.
    Meine Mutter kriegte von einer Freundin so ein Huhn einfach mit einem Klarsichtmäppchen hergestellt. Das fand ich ne super idee und jetzt will ich das selbe auch machen. :)
    Mit dieser super Anleitung funktioniert das auch super!!! :D
    Danke :)

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