Freitag, 29. April 2016

eine Woche voller Socken: Hannahs schönster Zopf


 
Lange Zeit dachte ich wir seien mitten drin im Frühling. Und jetzt dieser Kälteeinbruch. Der Winter lässt uns nicht so leicht aus seinen Fängen.  Gestern war in absoluter Tiefpunkt mit Graupel, Regen, kaltem Wind und Schneeeinsprengseln.
Es scheint mir der ideale Zeitpunkt gekommen, noch schnell den Überschuss in meinem Strickkorb abzuarbeiten. Die Socken türmen sich zwar nicht in dem Maße wie vor einigen Jahren, aber es sind doch genügend, um eine Woche lang Fäden zu vernähen. Jeden Tag ein Paar habe ich mir vorgenommen.



Heute beginne ich mit den zuletzt gestrickten, den rotorangen Hannahzöpfen.
Socken für mich.


Donnerstag, 21. April 2016

Rockorange


Die Tochter wünschte sich schon lange einen weiteren Cordrock. Und einen Rock mit Tunnelzug im Saum, um daraus einen Ballonrock machen zu können.


Und ich wollte den neuen Schnitt ausprobieren, den wir vor fast einem Jahr auf dem Stoffmarkt in Karlsruhe gekauft hatten. Übrigens zusammen mit Stoff für drei duftige Frühjahr-Sommerröcke. Ungetestet wollte ich die "guten" Stoffe nicht verschneiden und von daher erstmal einen Proberock nähen. Also nahm ich den Rest der neuen Cordhose für den kleinen Mann und konstruierte einen Rock, der nun mit der Original-Vorlage nicht mehr allzu viel zu tun hat. Aber ich habe gleichzeitig damit die genauen Maße des Schnittes angepasst und kann nun in die Frühjahrsproduktion einsteigen. Schließlich jährt sich am Samstag der Stoffmarkt in Karlsruhe und mit ihm der Kauf dieses Schnittes. Und bis dahin wollte ich eigentlich ... aber das muss ich hier nicht ausführen, was ich alles wollte, nicht konnte, verschob, vom Winter überrollt wurde, bedauere noch nicht genäht zu haben - im Ergebnis nicht ganz ohne eigenes Zutun in Verzug bin.

Zum Rock.


Oberteile sollten wohl eher nicht zu lang sein oder im und nicht auf dem Rock getragen werden, da helfen noch so viele Hinweise, dass der Rock und nicht das Shirt fotografiert werden solle, nichts. Allerdings verhilft ein leichter Lagenlook zu einem verbesserten Erscheinungsbild, ein Rock also für Büro und Freizeit:


Der Schnitt:
leicht ausgestellt, die Bahnen zweigeteilt in großen Rockteil und breiten Saumstreifen.
Belegteile für den Rockbund finden sich auch noch. Der Reißverschluss ist in der Seite vorgesehen.

Ich wollte nicht nur diesen Schnitt anpassen sondern gleichzeitig einen Rock am Stück, dafür unten mit Tunnelzug, Reißverschluss in der hinteren Mitte und gefüttert sollte er auch  noch sein. Die "Umbauarbeiten" des Schnittes zogen sich am längsten hin. Alles andere ging dann schließlich recht elegant, nachdem ich wusste, wie ich was machen wollte.


Dem Tunnelzug habe ich einen schönen Stoffstreifen gegönnt, von außen sieht man ihn (natürlich) nicht, aber gerade solche Details machen einen großen Teil der Nähfreude aus. Genau wie das orangerote Stück Futterstoff, das ich in meinen Vorräten fand:


Zum Schluss noch ein Blick auf den Tunnelzug von außen mit dem kleinen seitlichen Schlitz, orangerotem Fadengummi und Kordelstopper:


Freitag, 15. April 2016

Michels Mütze für den kleinen Mann

Frau Seidenfein zeigt nicht nur wie man Kirschblüten selber häkelt. An Weihnachten postete sie eine gehäkelte Michelmütze, die mein Oma-Häkelherz höher schlagen ließ. Glücklicherweise liefert sie gleich noch eine detaillierte Häkelanleitung für das Mützchenteil mit (beim Schirmchen wird's dann bedauerlicherweise etwas allgemeiner), nach der auch ich so eine famose Michelmütze würde häkeln können.
 

Auch wenn klar war, dass es sich hier doch eher um ein Frühjahrsprojekt handelte, wollte ich doch gleich mit der Häkelei beginnen. Und kaufte Wolle. Das war unmittelbar nach den Feiertagen.


Nicht ganz freiwillig aber mit etwas Geschick und gutem Zureden ließ sich der kleine Mann seinen Kopfumfang bemessen, irgendwie misstraute er dem Maßband. Daraufhin berechnete ich den Durchmesser der Mütze und häkelte los. Zu Ostern sollte das Teil fertig werden - ich durfte mir zwar Zeit lassen aber wenigstens die Grundform wollte ich soweit fertig haben.


Zwischenzeitliches anpassen und ausprobieren führten leider auch nicht zu Begeisterungsstürmen und so legte ich das Mützchen für zwei Monate in den Strickkorb. Als ich  Anfang/Mitte März dann die "Generalprobe" bekannt gab und der kleine Mann tatsächlich seine Skepsis ob des unfertigen Teils überwunden hatte, stellte ich fest: sein Kopf musste in der Zwischenzeit gewachsen sein oder das Mützchen geschrumpft. Ein klarer Fall für's Aufribbeln.


Ich maß und berechnete neu, trennte auf, fing wieder an zu häkeln, häkelte zu groß, verzählte mich gleich mehrmals mit den Zunahmen, denn ich hatte bereits mehrere Markierer gezogen, trennte erneut, trickste hier und da aber endlich war ich doch soweit fertig, dass er es beim Ostereiersuchen einweihen konnte.
 

Die Gestaltung Mützenschirmchens geriet recht abenteuerlich, da keine Anleitung vorhanden und ich nicht selbst weiter recherchiert habe. Leider. Schlussendlich fand ich eine andere Lösung als von Frau Seidenfein angedacht.

Hier noch einmal unser "Michel" von rechts, links, vorne und hinten:



Meinen Dank an Frau Seidenfein und ihrer Idee, eine Michelmütze mit der Häkelnadel umzusetzen.

Mittlerweile habe ich eine Video-Anleitung im Netz gefunden, nach der ich die nächste Mütze häkeln werde. Ich hatte sie leider erst nach dem Vernähen des letzten Fädelchens entdeckt. Wäre so einfach gewesen. KLICK!  Nun weiß ich' s besser für die nächste, denn die Nachbarn fragten vorsichtig an, ob es so etwas auch für Mädchen gibt und selbst die Tochter träumt von einer erwachsenen Michelmütze.

Michelmütze bei Frau Seidenfein: KLICK!

Montag, 11. April 2016

Kirschblütenzeit



Spätestens wenn die Kirschen beginnen zu blühen, fühle ich Frühling.


Gehäkelte Kirschblüten für mich und für die beste Freundin.


Der Mann für's Leben gestand, er habe zweimal hinschauen müssen: denn nach einem kurzen Blick im Vorübergehen habe er sich gewundert, dass ich einen voll aufgeblühten Zweig abschneide, wo wir doch eigentlich die fertigen Kirschen im Sommer bevorzugen.

Kirschblüten-Anleitung: KLICK!



Dienstag, 5. April 2016

Petunia im Gänsemarsch


Petunia sollte meine Gans heißen. Schon immer, seit ich denken kann und mich erinnern. Nein, seit ich in meiner Kindheit Memory spielte. Zwei der Kärtchen zeigten eine Gans und die Aufschrift "Petunia". Sie war mein persönlicher Hauptgewinn, nur um sie ging es mir in den Spielen. Ich hatte (für mich) gewonnen, wenn es mir gelang, dieses Kartenpärchen zu finden (und vielleicht noch die blaue "Gänseliesel", dann war das Glück perfekt). Meine Brüder wussten das natürlich, versuchten aber nur selten mich um diese Kärtchen zubringen. Sie wollten richtig gewinnen.



In meiner Jugend dann meine Begeisterung für den "Gänseforscher" Konrad Lorenz und die Gewissheit, ich würde auch einmal eine Gans ... ja, das waren dann schon eher die Frühen-Erwachsenen-Ausstiegsträume: mit Mann, Kind, Hund und wachsamer Gans weitab auf einem Hof leben. Das wär's! So schön, so romantisch! Nun ja, das Leben verlief etwas anders, und ob ich nun Gänsemama war oder werden würde, war mir irgendwann nicht mehr so wichtig. Auch Träume können sich ändern. Schwerpunkte im Leben sich verlagern.
Aber sie - die Träume, Gedanken, Erinnerungen - kamen mir jetzt beim Häkeln meiner Ostergänse in den Sinn. Mit dabei ein leicht wehmütiges Gefühl.
Was vielleicht aber auch mit der spätwinterlichen Stimmung zu tun hatte, die noch nicht so recht eine österliche sein wollte.


Aber zurück zu meiner Gänsehäkelei:
Zur Dekoration auf meinem Gemütlichkeits-Kaffee-Wohlfühltisch suchte ich nach etwas Frischem, nach Blumen und Gehäkeltem, weg von Tannenzapfen welcher Art auch immer. Und bitte keine Häkelflöckchen mehr. Ich mag sie nicht mehr sehen, der Winter soll gehen.
So entschied ich mich, endlich das Gänseprojekt umzusetzen. Die kleinen Gesellen eignen sich nicht nur zur heimischen Dekoration sondern auch ganz hervorragend als Geschenk.
Eine Stunde lang hatte ich mir an einem Sonntagnachmittag zunächst das Anleitungsvideo angeschaut und Notizen gemacht. Danach eine Woche lang Gänse gehäkelt, vornehmlich abends und beim nachmittäglichen Kaffeeplausch. Mit jeder Gans ging's flotter von der Hand und so wuchs die kleine Schar.


Hier nun die gemeine Hausgans, sie darf es sich auf dem Tisch bequem machen.
 

Bereichert wird die Familie durch eine Wildgans, eine Graugans und eine Schneegans.



Diese drei Gesellen sind nur auf der Durchreise hier, sie fliegen weiter bis ins Zittauer Gebirge bzw. auf den Hochschwarzwald, eine bleibt im Ort, wechselte aber dafür bereits ihr Quartier.



Und noch während ich am Schreiben dieses posts war, leistete eine weitere Graugans den daheimgebliebenen kurz Gesellschaft, eine Rast auf ihrem Flug in die Schweiz.


Was für ein Geschnatter!

Wer sich eine Gans zu Ostern und anderen Zeiten häkeln möchte, schaut sich am besten zunächst dieses Video an: KLICK!


Freitag, 1. April 2016

"Brotundbutternäherei" - neue Shirts und Rock und Hose ...



... aber (noch) kaum Fotos!
Meine Fotografenkinder urlaubten passgenau zum Fototermin für die letzte "Brotundbutternäherei" und ich selbst kann dank einer Impfung immer noch nicht wieder meinen Arm heben. Ich tippe hauptsächlich einhändig und hoffe auf bessere Zeiten ohne Nebenwirkungen übelster Art.

Für Spätnäherinnen wie mich ist die einwöchige Öffnungszeit des Verlinktools ja wie geschaffen. Die viele österliche Häkelei und die Unlust - ja, ich gebe zu: ich steckte längere Zeit in einer gewissen Nähunlust - hielten mich von der Maschine fern. Ich wusste gar nicht, dass es so schwer sein könnte, ein paar Stecknadeln in die Hand zu nehmen. Und jetzt fallen sogar Strick- und Häkelnadeln vorübergehend aus.

Was also kann ich zum letzten Themenvorschlag beitragen?
Sonntag, 27.3.2016: Fertig!
Schon sind annähernd drei Monate rum, der Frühling ist da und wir haben ordentlich was geschafft. Keine Temperatureskapaden, keine Waschrückstände können uns mehr etwas anhaben. Wir haben was anzuziehen und können uns jetzt mit Wonne in die Planung von außergewöhnlichem, unpraktischem und Schnickschnack stürzen. Zeigt her eure Brot und Butter-Stücke!


Ich zeige jetzt erst einmal ein Shirt, diese Fotos sind bereits im Kasten. Damit verlinke ich mich, reiche dann - wenn Fotografenkinder und ihr Equipment wieder zu Hause sind - die anderen Bilder nach. Ein Anfang heute.


Und die kleine Hose für den kleinen Mann. Ein "Abfallprodukt" aus dem Zuviel an Stoff für einen Rock. Butter aufs Brot des kleinen Mannes sozusagen. Aber das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal ausführlicher gezeigt.

Die drei Monate BrotundButterNähen waren im Nachhinein schnell verflogen und mit ihr das Gefühl von ewig Zeit.
Meine Vorstellungen und Träume, was ich alles würde nähe können oder wollen, waren realistisch bis hochfliegend, und ich bin nicht unzufrieden mit der Bilanz.
Vier Shirts in drei Monaten, dazu zwei gekaufte sind schon mal nicht schlecht.
Dazu ein aufgetrennter Rock. Eine mehr als lästige Arbeit. Aber wenigstens hat sich die Arbeit gelohnt, der rote Cordrock ist immer noch einer meiner liebsten Alltagsstücke.
Es ist also ein bisschen was geschafft. Und ich habe mich wieder vermehrt meinen Kleidern und Röcken zugewandt, mich zunehmend von der schnellen Jeans verabschiedet und mehr und mehr wieder gewandet, nicht nur angezogen. Das ist der erfreulichste Nebeneffekt dieser Nähaktion für mich. Auch wenn die Fotos beinahe einen anderen Eindruck vermitteln: gelegentlich ziehe ich für Spaziergänge mit dem Hund oder zum Arbeiten im Garten durchaus die Jeans an.

Die Shirts, die ich genäht habe passen zu meinem neuen Rock, zum rotaufgetrennten, zur Gymnastik und meinen Hosen.
Und wie schon gesagt, weitere Bilder folgen bei Gelegenheit.

Ob früher oder später, das Linktool blieb freundlicherweise eine Woche lang geöffnet, die Ostertage blogfrei, zwischen Verwandtschaftsbesuchen, Ostereiersuchen, vielen Telefonaten und dem ganz gewöhnlichen Alltagskram  inclusive einer heftigen Bügelattacke fand ich dann doch endlich Zeit, meinen Beitrag zu verlinken.
War eine spannende Zeit und eine prima Idee, Danke Frau Siebenhundertsachen.
hier gibt's mehr Butter auf's Brot: KLICK!


Freitag, 25. März 2016

schnell noch was fürs Osternest - Überraschungseier



Das Osternest für den kleinen Mann soll weder schokoladenlastig noch übertrieben groß ausfallen. So der allgemeine Tenor hier im Haus. Nun ja!
Ein paar kleine Köstlichkeiten dürfen es sein; der kleine Mann bekommt seine erste eigene Schokolade dieses Jahr: der kleinste goldige Hase mit Glöckchen, den ich finden konnte und einige bunte Schokoeier. Und überhaupt: wahrscheinlich macht man sich nur beim ersten (Enkel)Kind so viele Gedanken über Schokolade und Süßkram. Beim zweiten erledigt sich das dann von Kind zu Kind.



Für eine weitere Überraschung im Osternest sorgen meine gehäkelten Überraschungseier.

Zwei habe ich gehäkelt.
Mit Innenleben!



Ein winziges Häschen auf einer Blumenwiese und ein Küken.












Die Idee war schon länger da, ich suchte länger nach einer Vorlage für die Eier und das putzig kleine Innenleben. Im Internet findet sich letztlich in irgendeiner Ecke immer etwas, so schließlich auch hier. Aber auch wie so oft, habe ich mir letztlich nach erfolgreicher Suche meine hohlen Eihälften dann doch selbst erhäkelt.



Überraschungsei mit Häschen: KLICK!
Überraschungsei mit Küken: KLICK! und KLICK!
zu guter Letzt:

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