Samstag, 26. Juli 2014

versteckte Kamera



In den Sommermonaten ist es hier fast schon traditionell etwas ruhiger. Die freien Zeiten werden ganz anders ausgefüllt: mähen, hacken, ernten, einmachen, Marmelade kochen, wieder mähen und manchmal findet man mich auch mit Buch in der Hand zur Entspannung auf dem Liegestuhl.

Näh- und mehr noch kleidernähtechnisch scheint also bei mir zur Zeit - was fotografieren und zeigen anbelangt - nicht viel los zu sein. Das täuscht: In Wirklichkeit bin ich des öfteren nähwanderisch unterwegs, die Maschinen laufen mehrmals die Woche und es entstehen sehr schöne Kleidungsstücke - nur nicht für mich. Denn ich helfe nähen: meiner Freundin, meiner Nachbarin, meiner anderen Freundin, für den Vater des kleinen Mannes. So ist mein Nähbedürfnis weitestgehend gestillt, das letzte Fitzelchen Zeit herausgequetscht aus dem vollen Arbeitstag und trotzdem habe ich (bedauerlichweise) fast nichts vorzuzeigen.

Vor Weihnachten - eigentlich auf Silvester hin - nähte sich meine Nachbarin mit meiner Hilfe einen sehr erstaunlich schönen Rock. Für eine absolut blutige Anfängerin war das ein richtig aufregendes Projekt und der Rock ist ihr auch tadellos gelungen. Zur Einübung davor war sie mehrmals hier um ihre Sofakissen zu benähen - alle mit nahtverdecktem Reißverschluss, eine gute Vorübung für kommende Objekte.
Fast schon als logische Schlussfolgerung fuhr sie im April mit auf den Stoffmarkt und erwarb zwei sehr schöne Kleiderstoffe - kariert der eine, gepunktet der andere. Das karierte Kleid ist fertig und passt perfekt. Sie hatte Simplicity 4758, bei dem ich mich schlafwandlerisch auskenne, der dennoch erheblich angepasst werden musste.Was ich zeigen kann sind ihre Kombination des blaukarierten Stoffes mit roten Knöpfen, schwarz-weiß-kariert fotografiert. Dazu trägt sie rote Sandelen - sehr schick.
Dieser Stoff ist nun leider nicht ganz blickdicht, positiv ausgedrückt: sommerlich-luftig. Im Urlaub ganz o.k. so. In die Schule wollte sie damit so allerdings nicht. Wir nähten einen Unterrock. Einfacher Jesey-Ottobre-Rockschnitt mit Gummizug - an einem Nachmittag waren wir fertig.



Danach begannen wir das zweite Kleid. New Look 6567. Wieder musste die Größe angepasst werden und es gab ziemlich viele Korrekturen nach der ersten Anprobe. Nun ist das Kleid im wesentlichen fertig, Seitennähte und Ärmel fehlen noch, natürlich auch noch der Reißverschluss, den wir kurzerhand von der hinteren Mitte in die Seitennaht verlegten. Aber das alles erscheint mir nebensächlich zu der Arbeit, die hinter uns liegt. Das Foto gibt einen ersten kleinen Eindruck von Schnitt und Stoff.

Und weiter geht's:
Fotografisch ebenfalls nicht festgehalten hatte ich den perfekt sitzenden und in seinen Karos hundertpozentig stimmenden Rock für meine Freundin. Eigentlich kennt ihr ihn schon, denn wir können nun im Partnerlook gehen, Stoff und Schnitt sind identisch mit meinem karierten Rock aus diesem Frühjahr. Da ihr der meinige so überaus gut gefallen hatte und ich noch etwas Stoff nachkaufen konnte, bekam sie ihn von mir passgenau zum Geburtstag geschenkt. Rechtzeitig zur Konfirmation ihrer Nichte konnte ich ihn bereits übergeben. Kein gutes Foto, aber eine leise Ahnung davon, wie gut er sitzt, kann ich zeigen:


leider, leider ...
Auch nicht dokumentiert habe ich das Shirt für den Vater des kleinen Mannes. Es ist nach dem bereits erprobten Schnitt des gestreiften Shirts genäht und rein schwarz. Also nichts spektakuläres, aber immerhin!

und dann das noch:
Einen ganzen Fuhrpark voller Rösser nähte ich über mehrere Sonntage mit meiner anderen Freundin. Darüber lasse ich mich jetzt weniger aus, denn da gibt es tatsächlich einige Fotos demnächst.

Und zur Zeit läuft da noch ein Projekt Herrenhemd zusammen mit meiner Freundin. Anpassen, verkleinern, verändern - die ganze Palette. Ich bin also beschäftig, fest ausgebucht, fühle mich mit diesen ganzen Projekten ziemlich gefordert, lerne aber bei all den Hilfestellungen viel dazu.




Regelrecht entspannend dagegen war das Nebenbei-Nähen eines weiteren Wäschebeutels aus Stoffresten für meine GuteLaune-Sommerurlaubs-Verlosung.
Die Auslosung geriet nach bewährtem Verfahren: dieses mal 1 aus 20 und traf die Nummer 19 - Biene aus dem Seifengarten. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude damit.

Da fällt mir zum Schluss noch ein: in die Reihe der nicht gezeigten Kleidung wird sich wohl auch die frühlingsgrüne kurze Sommerhose für den Mann für's Leben einfügen:




Sie ist gerade im Entstehen, es fehlen noch ein paar letzte Nähte. Der Stoff stammt von Stoff und Stil, Baumwoll-Leinen in einem Grün, das mir einmal ein Gartenkleid hätte werden sollen. Leider war der Stoff bei einer Anprobe am Ärmel eingerissen und das Kleid passte auch sonst nicht so perfekt, so dass ich bald die Lust daran verlor und aus dem noch unverschnittenen Rest nun diese Hose nähen konnte. Immerhin. Für daheim, die Werkstatt und den Garten.

Dienstag, 22. Juli 2014

Windlichter




Sehr inspirierend für mich sind die Besuche bei meiner Freundin. Es lohnt sich, bei ihr auf die kleinen Dinge zu achten, ihre Liebe zu selbstgemachter Dekoration erfreut mich immer wieder auf's neue.




Bei einem der letzten Besuche waren es Windlichter aus alten Einmachgläsern, die mir ins Auge stachen.
In unserem Keller fanden sich auch noch zwei alte Flachrandgläser, längst ausgedient und nur noch nicht zum Container gebracht.




Jetzt bekamen sie mit der schönen Häkelborte ihre neue Bestimmung. Leicht angefüllt mit etwas Splitt finden die großen Teelichte im Innern des Glases festen Halt. Die kleinen Steinchen bilden einen schönen Kontrast zur Häkelborte. Sehr, sehr stimmungsvoll.

Donnerstag, 17. Juli 2014

GuteLaune-Sommerurlaubs-Verlosung


Aus den Resten des verloren geglaubten Stücks Waffelpikee konnte ich noch einen etwas kleineren Wäschebeutel nähen Die Stoffstücke reichten sehr gut für einen schönen Sommerurlaubsbeutel rechtzeitig zum Auftakt der Feriensaison - in BaWü beginnen die "großen Ferien" gegen Ende des Monats.



Lediglich beim "Innenleben" musste ich Kompromisse schließen und den Rest weißer Kopfkissenbezug anstückeln: der Innenbeutel selbst ist dieses mal gestreift mit einem weißen Abschluss an der offenen Seite.



Auf der Rückseite ein kleiner (feiner) Näh-Kompromiss: die Spitzenborte kaschiert die Naht meiner Anstückeltechnik.



Dieser Wäschebeutel ist ein idealer Begleiter im Urlaub, schmückt aber auch zu Hause jeden Wäscheschrank. Meine Schwägerin verstaut darin z. B. Socken oder Pantinen für Besucher und freut sich jedesmal, wenn sie die dekorativen Beutel hervorholen kann. Sie hat mittlerweile mehrere davon. So viel nur nebenbei.
Nun zur GuteLaune-Sommerurlaubs-Verlosung:
Zunächst dachte ich an eine Last-Minute-Verlosung für Kurzentschlossene, dann aber begeisterte ich mich für die gemütliche Variante, so wie ich auch meinen Urlaub gemütlich angehen werde, ganz ohne Hektik und mit viel Zeit. In Ruhe einen Kaffe trinken, dazu etwas stricken oder lesen, im Straßencafé sitzend das Treiben in Straßen und Gassen erleben. Urlaubsgefühle. Runterkommen vom Alltagsgehetze. Abends Pizza oder Pasta und ein Glas Rotwein.



Wer diesen Beutel gerne haben möchte, kann eine Woche lang einen Kommentar eintragen, bis  einschließlich 24.7. habt ihr Zeit.
Ich habe die Kommentarfunktion immer noch so eingeschaltet, dass auch nichtbloggende oder -angemeldete Leser_innen kommentieren können. Viel Glück.

Samstag, 12. Juli 2014

Bolls Werk - Variationen eines Musters




Ganz fertig war ich nach zwei Paar Socken natürlich noch lange nicht mit dem Nachstricken dieses Musters. Zumal es sich auch sehr gut für Herrensocken anbietet und ich einige "Sockengeschenke" brauchte.



Bei den blaumelierten Socken habe ich das Zöpfchen wieder am Rand der Ferse mitlaufen lassen, was eine sehr schöne optische Wirkung ergibt und das kleine seitliche Zöpfchen durfte auch wieder bis in die Fußspitze hinein wandern.

Anders beim nächsten Paar. Hier war es wieder die klassische Verteilung von Ferse und Spitze. Da sich dieses Muster erstaunlich gut in gemusterter Wolle erkennen lässt, durfte es nun tatsächlich etwas bunter werden, wenn auch in einer leicht "abgespeckten" Version.
Bei den kleinen Zöpfen auf dem Fußrücken befürchtete ich, dass sie zu wenig plastisch wirken, untergehen,  dass sie von der Wolle doch noch "verschluckt" werden und so entschied ich mich, das Muster des Schafts einfach weiter in den Fuß hinein laufen zu lassen.



Beide Paare sind Herrensocken und bereits verschenkt.

Um auch selbst noch etwas anhaltender von diesem schönen Muster zu haben, musste ich natürlich zum Schluss noch ein Paar für mich stricken.

 Bei diesem letzten Paar Socken habe ich das kleine Zopfmuster bereits im Bündchen begonnen



danach in die Ferse



und in die Sockenspitze mitlaufen lassen. Die Luxus-Ausführung sozusagen.
Es war das fünfte und letzte Paar Socken einer schönen Serie. Jetzt habe ich ein neues Muster ins Auge gefasst, um eine neue Strecke zu "erlegen".



Wer dieses schöne Sockenmuster auch stricken mag aber zur Sicherheit lieber in eine Anleitung schaut: es heißt "unentschlossen" und kann über ravelry erstanden werden.

Samstag, 5. Juli 2014

"des Minimenschen Hängematte"



Als große Hängemattenliebhaber war uns schon lange vor seiner Geburt klar, dass der kleine Mann seine eigene bekommen sollte. Idee und Beschluss waren also rasch gefasst, jetzt ging es nur noch um die Umsetzung. KAUFEN kam für Omi-Selbermacher natürlich nicht in Frage und so durchforsteten wir das Blogrevier nach einer Vorlage oder Anleitung.
Bei Frau Siebenhundertsachen wurden wir fündig. "Des Minimenschen Hängematte" wird dort so ausführlich beschrieben, dass es kaum noch Fragen gab und diese wenigen waren per email schnell geklärt. Vielen Dank noch einmal dafür.



Etwas schwieriger als Beschluss und Anleitung gestaltete es sich, den richtigen Stoff zu finden. Nicht irgendeinen. Sondern den ultimativen Babyhängemattenstoff - möglichst bio, möglichst nicht zu dick aber fest genug und trotzdem anschmiegsam, schließlich soll der kleine Mann sich darin wohl fühlen, die Hängematte bequem sein, sich um das liegende Kind schließen - es soll darin und nicht darauf liegen. Dazu dezent im Farbton, keine wilden Muster, gut verträglich mit der Waschmaschine.

ausstaffiert ist unsere Hängematte mit einer eingeschobenen "Matratze" und einem Babyfell

Im Internet wurde ich fündig. Direktkauf beim großen Online-Auktionshaus. Nessel in allen Variationen bietet dort ein Internetshop an. Dick, dünn, fest oder locker gewebt, mal mehr, mal weniger schwer per laufendem Meter oder Quadratmeter. Die Krux mit dem Internet ist, dass ich den Stoff nicht anfassen, die Qualität also nicht direkt prüfen kann, Vergleich mit laufendem-Meter- oder Quadratmeterschwere machte die Sache nicht besser. Schließlich rief ich an, um mich über das Nesselstoffangebot beraten zu lassen. Es gab von Bekleidungsstoff bis Segeltuch eine viel zu große Bandbreite.

die Knebelverschlüsse sind geschlossen

Bis hierher war es normale Recherche, wie wir sie alle kennen, wenn wir auf der Suche nach etwas sind. Ab nun wurde es skurril:
Ich telefonierte also und brachte mein Anliegen vor, erklärte was ich nähen wollte, fragte was mir hierzu empfohlen werden könnte und - erntete Gelächter. Das habe er noch nie gehört "hahaha", schlug sich der Verkäufer förmlich auf die Schenkel - wohl konnte ich es nicht sehen, aber mir war das sofort klar: der Herr Starverkäufer konnte oder wollte nicht glauben, dass da jemand so bekloppt ist und eine Babyhängematte nähen möchte. Wie ich auf diese Idee gekommen sei und ich solle doch bitteschön eine fertige kaufen. Sein Kollege - immerhin Vater zweier Kinder - lachte im Hintergrund auch schon ob der (näh)verrückten Oma, die nicht kaufen sondern selbermachen wollte. Ich gab nicht auf, wollte immer noch Stoff kaufen und fuhr schließlich, um die Herren verkaufsgnädig zu stimmen, gar die preisliche Argumentation auf. Mein recherchiertes Angebot beziehe sich wohl auf eine Luxus-Hängematte, bekam ich zur Antwort, seltsam verkaufsuninteressiert und ignorant. Natürlich will ich eine Luxus-Hängematte für meinen Enkel, was denn sonst?
Ganz schön lästig so eine Kundschaft!
Nach langem Herumgezirpse bekam ich schlussendlich doch noch eine Beratung - aber zu diesem Zeitpunkt war mein Entschluss längst gefallen, das Gefecht nur noch ein Scheingefecht: hier würde ich nichts mehr bestellen.
Jetzt war allerdings mein Ehrgeiz geweckt und ich wollte wissen, in welchem preislichen Rahmen fertige Hängematten liegen und was wir schlussendlich bezahlen würden.

Hängematte von hinten mit der eingenähten "Rückwand"

Den Stoff kaufte ich beim nächsten Gang in die große Kreisstadt im K-stadt, zwar kein Bio, aber ungebleichter Nessel, die Qualität konnte ich mir zwischen verschiedenen Stoffballen aussuchen. Wie richtig die Wahl war, zeigte sich nach der Wäsche: genau dieser Stoff schwebte mir von Anfang an vor.

die "Rückwand" wird mit einem Gummizug leicht eingekraust


Genäht habe ich nach der Anleitung von Frau Siebenhundertsachen, alle relevanten Maße bekam ich von dort. Denkt man sich ein wenig ein in das Wesen einer Hängematte, so ist es gar nicht schwer, sie zu nähen.

der "Abstandhalter" drück die Seiten der Hängematte auseinander und bringt sie so in Form

Für die Aufhängung brauchte ich noch einen großen Karabinerhaken und einen Metallring oder Halbring von etwa 10 cm Durchmesser. Beides fand ich im örtlichen "Landhandel", einem Geschäft, das von Tierfutter bis Weidezäune alles rum um Tiere bietet. Karabiner und Halbring werden im "Normalfall"  für Rinder genutzt.

mit der Türklammer kann die Hängematte bestens als Reisebett genutzt werden

Aufgehängt ist die Hängematte an einem Seil, genauer meinem alten Springseil. Auf eine Wiegefeder haben wir bewusst verzichtet, leichtes Hin-und Herschaukeln genügt vollkommen, davon mal abgesehen, lässt sich so ein Ding bei tatsächlichem Bedarf leicht nachkaufen. Bis jetzt hat es noch niemand vermisst. Offenbar braucht der kleine Mann keinen Yoyo-Effekt.
Das Babyfell ist mein Geschenk für die Wiege, den Kinderwagen oder das Kinderbettchen, momentan liegt es in der Hängematte.

der vorder Verschluss mit großen Holzknebel und Schlaufen.

Die "Knebel" zum Verschließen der Hängematte bei Zugluft oder allmählicher Kindsbewegung Richtung "Ausgang" an der Vorderseite haben wir selbst gemacht, genauso den Holzbügel, der uns die Hängematte in Form hält.
Um zu testen, ob der kleine Mann unbedenklich in die Hängematte gelegt werden darf, habe ich mich selbst hineingesetzt und mich probeschaukeln lassen. Alles perfekt: was Ochs und Esel hält, trägt auch mich. Und: auf meine Nähte ist Verlass.

so eine Hängematte ist variabel einsetzbar, z. B. unterm Kirschbaum

Wenn ich davon ausgehe, dass ich Faden, Schere, Gummi- und Kordelreste oder das Springseil sowieso in meinem Fundus hatte, komme ich auf folgende Rechnung:
4 m Nesselstoff etwa 22 Euro, Karabinerhaken und Halbring ca. 2,50 Euro. Kommt noch die Türklammer hinzu, die konnten wir tatsächlich nicht selber machen. Und da die Hängematte als Reisebett dienen soll, war dies eine wirklich sinnvolle Investition von knapp 20 Euro. Fertig zu kaufende Baby-Hängematten fand ich in der Größenordnung von 60 bis 170 Euro.


Montag, 30. Juni 2014

Zeit für Ringelblumen

zum Beispiel: Ringelblumenöl für Ringelblumenbalsam.



Und so geht's:
Ringelblumen sammeln
Blütenköpfe abzupfen
falls nötig von mancherlei Getier befreien
in ein Glas füllen, leicht andrücken
mit Öl auffüllen
wegen des Gärungsprozesses die ersten 4 bis 5 Tage nur mit einem Mulltuch (oder Papier-Küchentuch) abdecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
danach Deckel drauf, fest verschließen, für 6 bis 8 Wochen in die Sonne stellen.
Danach durch ein Tuch filtrieren.

Freitag, 27. Juni 2014

Wäschebeutel



Es gab Zeiten, da verschenkte ich zu jedweder Gelegenheit Wäschebeutel. Zu Geburtstagen, zu Hochzeiten oder Einladungen. Sie waren gern gesehen, teilweise geradezu erwartet, denn es sprach sich rum, dass ich recht schöne Wäschebeutel nähe.
Auf einer aus heutiger Sicht uralten Stickmaschine durfte ich mir damals einen kleinen Vorrat sticken, von dem ich heute noch profitiere.



Von vielen Wäschebeuteln habe ich zur Dokumentation kleine Erinnerungsfotos geknipst:





Neben den  ausschließlich gestickten Beuteln gab es immer auch noch die applizierten:




Der aktuelle Beutel ist ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Bekannte. Sie begeistert sich so sehr für Handarbeiten, dass ich keine Sorge habe, ihr damit eine Freude zu bereiten.

Für meine Wäschebeutel verwende ich gerne Waffelpikee. Er gefällt mir mit seiner Struktur besser als glatter Stoff. Demnächst möchte ich aber doch einmal mit grobem Leinen experimentieren. Das stelle ich mir auch apart vor.

Ich benötigte für diesen Beutel also außer der vorrätigen Borte ein Stück irgendwo hin verlegtes Waffelpikee, bis mir die Sucherei schließlich in Erinnerung rief, dass sich ja Geschirrhandtücher ganz prima für diesen Zweck vernähen lassen, dass sie sogar Vorteile besitzen, die mir normaler Stoff nicht bieten kann und dass ich sie schon immer lieber genommen habe als so ein gewöhnliches nicht auffindbares Meterstück.
1. Vorteil: So ein einzelnes Geschirrhandtuch lässt sich schneller kaufen als ein verschollenes Stück Stoff in den Tiefen des Stoffberges ausfindig machen - vom preislichen Vorteil und dem Anhäufeln des Stoffberges beim Kauf eines neuen meterlangen Stückes wollen wir in diesem Zusammenhang mal gar nicht reden.
2. Vorteil: So ein Handtuch besitzt eine eingewebte  Borte und - 3. Vorteil - eine abgesetzte, schlichter gewebte Saumkante rundum. Nun, die auf den Seiten würde ich wegschneiden müssen, aber die beiden Kanten der  kurzen Seiten würde ich klar nutzen können. Sie geben oben den Rand des Beutels.
4. Vorteil: die Zeit ist knapp und ich erspare mir lange Suchereien.

Nachdem ich Breite und Länge festgelegt und den Stoff entsprechend zugeschnitten und genäht hatte, konnte ich im Anschluss den oberen Rand des Handtuchs leicht auftrennen, den inneren (Futter)beutel zwischenfassen und im Anschluss wieder absteppen:



Nach erfolgreichem Bügeln wird dann noch die eingewebte Borte zum Tunnelzug abgenäht - fertig:


So ganz zufällig und nebenbei tauchte der verschollen geglaubte Waffelpikee wieder auf und so wollte ich die Gelegenheit gleich einen zweiten Beutel zu nähen, nicht verstreichen lassen.
Ein Blick in die mittlerweile schwer geschrumpfte Vorratskiste mit den Stickmotiven zeigte mir, dass ich ein fast gleiches Stickbild noch einmal hatte. Seltsam, dass die hübschen, kleinen Bildchen doch nie ganz so schön wirken wie fertig im Beutel vernäht.



Dieses Blumenmotiv ist im Unterschied zum ersten Beutel auf der rechten Seite angeordnet und auch das Grün der Schrift variiert ein bisschen. Vernäht sieht auch dieser Beutel sehr, sehr schön aus und meine Freundin freute sich, als ich ihn ihr überreichte. Grad mal so zwischendurch. Es braucht nicht immer einen Anlass für ein kleines Geschenk.


Jetzt habe ich schon so viele Beutel genäht - seltsamerweise gefallen mir immer die aktuellen, die gerade eben fertiggestellten am besten, besonders also diese beiden hier.

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