Dienstag, 21. Oktober 2014

Fünf-Städte-Reise - Schwarzachklamm



Ganz ohne einen Natur-Erholungstag wollten wir unsere Reise nicht planen. Wir fanden die Schwarzachklamm schon auf Grund unserer Internetrecherche so interessant, dass wir beschlossen,  hier eine kleine Auszeit zu nehmen. Dafür bot sich der Sonntag an, denn Städte besuchen wir lieber unter"normalen" Bedingungen, also wochentags mit geöffneten Geschäften und dem normalen Alltagstreiben.


Der Weg durch die Schwarzachklamm führt nahe am Fluss, unter Felsen, über Brücken, Stege und Stufen, vorbei an einem Wasserkraftwerk.


Wir hatten regnerisches Wetter, was für die Fotos nicht von Nachteil war, wohl aber für das Wohlbefinden. Schließlich marschierten wir nicht stramm hindurch sondern wollten das außergewöhnliche Naturerlebnis genießen.



Nicht nur der Weg durch die Klamm war spannend, auch der Rückweg war grandios. Er begann für uns am Schwarzach-Brückenkanal, der einen recht kleinen Kanal, dem wir auf dem Weg zurück ein Stück weit folgen mussten, zwischen zwei Schleusen über die Schwarzach leitet, letztlich also ein Aquädukt.
Das Wetter war mittlerweile so schlecht, dass an Fotos nicht mehr zu denken war.
Unser Weg ging zwischen Fichtenwald und besagtem kleinen Kanal zurück. Eine Wanderkarte hatten wir zwar nicht, wohl aber einen Ausdruck zur groben Orientierung. Das war auch gut so, denn trotz meiner Orientierungsfähigkeit war es besser, sich noch einmal zu vergewissern, wo der Weg lang geht. Den Einheimischen wird er wohl klar sein, uns Fremden erschloss er sich nicht ohne weiteres. Das war hier sehr spannend, sehr schön, abwechslungsreich und ließ uns viel von der schönen Landschaft erahnen. Die Fränkische Schweiz sollte auch einmal erwandert werden.


Sonntag, 19. Oktober 2014

Fünf-Städte-Reise - Nürnberg

Nürnberg kann ich wieder und wieder und wieder besuchen. Die vielen Kirchen anschauen, den Markt, beim  schönen Brunnen am Ringlein drehen, das Rathaus besichtigen, die Kaiserburg erklimmen, das Dürerhaus besichtigen, das Männlelaufen der Frauenkirche beobachten und je nach Jahreszeit auch Lebkuchen essen. Nürnberg ist eine phantastische, geschichtlich hochinteressante Stadt.

 Lorenzkirche









 Frauenkirche mit Männlelaufen




Schöner Brunnen


 Sebalder Chörlein


 Kaiserburg

Dürerhaus im Hintergrund

Fasziniert bin ich nicht nur städtebaulich, auch Nürnbergs Geschichte mit ihren gotischen Kirchen, dem Dürerhaus, der Kaiserburg ist sehr spannend. Dazu die Auseinandersetzung mit den noch nicht so weit zurückliegenden, nationalsozialistischen Erinnerungen, endend mit den Nürnberger Prozessen. Fasziniert von der unglaublichen Kraftanstrengung des Wiederaufbaus nach den Bombardierungen, vom pulsierenden Leben, von neu und alt nebeneinander - es gibt hier so viel zu entdecken. Dieses mal besichtigten wir ausführlich das Dürerhaus, für eine Führung in der Kaiserburg hat es zeitlich nach den vielen Kirchenbesuchen wieder nicht gelangt und wir wissen auch jetzt schon, dass wir das nächste mal eine Führung in den historischen Felsengängen einplanen sollten.

Freitag, 17. Oktober 2014

Fünf-Städte-Reise - Würzburg



Würzburg war sozusagen ein "Beifang" unserer Reise. Nicht wirklich vorgesehen, aber es lag so nahe, dass wir es mitnehmen mussten.
Würzburg hatte ich einmal auf der Durchreise "gesehen".  Und davon eigentlich nur die Brücke mit den Figuren. Die spukte seitdem in meinem Kopf herum und so war mir klar, dass ich die Gelegenheit nutzen wollte, einen Abstecher nach Würzburg zu nehmen. Einmal die Brücke ganz genau sehen - das war der Plan und wenn möglich für einige Stunden in der Stadt zu bummeln.





Es war gerade Markttag, was eine Innenstadt besonders belebt. Wir schlenderten über den Marktplatz an den verschiedenen Buden vorbei, schauten uns Kirchen und den Dom (von außen) an und beschlossen, die Festung auf der anderen Seite des Mains zu erkunden.


 

Auf dem Weg zur Festung Marienberg kamen wir tatsächlich über die alte Mainbrücke, die mir ja Anlass für diesen Besuch war:


Der Weg zur Festung war relativ kurz und führte durch einen langen Gang durch die Festungsmauer.


Die Festung selbst ist eine sehr große Anlage und äußerst beeindruckend:







Zurück in die Stadt nahmen wir einen anderen, direkteren Weg durch einen Weinberg.


Im Verlaufe des Nachmittags entschlossen wir uns trotz der gerade erlebten Pracht des Weikersheimer Schlosses doch noch der Residenz unseren Besuch abzustatten.


Bedauerlicherweise durfte auch hier in den Räumlichkeiten nicht fotografiert werden, sicherheitshalber sollten wir sogar den Fotorucksack abgeben. Die Ausstellungsräume betreffen nur einen Teil der gesamten Anlage, linke Seite, oberes Geschoss, aber die vielen Räumlichkeiten allein in diesem Trakt für jeden erdenklichen Anlass (Herrenzimmer, Schreibzimmer, Jagdzimmer, blaues Zimmer ....) lassen erahnen, wie ungeheuerlich prunkvoll das gesamte Areal zu seinen "Lebzeiten" gewesen sein muss.
Erinnerlich ist mir das herrschaftliche Treppenhaus in einer Größe, dass ich dachte, allein auf dieser Grundfläche könnte man nach heutigen Maßstäben ein Haus für fünf Familien bauen.

Zum Schluss schlenderten wir durch die Gartenanlage der Residenz und hier gibt es Fotos von Schlossrückseite und Park:





Mittwoch, 15. Oktober 2014

Fünf-Städte-Reise - Weikersheim



Wie schon vor zwei Jahren, verbrachten wir einige Urlaubstage in Franken. Sowohl die Landschaft also auch die Städte gefallen uns so gut, dass es uns bestimmt in absehbarer Zeit wieder in diesen Landstrich zieht. Mich wundert immer mal wieder, dass man eigentlich gar nicht weit von zu Hause weg muss, um überraschend-schönen Urlaub zu genießen.



Vor zwei Jahren starteten wir mit dem Auto, dieses mal sind wir Bahn gefahren, was mit Gepäck und Kleinkind noch genauerer Planung bedurfte. Die Ferienwohnung war die selbe wie vor zwei Jahren, wir haben uns auch dieses mal sehr wohl gefühlt, nutzten sie aber letztlich nur als Koch- und Schlafstelle, zu bemerkenswert ist die Umgebung.



Vor zwei Jahren war unser erster Stop in Weikersheim. Ich hatte diesen Ort durch die Kammermusikkurse meiner Tochter kennen gelernt und begeistere mich jedes mal aufs neue. Ich dokumentiere die Eindrücke einer Reise, die vor zwei Jahren begann und die wir jetzt jetzt zu einem guten Teil wiederholten.



In Weikersheim landeten wir gerade rechtzeitig, um eine Schlossbesichtigung zu erleben. Ein lang gehegter Wunsch von mir. Wir hatten die Führung fast für uns alleine, konnten Fragen stellen und durften außergewöhnlich lange die gut erhaltenen und noch original eingerichteten gräflichen Räumlichkeiten beschauen. Leider darf im Schloss nicht fotografiert werden, was besonders schade im Rennaissance-Rittersaal mit seinen exotischen Tieren aus Stuck an Wand und Decke ist.



Außenaufnahmen vom Ort, der Parkanlage, dem Schloss, der Orangerie geben nicht minder reizvolle Bilder.



und selbst in der Nacht gibt es - mit Stativ - noch viele schöne Motive von diesem mir so sympathischen Ort:





Samstag, 11. Oktober 2014

Grannymanie



Nach der "alten" Decke ist vor der neuen Decke ...
Noch während ich die letzten Runden meiner Zwei-Sommer-Decke häkelte - das ist jetzt immerhin 3 (!!!) Jahre her - kam das Paket mit der neuen Wolle: Catania 0254 taupe. Diese Farbe, die nicht braun und auch nicht grau sein möchte sondern eine schöne Zwischenfarbe.



Und schon gleich setzte das bekannte Granny-Kribbeln in den Fingern ein. Etwa zehn verschiedene Grannys, stellte ich mir vor, sollten zu einer Decke zusammenfinden, mir bereits bekannte aber auch neue. Solche mit bereits ausgeschriebener Anleitung und andere aus meinem Notizheft, die ich bei dieser Gelegenheit nach und nach endlich einmal ins Reine tippen wollte. Und dann noch besonders schöne, die ich in den Weiten des www zu finden gedachte.


Ich habe lange Pausen eingelegt, das Grannykribbeln verflog irgendwann auf halber Strecke. Ich hielt trotzdem noch ein wenig durch, doch dann lockten Socken mit herrlichen Mustern für mich, die Familie und Freunde. So kam es, dass die Decke zum Ufo wurde, in den Hintergrund geriet und ich in der Zwischenzeit fleißig vielen anderen Objekten meine Aufmerksamkeit schenkte.



Jetzt aber kommt Bewegung in die liegengelassene Arbeit. Nach Zeiten der Abstinenz und mittlerweile zwei fertiggestellten Restedecken, habe ich mir fest vorgenommen, sie zu Ende zu häkeln. Ich war in den letzten Tagen schon recht fleißig und kann zu meiner Freude feststellen, dass ich tatsächlich nur noch 6 Teilchen benötige. Ein Klacks im Vergleich zur bereits "erlegten" Strecke.



Mein 10-Muster-Plan hat sich mittlerweil auch an die Wirklichkeit angepasst und ist längst überholt: es sind weitaus mehr verschiedene Muster als ursprünglich geplant. Ich hatte zu große Lust zu experimentieren. Und durch die Einheitsfarbe ist das auch gar nicht weiter schlimm, die Decke  "lebt" durch viele unterschiedliche Muster mit einigen Wiederholungen.



Wenn ich ein Muster gut beherrsche kann ich es gleich mehrfach abhäkeln, es geht nach dem zweiten, spätestens dritten auch flott von der Hand - aber das eigentliche Vergnügen empfand ich dabei, abwechselnd neue Grannys zu häkeln, eigene Ideen umzusetzen, zu improvisieren, neues auszuprobieren, zu verwerfen oder doch zu nehmen, einmal-zweimal-keinmal.

Lege ich die einzelnen Teilstücke aneinander, dann sieht die Decke bis jetzt so aus:



Viele der Muster habe ich im Netz gefunden, manche abgewandelt, aber manche sind auch von mir erhäkelt.


Das hier ein/mein Motivationspost. Ich brauch den Schubser. Dringend! Nicht um wieder zur Häkelnadel zu greifen sondern wieder und wieder zur richtigen Wolle.
 

Ein Granny hat die Seitenlänge von 16 cm, die Decke sollte nach meiner letzten Überlegung möglichst 6 Grannys breit und 9 lang werden. Wenn ich also in nächster Zeit noch eine Querreihe häkeln würde, könnte ich in sehr naher Zukunft damit fertig werden. Noch vor diesem Winter.

zu guter Letzt:

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