Samstag, 23. Mai 2015

elefantös


Die neuen Shirts der Tochter passen erstaunlich vielfältig zu ihrer bestehenden Garderobe. Sah ich gar nicht so vor mir. Im Gegenteil, ich fürchtete lauter Einzelteile zu nähen, die dann ihrerseits nach neuen passenden Teilen ... undsoweiterundsoweiter.
Aber: Glück gehabt oder: gut gewählt, wie man es auch immer sehen mag.



Heute trug sie diese "Uralt"-Hose, die ich ihr vor einigen Jahren genäht hatte und noch gar nicht gezeigt. Ich mag diesen dünnen Stoff aus grünem Feincord mit Blümchen sehr gern. Und tatsächlich stört das Streifenshirt den blumigen Charakter nicht im geringsten, scheint ihn eher zu ergänzen.
Hinten hat die Hose aufgesetzte Taschen, an den Füßen trägt die Tochter lustige Clownspantoffeln und der Sohn spielt auf dem Boden.
Die Hose von vorne ohne Übergewand zu zeigen verbietet sich trotz der schönen, gut gelungenen Gürtelschlaufen. Sie saß eines fernen Tages perfekt, dann war sie ein Zeitlang etwas spack und nun sitzt sie zu lose, es scheint als wäre sie zu groß geraten oder die Tochter sehr schmal geworden. Wechselvolle Zeiten für so ein Hosenleben.



 Mit dem hübschen aktuellen Elefantenshirt gibt es das passende Untendrunter.


Dieser Stoff brachte mich fast an den Rand des Nähwahns. An den Kanten rollte er sich immer und immer wieder ein, unbeeindruckt von Stecknadeln oder Heftfäden. Mehr als sonst musste ich ihn fixieren, sonst hätte ich ihn sicherlich gar nicht zusammen gebracht. Aber jetzt: Ende gut, alles gut.

Das war zwischen Samstaggartenarbeiten und gemütlichem Kaffeeplausch ein kleines Fototreffen. Zum Schluss schnappte sie sich Shirt, Schuhe und Sohn und zog von dannen.



Ich wünsche euch ein schönes Pfingstwochenende.

Samstag, 16. Mai 2015

Kinderkleidung

Zur Zeit nähe ich mit großer Lust und Beharrlichkeit Kinderkleidung im weitesten Sinne:
Röcke, Pullis, Trägertops und ärmellose Longshirts für die Tochter
Shirt für den Vater des kleinen Mannes
Bodies, Pullis, Hosen und Lederschühchen für den kleinen Mann.
Das ergibt eine wohlige Spannbreite von Größe L über S/XS bis zur Kindergröße 86/92.
Höchste Zeit, einiges nachzutragen!

Der erste Akt galt den Shirts, solche mit langen und solchen mit ohne Ärmel und solche, die man hochkrempeln kann:

 
Röcke habe ich jetzt schon zwei genäht...


Den Auftakt machte der braune Kordstoff mit dem schönen Blumenmuster, dem wir zunächst für kurze Zeit den Status des Proberocks verliehen, der mittlerweile aber so perfekt sitzt, dass er 1. nicht nur begeistert in den Kleiderschrank wanderte sondern ich 2. ohne nachzudenken den nächsten Rock hinterher schieben konnte. Fehlt nur noch die Zeit, ihn zu fotografieren.


Die Reste des Stoffes ergaben gerade eben noch eine Krabbelhose für den kleinen Mann, wie immer mit etwas Zuwachs in Länge und Breite und auch wie immer mit genügend Stoff um das Stoffwindepaket herum. 




Shirt aus Ottobre 2/2007
Rock Norma aus Ottobre 5/2010
Krabbelhose angepasster Schnitt aus Ottobre 3/2013
Body Regenbogenbody von Schnabelina

Freitag, 1. Mai 2015

kurz gesagt

Wie eine kleine Ewigkeit kommt es mir vor, dass ich hier regelmäßig alle drei bis vier Tage geschrieben habe.
Zur Zeit diagnostiziere ich ein gewisses Desinteresse an meinem bisherigen Blogleben und noch schlimmer: eine deutliche Schreibfaulheit gepaart mit einer allmählich zunehmenden virtuellen Sättigung.
Ich hatte im letzten post - der Schneckenpost - ja schon ein gemäßigtes Bloginteresse angedeutet aber mittlerweile weitet sich die langsam anschwellende Blogunlust fast schon zur Krise aus. Momentan versuche ich zu erspüren, wie wichtig mir das blogleben ist, ob ich hier noch Schwerpunkte setzen kann, ob nicht alle Socken und Shirts gezeigt sind, oder andersrum: ob ich das Posten von Wiederholungen gutheißen mag oder ob ich gar noch das ein oder andere neue zeigen kann. Dazu kommt, dass ein Tag mit seinen 24 Stunden ist so schnell um ist und das "wirkliche" Leben gerade richtig spannend - es verschlingt nämlich ziemlich viel meiner  Zeit: der kleine Mann oder der Mann für's Leben, der Hund, der Garten, die Familie, die Freunde und das Glück der wiedergefundenen Freundinnen aus Kindertagen, nähen, stricken Unkraut hacken ... - die kunterbunte Mischung meines Lebens.
Heute also dies kurze Lebenszeichen: Mir geht es gut, danke der Nachfrage. Ich nähe, stricke und häkle ganz privat und im Geheimen, nach "Öffentlichkeitsarbeit" steht mir nur noch gelegentlich der Sinn.

Habt eine gute Zeit.
liebe Grüße und vielleicht bis bald, hier oder an anderer Stelle.

Donnerstag, 9. April 2015

im Schneckentempo


Gleich als ich die kleinen Schneckchen sah, hatte ich die Vorstellung von "Ostereiern" an einem Frühlingsstrauß und musste zur Nadel greifen, andere Projekte zur Seite rücken. Die erste kleine Schneckegesellschaft schmückte schon bald die Fensterbank im Wohnzimmer. Die Tochter bemerkte dazu zum kleinen Mann: so sind sie der Omi lieber als im Garten. Recht hat sie. Und ich häkelte eine richtige Schneckenparade. Sie sind auch zu niedlich.


Um mir einen farblichen Überblick zu verschaffen, sammelte ich die bunten Körperteilchen wie Häkelbonbons zunächst in größeren Mengen in einem Glas. Dann wurde sortiert: für die Tochter, für die schneckenforschende Schwägerin, für die Freundinnen, für mich. Etwa 50 Stück waren es zum Schluss.


Die Tochter wollte ihren Anteil aufgefädelt und damit kinderhändesicher als Baumelkette für die Balkontüre (für's Foto probegehängt an unserer Wohnungstüre),


die Schwägerin bekam ein Päckchen "so bunt wie Ostereier" rechtzeitig für den familiären Osterstrauß



und die Naturfraktion war für die Freundinnen.

Da Reste bekanntlich das Beste sind, die verbliebenen für uns. Unser Osterstrauß sieht so aus:


Obwohl ich ziemlich fleißig und auch schnell häkelte - gar nicht im Schneckentempo - zog sich die Arbeit fast wie ein richtiges Großprojekt über mehrere Wochen hin.
Die Überschrift bezieht sich also keineswegs auf meine Arbeit sondern gilt als Anspielung auf die Entwicklung meines blogs. Zur Zeit tatsächlich nur im Schneckentempo.

P.S. für alle, die den link nicht gleich finden, hier noch einmal: KLICK

Dienstag, 17. März 2015

mit herzlichen Grüßen


Die Weihnachtssterngirlande ist abgehängt, die Karten in die Kartengruß-Kiste und die Sternchenklammern in der Sternchenklammerkiste geräumt. Zeit für was Neues:


Große Herzen, kleine Herzen, rote Herzen, bunte Herzen, sie zieren jedes kleine Geschenk



die Klammern nehmen wie sie kommen, schön für alle Kartengrüße, die das neue Jahr bringen wird: Geburtstagswünsche, Urlaubsgrüße, Geburtsanzeige, ein kleines Dankeschön oder Opernkarten zur Erinnerung.



Und dafür sind die Klammern auch ganz hübsch, sie halten - so lange ich sie benötige - meine Häkelanleitungen beisammen, bis diese wieder in ihrem Ordner  abgeheftet werden:



Und verschenken kann man sie. Da sind sie ganz groß im Einsatz:


oder als Beschmückung wie hier bei dieser Wundertüte, einem sehr schönen Geschenk, wie ich es selbst zu Weihnachten bekam und hiermit die Idee gleich weiter reichte:



Herzchenklammern kann man gar nicht genug haben!

Montag, 9. März 2015

"blaue Stunde"


Begeistert von meiner Patchworkdecke wollte die Tochter sich auch eine solche nähen. Das ist jetzt Jahre her. Gemeinsam kauften wir eine Menge Stoff in Blautönen.
Sie entwarf Pläne - die Decke sollte sich ja von meiner unterscheiden - dann fing sie  an Stoffe zuzuschneiden und zu nähen. Ein, zwei kleine Teilchen waren fertig, da entwich unmerklich die Luft aus dem Projekt. Es überdauerte Jahre in einer großen Schachtel.



Der nächste Anlauf fand während ihres Studiums statt. Damals lebte sie noch bei uns und ich hätte sie gerne unterstützt beim Nähen. Aber, oh Schreck!, die Anordnung, ihr sorgsam ausgetüftelter Deckenplan überzeugte sie nach so langer Zeit nicht mehr.
Neuer Plan, neues Glück! Sofort entstanden zwei weitere Teilchen. Danach wiederholte sich die Luftrausnummer. Stoffe und fertig Stücke wurden wieder mottensicher verpackt.

Nun, alle guten Dinge sind drei, dieses mal hat es mit etwas Verzögerung zwischen Vorhaben und Durchführung geklappt. Ein leicht einsetzender Nesttrieb zu Beginn der Schwangerschaft ließ sie erneut - dieses mal zum Thema Krabbeldecke - über ihr altes Vorhaben nachdenken. Aber auch dieses mal gefielen ihr weder ihr alter Entwurf noch die bereits genähten Teilstücke. Das ganze Vorhaben hätte also wieder zurück auf die Startposition gesetzt werden müssen mit neuer Konzeption und vielleicht auch einigen neuen Stoffen. Deshalb überlegte ich mir eine praktikable Alternative und konnte sie von meinem "Plan B" überzeugen: alle Stoffe beibehalten aber nur ein Muster nähen. Inzwischen ist das Kind geboren, der Nesttrieb ausgeprägt, eine Krabbeldecke erwünscht und die Zeit zum Nähen immer knapper. Damit sie einigermaßen dran bleiben konnte gab ich ihr einer meiner Nähmaschinen mit, Erklärungen fanden gerne auch mal telefonisch statt; aber so kam es, dass sie in den letzten Wochen, wann immer es ihr möglich war, kleine Quadrate schnitt, diese aneinander nähte, danach durchtrennte, neu kombinierte und allmählich viele kleine Sternquadrate erhielt. Jedes anders und doch gleich im Entwurf.


Nach dem Austüfteln des optimalen Zusammenspiels der Einzelteile konnten wir am Wochenende bei unserem Nähtreff das Top mit Einlage und Unterlage zusammentackern - einen Berg Sicherheitsnadeln benötigten wir hierfür und zu zweit über eine Stunde.
Fertig ist die Decke immer noch nicht ganz, letzte Nähte und das Binding fehlen, aber die Arbeit macht mittlerweile nicht nur Arbeit sondern auch Spaß und dem entsprechend gibt es große Fortschritte. 
Auf dem unteren Foto könnt ihr in etwa erahnen, wie mühsam es ist, den Stoff unter die Maschine zu schieben und einigermaßen korrekt im Nahtschatten zu nähen ohne Nadeln zu verbiegen oder abzubrechen. Die Spulen sind schneller leer, als man glauben mag, es gehen da nur Meter und keine Kilometer Faden drauf.



Schon jetzt - als "Rohling" - bekamen Decke und Tochter immer wieder bewundernde Blicke und viele Komplimente. So eine Sternendecke ist halt was Feines und ich bin mir sicher, dass sie auch nach dem Krabbelalter des kleinen Mannes in Gebrauch bleiben wird, also eine schöne Erinnerung an die erste Elternzeit.

Donnerstag, 5. März 2015

Gewachsen!



Der kleine Mann wächst, krabbelt, schaukelt, schreit, tobt und krakeelt, ist ein liebes anhängliches Kind, verschmitzt und voller Charme, hält Eltern und Großeltern auf Trab, die gar nicht mehr wissen, wie mühsam es bis vor neun Monaten war, einen ganzen Tag zu füllen. Wie war die Zeit vertan ganz ohne dieses Kind!
Er isst Brei und trinkt aus dem Glas. Er wirft mit Bällen und robbt hinter ihnen her. Er streichelt liebevoll unseren Hund und zieht ihn an den Haaren. Baubechertürme oder solche aus Holzklötzchen werden gnadenlos umgeworfen, keine Schublade ist vor seiner Neugier sicher.  Er gluckst vor Lachen und kann brüllen wie ein Löwe. Und immer noch zieht er sich leidenschaftlich seine Socken aus.
Neuestes Lieblingsspielzeug ist zur Zeit der Küchenschrank: Tür auf, Tür zu, zur Abwechslung wird auch noch hinein gekrabbelt.
Genäht habe ich ihm in der letzten Woche außer dem grauen Pulli noch zwei weitere, dazu einen Body und eine Hose, allesamt bereits in Größe 80. Und damit wird es in der nächsten Zeit auch weitergehen, noch mehr Bodies, noch einige Hosen. Danach das spannende Thema Unterhosen - ein windelfreies Kind braucht schließlich richtiges Untendrunter. Ich bin bis auf weiteres beschäftigt.
zu guter Letzt:

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