Donnerstag, 9. April 2015

im Schneckentempo


Gleich als ich die kleinen Schneckchen sah, hatte ich die Vorstellung von "Ostereiern" an einem Frühlingsstrauß und musste zur Nadel greifen, andere Projekte zur Seite rücken. Die erste kleine Schneckegesellschaft schmückte schon bald die Fensterbank im Wohnzimmer. Die Tochter bemerkte dazu zum kleinen Mann: so sind sie der Omi lieber als im Garten. Recht hat sie. Und ich häkelte eine richtige Schneckenparade. Sie sind auch zu niedlich.


Um mir einen farblichen Überblick zu verschaffen, sammelte ich die bunten Körperteilchen wie Häkelbonbons zunächst in größeren Mengen in einem Glas. Dann wurde sortiert: für die Tochter, für die schneckenforschende Schwägerin, für die Freundinnen, für mich. Etwa 50 Stück waren es zum Schluss.


Die Tochter wollte ihren Anteil aufgefädelt und damit kinderhändesicher als Baumelkette für die Balkontüre (für's Foto probegehängt an unserer Wohnungstüre),


die Schwägerin bekam ein Päckchen "so bunt wie Ostereier" rechtzeitig für den familiären Osterstrauß



und die Naturfraktion war für die Freundinnen.

Da Reste bekanntlich das Beste sind, die verbliebenen für uns. Unser Osterstrauß sieht so aus:


Obwohl ich ziemlich fleißig und auch schnell häkelte - gar nicht im Schneckentempo - zog sich die Arbeit fast wie ein richtiges Großprojekt über mehrere Wochen hin.
Die Überschrift bezieht sich also keineswegs auf meine Arbeit sondern gilt als Anspielung auf die Entwicklung meines blogs. Zur Zeit tatsächlich nur im Schneckentempo.

P.S. für alle, die den link nicht gleich finden, hier noch einmal: KLICK

Dienstag, 17. März 2015

mit herzlichen Grüßen


Die Weihnachtssterngirlande ist abgehängt, die Karten in die Kartengruß-Kiste und die Sternchenklammern in der Sternchenklammerkiste geräumt. Zeit für was Neues:


Große Herzen, kleine Herzen, rote Herzen, bunte Herzen, sie zieren jedes kleine Geschenk



die Klammern nehmen wie sie kommen, schön für alle Kartengrüße, die das neue Jahr bringen wird: Geburtstagswünsche, Urlaubsgrüße, Geburtsanzeige, ein kleines Dankeschön oder Opernkarten zur Erinnerung.



Und dafür sind die Klammern auch ganz hübsch, sie halten - so lange ich sie benötige - meine Häkelanleitungen beisammen, bis diese wieder in ihrem Ordner  abgeheftet werden:



Und verschenken kann man sie. Da sind sie ganz groß im Einsatz:


oder als Beschmückung wie hier bei dieser Wundertüte, einem sehr schönen Geschenk, wie ich es selbst zu Weihnachten bekam und hiermit die Idee gleich weiter reichte:



Herzchenklammern kann man gar nicht genug haben!

Montag, 9. März 2015

"blaue Stunde"


Begeistert von meiner Patchworkdecke wollte die Tochter sich auch eine solche nähen. Das ist jetzt Jahre her. Gemeinsam kauften wir eine Menge Stoff in Blautönen.
Sie entwarf Pläne - die Decke sollte sich ja von meiner unterscheiden - dann fing sie  an Stoffe zuzuschneiden und zu nähen. Ein, zwei kleine Teilchen waren fertig, da entwich unmerklich die Luft aus dem Projekt. Es überdauerte Jahre in einer großen Schachtel.



Der nächste Anlauf fand während ihres Studiums statt. Damals lebte sie noch bei uns und ich hätte sie gerne unterstützt beim Nähen. Aber, oh Schreck!, die Anordnung, ihr sorgsam ausgetüftelter Deckenplan überzeugte sie nach so langer Zeit nicht mehr.
Neuer Plan, neues Glück! Sofort entstanden zwei weitere Teilchen. Danach wiederholte sich die Luftrausnummer. Stoffe und fertig Stücke wurden wieder mottensicher verpackt.

Nun, alle guten Dinge sind drei, dieses mal hat es mit etwas Verzögerung zwischen Vorhaben und Durchführung geklappt. Ein leicht einsetzender Nesttrieb zu Beginn der Schwangerschaft ließ sie erneut - dieses mal zum Thema Krabbeldecke - über ihr altes Vorhaben nachdenken. Aber auch dieses mal gefielen ihr weder ihr alter Entwurf noch die bereits genähten Teilstücke. Das ganze Vorhaben hätte also wieder zurück auf die Startposition gesetzt werden müssen mit neuer Konzeption und vielleicht auch einigen neuen Stoffen. Deshalb überlegte ich mir eine praktikable Alternative und konnte sie von meinem "Plan B" überzeugen: alle Stoffe beibehalten aber nur ein Muster nähen. Inzwischen ist das Kind geboren, der Nesttrieb ausgeprägt, eine Krabbeldecke erwünscht und die Zeit zum Nähen immer knapper. Damit sie einigermaßen dran bleiben konnte gab ich ihr einer meiner Nähmaschinen mit, Erklärungen fanden gerne auch mal telefonisch statt; aber so kam es, dass sie in den letzten Wochen, wann immer es ihr möglich war, kleine Quadrate schnitt, diese aneinander nähte, danach durchtrennte, neu kombinierte und allmählich viele kleine Sternquadrate erhielt. Jedes anders und doch gleich im Entwurf.


Nach dem Austüfteln des optimalen Zusammenspiels der Einzelteile konnten wir am Wochenende bei unserem Nähtreff das Top mit Einlage und Unterlage zusammentackern - einen Berg Sicherheitsnadeln benötigten wir hierfür und zu zweit über eine Stunde.
Fertig ist die Decke immer noch nicht ganz, letzte Nähte und das Binding fehlen, aber die Arbeit macht mittlerweile nicht nur Arbeit sondern auch Spaß und dem entsprechend gibt es große Fortschritte. 
Auf dem unteren Foto könnt ihr in etwa erahnen, wie mühsam es ist, den Stoff unter die Maschine zu schieben und einigermaßen korrekt im Nahtschatten zu nähen ohne Nadeln zu verbiegen oder abzubrechen. Die Spulen sind schneller leer, als man glauben mag, es gehen da nur Meter und keine Kilometer Faden drauf.



Schon jetzt - als "Rohling" - bekamen Decke und Tochter immer wieder bewundernde Blicke und viele Komplimente. So eine Sternendecke ist halt was Feines und ich bin mir sicher, dass sie auch nach dem Krabbelalter des kleinen Mannes in Gebrauch bleiben wird, also eine schöne Erinnerung an die erste Elternzeit.

Donnerstag, 5. März 2015

Gewachsen!



Der kleine Mann wächst, krabbelt, schaukelt, schreit, tobt und krakeelt, ist ein liebes anhängliches Kind, verschmitzt und voller Charme, hält Eltern und Großeltern auf Trab, die gar nicht mehr wissen, wie mühsam es bis vor neun Monaten war, einen ganzen Tag zu füllen. Wie war die Zeit vertan ganz ohne dieses Kind!
Er isst Brei und trinkt aus dem Glas. Er wirft mit Bällen und robbt hinter ihnen her. Er streichelt liebevoll unseren Hund und zieht ihn an den Haaren. Baubechertürme oder solche aus Holzklötzchen werden gnadenlos umgeworfen, keine Schublade ist vor seiner Neugier sicher.  Er gluckst vor Lachen und kann brüllen wie ein Löwe. Und immer noch zieht er sich leidenschaftlich seine Socken aus.
Neuestes Lieblingsspielzeug ist zur Zeit der Küchenschrank: Tür auf, Tür zu, zur Abwechslung wird auch noch hinein gekrabbelt.
Genäht habe ich ihm in der letzten Woche außer dem grauen Pulli noch zwei weitere, dazu einen Body und eine Hose, allesamt bereits in Größe 80. Und damit wird es in der nächsten Zeit auch weitergehen, noch mehr Bodies, noch einige Hosen. Danach das spannende Thema Unterhosen - ein windelfreies Kind braucht schließlich richtiges Untendrunter. Ich bin bis auf weiteres beschäftigt.

Montag, 23. Februar 2015

was macht eigentlich... der Zwilling?

Wenn ich schon beim Thema Decke bin, hier die neuesten Nachrichten vom Zwilling:



Der "Zwilling", wie ich die zweite Sockenwollreste--Farbverlaufsdecke nenne, ist schon lange fertig. Ich habe etwa zwei Monate mit Sockenstrick-Unterbrechung an dieser Decke gehäkelt und  sie wurde größer als meine eigene, in der Breite etwa 130 cm und in der Länge 175 cm, wobei sie sich sicher noch durch ihr Gewicht etwas dehnen wird.
Schwieriger als sie zu häkeln war, sie unter Verschluss zu halten. Zu gerne hätte ich sie gleich verschenkt, aber sie sollte ja ein Weihnachtsgeschenk werden und deshalb verschlief sie brav den vergangenen Sommer zusammen mit den unverhäkelten Resteresten in einer großen Kiste auf dem Speicher, wohl verwahrt vor den Augen der nachbarschaftlichen Verwandtschaft.



Zu Weihnachten konnte ich sie dann schließlich verschenken. Das war eine Freude! Sogleich wurde sie eingeweiht: zeitweise als Sofadecke und als Krabbeldecke für den kleinen Mann.
Nackenrolle kann sie auch:


Doppelt und dreifach gefaltet hält sie den kleinen Mann im Kinderwagen warm. Und natürlich wird sie eifrig bewundert.


So war ich kürzlich mit kleinem Mann im Kinderwagen in unserem Post-Lädele. Hinter mir stand eine jung Mama mit Baby im Tragetuch. Sie sah die Decke und fragte gleich nach: wie gehäkelt, welche Wolle, wie lange man dazu wohl brauche.
Sie habe, so erzählte sie mir, auch eine schöne Decke für ihr Kind. Von der Oma gemacht. Nun, sagte ich, diese hier sei auch von der Oma gemacht, also von mir.
Am nächsten Tag beim Einkauf in unserem Schwarzwaldstädtchen höre ich plötzlich eine Stimme hinter mir: "Heute nacht habe ich von Ihrer Decke geträumt."
Wenn das kein Kompliment ist? 

Mittwoch, 18. Februar 2015

meine ziemlich große Sofadecke


Es ist schon eine Weile her, dass ich diese Sofadecke genäht habe und sie sieht auch fast noch wie neu aus. Das kommt vom vielen Schonen und wenig Benutzen.

 
Da ich in Patchwork nicht so firm bin, besuchte ich eigens einen Patchworkkurs dafür. Und ließ mich einweisen in die Geheimnisse des Stoffeauseinanderschneidens und wieder -zusammennähens.



Die einzelnen Felder sind ganz unterschiedlich gestaltet sowohl was die Breite als auch die Musterwahl betrifft.



Beim Quilten tat ich mich zum Schluss ein bisschen schwer. Die Decke von Hand zusammen zu nähen erschien mir zu langwierig, um sie aber mit vielen unterschiedlichen aber letztlich doch gleichmäßigen Kurven unter der Maschine zu bewegen, ist sie fast schon zu groß. Die schiere Masse Stoff passt kaum hindurch. So entschied ich mich, sie in geraden Bahnen abzunähen. Immer schön im Nahtschatten bleiben, das ging ganz gut.


Nun liegt sie winterweise auf dem Sofa, im Sommer darf sie mit in den Garten oder auf die Veranda, wo sie an kühlen Abend ihren Dienst versieht.



Sie versteht sich auch gut als Nackenrolle und selbstverstsändlich neuerdings als Krabbeldecke für den kleinen Mann. 


Mit der Farbwahl des Fotoapparates bin ich heute nicht sehr glücklich. Von daher ein Versuch an der frischen Luft - die Decke wie eine Tischdecke ausgebreitet fängt leider auch nicht ganz den warmen Farbton ein, den sie eigentlich hat:


Die Tochter beobachtete sehr genau mein Treiben um dann zu beschließen: so was will sie auch! Genau so - nur anders!
Und daran arbeiten wir gerade.

Dienstag, 10. Februar 2015

unterm Mistelzweig


So hoch da oben hing der Mistelzweig, den ich auf einem der letzten ausgiebigen Wochenendspaziergängen  fand, bestimmt auch einmal in seinem Leben. Langsam nur ist er gewachsen, eine Verzweigung pro Jahr.



Der Sturm der letzten Tage hatte ihn wohl abgebrochen und ich fand ihn zu schön (und zu schade) um ihn liegen zu lassen. Also nahm ich ihn mit. Immer eine der kalten Hände in der Jackentasche steckend und gleichzeitig vorsichtig auf den Randbewuchs an schmalen Pfaden achtend, immer wieder Hindernissen ausweichend, balancierte ich ihn heil nach Hause.


Die kleinen Ästchen sind sehr brüchig und natürlich lagen nach dem Transport einige davon im Auto. Aber macht nix, diese kleinen Blättchen und Zweigchen durften vorübergehend zur Tischdekoration mit ins Wohnzimmer und weil ich sowieso grad im Häkelfieber bin, bekamen sie noch Zuwachs aus Wolle.


In zwei Farben habe ich gehäkelt, die dunkleren für jetzt gleich als Schmuck auf meinem Windlicht, die hellen für ein anderes Häkelprojekt,
Windlicht einmal von vorne:



und Windlicht einmal von hinten:


Wenige Tage nach dem Fund des großen Mistelzweiges fand ich einen weiteren, recht kleinen, noch an seinem Wirtszweig hängend:



Der kleine Zweig ist zu putzig, er schmückt nun zusammen mit einer frisch gehäkelten  Schneeflockenkette unsere Eingangstüre:


 


zu guter Letzt:

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