Dienstag, 30. September 2014

rund um das Einmachglas


Als meine Cousine zu Besuch war, begeisterte sie sich für das schöne Angebändele meiner Einmachglas-Windlichter. Ja, solche Gläser habe sie auch noch im Keller stehen und ja, es wäre schön, wenn sie denn häkeln könnte und ach ....


Ich versprach ihr, zwei Schmuckbänder zu häkeln, wenn sie mir in einer kurzen email die Maße ihrer Gläser mitteilt. Die Borten zu häkeln ist eine schöne Arbeit, geht rasch von der Hand und so eine kleine Freude mache ich gerne.

Nun sind sie fertig und: es sind drei geworden. Das erste so schön wie das letzte und jedes durch die Durchzugsbänder wieder ganz anders: eines rot kariert, eines grün kariert und eines mit kleinen roten Herzen.





 
Die Borten sind ca. 31 cm lang, diese Länge reicht um ein normalbreites Einmachglas herum.

Das letzte, das mit den Herzen, möchte ich gerne verlosen. Zum Auftakt der Herbstsaison.
Immer wieder bekomme ich Anfragen nach diesen schönen Borten und kann sie nicht bedienen: Ich häkle die Borten nach einer, die ich selbst von meiner Freundin geschenkt bekam. So einfach ist das und gleichzeitig so unbefriedigend für alle, die sie auch gerne häkeln wollen.



Die sommerlichen Windlichtzeiten mit lauen Abenden auf Terrasse oder Balkon neigen sich zwar dem Ende zu, allerdings beginnt allmählich die andere, ungleich gemütlichere Windlichtzeit mit Kaffee und Tee, Kuchen oder Gebäck.
Nehmt einfach ein altes Einmachglas, befüllt es mit ein wenig Sand oder - wie ich - Feinsplitt und stellt ein großes Teelicht hinein. Dann bindet ihr - sozusagen als Krönung des ganzen - die Borte darum und zündet das Lichtlein an.




Wenn ihr also ein altes Einmachglas aus einem dunklen Winkel im Keller zu neuem Leben als Windlicht erwecken möchtet, dann hinterlasst ihr hier einen Kommentar unter diesem Post (bitte keine emails schicken). Bis einschließlich Samstag, 4. Oktober habt ihr Zeit.
Wer auch immer diese Borte gewinnt: ich wünsche schöne, romantische Stunden bei Kerzenschein.

Donnerstag, 25. September 2014

blauer Bernstein



Im Begeisterungssturm des neuen Sockenmusters gab es gleich ein weiteres Paar. Dieses mal in blau, blauer Bernstein sozusagen.


Das Muster kommt - jedenfalls von den Fotos her - mit dieser Wolle noch plastischer zur Geltung.


Und auch dieses mal "entwickelt" es sich aus dem Bündchen und läuft bis in die Sockenspitze. Einzig der seitliche Abstand ist hier mit zwei Maschen etwas geringer als bei den vorher gestrickten.



Ich möchte auf jeden Fall noch ausprobieren, den Zopf ganz am Rande laufen zu lassen. Allerdings weiß ich von anderen Zopfmustern, dass er dann auf dem Fuß sehr weit nach außen rutscht.
Das schöne an diesem Zopf ist auch, dass er kein typisches Männer- oder Frauenmuster ist, er lässt sich in die Socken für den Vater des kleinen Mannes genauso schön verstricken wie in meine oder die für meine Tochter.

Freitag, 19. September 2014

Samstag, 13. September 2014

Bernsteinzopf



als ich letztes Jahr an der Ostsee meinen Urlaub verbrachte, machte ich mir noch während ich an meinem Rügener Tuch strickte, bereits Gedanken und Notizen über ein passendes Urlaubs-Erinnerungs-Sockenmuster.



Klar war, dass es ein Zopf werden sollte. Titel: Rügener Zopf oder Ostseezopf oder so ähnlich.
Der Bernstein brachte mich schließlich auf die Idee, einen Zopf mit "Einschlüssen" zu stricken. Ich überlegte mir, wie ich das hinbekommen könnte, fing schließlich an aufs Geradewohl zu stricken und bald hatte ich mein Zopfmuster, meinen "Bernsteinzopf".

Ich machte mir entsprechende Notizen und suchte - wieder daheim - nach der richtigen Wolle, von der ich wusste, dass sie irgendwo in den Tiefen des Wollvorratberges ruhte. Farblich passend zu Bernstein.





Das Muster ließ sich leicht an das einfache Rechts-Links-Bündchen anpassen, so dass es sich daraus heraus formt und an der äußeren Seite bis in die Spitze verläuft.



Sonntag, 7. September 2014

Karwendelhose



Einen "Hosenherbst" ganz anderer Art feiere ich zur Zeit mit dem Nähen verschiedener Hosenausgaben für den kleinen Mann.
Zwei spätsommerliche Jerseyhosen habe ich ja kürzlich bereits gezeigt.
Nach dem gleichen Schnitt habe ich nun die sogenannte "Karwendelhose" angefertigt, eine leicht vergrößerte Variation des Ottobreschnittes aus Fleece.
Der kleine Mann fährt in Urlaub. Ins Karwendelgebirge. Und da die Wetterlage dort nicht ganz eindeutig ist und an Seen oder in manch einer Klamm vielleicht eher kühle Temperaturen herrschen, sollte vorsorglich eine warme Überziehhose mit.



Darunter trägt er den ersten Body, den ich genäht habe. Er entstand trotz zunächst bedenklicher Unsicherheit und Zögern nach Schnabelinas Schnitt und Videoanleitung. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diese großartige Arbeit. So ein Body rutscht tatsächlich ganz fix unter der Nähmaschine hindurch und das Ganze macht auch noch viel Spaß. Ein zweiter, dritter und ein vierter ist auch schon genäht - hier grassiert die Body-Nähsucht.



Auf dem Kopf trägt der kleine Mann eine schöne kräftiggrüne Mütze mit vielen Punkten und kurz vor der Abfahrt wurde auch noch ein warmer Fleece-Pulli fertig.



Jetzt, da der kleine Mann moppeligwarm fürs kühle Gebirgsklima ausgerüstet ist, wird das Wetter sicher herrliche Spätsommer-Temperaturen bereit halten. Aber lieber so herum.


Ist ein bisschen babylastig hier zur Zeit, ich weiß. Babys Sachen zu nähen macht riesig Spaß und wenn ich mich damit ausgetobt habe und der Kleiderschrank des kleinen Mannes wegen Überfüllung zu platzen droht, dann - ja dann nähe ich auch wieder mal was für mich ...

Mittwoch, 3. September 2014

Pferdepark



Für ein Mittelalterfest nähte ich zusammen mit meiner Freundin Steckenpferde. Den Schnitt von Farbenmix hatte ich schon vor langer Zeit gekauft, ursprünglich sollte er mir als Vorlage für einen Stecken-Dinosaurier dienen, ein Geburtstagsgeschenk für einen der kleinen Neffen. Bei ihm war die Dinozeit jedoch schneller um als ich nähen konnte und der Schnitt blieb ungenutzt hier liegen.




Wir haben gleich mehrere Pferde genäht und brauchten dafür auch mehrere Sonntagnachmittage. Während meine Freundin nach und nach die Stoffteile zuschnitt, nähte ich die Teile bereits zusammen.
Schon nach kurzer Zeit waren wir ein gut eingespieltes Team und jede von uns hatte ihr "Spezialgebiet", so bin ich mittlerweile Profi im Pferdehaareannähen und meine Freundin im Stopfen von Tierköpfen.



Insgesamt waren es vergnügliche Stunden mit nähen, erzählen, beratschlagen, Kaffe trinken, Probleme sehen, Probleme lösen, lachen und fast von selbst - so nebenbei - wuchs die Schar der Steckenpferde.



In einigen Details sind wir von der Farbenmix-Vorlage abgewichen. Als Pferdehaar nahmen wir z. B. Wolle: einen Teil neu gekaufte und einen Teil die aufgeribbelte eines Uraltpullovers aus den 80ern, den ich nie zu Ende strickte. (Ich war nicht so schnell wie die Mode der übergroßen Oberteile dann doch zu Ende ging und letzlich war er mir auch noch zu rustikal, grob im Erscheinungsbild und kratzig auf der Haut.  - War damals ein "Brigitte"-Angebot als Fertig-Paket bestellt mit Anleitung und Nadeln und sah auf den Fotos bei weitem besser aus.) Für diesen Zweck war die Wolle jetzt allerdings genau richtig in Farbe und Dicke und durch das lange Liegen als halbfertiger Pullover ist die Wolle wunderbar gelockt.


Darüber wie wir den Holzstiel ins Pferd stecken und wie er Halt finden könnte, haben wir länger gegrübelt. Die Farbenmix-Lösung verwarfen wir gleich, wir wollten den Holzstab als solchen sehen und nicht mit Stoff ummanteln. Schließlich entschieden wir uns für einen Besenstiel an dessen eine Ende wir - d. h. der Mann für's Leben - ein Loch bohrten und einen Querriegel steckten. So hat der Stiel guten Halt im Innern des Pferdekopfes.
Die Stoffenden haben wir zunächst notdürftig um den Stiel geklebt, anschließend herzhaft mit Paketschnur umwickelt und diese wiederum mit Leim fixiert. Eine sehr klebrige Angelegenheit das Ganze und in der Schlussphase mehr Basteln als Nähen. Rustikale Lösung - aber so sollte es auch sein. Mittelalterlich eben.





Recht mittelalterlich wirken auch die Halterung der Zügel und die Zügel selbst, ein rustikales dickes Seil.




Meine Hose sah nach dem letzten Nähnachmittag auch entsprechend rustikal aus, viel Kleber, der zum Glück "unsichtbar" abtrocknete aber noch mehr Glück, sich auch gut wieder auswaschen ließ.




Sonntag, 31. August 2014

Kuscheldeckenkissen



als mein allerliebster Nachbar aus beruflichen Gründen wegziehen musste, beschloss ich, ihm als Geschenk für das neue Heim bei unserem ersten Wiedersehen eine warme Kuscheldecke zu überreichen. In frühlingshaften Farben für das erste Frühstück draußen am See.



Das ist nun schon ein Weilchen her, es ist mittlerweile Spätsommer oder früher Herbst - je nach Sichtweise - aber unsere Freundschaft lebt - wir erleben eine beglückende Fernbeziehung und dieses Jahr reichte die Zeit tatsächlich für einen Besuch - bei uns.



Da die Decke längst fertig genäht ist und über die Zeit bereits Liegefalten entwickelte, war es höchste Zeit sie zu überreichen:

Genäht habe ich das Kissenteil wieder nach dem Prinzip der "Patchwork"-Topflappen, die Teile nur eben entsprechend vergrößert. Eine recht gute Kurzanleitung findet ihr bei Frosch-Karin.
Die Decke war eine schöne Sommer-Deko-Näherei und dank des entsprechenden Wetters auch gleich verwendbar.
zu guter Letzt:

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