Montag, 3. August 2015

in die Länge,in die Breite - immer weiter


Wir sind fleißig dabei. Und da wir zu zweit häkeln, geht es mit der Decke erstaunlich rasch voran, obwohl ich zwischendurch pausiere und das ein oder andere Paar Socken stricke oder Girlanden häkle.
Eben wurde mir wieder ein "Türmchen" fertiggehäkelter Grannys gebracht. Die Tochter nimmt die Sache sehr ernst und will unbedingt ihren Beitrag leisten - die Hälfte sie, die andere ich.
 

Als nächstes werde ich alle mitgehäkelten Fäden kontrollieren, gegebenenfalls noch vernähen, die restlichen einfach nur abschneiden, aber auf jeden Fall den roten Anfangsfaden vernähen. Danach kommen die neuen TeileAnordnung an die bereits bestehenden Farbreihen, das Zusammennähen der einzelnen Teile und schließlich das Annähen des gesamten Strangs.


Eine richtige "Ordnung" gibt es dabei  nicht. Außer dass jede Reihe zwölf unterschiedliche Grannys beinhaltet, legen wir sie kunterbunt, wie es sich ergibt nebeneinander. Beim Zusammennähen der ersten Reihen ist mir dabei passiert, dass sich die Farben nocheinmal verschoben, aber das macht nichts, die nächsten werden einfach entsprechend angepasst.


So sieht die Decke mittlerweile aus. Wir haben 5 Reihen, jede besteht aus zwölf unterschiedlichen Grannys. Wenn die neuen Teile angenäht sind, feiern wir das "Drittelfest".

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So sah die Decke etwa im Januar aus. Sie ist um ein großes Stück gewachsen. 
Beim Aufräumen in der Postlandschaft hatte ich bemerkt, dass ich die posts für die Grannydecke zwar  geschrieben, allerdings nicht veröffentlicht hatte. Das holte ich in den letzten Wochen nach und verschob die posts dann an ihren "echten" Platz um einigermaßen in der Chronologie meiner Handarbeiten zu bleiben, blüht diesem hier dasselbe Schicksal.


Montag, 27. Juli 2015

Vater-Sohn-Projekt


Besonders viel Freude macht es mir, aus Resten irgendwie ein Kleiner-Mann-Shirt, aus Mama-Röcken vielleicht noch eine Kleiner-Mann-Hose rauszuquetschen. Anders kann ich es kaum formulieren, und in der Zeit, in der ich bis in die letzten Fitzelchen gedacht, zugeschnitten und genäht habe, könnten locker ein bis zwei Teile aus neuem Stoff entstehen. Aber das Querdenken und ausprobieren macht einfach außergewöhnlich zufrieden.


Relativ fix und einfach ging die Sache allerdings mit dem grün-weiß-gestreiften Stoff, da gab es sogar zwei Kleiner-Mann-Shirts inclusive einer Abänderung, ein langärmeliges mit Kapuze für Frühling, Frühsommer und mit Glück noch für den Herbst - bis jetzt war es allerdings zum Fotografieren unzumutbar heiß und seit gestern ist der kleine Mann auf Fortbildung mit seiner Mama.


Donnerstag, 23. Juli 2015

übergangsbequem


 Der Mann für's Leben trägt gerne (Feier-)Abendanzüge, solch lockeren Teile, die die Gemütlichkeit des beginnenden Abends einläuten. Damit signalisiert er deutlich seine Entspanntheit und dass wir nun keinen Besuch mehr empfangen.
Im Winter sind das eindeutig warme Sweat- oder Fleece-Teile, Hose mit Oberteil, meist zum Joggen gedacht, weniger zum Lümmeln. Aber er darf das ja nach dem Kauf verwenden wie er mag. An hochprozentig-heiße Tage trägt er einen Seidenkimono, ein Sonderfall selbst in seiner Garderobe, da schon hundert Jahre alt.
Abendanzüge für Übergangszeiten fehlen.


Zwei an der Zahl hatte ich ihm vor Jahren genäht, einen in dunklem Blau und einen in Rentnerbeige - den Schnitt - ein Burdaschnitt -  angepasst und abgeheftet. Soweit die Erinnerung.
Aber wie das mitunter so ist mit den Erinnerungen, die manchmal verblassen oder sich verselbständigen und zu anderen Geschichten werden als die, die die Wirklichkeit einst schrieb - ich kann den abgehefteten Schnitt nicht mehr finden, er blieb auch nach zwei Tagen emsigen Suchens spurlos verschwunden. Wahrscheinlich ist, dass ich ihn irgendwann einmal verliehen habe, zu Zeiten, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Und sowohl den blauen als auch den beigen Anzug segnete schon vor Jahren das Zeitliche, sie waren reichlich abgetragen.
 
 
Nun habe ich mir den Hundertjährigen als Vorlage genommen, habe feinsäuberlich den Schnitt der Jacke abgenommen, jede erdenkliche Stelle vermessen, gejammert und geflucht um danach ein tatsächlich erstes passables Zwischen-den-Jahren-Teil zu nähen. Nennen wir es Probeteil, Vorlage für weitere und Übergangsjacke in einem. Die Ärmel habe ich dabei in weiser Voraussicht dem tatsächlichen Leben angepasst und sehr wesentlich verjüngt und auch etwas verlängert. Die Weite der Originalärmel sind weder suppen- noch saucentauglich, sie baden so gerne während des Essens. Auch neigen sie dazu, in Türgriffen hängen zu bleiben, das Wort Türfalle hat sicherlich hierin seine ursprüngliche Bedeutung.


Mit der Hose nun wiederum habe ich es mir recht einfach gemacht, sie ist die Verlängerung der oft und oft genähten kurzen Hose mit Taschen, dieses mal mit Gummizug und Bindeband.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Shirts für heiße Zeiten


Für die heißen Tage dachten wir gut gerüstet zu sein. Doch die außergewöhnlichen Temperaturen erforderten einen zusätzlichen schnellen Näheinsatz: der kleine Mann benötigt Shirts und kurze Hosen bzw. Windelhosen. Deshalb hab ich einen heißen Nähmarathon eingelegt: am Samstag den Shirtschnitt kopiert und gleich ein Probeteil genäht; ab Sonntag nach dem Fest bei den Imkern einige Runden weiter gerattert. So wurde in der letzten Woche immer wieder ein Teil fertig.





Grundschnitt für die Shirts aus Ottobre 3/2014, Spot Fish

Die Sommershirts bieten sich an für einen Besuch bei Made4BOYS - Danke für die Plattform und die Organisation.

Sonntag, 12. Juli 2015

Zeit für Lavendel

zum Beispiel: Lavendel(auszugs)öl



Und so geht's:
Lavendelblüten sammeln
Blüten abzupfen
in ein Glas füllen, leicht andrücken
mit möglichst geruchsneutralem Öl auffüllen, z. B. Mandel- oder Distelöl.
2 Wochen in die Sonne stellen, dabei beachten:
wegen des Gärungsprozesses die ersten 4 bis 5 Tage nur mit einem Mulltuch (oder Papier-Küchentuch) abdecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
danach Deckel drauf, fest verschließen.
Nach zwei Wochen durch ein Tuch filtrieren.

Wem keine frischen Lavendelblüten zur Verfügung stehen, nimmt getrocknete: 100 g Blüten auf 200 ml Öl. Die Wartezeit bleibt gleich.

Sonntag, 5. Juli 2015

Wie das Nähen zu den Bienen kam

Foto: AMS
Heute ist Tag der Imkerei. Bei uns findet am Imkerheim eine Großveranstaltung statt - also ein großes, stattliches Fest. Und ich bin dabei. Bin sonst gar nicht so vereinstüchtig. Aber die Imker mit ihrer selbstverständlichen Hilfsbereitschaft dürfen nun auch mit der meineigen rechnen.

Foto: AMS
Wir sind unter die Hobby-Imker gegangen. Vor drei Jahren fing die Tochter als Jungimkerin an - mit reservierter Unterstützung der Familie und heftiger Ablehnung meinerseits. Mittlerweile sind wir alle begeistert von unseren neuen "Haustieren", kümmern uns gemeinsam, selbst die Bienenkästen schreinert der Mann für's Leben mittlerweile selbst und meine anfänglich Skepsis und Angst ist großer Begeisterung gewichen. Unerschrocken kann ich mittlerweile vor den offenen Bienenkästen meiner Arbeit nachgehen ohne Hut, Schleier oder Handschuhe. Lediglich der Raucher darf nicht fehlen. Die anfängliche Angst ist wie weggeblasen - der Respekt geblieben!
Wir starteten mit zwei Jungvölkern, geschenkten Ablegern, und haben mittlerweile mehrere gut tragende Völker. Vor zwei Wochen konnten wir unsere erste Tracht diesjährigen Honig schleudern. Sehr lecker.

unsere Bienen im Landeanflug - Foto: AMS
In Ermangelung einer geeigneten Abdeckung habe ich kürzlich für einen der Ablegerkästen eine Haube aus LKW-Plane genäht. Passgenau und ohne Korrekturen. Wenn mir das mal so bei meinen Kleidern gelänge ... Die Tochter jedenfalls war begeistert und orderte für einen neu hinzugestellten Bienenkasten eine weiteres "Sahnehäubchen". Jetzt habe ich also auch die Bienen benäht.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Zeit für grüne Nüsse



Unser Nussbaum trägt dieses Jahr reichlich Nüsse von extrem guter Qualität. Noch ganz ohne schwarze Flecken der mittlerweile auch bei uns verbreiteten (und von mir so genannten) "Walnusslaus". In den letzten Jahren vernichteten ihre Artgenossen unsere Ernten. Zeit also die Gunst der Stunde - in diesem Fall die grünen Früchte - zu nutzen: Dieses Jahr gibt es Walnusslikör.


Dafür hatte ich lange vor dem Regen 10 unreife, grüne Walnüsse geerntet. (Es ist wichtig, dass die Nüsse noch im Juni geerntet werden, damit der innere Kern - die spätere harte Schale - noch ganz weich ist.)


Die Nüsse klein schneiden, das geht fix von der Hand. Aber Achtung: Einmalhandschuhe tragen sonst werden die Finger schnell schwarz durch den austretenden Saft.


Die Nüsse in ein großes Glas füllen. Dazu kommen einige Nelken, Mark und Schale von zwei Vanilleschoten, zwei Zimtstangen und 400 g brauner Kandiszucker. Mit Korn aufgegossen stelle ich das Glas zunächst auf die Fensterbank und später bei schönem, warmem Wetter für vier Wochen draußen ins Gartenregal.
zu guter Letzt:

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