Sonntag, 23. November 2014

WKSA - die Entscheidung muss fallen!



22.11.2013 WKSA Teil 2, hier sind die Themen:
Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht?


Für die Hinweise zu schönen schlichten Jerseykleidern möchte ich mich zuallererst herzlich bei euch bedanken. Entschieden habe ich mich jedoch noch nicht, aber viel geguckt und abgewogen und hin und her überlegt. Alle diese Kleider haben - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - entweder eine Teilungsnaht im Vorderteil, Brustabnäher oder Prinzessnähte oder aber Abnäher im Rückenteil, ei anderes einen für Frierhasen zu weiten Halsausschnitt. Was mich zu der Überzeugung brachte, dass es den Einfachschnitt so wohl nicht gibt. Und ich Kompromisse werde schließen müssen.
Ich habe zur Wahl:
- einen Ottobre-Schnitt




- oder Audrey von Maria Denmark,
- dann die Abwandlung eines Schnittes für ein Walkkleid von Patterncompany
- unf ebenso das Wohlfühlkleid von patterncompany, dessen Halsausschnitt ich so nicht übernehmen würde wollen. Den Schnitt habe ich hier liegen und auch schon mal genäht, die Lösung mit dem Hals müsste definitiv eine andere werden.
- Ansonsten noch von Schnittquelle das Kleid Tornesch oder Faido,

- Frau Fannie von Schnittreif
- das   Kleid  von Rosa P., das sie vielmals genäht auf ihrem blog zeigt und dessen Schnitt - sollte ich es auswählen - sicher in ihrem Buch zu finden sein wird.

Also Auswahl genug. Ich muss mich nur noch entscheiden.
Mittlerweile habe ich mich entschlossen ein Unterkleid zu nähen, damit mein schlichtes Kleid besonders schön schlicht fällt und sich gleich gar nicht angewöhnt, eventuell eine Leggings hochzukrabbeln. Den Unterkleidstoff habe ich diese Woche bereits besorgt und auf dem Stoffmarkt in Freiburg Stoff für ein Probekleid. Ich will auf Nummer sicher gehen, der Stoff für mein Kleid war nämlich ein Reststück, ich kann im Bedarfsfall nichts nachkaufen.

Viel geschrieben, wenig Bilder, aber nächstes mal fotografiere ich wieder fleißig.

Ganz zum Schluss noch die letzte Meldung:
der Schnitt Tomio von Schnittquelle könnte durchaus das sein, was ich suche. Aber ich bin mir durch das Begutachten der anderen Schnitte nicht mehr so sicher, das ich noch will was sich wollte. Ich werde den familiären Expertenrat bemühen, denn eine Entscheidung muss rasch fallen!

Mal schauen, wie weit die anderen mit ihren Überlegungen sind - klick!

Donnerstag, 20. November 2014

der Kuhflecken-Zopf






Was für eine Assoziation!
Ein klein wenig erinnerte mich der Farbverlauf an Kuhflecken. Lila Kuhflecken, die aus der Werbung der Schokolade, die ich nicht esse, weil ich kaum Schokolade esse! Bei mir blau mit graubraun auf weißem Hintergrund.


Ich war mal wieder einem Sonder-Sonderangebot beim Discounter erlegen. Die blaue Wolle in dem Doppelpäckchen war auch zu schön. Nun gut, zu diesem Preis war es auch möglich die zweite Wolle zu schlucken. Dass ihr Strickbild allerdings so skurril ausfallen würde, hätte ich nicht gedacht. Und in Wirklichkeit hat auch keine Kuh solch merkwürdige Flecken. Nicht einmal die Lilakuh. Aber der Titel gefiel mir gut.




Nun,  meinem Rügener Bernstein-Erinnerungszopf sei Dank, er macht auch hier eine gute Figur.  Und erinnert in seinen Farben, seinen Ecken und bizarren Schrägen tatsächlich nochmals an Urlaub, an Rügen, an das Blau der Ostsee und des Himmels, an weiße Gischt, ferne Wellen, an Wolken am Himmel, an Sand, Steine, Felsen, Hühnergötter und Donnerkeile. Im Nachhinein die ultimative Urlaubs-Erinnerungswolle.



Sonntag, 16. November 2014

WKSA - auf dich hab ich gewartet ...



16.11.2014 WKSA Teil 1, hier sind die Themen:
Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammen gesucht / Weihnachten? Ist nicht noch Sommer? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011


Beim Weihnachtskleidnähen vor einem Jahr hatte ich auf halber Strecke aufgehört dabei zu sein. Irgendwann war die Luft raus, mein damaliger Stoff zickte immer mehr herum und ich hatte auf sein Gemucke und Genöhle keine Lust mehr und scherte schließlich aus. Dazu kamen jede Menge privater Verrücktheiten, Dinge die aus dem Lot zu geraten schienen und mich ablenkten bzw. mehr beschäftigten als das Nähen eines Kleides.
Aber nach dem WKSA ist vor dem WKSA und dieses Jahr wird sowieso alles ganz anders, denn dieses Jahr werden wir gemütliche Weihnachten zu zwei'n feiern. Wir sind alleine, Kind und Kindeskind ausgeflogen, Besuche (noch) nicht in Sicht - also sturmfreie Bude für entspannte Weihnachten.


Und weil ich auch vor der stressfreien Weihnachtszeit keinerlei Stress möchte, werde ich mich zwar rechtzeitig aber mit wenig Energie und noch weniger Aufwand um ein schönes Weihnachtskleid bekümmern. Vorgesorgt habe ich mit einem schönen Stoff und einer einfachen Schnittüberlegung.

Der Stoff ist ein Jersey. Der Jersey meines nicht sehr ergiebigen Nähjahres 2014 (sieht man mal von zunächst Schwangerenbekleidung für die Tochter und anschließenden Hosen und Pullis für den kleinen Mann ab, nichtdokumentierten Röcken und Kleidern für die Nachbarin wie für die Freundin bzw. der Hilfe zum Selbermachen, mehreren kleinen Nähkursen).

Gekauft und gehütet, warm, formstabil, von schmeichelweicher Bioqualität, die Farbe von rauchigem Blau mit kleinen blauen Blümchen, die an Punkte erinnern und zusätzlichen kleinen weißen Pünktchen zwischen den kleinen blauen Blümchen. Ich liebe Blümchen, ich liebe Punkte, ich liebe grau, blau, rauchig, weich und warm.





Auch beim Schnitt bin ich mir sicher. Das heißt, ich bin mir sicher, wie ich mein bequemes Weihnachtskleid aussehen lassen möchte, nämlich so in etwa:


oder so:



Ganz schön schlicht, ich weiß. Aber gerade das gefällt mir dieses Jahr besonders gut, schlichtes Kleid für schlichte Weihnacht. (Und sollte ich wider Erwarten doch noch ein paar Tage in Weihnachtsurlaub fahren, so brauche ich jedenfalls - das steht jetzt schon fest - kein Bügeleisen mitzunehmen). Und mit Kerze in der Hand, passendem Schuhwerk an den Füßchen und weniger hingelümmelt, sehe ich der neuen, schicken Bequemlichkeit mit sehr viel Freude entgegen.

Das erste der schwarzen Kleider ist mein SommerSonntagsbequemlichkeitskleid, im Bedarfsfall sogar als Unterkleid zu nutzen, das zweite mein WinterSonntagsbequemlichkeitskleid, allerdings ohne Unterkleidfunktion. Ich hatte sie mehr oder weniger "der Nase nach" zugeschnitten und genäht. Also ohne gültiges Schnittmuster. Einen einfachen Shirtschnitt aufgelegt und verlängert. Unten ein Rollsäumchen. Beim oberen die Ärmel so lang, dass ich mit der ganzen Hand darin eintauchen kann.

Ganz so auf das Glück des Mutigen vertrauend möchte ich mein diesjährigesWeihnachtskleid nicht schneidern. Ich hätte schon gerne einen passenden Schnitt zu meinen Vorstellungen. Und dabei kommt ihr ins Spiel, denn ich habe noch nicht die passende Vorlage gefunden. Habt ihr eine Idee, welcher Fertigschnitt am ehesten meinen schlichten Vorstellungen entsprechen könnte? Oder gar einen ganz anderen Vorschlag?

Viele begeisterte Weihnachtskleidschneiderlein treffen sich mit ihren Ideen und Inspirationen heute auf dem MMM-Blog. Danke für die Organisation.

Mittwoch, 12. November 2014

eine kleine Mauergeschichte

Uns schreckte die Mauer. Und unsere Phantasie beschäftigte die "eingesperrten Menschen". Wir wussten wenig von der DDR. Wir waren Kinder. Kinder mit einem Onkel in Berlin. Genau genommen mit dem Lieblingsonkel in Berlin. Er war der, der uns zuhörte, uns ernst nahm, uns Geschenke machte, wann immer möglich seine Zeit mit uns teilte. Er war der große Zauberer unserer Kindheit. Und er lebte in Berlin, dieser begrenzten, eingemauerten Stadt.
Wenn wir ihn besuchten, mussten wir uns über die Transitstrecke der DDR quälen. Die Alternativen hießen Bahn oder Flug ab Frankfurt. Die 800 Kilometer von meinem beschaulichen Schwarzwaldstädtchen in die damalige ehemalige Hauptstadt waren mit dem Auto weder so bequem noch so schnell zu fahren wie wir das heute kennen. Die Autos Marke 60er Jahre waren noch meilenweit entfernt von den heutigen Luxuslinern, mit denen wir über eine schön ausgebaute Autobahn dahin rollen. Aber das nur nebenbei.
Den Schrecken der Mauer erlebte ich immer dann, wenn wir uns dem Grenzübergang in Hof näherten. Wachtürme waren zu sehen, Zäune in breiten Grünstreifen mit Stacheldraht. Auf mich als Kind "platt vom Land" wirkte diese Kulisse albtraumartig. Wir wurden angehalten auf der Rückbank "ganz brav" zu sein, keinen Lärm zu veranstalten, die Erwachsenen befürchteten wohl unnötigerweise ins Visier der bewaffneten Zollbeamten und Grenzsoldaten zu geraten.
Die Transitautobahn durfte man nur mit gültigem Reisepass benutzen, wir Kinder waren in dem unseres Vaters eingetragen. Man bekam einen Schein, wohl eine Art Passierschein, in dem mutmaßlich Name und Anzahl der Reisenden eingetragen war, wahrscheinlich auch die Autonummer, so genau weiß ich das nicht. Wohl aber, dass es diesen Schein gab und dass beim Verlassen des DDR-Hoheitsgebietes nicht mehr oder weniger Reisende im Auto sitzen durften, als auf dem Schein angegeben.
Auf der Heimreise eines Berlinbesuches Ende der 60er Jahre meldete mein Vater also uns drei "brave" Kinder an und bekam seinen Passierschein. Das ging nicht ganz so schnell, wie hier geschrieben, denn erstmal wurde das Auto ausführlich bekuckt, dann musste der Kofferraum geöffnet werden, es gab Blicke in die Reisetaschen, es gab ausführliche Blicke auf uns Kinder auf der Rückbank, der Reisepass musste abgebeben werden und verschwand für längere Zeit im Innern eines Zollhauses. Heute weiß ich, dass das mit System so betrieben wurde, zur Verunsicherung der Durchreisenden. Was durchaus funktionierte, denn damals empfand ich diese Verunsicherung und letztlich Angst von den Männern mit Gewehren sehr stark.
Als mein Vater seinen Passierschein zurückbekam, wurde er angewiesen, weiter zu fahren. Er steckte die wichtigen Unterlagen ein, ohne nochmals einen Blick darauf zu werfen. Das hätte er zu diesem Zeitpunkt lieber tun sollen, aber er vertraute wohl der Bürokratie oder wollte nicht unangenehm auffallen. So machten wir uns auf die Reise Richtung Heimat.
Am Ende der Transitstrecke dann das entgegengesetzte Prozedere, wieder Pass abgeben, dieses mal mit gültigem Passierschein. Alles musste seine Ordnung haben. Nur unsere Papiere hatten sie nicht! Mein Vater hatte sich offiziell mit zwei Kindern auf die Durchreise begeben und nun drei im Auto. Die Grenzer hatten einfach ein Kind übersehen, nicht hingehört oder nicht nachgezählt. Das war peinlich für die Grenzer, die offenbar nicht auf drei zählen konnten und  ärgerlich für  meinen Vater, der der Bürokratie vertraute und die Papiere nicht kontrolliert hatte. Uns Kindern gegenüber beides jedenfalls unverantwortlich. Wir saßen im Auto, durften es nicht verlassen, nicht das Fenster öffnen und warteten. Derweil umkreistenn uns immer wieder Grenzsoldaten, die mit ihren Gewehren mehr als bedrohlich wirkten. Wir fühlten uns hilflos, unbeschützt. Wir waren Kinder, neun, sieben und fünf Jahre alt.

Samstag, 8. November 2014

Wenn zum Beutel ein Beutel kommt



Immer mal wieder gab es so zwischendurch Anlässe, Beutel zu nähen, als "Auftrag" oder auch als Geschenk.
Wie zum Beispiel das Utensilo, das sein Dasein als Schrankleiche beenden durfte; es war eine lange Zeit, die es auf die richtige "Verwendung" warten musste.
Nun habe ich es mit einer Häkelrosette beschmückt und endlich an eine Schwägerin verschenkt.



Für Nichten und Neffen war ich auch fleißig: zur Einschulung, Geburtstag, Kindergartenbeginn - überall wurden neue Beutel benötigt und mir hat es viel Freude gemacht, für die kleine Kinderschar eine Auswahl zu nähen:

 
Für die Tochter im Partnerlook mit dem Mutterbeutel einen einfachen Durchzugbeutel, allerdings für kleine Mädchen mit innen noch mehr rosa:


Für die Jungs dagegen "echte" Turnbeutel für echte Schulkinder. In Anlehnung an die Stoffauswahl für den Matchsack ihres großen Cousins habe ich mich auch hier wieder für gestreift außen und mit Kühen innen entschieden.




Da beide Beutel in Familie und Schule leicht zu unterscheiden sein sollten, sind sie dieses mal mit Etikett, innen mit kleiner Streifentasche.



In den letzten Tagen habe ich dann noch diese Beutel genäht, dieses mal war es eine Verabredung mit dem guten Zweck.


Denn ähnlich wie bei den Babyschuhen waren die Damen der Aktionsgemeinschaft Menschen in Not auch hier der Meinung, dass diese Beutel eine Bereicherung des Martinimarktstandes bedeuten könnten und orderten gleich mehrere. Das schöne alte Leinen kommt aus einer anderen Spende, die Stickerei aus einer geliehenen älteren Stickmaschine.



Dienstag, 4. November 2014

Farbspielerei



Als ich meine für den kleinen Mann gestrickten Babyschühchen bei der "Aktionsgemeinschaft Menschen in Not" im Frühsommer vorstellte, waren sich die verantwortlichen Damen gleich einig: Ich solle nicht nur Seife sieden, auch Babyschuhe würden den Verkaufsstand auf dem Martinimarkt bereichern. Ich bekam 3 Knäuel Wolle und alle guten Wünsche für's Stricken. Dann zog der Sommer über's Land, der kleine Mann musste regelmäßig benäht werden der Garten umgegraben, die Früchte eingekocht ... um's kurz zu machen: die Wolle blieb liegen. Und Martini rückte schnell näher. Der diesjährige Martinimarkt noch schneller.



Also ... also habe ich endlich zu den Nadeln gegriffen, die Wolle hervorgeholt und an manchen Abenden viele kleine Schuhe gestrickt und noch mehr Fäden vernäht.
Jetzt sind sie fertig, bereits abgeholt und die Begeisterung groß.


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Wer knistert hier?


Irgendwann im Leben des heranwachsenden Kleinkindes kommt unweigerlich die Phase, in der es seine Welt mit den Händen erkundet, zwar noch nicht gleich alles erreichbare in den Mund steckt, doch aber eine Freude am Greifen und Betasten entwickelt.



Der kleine Mann ist da keine Ausnahme. Raschelnde, knisternde Geräusche faszinieren ihn. Knitternde Zeitungspapiere ebenso wie ein zerknülltes Papiertaschentuch. Nehmen - halten - fallen lassen. Und natürlich wieder haben wollen. Damit beschäftigen wir uns zur Zeit.



Abwechslung in die verschiedenen Ausgaben der Tageszeitung bringt jetzt ein Knistertuch, das ich ihm genäht habe.


Grün mit Punkten auf der einen Seite,


taupe mit Sternen auf der anderen.


Ausgestattet mit verschieden langen und breiten Bändchen und Jersey-Reststreifen mit Knoten. Darin der knisternde (gelochte) Bratschlauch und ein klein wenig gefüttert mit Vlieseline damit der weiche Jersey seine Form behält.

 
Selbst der Hund ist fasziniert von der Knisterei. Seit ihm vor knapp einem Jahr aus einer Knistertüte ein Dominosteinchen entgegenkullerte, steigt bei ihm Dank Langzeitgedächtnis die Spannung bei solchen Geräuschen: könnt ja vielleicht wieder sowas Leckeres in einer Tüte sein ...
zu guter Letzt:

Auf die in meinem Blog verlinkten Seiten habe ich keinerlei Einfluss - weder auf deren Gestaltung noch auf die Inhalte. Für den Inhalt der von mir verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Dies ist eine private Website, ich untersage jegliche Weitergabe meiner persönlichen Daten. Von mir eingestellte Bilder dürfen erst nach Rücksprache ausschließlich für private Zwecke verwendet werden.