Dienstag, 15. April 2014

Maschen aufnehmen ganz ohne Löcher

Beim Maschenaufnehmen unterscheiden wir verschiedene Arten - je nachdem sind Löcher erwünscht oder eben nicht.
Eine häufige, mitunter gewollt dekorative Art ist der Umschlag, der in der nächsten Reihe abgestrickt wird. Macht garantierte Löcher, bei einem entsprechenden Muster ist das prima. Wickelt man die Wolle zweimal um die Nadel, strickt dieses beiden Umschläge dann als einen ab, gibts Riesenlöcher. Kann durchaus schön sein.
Gängig ist auch die Praxis, aus dem Faden der Vorreihe eine Masche aufzunehmen. Dies ergibt auch Löcher weil diese Art zu stricken eine Variante vom Umschlag ist.
Dann noch eine rechte und eine linke aus einer Masche herausstricken. Gibt halbe Löcher, also nicht ganz so große.

Bei den Babyschuhen (und vielen anderen Stricksachen) wollte ich keine Löcher. Die Maschenaufnahme betrifft ganz stark die Sohle und die wollte ich geschlossen halten. Babyschuhe ganz ohne Löcher für schön warme Babyfüßchen.
Möglicherweise kennt ihr diese Methode bereits, möglicherweise kennt ihr aber auch ganz andere. Auf die wäre ich sehr gespannt und freue mich, wenn ihr verratet, wie ihr "lochlos" Maschen aufnehmt.

Ich mache es so:



Bei glatt rechten Maschen steche ich hinter der Nadel


in die Masche der Vorreihe


hebe diese an, lege sie auf meine Abstrticknadel


und stricke sie verschränkt rechts ab.


Danach die eigentliche Masche rechts "normal" abstricken


und schon hat man zwei Maschen auf der Nadel ganz ohne Loch.




Ich finde bei linken Masche das Verfahren wesentlich einfacher.


Ich steche mit meiner Nadel in die krause Masche der Vorreihe


hebe sie an,

lege sie auf die Nadel,


stricke sie ab und lasse die aktuelle Masche folgen. 


Auch hier: aus eins mach zwei ganz ohne Loch.


Donnerstag, 10. April 2014

Stoffkörbe



Vor nicht allzulanger Zeit überkam mich die Lust mit besonders schönen Stoffen besonders nützliche Dinge zu nähen. Utensilos. Stoffkörbe.



Zehn solcher Riesen-Utensilos waren es, die ich in unterschiedlichen Stoffen und Zusammenstellungen aber alle in der etwa gleichen Größe genäht habe. Für Socken, Socken, Socken, Hemdchen und Höschen, Taschentücher, Tops und Longshirts ...



Obwohl immer zwei Utensilos aus den selben Farben bestehen, sehen sie doch ganz unterschiedlich aus. Je nach dem ob welchen der Stoffe ich für innen als Futter oder für außen gewählt habe. Dazu natürlich noch die individuelle Beschmückung wie hier die kleine Blume mit passendem Knopf und die Zackenlitze. Das Gegenstück dazu blieb schlicht und gewendet - ein ganz anderer Fall.



Die "Herren"-Variante sieht gar nicht mal so eintönig aus in schwarz/weiß. Auch hier wieder einmal so und einmal so:


zusammen dann so:


Das sind jetzt schon einige, aber noch nicht alle. Es gab sie noch mit Hühnchen



und nochmals mit Kühen - dieses mal mit rotem Innenleben und weißen Punkten:



Das gemischte Doppel sieht so aus:



Donnerstag ist Rums-Tag. Danke für die Organisation.


Sonntag, 6. April 2014

Baby-Chucks



Die versprochene Anleitung meiner Babyschuhe ist fast fertig, die Probestrickerei in vollem Gange und ich bin schon an einem weiteren Paar. Es macht aber auch zu viel Spaß die kleinen Dinger zu stricken. Trotz Ausprobieren und immer mal wieder aufribbeln bin ich doch recht schnell damit fertig geworden. Hier gab es nämlich exaktere Aufzeichnungen (und sogar Fotos!) als bei den anderen Babyschuhen. Und so waren lediglich ein paar "Umstellungen" und Vereinfachungen nötig.

Ich habe diese Schühchen leicht variiert aus den anderen weiterentwickelt. Gestrickt sind sie mit 3er Nadeln und den Resten der Wolle (6fache Sockenwolle und Schachenmayr Baby Wool).




Ich denke, jetzt ist genug! So viele Schuhe kann kein Baby (auf)tragen. Probestricken darf jemand anders übernehmen. Wer hat Lust?


Mittwoch, 2. April 2014

aus der Mitte gefallen ...



Am Sonntag hatte ich etwas Zeit, um einen zweiten frühlingstauglichen Rock zu nähen. Kariert in den Frühling - ich hatte es ja letzte Woche schon verkündet!



Wieder habe ich bei den Seitennähten, der rückwärtigen Naht und dem Reißverschluss sehr sorgfältig gesteckt und genäht um die Querstreifen des Karos richtig zu treffen. Nichts schlimmer als verrutschtes Karo. Ich habe in dieser Hinsicht wenig Toleranz. Andererseits erfreut es mich natürlich jedes mal die gelungenen Nähte zu sehen. (Was auf dem Foto aussieht wie verrutschte hintere Mitte ist eine optische Täuschung bzw. eine fotografische. Der Rock sitzt mittig.)



Das Karo dieses Stoffes zeigt (leider) keinerlei Symmetrie. Deshalb sieht der Rock auf den ersten Blick vielleicht aus, wie aus der Mitte gefallen. Aber ich habe den Schnitt immer wieder anders aufgelegt, experimentiert, herumgeschoben, irgendwann habe ich aufgegeben und zugeschnitten. Der Stoff ist wie er ist und vielleicht fällt es ja nur mir auf, wegen meiner langen Suche nach der richtigen vorderen Mitte.



Viele zauberhafte Frühlingsmode gibt es auf dem MeMadeMittwochblog zu sehen. Heute moderiert von Catherine im frühlingshaften Röschenkleid. Vielen Dank.

Sonntag, 30. März 2014

der Küstensockenstreifen



Neben allgemeinem Socken- und Baby-Schuhe-Probestricken finde ich gelegentlich Zeit für ein, zwei, drei Runden an der zweiten Häkeldecke. Halbzeitpause hatte ich mir eigentlich verordnet, Baby-Schuhe entwickeln und anschließend Babysöckchen stricken. Damit nicht schon jetzt die Durststrecke beginnt und ich mich zum Durchhalten beständig ermuntern muss.
Ein Motivationsschub kam unversehens aus dem Hause Küstensocke: Ein Päckchen mit Sockenwollresten. Viel rot, das in meiner Sammlung nur spärlich vertreten ist. Und rosa und blau und braun und leicht melliert und supertoll und so viel davon, dass ich mir erstmal ein Paar Socken stricken möchte und dann die Reste verhäkeln ... Aber so war das ja nicht gedacht. Und deshalb habe ich mit flinken Fingern gleich einen ersten Streifen Küstensocken-Wolle gehäkelt. Pink. Sieht schön aus.



liebe Frau Küstensocke, ich danke sehr herzlich für dieses großartige Wollrestepäckchen. Es kam gerade eben zur rechten Zeit um meine Motivation am Leben zu halten und mich weiterhin begeistert nach der Häkelnadel greifen zu lassen.

Mittwoch, 26. März 2014

kariert in den Frühling



Bei unserem ganz ausgezeichneten Nähkränzchen habe ich nicht nur das beinahe fertige Asymmetrie-Shirt für die Tochter genäht, sondern in der noch verbleibenden Zeit einen fast fertigen Rock für mich. Zu Hause brauchte ich ihn "nur" noch zusammen zu montieren und zu säumen. Immer wieder bin ich erstaunt, dass das "Finish" doch länger dauert als "eine Stunde höchstens"!!!



Also: den Rock hatte ich beisammen, Reißverschluss drin, Seitennähte und rückwärtige Mitte ordentlich im Karoverlauf. Einzig mit dem Reißverschluss bin ich nicht ganz zufrieden. Den hätte ich beinahe nochmal rausgetrennt, der irritierte  Blick meiner Freundin hielt mich davon ab und die Bedenken, dass der nächste Versuch möglicherweise nicht viel besser wird, der Stoff sich gar beim Auftrennen verzieht, trotz Vlieselinestreifen.

Rückwärtige Naht mit RV

Seitennaht

Den Innenrock - das Futter - hatte ich bei unserem ganz famosen Nähkränzchen ebenfalls fertig genäht, der Rest dann daheim unter der Woche so peu à peu. Jetzt kann ich die Frühjahrsaison kariert beginnen. Denn passenderweise habe ich noch zwei frühlingsleuchtende Shirts dazu gefunden. Frühling kannst kommen!

Rockschnitt: Ottobre, Norma




Und heute morgen dann ein weiterer kalter, fast noch nasser, leicht regnerischer, iggitiger, aprilhafter Tag, der mich zwar nicht zu Gummistiefeln und Regenjacke aber doch zu einem Jäckchen und warmen Stiefeln greifen ließ.


Das Gute am heutigen Tag: ich bin wieder einmal Gast beim MeMade-Mittwoch. Dieses mal moderiert von Frau Wiebke (Kreuzberger Nähte). Vielen Dank.

Sonntag, 23. März 2014

Eigenbedarf



Meine Freundin nannte die Babyschühchen für meine Nichte herzallerliebst und fragte, ob ich dafür wohl eine Anleitung habe. Hab ich und hab ich nicht ...
Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade am Rekonstruieren, Notieren und Entschlüsseln irgendwelcher kryptischer Aufzeichnungen für ein weiteres Paar Babyschuhe - dieses mal für den "Eigenbedarf".
Denn die Babyschuhe der kleinen Nichte hatte ich bereits im letzten Dezember gestrickt und damals sehr lange im Internet nach einer Anleitung gesucht. Gefunden hatte ich viele Fotos, die mir aber nur teilweise gefielen. Aber immerhin entstand daraus die Idee. Die Frage nach dem Aussehen war damit also abgeschlossen, aber die nach der Herstellung noch lange nicht.



Ich versuchte aufgrund des wenigen Bild- und Anleitungsmaterials mein eigenes Babyschuhpaar zu entwickeln. Das war mir gelungen. Aber jetzt gibt es wie gesagt nur wenige Aufzeichnungen - denn wie das so ist, wenn sowieso alles klar erscheint: letztlich habe ich mir keine brauchbaren Notizen hinterlassen.
Mittlerweile ist dieses Paar hier fertig, ganz schlicht und ohne Blümchen. Ich werde noch einige kleine Veränderungen an der Strickschrift vornehmen müssen (was bedeutet, mindestens ein weiteres Paar zu stricken) und alles ordentlich tippen. Dann kann ich sie gerne zur Verfügung stellen. Denn wenn ich die Kommentare richtig deute, gibt es auch von eurer Seite Interesse an einer Anleitung und nicht nur von meiner Freundin. Die darf jetzt probestricken.


zu guter Letzt:

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